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Seelensplitter

vor 1 Monat

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Meine Meinung zum Historischen Roman:
Die Lutherverschwörung

Aufmerksamkeit und Erwartung:
Diesen ausführlichen Punkt findet ihr im Original Post auf meinem Blog.

Inhalt in meinen Worten:
Herr Dr. Martin Luther soll in Worms seine Thesen verneinen, das an sich ist ja schon spektakulär, das jedoch ein Mörder hinter ihm her ist, der auch noch ein Kind entführen lies, um diesen Luther töten lassen zu können, das ist mehr als Martin wissen sollte, deswegen sind Jost und viele Kameraden von ihm dafür abgestellt, diesen Mörder zu stellen und Luther zu retten, ob ihnen das gelingen wird? Das kann euch das Buch verraten.

Wie ich das Buch fand:
An sich war mehr oder minder klar, wie das Buch enden wird, denn das Luther leben wird, um uns die deutsche Bibel zu präsentieren, weiß man ja.
Somit war Luther eher die Nebenrolle, obwohl er die Hauptrolle im Buch hat.
Dafür sind Hanna, Anna und Jost sowie Wulf die wichtigsten Figuren in diesem Buch, die auch alle in die Geschichte von damals hinein erfunden worden sind.

Charaktere:
Ich lese ja eher selten wirklich historische Romane, hin und wieder dann eben doch.
Jedoch brauchte ich bis zum letzten Satz, bis ich mich mit den Figuren im Buch gut vereinen konnte, dafür ist mir die Sprache im Buch etwas zu distanziert. Doch gerade deswegen finde ich es spannend wie der Autor seinen Charakteren das Leben einhauchte und mich mit ihnen durch die Geschichte jagte, und immer wieder mich verwundern durfte, das ein gewisser Charakter so geisteskrank ist, und dennoch immer wieder Schutzengel an seiner Seite hat, bis er den fatalsten Fehler macht.
Dagegen ist gerade Jost ein Charakter, der aufzeigt, das man sich selbst entscheiden muss, was man sein möchte, er hat mit sich selbst auch zu kämpfen, weil er nicht mehr töten will, das jedoch schon seit jeher nur gelernt hat, und gerade das macht Jost besonders. Denn aus alten Mustern auszubrechen und neues zu zulassen ist nicht immer einfach.
Als er aber seinen Weg geht, und dadurch Herrn Luther rettet, dafür aber etwas anderes wertvolles für ihn verliert begreift er, was schon ständig vor seinen Augen war, und er es doch nicht verstanden und begreifen konnte.
Letztlich darf jeder Charakter in dieser Geschichte reifen und seine eigene Stärke entdecken und das fand ich schön zu entdecken.

Spannung:
Die ersten hunderteinundzwanzig Seiten tat ich mir schwer in das Buch zu finden, gerade weil das Buch in drei Teile geteilt worden ist, das für mich aber erst am Ende des Buches Sinn machte.
Jedoch gab ich dem Buch ganz bewusst seine Chance, gerade auch weil ich Rezensionen zu diesem Buch gelesen habe, die alle positiv über das Buch sprachen.
Und ich muss gestehen, es wurde wirklich spannend, weswegen ich in einer Nacht dieses Buch durchgelesen hatte.
Auch fand ich die Geschichte in der Welt vor 500 Jahren sehr schön recherchiert und vor allem auch sehr bildhaft wieder gegeben, weswegen ich mich sehr schnell in diese Geschichte einfinden durfte, als ich im dritten Teil des Buches angekommen war. Wobei der dritte Teil des Buches auch der längste Teil ist.
Das Ende fand ich gut gerundet und hat es mir erleichtert aus diesem Buch heraus zu finden.

Schreibstil:
Die Geschichte ist von einem Erzähler erzählt, der immer über die Sachen die passieren schaut.
Es gibt verschiedene Handlungsstränge, die anfangs erst einmal verstanden werden wollen, doch Stück für Stück treffen sich die Stränge der Handlungen und am Ende finden die vielen verschiedenen Stränge zu einem FadenStrang zusammen.

Empfehlung:
Dieses Buch ist kein REINER Historischer Roman. Er ist ein Krimi/Thriller, und das mag ich persönlich sehr gerne, ich hätte mir jedoch einen Zusatz Vermerk gewünscht, dass es eben eher ein Krimi/Thriller ist, als ein Roman.
Wer gerne Historische Romane, die auch vor allem Spannung in sich haben, liest, müsste sich hier gut zurecht finden. Luther ist zwar die Hauptfigur des Buches, weil sich alles um ihn dreht, doch eigentlich ist es die Geschichte von vier Personen, die zusammen die Hauptfiguren in diesem Buch sind.
Wer also wirklich reines Wissen über die Luther Zeit möchte, wird es aufgrund der damaligen Welt mögen, wird aber eher weniger von Luther entdecken.
An sich ist das aber wirklich nicht schlimm, ich finde das sogar ganz gut so, denn es gibt ja nicht umsonst auch Geschichtsbücher, die sich wirklich rein um die Figur um Luther kümmern.

Bewertung:
Dieses Buch ist ein Roman mit einem Hauch von Thriller und Krimi. Das finde ich total passend und macht dadurch auch Freude wirklich zu Ende zu lesen.
Für mich zog sich gerade der Anfang etwas, als ich diese Durststrecke jedoch überwunden hatte, wollte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen und habe es in einer Nacht in einem Rutsch durchgelesen.
Deswegen bekommt das Buch auch vier Sterne.
Mir hat zwar nicht alles perfekt gefallen, doch im großen und ganzen hat es mir eine wunderschöne Lesefreude geschenkt.

Autor: Christoph Born
Buch: Die Lutherverschwörung
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