Christoph Birnbaum

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Rezension zu "Feldpostbriefe aus Stalingrad 1942-43" von Christoph Birnbaum

Soldaten auf dem Russlandfeldzug...
MissRose1989vor 4 Jahren

Das Trauma von Stalingrad, das lernt ja inzwischen jeder in der Schule. Der Moment, in dem die Soldaten der 6. Armee im Kessel von Stalingrad eingeschlossen waren und dann  der Krieg nach Deutschland zurückkam.  Doch was ist mit den Menschen in der deutschen Armee, wie haben sie auf dem Ruslandfeldzug gelebt und was haben sie erlebt.  Leider sind die historischen Dokumente hierzu sehr rar, dass es kaum Feldpostbiefe gibt, die in dieser Zeit noch ihren Bestimmungsort erreicht haben, aber trotzdem hat sich der Historiker Christoph Birnbaum auf die Suche nach den längst vergessenen Feldpostbriefen aus jeder Zeit gemacht.  Herausgekommen ist ein Band mit einem Teil der Briefe, die aufzufinden waren. Von manchen Soldaten liest man nur einen, von anderen dafür mehrere Briefe, jedoch lässt sich anhand der Daten erkennen, wie sich die Situation in Stalingrad immer mehr zuspitzt und wie sehr die Männer unter dem Druck der Unterversorgung und der Hoffnungslosigkeit immer mehr zu Grund gingen.  Die zusammengestellten Briefen ergeben ein beeindruckendes Zeitdokument, an dem sich die Dramaturgie des Krieges ablesen lässt und das zeigt, dass es entgegen der Propaganda in Deutschland sehr wohl immer mehr mit der Versorgung bergab ging und das die Verzweiflung immer mehr zunahm. Das Buch sollte jeder lesen, der sich für die Schicksale hinter den blanken Zahlen interessiert, da Christoph Birnbaum auch versucht hat, noch weiterführene Infomationen zu den einzelnen Soldaten zu finden, soweit das möglich war. 
Fazit: "Es ist wie ein Wunder, daß ich noch lebe ~ Feldpostbriefe aus Stalingrad 1942-43" ist eine beeindruckten Zusammenstellung von Briefen, die zeigt, dass auch die Soldaten im Krieg sehr wohl immer mehr die bedrohliche Lage um sich herum wahrnahmen und das viele trotz der Propaganda in Verzweiflung über ihre Lage gerieten. Ein lesenswertes Buch für alle, die sich für die Soldaten auf dem Russlandfeldzug interessieren.

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Rezension zu "Die Pensionslüge" von Christoph Birnbaum

Rezension zu "Die Pensionslüge" von Christoph Birnbaum
WinfriedStanzickvor 6 Jahren

Noch ist die Finanzkrise nicht in Ansätzen überschaubar, geschweige denn im Griff, da weist ein Buch des Journalisten Christoph Birnbaum auf eine weitere schwere Hypothek hin, die die öffentliche Haushalte unseres Landes bis zum Jahr 2040 mit Kosten von über einer Billion Euro belasten wird.

Es geht um die Zusagen, die der Staat in Bund, Ländern und Kommunen in den vergangenen Jahrzehnten und in etwas reduzierter Form bis auf den heutigen Tag seinen Beamten gemacht hat und macht. Lehrer, Richter, Polizisten, Soldaten und Beamte haben zwar gemessen an ähnlichen Tätigkeitsprofilen in der Wirtschaft ein geringeres Einkommen, doch wird immer wieder darauf hingewiesen, dass im Unterschied zu normalen Rentnern ihre Ruhestandsbezüge, die Pensionen, gesichert seien.

Doch wie in den nächsten Jahren schon, wenn die Babyboomer-Generation beginnt, sich in den Ruhestand zu verabschieden, diese dann extrem steigenden Pensionslasten von den öffentlichen Händen gestemmt werden sollen, das ist nach wie vor unklar. Trotz zaghafter und wenig nachhaltiger Versuche in der Vergangenheit, für die zukünftigen Pensionslasten Rücklagen zu bilden, werden diese die öffentlichen Haushalte in den nächsten Jahrzehnten überfordern.

Und es scheint heute schon klar, wie dann diese steigenden Kosten in der Zukunft finanziert werden: durch weitere Schulden, die wieder zu Lasten unserer Kinder, Enkel und Urenkel gehen werden.

Christoph Birnbaum begnügt sich nicht mit dieser materialreichen Problemanzeige. Er fordert von der Politik weitreichende und schnelle Reformen, wenn es auch nicht zu überlesen ist, dass er sie mit großer Skepsis formuliert. Er spart nicht mit Zweifel, ob eine solche Reform gelingen kann, und sieht dann eine Situation voraus, in der sich die Ruhestandsbeamten des Landes auf größere Einbußen einzustellen haben.

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