Christoph Bochdansky Anmerkungen zur Umgebung

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Inhaltsangabe zu „Anmerkungen zur Umgebung“ von Christoph Bochdansky

Wenn der Gedanke Persönlichkeit hat, ist es ihm egal, ob er in einer Zeichnung, in einer kurzen oder langen Geschichte oder in einem Gedicht auftaucht. Er fällt nicht um, nur weil er die Form ändert. So hat er sich auch in dieser Sammlung der Anmerkungen nicht unterkriegen lassen und das eine als Geschichte und das andere als Zeichnung hingestellt. Die Welt dreht ohne auszuruhn, Sie hat ja sonst nicht viel zu tun, Was bleibt mir da noch groß zu sagen, Ich dreh mich mit – mit Unbehagen.

Bochdansky hat Phantasie – vielleicht genau jenes Maß, das wir uns im Alltag nicht zutrauen.

— stadtschreiber
stadtschreiber

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  • Gewöhnungsbedürftige Gedankensplitter: Robinson Crusoe als Spiegel der Welt

    Anmerkungen zur Umgebung
    stadtschreiber

    stadtschreiber

    23. December 2016 um 17:41

    Der Titel des Buches klingt ebenso sperrig wie die Kurzvorstellung auf der Rückseite. Doch dieser erste Eindruck täuscht und führt den interessierten Leser in die Irre. Der Autor und Puppenspieler Christopher Bochdansky hat das Werk nach folgender Philosophie verfasst: „Die Sichtweise ist das Längenmaß der Umgebung. Alle hier versammelten Anmerkungen zur Umgebung beziehen sich auf Sichterfahrungen.“ Weil er aufzeigt, was sein könnte, stellt er die Welt der eigenen Erfahrungen auf den Kopf. Der Inhalt Christopher Bochdansky hat das Buch in fünf Gruppen untergliedert, sodass sich zwischen den einzelnen Kurzgeschichten ein thematischer Zusammenhang ergibt. Zusätzlich wird die Eindrucks-Sammlung durch zwei Trilogien ergänzt. Jeder Gruppe steht isoliert eine Episode voran, in welcher aus verschiedenen Facetten geschildert wird, wie Robinson Crusoe sowohl real als auch moralisch immer wieder Schiffbruch erleidet. Dabei erzählt der Autor nicht die tatsächliche Robinson Crusoe-Geschichte, sondern stellt dar, wie es vielleicht auch hätte sein können. Wenn die reale Welt aus den Fugen gerät Christopher Bochdanskys Stil ist gewöhnungsbedürftig. Er schildert Eindrücke und Begebenheiten in kurzen und knappen Sätzen – wie Gedankensplitter eben. Die Kurzgeschichten wirken deshalb eher als Form moderner Lyrik. Bochdansky lässt die bekannte, berechenbare Welt, die auf physikalischen Gesetzen basiert, komplett aus den Fugen geraten. Unter anderem behauptet er, dass Porzellantassen die einzigen Gegenstände seien, die ein Schiffsunglück überlebt haben oder dass Äpfel auf die Bäume zurückspringen. Für den Leser, die vollkommen in Bochdanskys Welt der Kurzgeschichten eintaucht, schwindet mit zunehmender Dauer der Lektüre das Vertrauen in das Bekannte und Vertraute. Als augenzwinkernden Seitenhieb lässt Bochdansky Robinson Crusoe immer wieder aufs Neue auf absurde Weise scheitern. Dieser Aspekt dürfte vor allem Lesern Spaß machen, die Daniel Defoes Original kennen und mögen. Mein Fazit „Anmerkungen zur Umgebung“ sollte man als Gesamtkunstwerk zusammen mit den Illustrationen lesen. Bochdansky hat Phantasie – vielleicht genau jenes Maß, das wir uns im Alltag nicht zutrauen. Autor der Rezension ist Harry Pfliegl. Er ist Autor im Pool von [Der Mann für den Text] Detlef Plaisier.

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