Christoph Ernst Dunkle Schatten

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Inhaltsangabe zu „Dunkle Schatten“ von Christoph Ernst

Nach 55 Jahren betritt Käthe Hirsch erstmals wieder deutschen Boden. 1938 war sie vor den Nazis in die USA geflohen. Nun folgt sie der Einladung des Berliner Senats und kommt zu einem Besuch. Aber Käthe ist nicht nur da, um sich die Stadt anzuschauen, sondern sie fordert auch das Haus ihrer Eltern zurück, das die Nazis der Familie im Zuge der sogenannten Arisierung geraubt hatten. Wenig später liegt sie tot auf den Bahngleisen. Die Polizei geht von Selbstmord aus. Maja Schäfer, die sich um die Beerdigung ihrer jüdischen Großtante kümmern soll, glaubt nicht daran und ermittelt auf eigene Faust. Bald darauf stellt sie fest, dass nichts so ist, wie es scheint und die Welt nicht nur schwarz oder weiß ist. Christoph Ernst nimmt die Leser mit auf eine Reise in das ruhelose Berlin der 1930er Jahre und blickt auch auf die frühen Jahre der Nachwende-Wirren.In einem bewegenden und packenden Kriminalroman zeigt Christoph Ernst, wie weit die dunklen Schatten von zwei deutschen Diktaturen reichen.

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  • Spannender Berlin-Krimi

    Dunkle Schatten
    UteSeiberth

    UteSeiberth

    15. November 2013 um 18:53

    Es ist erstaunlich, wie gut es Christoph Ernst schafft, geschichtliche Ereignisse mit einer spannenden Handlung zu verbinden und wie glaubhaft ees ihm gelingt aus der Pespektive einer jungen Frau zu erzählen! Es geht um die 1938 vor den Nazis geflohene Käthe Hirsch,die nach 55 Jahren vom Berliner Senat eingeladen wird ihre alte Heimat wieder zu besuchen.Sie nimmt Kontakt auf mit ihrer Nichte Maja,die extra nach Berlin reist ,um sie zu sehen.Bevor sie sich treffen können, erfährt Maja, die bei einer Freundin wohnt, dass die Tante tot auf Bahngleisen aufgefunden worden ist..Die Polzei tippt auf Selbstmord, um die Sache möglichst schnell zu den Akten zu legen.Das wird aber immer unwahrscheinlicher , als Maja erfährt, dass ihre Tante auch gekommen ist um ihr früheres Elternhaus zurückzuforden. Im Nachwende-Berlin trifft sie sich mit verschiedenen Leuten, um etwas mehr über ihre Tante zu erfahren.Da ich in Berlin lebe, fand ich es zum Teil sehr beklemmend, dass Teile des Geschehens in meinem Kiez stattgefunden haben könnten, so,als wäre ich dabei gewesen.Während ihrer Nachforschungen erlebt Maja himmlische und höllische Augenblicke, wo sie nicht mehr weiss, wem sie trauen soll.Die Sache bleibt bis zum Ende sehr packend und spannend,ich kann diese etwas andere Form eines Kriminalromanes nur weiterempfehlen!

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  • Rezension zu "Dunkle Schatten" von Christoph Ernst

    Dunkle Schatten
    LiebezuBuechern

    LiebezuBuechern

    07. April 2013 um 14:07

    Käthe Hirsch ist kurz vor dem zweiten Weltkrieg vor den Nazis geflohen und in die USA ausgewandert. Nach 55 Jahren betritt sie erstmals wieder deutschen Boden, weil der Berliner Senat sie eingeladen hat. Sie ist aber nicht nur da um die Stadt anzuschauen, sondern will auch das Haus ihrer Eltern zurückfordern, das die Nazis der Familie damals genommen haben. Wenig später liegt sie tot auf den Bahngleisen und weil es so offensichtlich ist, geht die Polizei von Selbstmord aus. Maja Schäfer, Käthes Großnichte, soll sich um die Beerdigung kümmern. Sie glaubt nicht an einen Selbstmord und ermittelt auf eigene Faust. Bald stellt sie fest, dass nichts so ist, wie es scheint und es nicht nur schwarz oder weiß gibt. Krimis mit wahren geschichtlichen Begebenheiten sind immer ein bisschen anders. Teilweise erschreckend und eben auch nicht mit dem typischen Krimi zu vergleichen. "Dunkle Schatten" von Christoph Ernst besticht genau damit. Die eigentliche Krimihandlung umfasst nur einige Tage. Dieses Buch bietet aber noch mehr, als einen spannenden Krimi. Wenn man es am Ende gelesen hat, hat man fast auch das Gefühl einen historischen Roman verschlungen zu haben. Dem Autor ist es gelungen kriminalistische Elemente mit wahren geschichtlichen Fakten zu verbinden und die Geschichte trotzdem spannend und fesselnd zu erzählen. Die Protagonisten sind allesamt glaubwürdig gezeichnet und verlieren sich nicht in der Handlung. Majas Geschichte wird zudem aus der Ich-Perspektive erzählt, was sehr angenehm zu lesen ist. Auch allgemein schreibt Ernst sehr flüssig und auch bewegend und das lesen macht Spaß. Am Ende des Buches findet man sogar noch ein Personenregister und Glossar, indem dem alle offenen Fragen beantwortet werden. Aufgrund der Thematik liest sich dieses Buch nicht so einfach, wie ein anderer Krimi. Wenn man sich aber dennoch darauf einlassen kann, überzeugt er gerade deswegen. Wenn man gerne Bücher liest, welche die Nazi-Vergangenheit aufgreifen, dann sollte man auf jeden Fall auch zu diesem hier greifen. Fazit: Spannend und bewegend erzählte Geschichte, welche die Vergangenheit aus der Nazi-Zeit aufgreift und auch mit kriminalistischen Elementen überzeugen kann. Auch wenn sich dieser Teil nicht durch das ganze Buch zieht, ist es von Beginn an spannend und unterhaltsam.

