Christoph Ernst

 3,8 Sterne bei 16 Bewertungen
Autor*in von Dunkle Schatten, Bangkok ist selten kühl und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Lutz Kreutzer wurde 1959 in Stolberg/Rheinland geboren und lebt in München. Er ist Autor von Thrillern, Kriminalromanen und Sachbüchern, Herausgeber von Kurzgeschichtenbänden, coacht Autoren auf großen Buchmessen sowie Autoren-Kongressen und richtet den deutschsprachigen Self-Publishing-Day aus. Seine Arbeit wurde mit mehreren Stipendien gefördert. Mehr unter lutzkreutzer.de Uwe Gardein wurde 1945 in Berlin geboren und lebt in der Nähe von München. Er ist Autor von Kriminalromanen sowie historischen Romanen und erhielt das Förderstipendium für Literatur der Stadt München.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Christoph Ernst

Cover des Buches Dunkle Schatten (ISBN: 9783865323422)

Dunkle Schatten

(6)
Erschienen am 20.08.2012
Cover des Buches Die gruseligsten Orte in Hamburg (ISBN: 9783839227039)

Die gruseligsten Orte in Hamburg

(4)
Erschienen am 12.08.2020
Cover des Buches Bangkok ist selten kühl (ISBN: 9783957641205)

Bangkok ist selten kühl

(3)
Erschienen am 31.07.2014
Cover des Buches Kein Tag für Helden (ISBN: 9783897055872)

Kein Tag für Helden

(1)
Erschienen am 01.09.2008
Cover des Buches Mareks Liste (ISBN: 9783864122101)

Mareks Liste

(1)
Erschienen am 01.02.2018
Cover des Buches Hamburg hart + zart (ISBN: 9783944459103)

Hamburg hart + zart

(1)
Erschienen am 25.04.2013
Cover des Buches Fette Herzen (ISBN: 9783897054691)

Fette Herzen

(0)
Erschienen am 31.08.2006

Neue Rezensionen zu Christoph Ernst

Cover des Buches Die gruseligsten Orte in Hamburg (ISBN: 9783839227039)
Frank1s avatar

Rezension zu "Die gruseligsten Orte in Hamburg" von Lutz Kreutzer

Frank1
Zwischen Störtebeker und Atombunker

Klappentext:

Grusel und Schauer in Hamburg

Zwölf gruselige Geschichten von zwölf Autoren über zwölf reale Orte in Hamburg, angelehnt an Legenden und Ereignisse vom frühen Mittelalter bis in die Gegenwart: Wie die Wikinger die Hammaburg überfielen und brandschatzten. Warum der Teufel sich an der Teufelsbrück kein Schnippchen schlagen lässt und wie Störtebeker seinen Tod sühnte. Welche finsteren Geheimnisse der Klosterstern in Harvestehude birgt und welche Gefahren in den Atombunkern am Hauptbahnhof lauern.

Schaurig schön – Hamburg von seiner gruseligen Seite!


Rezension:

Enthaltene Geschichten:
Lutz Kreutzer – Der Untergang der Hammaburg
Christoph Ernst – Die Nonnen von Harvestehude
Alexa Stein – Teuflische List
Reimer Boy Eilers – Totenkopf, was glotzt du so?
Uwe Gardein – Der Feuersturm
Carola Christiansen – Der Axtmörder von Altona
Anja Marschall – Der Tote im Speicher
Roman Voosen – Der rote Tell
Kirsten Püttjer & Volker Bleeck – Büfett mit Sülze
Jürgen Ehlers – Ein Ehrentag
René Junge – Eine Nacht mit Maria
 Regula Venske – Marthe Underground

Wikinger greifen die Hammaburg an, eine Schriftstellerin wird bei einer Besichtigung des alten Atombunkers ‚vergessen‘, eine nicht mehr ganz junge Jungunternehmerin stößt gleich bei ihrem 1. Auftrag auf mysteriöse Hindernisse – so vielfältig sind die Erlebnisse, die die Protagonisten dieser Anthologie in Hamburg erleben.

