Christoph Buchwald

 4.5 Sterne bei 19 Bewertungen
Autor von Jahrbuch der Lyrik 2011, 25. Jahrbuch der Lyrik und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Christoph Buchwald

Christoph Buchwald, geboren 1951 in Tübingen, ist seit 1979 ständiger Herausgeber des Jahrbuchs der Lyrik. Nach seinem Studium der Kunstgeschichte, Literaturwissenschaft und experimentellen Komposition war er als Lektor tätig und hat dabei zahlreiche Lyriker von Oskar Pastior bis Johannes Kühn, von Rolf Haufs bis Miroslav Holub begleitet. Heute ist er Verleger des literarischen Verlags Cossee in Amsterdam, den er 2002 zusammen mit Eva Cossee gegründet hat, übersetzt Gedichte aus dem Niederländischen und arbeitet an einem Opernlibretto und einer CD mit Songs.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Christoph Buchwald

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Cover des Buches Jahrbuch der Lyrik 20119783421045072

Jahrbuch der Lyrik 2011

 (4)
Erschienen am 08.03.2011
Cover des Buches 25. Jahrbuch der Lyrik9783100096531

25. Jahrbuch der Lyrik

 (3)
Erschienen am 21.03.2007
Cover des Buches Jahrbuch der Lyrik 20099783100096555

Jahrbuch der Lyrik 2009

 (2)
Erschienen am 05.03.2009
Cover des Buches Jahrbuch der Lyrik 20139783421045737

Jahrbuch der Lyrik 2013

 (2)
Erschienen am 11.03.2013
Cover des Buches Jahrbuch der Lyrik 20199783895616822

Jahrbuch der Lyrik 2019

 (1)
Erschienen am 05.03.2019
Cover des Buches Jahrbuch der Lyrik 20179783895616808

Jahrbuch der Lyrik 2017

 (1)
Erschienen am 08.05.2017
Cover des Buches Wir sind abwechselnd Sonne und Meer9783351036515

Wir sind abwechselnd Sonne und Meer

 (1)
Erschienen am 17.10.2016
Cover des Buches Jahrbuch der Lyrik 20089783100096548

Jahrbuch der Lyrik 2008

 (1)
Erschienen am 05.03.2008

Neue Rezensionen zu Christoph Buchwald

Neu

Rezension zu "Jahrbuch der Lyrik 2019" von Christoph Buchwald

Wir alle sollten viel mehr Lyrik lesen!
das_lesewesenvor 5 Monaten

2019 mit Unterstützung des Hamburger Autors Mirko Bonné.
Das #jahrbuchderlyrik2019 liest sich als eine Mischung aus großen Namen wie Jan Wagner oder Nora Gomringer und Newcomern, die großartige Gedichte beigesteuert haben. Natur, Liebe, Themen wie Glück, Tod, Verlust. Hier ist alles dabei was das Lyrikherz begeistert. Ein breiter thematischer Überblick.

Schaut doch gerne mal auf unserem Instagram-Blog vorbei 😊


https://www.instagram.com/das_lese_wesen/

Liebe Grüße,

das_lese_wesen


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Rezension zu "Jahrbuch der Lyrik 2017" von Christoph Buchwald

