Christoph Eichhorn Bei schlechten Noten helfen gute Eltern

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Inhaltsangabe zu „Bei schlechten Noten helfen gute Eltern“ von Christoph Eichhorn

Der Schul- und Erziehungsberater Christoph Eichhorn leitet Eltern an, wie sie ihren Kindern sinnvoll helfen können. Er zeigt ihnen, - welche Bedeutung ihre eigene Haltung zu Schule und Lernen für ihr Kind hat, - warum eine gute Lern- und Arbeitshaltung so wichtig ist und wie Eltern sie fördern, - wie Eltern ihrem Kind bei schlechten Noten nachhaltig helfen, - was sie tun können, damit ihr Kind weitgehend selbständig und selbstreguliert lernt und - wie sie vermeiden, dass aus Schulproblemen Familienprobleme werden.

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  • Rezension zu "Bei schlechten Noten helfen gute Eltern" von Christoph Eichhorn

    Bei schlechten Noten helfen gute Eltern
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    17. October 2011 um 10:29

    Auffällige Kinder, zu große Klassen, heterogene Schülerschaft mit hohem Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund, gestresste Lehrer und fehlende Betreuung von Ganztagskindern, das sind nur einige der Zustände, die nicht nur an deutschen Schulen beklagt werden Der Psychologe und Supervisor Christoph Eichhorn, der als Trainer und Coach und als Schul- und Erziehungsberater in Graubünden in der Schweiz arbeitet, hat in seinem letzten Buch „Classroom-Manegement“ vorgeschlagen, dem mit Regeln und Verfahren zu begegnen, wie sie anderswo schon eingeübt sind, und die in anderen Feldern, wo Menschen zusammenarbeiten, um bestimmte Ziele miteinander zu erreichen, sich schon seit langem bewähren. Das Nonplusultra eines guten Classroom-Managements sei dabei die Beziehung zwischen dem Lehrer und den Schülern. Dass der Lehrer eine solche Beziehung will und nicht im Schüler seinen Feind sieht und dass er sich durch persönliche Arbeit an sich selbst und durch Fortbildung , Coaching und Supervision in die Lage dazu versetzt, diese emotionale Intelligenz zu pflegen und auszubauen, das beschreibt Eichhorn in einem eigenen Kapitel mit dem Titel "Beziehung". Seine weiteren Anregungen sind zum Teil organisatorischer und verfahrenstechnischer Natur. Die Organisation des Klassenzimmers zum Beispiel, die Zusammenarbeit zwischen Eltern und Schule sind wichtige Grundvoraussetzungen. Kapitel über Motivationssysteme und den angemessenen Leitungsstil des Pädagogen folgen und ein zentrales Thema schließt das empfehlenswerte Buch ab: "Regeln und Konsequenzen". Nicht nur dieses Kapitel ist auch für Eltern interessant und lehrreich. Besonders und ausschließlich an die Eltern von schulpflichtigen Kindern richtet Christoph Eichhorn sich mit seinem neuen, hier vorliegenden Buch, dem er den Titel „Bei schlechten Noten helfen gute Eltern“ gegeben hat. Es geht darum „ wie Sie Ihre Kinder klug fördern und richtig coachen“. Denn dass die Kinder, besonders in der Grundschule, auch wenn sie sehr schnell den Stoff begreifen und umsetzen, die liebevolle und vor allen Dingen selbstreflektierte Begleitung ihrer Eltern brauchen, kann jeder Lehrer und jede Lehrerin bestätigen. Die Lehrer an der Schule unseres Sohnes, der jetzt das zweite Schuljahr besucht, betonen das auf den Elternabenden immer wieder und fordern die Eltern zur engagierten Mitarbeit auf. Christoph Eichhorn will Eltern ganz unterschiedlicher Bildungsschichten mit seinem Buch Mut dazu machen und ihnen zu den nötigen skills verhelfen. Er geht von dem Fall aus, dass das Kind mit schlechten Noten nach Hause kommt und bereitet in seinen Kapiteln systematisch das nötige Eltern-Kind- Gespräch vor. Nachdem er deutlich gemacht hat, dass kein Kind absichtlich schlechte Noten schreibt, fordert er die Eltern auf ihrem Weg zum „Lern-Coach“ ihrer Kinder dazu auf, ihre eigenen Erwartungen realistisch zu reflektieren, an die Erfolge und Fähigkeiten ihrer Kinder anzuknüpfen statt an die Schwächen und immer eine gemeinsame Elternhaltung zu pflegen. Er beschreibt, unter welchem Stress heutzutage Schüler stehen und plädiert nicht nur für realistische Förderung, sondern auch für viel Bewegung und Erholung, die mehr ist als bloßes Nichtstun. Nachdem er den Eltern verschiedene Motivationsstrategien an die Hand gegeben hat, benennt er die Merkmale und Fähigkeiten eines guten Coaches: • der gute Coach kennt sich selbst • der gute Coach lernt selbst • der gute Coach ist ein anschauliches Modell • der gute Coach hat realistische Erwartungen • der gute Coach spürt, wie sich der andere fühlt • der gute Coach ermutigt und unterstützt Am Ende greift Christop Eichhorn noch einmal seine Thesen aus dem ersten Buch auf und plädiert für ein starkes Lernbündnis zwischen Elternhaus und Schule und benennt die Voraussetzungen einer gelingenden Kooperation zwischen beiden. Das Buch ist klug und systematisch aufgebaut, wichtige „Merksätze“ sind hervorgehoben und fassen das Beschriebene gut zusammen. Fazit: wenn Eltern bereit sind, ihre eigenen (oft viel zu hohen) Erwartungen zu reflektieren, die Kooperation mit ihren Kindern und ihren Lehrern suchen und sich etwas Zeit nehmen, dann können sie ihren Kindern die guten Lern-Coachs werden, die die meisten ja gerne sein möchten, aber nicht so recht wissen, wie sie das so machen sollen, dass beide zu ihrem Recht kommen. Ein für alle Eltern schulpflichtiger Kinder (und die, die es bald werden) ein sehr empfehlenswertes Buch.

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