Der Titel dieser Anthologie verspricht, die Leser an „Die gruseligsten Orte in Hamburg“ zu führen. Das weckt natürlich die Erwartung, es hier mit Horror-, Grusel- oder Mystery-Geschichten zu tun zu kriegen. Das ist auch nicht falsch, allerdings fallen nicht alle Beiträge in diesen Genre-Bereich. Gruselig ist es bei weitem nicht immer. Der Zeitrahmen reicht von 845 bis in die Gegenwart. Teilweise wurden reale historische Ereignisse literarisch aufgearbeitet, in „Der Axtmörder von Altona“ begibt sich Carola Christiansen sogar in den Real-Crime-Bereich. Der Großteil der Stories kann in seiner Vielfalt gut unterhalten.

Mein eindeutiges Highlight ist das „Büfett mit Sülze“, das Kirsten Püttjer und Volker Bleeck servieren. Eine Frau findet schon während der Gewerbeanmeldung im Gewerbeamt ihren 1. lukrativen Kunden. Die Umgebung am Auftragsort stellt ihr jedoch Hindernisse in den Weg, die immer mysteriöser werden. Die ‚Auflösung‘ am Ende verdirbt die Geschichte allerdings leider etwas.

Sehr gut gefiel mir auch Reimer Boy Eilers’ „Totenkopf, was glotzt du so?“, das zeitlich relativ kurz nach Störtebekers Hinrichtung handelt. Auch das ist eine überzeugende Kurzgeschichte.

So bunt die Zusammenstellung ist, so ist es doch gelungen, eine unterhaltsame Hamburg-Anthologie zusammenzustellen.


Fazit:

Auch wenn es nicht immer so gruselig ist, wie der Titel vermuten lässt, kann diese Anthologie gut unterhalten.


Alle meine Rezensionen auch zentral im Eisenacher Rezi-Center: www.rezicenter.blog

Dem Eisenacher Rezi-Center kann man auch auf Facebook folgen.

Cover des Buches Die gruseligsten Orte in Hamburg (ISBN: 9783839227039)
Christian1977s avatar

Rezension zu "Die gruseligsten Orte in Hamburg" von Lutz Kreutzer

Christian1977
Gruselige Orte machen noch keine Schauergeschichten

Zwölf verschiedene Autoren schreiben in diesem Band zwölf Geschichten über zwölf reale Orte in Hamburg. Im Untertitel werden "Schauergeschichten" versprochen, doch nur die wenigsten der Erzählungen kann man diesem Genre wirklich zuordnen. Stattdessen findet man eine insgesamt recht unterhaltsame  Mischung aus Mittelalter-Action, übersinnlich angehauchten Gruslern und - vor allem - historischen und zeitgenössischen Krimis.

Die meisten Geschichten werden historisch kurz eingeordnet, bevor die eigentliche Handlung einsetzt. Das habe ich als positiv empfunden, denn es führt auch LeserInnen, die nicht aus Hamburg kommen und diese Orte oder historischen Fakten noch nicht kennen, charmant in die jeweilige Erzählung ein und ermöglicht ihnen einen besseren Zugriff auf das Geschehen.

Ein Schwachpunkt ist in meinen Augen, dass die Qualität der angebotenen Texte doch recht schwankend ist. Ein paar konnten mich wirklich überraschen und erfreuen, andere konnte man für den kleinen Zeitvertreib zwischendurch ganz unterhaltsam weglesen, eine kleine Anzahl empfand ich als relativ lieblos und schnell heruntergeschrieben.

Ich möchte deshalb zunächst meine drei Lieblingsgeschichten kurz hervorheben. Die größte Überraschung war für mich "Teuflische List" von Alexa Stein. Die Autorin spielt wild mit den Begriffen "Gut und Böse", lässt den Teufel augenzwinkernd mal eben die Menschheit retten und setzt mit einem frechen Finale einen sehr gelungenen Schlusspunkt. "Der Tote im Speicher" von Anja Marschall ist ein weiterer Höhepunkt, der die knisternde Atmosphäre des Hafenarbeiterstreiks 1896 authentisch rüberbringt und am Ende eine böse Überraschung bereithält. Und die Geschichte mit dem blödsten Titel "Totenkopf, was glotzt du? oder Sühne für Störtebeker" punktet mit liebenswerten (?) Charakteren und überzeugt sowohl sprachlich, als auch im Aufbau - und kommt der Schauergeschichte vielleicht am nächsten.