Traditionell - und immer wieder saugut
Widmar-Puhlvor 3 Jahren

Hier gibt es keine Autoren zu feiern (es sind zu viele), sondern ein Konzept: Seit inzwischen 31 Jahren gibt es diesen roten Faden durch die aktuelle deutschsprachige Poesielandschaft. Und noch immer ist er lesenswert, teilweise anstrengend (wie sich´s gehört für die intellektuellste aller Literaturgattungen), teilweise auch unterhaltsam (was sicher nicht bloß von mir gern genossen wird), oft überraschend (was das größmögliche Lob ist). Die Verlage haben öfters gewechselt, weil Lyrik eben so gut wie unverkäuflich ist, aber dennoch, wie alle Herausgeber durch die Bank betont haben, von unsterblicher Bedeutung für die Literatur - als deren sensibelster sprachlicher Seismograph.
Das Verfahren ist jedoch stets gleich geblieben: Jeder kann sich bewerben. Zwei Lektoren sichten, lesen und wählen dann aus rund 5000 eingesandten Texten, die heute fast ausschließlich per Email kommen. Einer Lektoren ist ein alter Hase (Christoph Buchwald), einer wechselt von Jahr zu Jahr - diesmal ist Ulrike Almut Sandig dran, die besonders große (und begabte) Ohren für den Klang von Gedichten hat. Die Arbeit ist machbar, aber nach Ansicht der Macher irgendwo zwischen "Schlimmer als Kies schaufeln!" (Thomas Rosenlöcher) und "Zwei Monate Ausnahmezustand, mit steifem Hals und ohne nennenswerten Schlaf" (Ulrike Almut Sandig).
Das Ergebnis kann sich sehen bzw. lesen lassen - nicht nur als "mentaler Wasserstand im deutschen Sprachraum": Das Buch ist auch formal eine Fundgrube für originelle Stimmen, Töne, erstaunliche Einsichten, rhetorische Saltos, beeindruckende Zeit- und Epochenbilder. Und, auch wenn Lyrik so gut wie unverkäuflich ist, so schreibt Ulrike Almut Sandig vollkommen zu Recht: "Ja, in deutscher Sprache wird viel und gut gedichtet." Und: "Nie ging es der deutschsprachigen Lyrik besser, ... denn allen Beerdigungsgesängen zum Trotz ist der Anteil der lesefähigen Bevölkerung höher als je zuvor." Ich möchte ergänzen: auch der lese- und aufnahmebereiten Mitmenschen, gerade unter den jungen, was etwa bei Verantaltungsmarathons wie "Leipzig liest" oder den Rauriser Literaturtagen zu besichtigen ist.
Nur haben sich Rezeptionsformen bzw. -Wege verändert und sich unabhängig vom klassischen Buchmarkt gemacht, der ja heute eher wie Amazons Deppendorfer Mainstream erscheint. Das Internet und Veranstaltungen geben flexible Antworten darauf. Sandig widerspricht auch deutlich der Verlags-PR im Klappentext ("die besten zeitgenössischen Gedichte"), wenn sie betont, dass der Zwang zur Auswahl keineswegs jene diskriminiert, die nicht mehr ins Buch passen: "Wenn etwas nicht zu dieser in deutscher Sprache dichtenden Cloud passt, dann ist es das Werten an sich, das Auflisten bester Gedichtbände, das schwarzweiße Schachspiel von Hopp oder Topp, Gut oder Schlecht, Raus oder Rein".
Kurze Informationen über Autoren und Gedichtbände sind hilfreich bei dieser Lyrikschwemme, ein ausführliches Inhaltsverzeichnis ebenfalls. Die Herausgeber tun sich schwer, Trends zu benennen, was auch nehezu unmöglich ist von Jahr zu Jahr. Zu viele Bäume verstellen den Wald. Dass Gedichte mal politischer sind und mal mehr um den eigenen Bauchnabel der Selbstfindung kreisen - sei´s drum. Mir als langjährigem Kritiker und Lyriker ist trotzdem etwas aufgefallen: Ich suche immer bei Lesen von Gedichten nach Antworten auf bestimmte Standardfragen zu Humor, Erotik, Politik, Natur, dem gesellschaftlichen Miteinander, Utopien, Sozialkritik. Das alles findet sich hier in fünf Kapiteln exemplarisch durchexerziert, auch formal (es sind sogar Sonette dabei) - bis auf die Erotik. "Nackig machen" sich etwa nur Apfelbäume im Herbst. Obwohl das erste Kapitel den provokanten Titel "weithin sichtbar: körper" trägt, ist hier so gut wie nichts körperlich. Ist da deine neue Keuschheit im Zeitalter von Kopftuch- Nikabdebatten ausgebrochen? Fakt jedenfalls bleibt eine auffallende Zurückhaltung bei verbaler Erotik - und auch im letzten Kapitel, das erstmals Bildgedichte präsentiert.
Dazwischen finden sich unter dem Titel "völkerball" politisch-gesellschaftlich-sozioökonomische Themen oder Bildergalerien. Utopisches und Verrücktes sammelt das Kapitel "denn ich trage einen sternengürtel" und Nachdichtungen finden sich unter "Mein Liebchen, schlopst du?" (was aber aus dem Text "Wofür Sprachen da sind" kein erotisches Gedicht macht, bloß weil es da lakonisch heißt "Plautdietsch ist die Sprache der Liebe und der Hausarbeit"). Insgesamt ein großartiges Buch - mal wieder.

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Rezension zu "Wir sind abwechselnd Sonne und Meer" von Christoph Buchwald

Wir sind abwechselnd Sonne und Meer
tardyvor 3 Jahren

„Das, was Du suchst, ist hier“ Marjoleine de Vos


Mit den Niederlanden verband ich bislang nur Tulpen und Käse, Wattenmeer und Fahrräder. Gedichte hatte ich nicht auf meinem Radar. Gut, ich kenne natürlich Cees Noteboom, aber andere Poeten blieben mir bisher verborgen.

Der Aufbau-Verlag hat mit „Wir sind abwechselnd Sonne und Meer“ einen Gedichtband mit den hundert schönsten niederländischen Gedichten herausgebracht, der mich meine Meinung über unser Nachbarland vollkommen hat revidieren lassen.

Wunderschön in Leinen gebunden, in einem strahlendem Oranje, der zweiten Nationalfarbe, fröhlich und perfekt passend zu unserem Nachbarland. Ein ungewöhnliches Format, das sich perfekt in eine Hand schmiegt und das Lesevergnügen erst vollkommen macht.

Der kleine Band mit den hundert schönsten Gedichten dieses kleinen Landes am Meer, hat mich berührt und aufgewühlt, er hat mich erröten lassen und nachdenklich gemacht, er hat mich schmunzeln lassen und weinen. Gedichte voller Sehnsucht und Glück, voller Angst und Grausamkeit, traurig und schön, frivol und witzig, nachdenklich und heiter. Kaum eine Facette, die man hier nicht findet. Holland entpuppt sich als ein Land voller Gegensätze.

Der Herausgeber Christoph Buchwald hat empfohlen, den Gedichtband am Nachttisch zu platzieren und jeden Abend vor dem Schlafengehen daraus zu lesen und virtuell eine kleine Reise in unser Nachbarland zu unternehmen. Genau das werde ich tun!

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