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  • Rezension zu "Dunkle Schatten" von Christoph Ernst

    Dunkle Schatten
    Gospelsinger

    Gospelsinger

    14. November 2012 um 19:47

    Reist man extra von den USA nach Berlin, um sich umzubringen? Die Jüdin Käthe Hirsch war 1938 vor den Nationalsozialisten geflohen und hatte Deutschland seitdem nicht wieder betreten. Aber 55 Jahre später nimmt sie eine Einladung des Berliner Senats an, Berlin zu besuchen. Bei dieser Gelegenheit will sie auch ihr Elternhaus zurückfordern, das im Zuge der „Arisierung“ enteignet wurde, und verlängert deshalb ihren Aufenthalt. Aber dann liegt Käthe tot auf den Bahngleisen, ausgerechnet unter der Putlitzbrücke, auf der sich das Denkmal für die deportierten Juden befindet. Selbstmord, sagt die Polizei. Käthes 29jährige Großnichte Maja reist nach Berlin, um die Beerdigung zu organisieren. Als sie von der wertvollen Immobilie und Käthes Restitutionsantrag erfährt, glaubt sie allerdings nicht mehr an einen Suizid und beginnt, auf eigene Faust zu ermitteln. Als Erbin gerät Maja aber auch selbst unter Verdacht. Oder ist das nur ein Ablenkungsmanöver, um zu verhindern, dass sie politisch brisante Fakten aufdeckt? Und dann verliebt sich Maja auch noch in Hendrik, der ihr bei den Ermittlungen hilft. Aber kann sie ihm wirklich trauen? Der Krimi ist spannend und gut geschrieben, die Charaktere sind vielschichtig und authentisch, und das Berliner Lokalkolorit ist kräftig dosiert. Der Autor schafft es, sowohl die Zeit des Nationalsozialismus, als auch den Alltag in der DDR lebendig werden zu lassen. Dazu tragen auch das Personenregister und das Glossar am Ende des Buches bei. Wer einfach nur einen unterhaltsamen 08/15-Krimi sucht, ist hier falsch. Wer allerdings einen historisch genauen und erschütternd realistischen Krimi lesen möchte, sollte zugreifen.

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  • Rezension zu "Dunkle Schatten" von Christoph Ernst

    Dunkle Schatten
    Eka

    Eka

    15. September 2012 um 13:56

    Käthe Hirsch war es 1938 gelungen, vor den Nazis in die USA zu fliehen. Nach 55 Jahren bekommt sie eine Einladung des Berliner Senats und reist zu einem Besuch nach Berlin. Sie hat sich ausserdem vorgenommen, bei dieser Gelegenheit, das Haus ihrer Eltern, das die Nazis im Zuge der sogenannten Arisierung geraubt haben, zurückzufordern. Doch dazu kommt es nicht mehr. Die Polizei findet sie tot auf den Bahngleisen und geht von Selbstmord aus. Sie verständigt ihre einzige Verwandte, ihre Großnichte Maja Schäfer, sich um die Beerdigung ihrer jüdischen Großtante zu kümmern. Doch Maja glaubt nicht an den Selbstmord von Käthe, sie glaubt vielmehr, daß sie jemand von der Brücke gestossen hat. Aber warum? Da sie von der Polizei keinerlei Unterstützung bekommt, beginnt Maja nun selbst mit ihren Ermittlungen. Dabei stößt sie auf einen Antrag ihrer Tante, in dem diese Restitutionsansprüche auf eine Immobilie geltend macht. Diese Immobilie hat mittlerweile einen erheblichen Wert. Hat evtl. der jetzige Besitzer etwas mit dem Tod von Käthe zu tun? Doch nun ist Maja die Erbin und Polizeikommissar Jenninger weist darauf hin, dass auch sie als Tatverdächtige in Frage kommt. Oder hat gar Hendrik, in den Maja sich verliebt hat, etwas mit der Sache zu tun? Der Autor beschäftigt sich in diesem Roman sehr ausführlich mit dem Berlin der 1930er Jahre, dem Judentum und der Nachkriegszeit. Und immer wieder weist er auf die Behandlung der Juden durch die Nazis hin. Na ja, wird mancher Leser denken, das kennen wir ja schon alles. Aber dieser Roman ist so fesselnd geschrieben, dass man sofort in die Geschichte hineinfindet und die Gedanken der Protagonistin Maja auch nachvollziehen kann. Zunächst störten mich die sehr ausführlichen Beschreibungen der verschiedenen Stationen und Plätze, die Maja ansteuerte oder bezeichnete. Doch der Autor hat es verstanden, dass man auch hier schnell das Gefühl bekam, selbst dort zu sein und sich perfekt in Berlin auszukennen. Ein bewegender, aber auch spannender Kriminalroman mit einem überraschenden Ende. Lesenswert!

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