Die meisten anderen Geschichten konnten mich nicht wirklich überraschen, lasen sich aber durchaus unterhaltsam wie "Der tote Tell", "Eine Nacht mit Maria" oder trotz des einfallslosen Endes "Büfett mit Sülze".

Leider gibt es meiner Ansicht nach aber auch einige Rausreißer nach unten, die auf mich wie eine relativ schnelle Auftragsarbeit wirkten wie "Der Feuersturm", der ohne große Höhepunkte heruntererzählt wird und sich auch noch erbarmungslos gegenüber seinem durchaus sympathischen Protagonisten zeigt oder vor allem "Ein Ehrentag", über dessen Abstrusität ich mich mit Kopfschütteln gewundert habe. Wer in eine Leseprobe blickt, sollte sich zudem nicht wundern: Die solide erzählte Eröffnung "Der Untergang der Hammaburg" ist brutale Mittelalter-Action und kommt so kein zweites Mal im Buch vor. Nicht mein Genre, wenn auch recht ansprechend geschrieben.

Fazit: Für HamburgerInnen und FreundInnen der Stadt bietet "Die gruseligsten Orte in Hamburg" ein recht unterhaltsames Lesevergnügen für ein verregnetes Wochenende. Bis auf die drei anfangs genannten Geschichten ist für LeserInnen, die sich häufig in diesem Genre bewegen, aber keine große Überraschung dabei.



Cover des Buches Mareks Liste (ISBN: 9783864122101)
nirak03s avatar

Rezension zu "Mareks Liste" von Christoph Ernst

nirak03
Interessanter Thriller

Theo Wolf führt ein zurückgezogenes Leben, doch es war nicht immer so. Er war vor 25 Jahren Ermittler bei der Polizei in Berlin. Die Ereignisse von damals haben ihn dazu veranlasst, seinen Beruf aufzugeben. Aber dann erhält er einen dramatischen Anruf, und die Ereignisse von damals stehen ihm wieder lebendig vor Augen. Erneut beginnt ein Wettlauf mit der Zeit.


Christoph Ernst schickt seine Leser auf eine Reise in die Vergangenheit. Dabei lässt er seinen Ermittler Theo seine Geschichte zum Teil selbst erzählen. Aus den Erinnerungen heraus entsteht ein spannendes Suchspiel. Manchmal aber auch stellt Theo nur Vermutungen an, wie es wohl gewesen sein könnte, und reimt sich die Ereignisse so zusammen, wie er es für richtig hält. Dabei hat der Autor die Szenen gut durchdacht. Ich hatte nie das Gefühl, in die Irre geführt zu werden. Auch wenn ich vielleicht nicht gleich dahinter gestiegen bin, worum es hier eigentlich geht, hat es mir gefallen, Theo zuzuhören. Die einzelnen Charaktere hat Ernst vielschichtig gestaltet und sind nicht immer leicht zu durchschauen.


Zudem hat der Autor geschickt einige politische Details der 90iger Jahre einfließen lassen. Auch taucht immer wieder das Gefühl auf, einiges von dem eben gelesenen schon mal gelesen zu haben. Der Gedanke, ja so könnte es damals gewesen sein, blitzt immer mal mit auf, ist aber auch genauso schnell wieder verfolgen, weil einem die Handlung einfach keine Zeit zum Luftholen lässt. Auch die Brücke zur Gegenwart hat Herr Ernst glaubwürdig vollzogen und steigert mit diesen Szenen noch mal die Spannung.

Mir hat „Mareks Liste“ gut gefallen. Es hat sich nicht nur flüssig lesen lassen, sondern war spannend und unterhaltsam. Durchaus ein Buch mit Suchtfaktor.

Gespräche aus der Community

Bisher gibt es noch keine Gespräche aus der Community zum Buch. Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Welche Genres erwarten dich?

Community-Statistik

23 Bibliotheken

2 Merkzettel

1 Leser*innen

Reihen des Autors

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freund*innen und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber*innen und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks