Christoph Fromm Amoklauf im Paradies: Eine Groteske von Christoph Fromm

(3)

Lovelybooks Bewertung

  • 4 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 3 Rezensionen
(1)
(1)
(1)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Amoklauf im Paradies: Eine Groteske von Christoph Fromm“ von Christoph Fromm

Erwin dreht durch! Dabei fängt alles ganz harmlos an. Erwin ist Mitte vierzig, Ehemann, Familienvater. Seine Arbeit in einer mittelgroßen Immobilienfirma betreibt er mit mittelgroßem Ehrgeiz. Während eines Schwedenurlaubs mit der Familie erliegt er ausgerechnet der Faszination des Fliegenfischens und sein Leben gerät völlig aus der Spur. Erwin ist bald kein Ehemann mehr und seine sexuelle Identität gerät ins Wanken. Dass er sich in den Kopf gesetzt hat, die Gründung einer Fliegenfischerschule in Mittelschweden mit dem Drogenentzug seiner Tochter zu verbinden, macht die Sache nicht einfacher. Unter der Decke des Alltags lauert die Freiheit und hinter der Freiheit die Depression. Erwins Wunsch, in der Natur zu leben, obwohl ihm alle Voraussetzungen dafür fehlen, entwickelt sich zu einem Amoklauf der Gefühle. Figuren und Handlung in diesem Roman sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit realen Figuren sind rein zufällig und nicht beabsichtigt. Sollte es doch die eine oder andere Übereinstimmung geben, liegt das daran, dass unsere Realität bisweilen groteske Züge angenommen hat… Buchtrailer: https://www.youtube.com/watch?v=gx6VrCoYsvA Interview mit dem Autor: https://www.youtube.com/watch?v=BYCc-VktTOU

Zum Lachen und zum Weinen: Der frustrierte Erwin fischt im paradiesischen Schweden nach dem Sinn seines Lebens

— Mary2
Mary2

Bissig, bisweilen lustig und auch irgendwie ernst.

— Gwennilein
Gwennilein

Ein witziger, oft übertriebener unterhaltsamer Roman über den alltäglichen Wahnsinn! Ein einfühlsamer Blick auf unsere Gesellschaft!

— Valentia
Valentia
  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Zum Lachen und zum Weinen: Erwin fischt im paradiesischen Schweden nach dem Sinn des Lebens

    Amoklauf im Paradies: Eine Groteske von Christoph Fromm
    Mary2

    Mary2

    04. May 2017 um 06:08

    Ein frustrierter Mittvierziger aus Deutschland entdeckt sein neues Hobby Fliegenfischen. Nach dem Verlust seines Arbeitsplatzes und seiner Ehefrau möchte er in Schweden („Paradies“) eine Fliegenfischerschule betreiben. Leider ist Erwin kaum kritikfähig und wenig spontan. Das sind sehr ungünstige Voraussetzungen für eine Selbstständigkeit in einem wildnisreichen Land. Die Identitätskrise bezieht sich darüber hinaus auch auf Erwins sexuelle Orientierung. Und so geht wenig glatt bei der Existenzgründung in einer Branche, auf die Erwin nur theoretisch vorbereitet ist. Seine lange vernachlässigte 18-jährige Tochter begleitet ihren Vater nach Schweden um einen Drogen-Entzug zu durchleben. Zwei Großprojekte, die ziemlich danebengehen und beinahe schief gehen („Amoklauf“). Immerhin entwickelt sich die Vater-Tochter-Beziehung ganz neu und die Ansichten der Tochter helfen Erwin aus seiner Krise.  Der Leser nimmt Erwins Perspektive ein und erlebt alle Widrigkeiten aus seiner Sicht. Man möchte Mitleid haben mit diesem Mann, der sich seit Jahrzehnten selbst belügt und seine Pubertät endlich nachholt.  Viele Figuren des Romans sind stark überzeichnet, beschreiben aber im Kern die typischen Muster der 40- bis 50-Jährigen. Neben Erwin stehen seine sich emanzipierende Ehefrau Karin, die exzentrische, machtbewusste Kunstprofessorin Syllke Faber und der unbekümmerte, unzuverlässige schwedische Fliegenfischer Bengt. Sie treffen auf eine junge Generation, denen die Probleme der Midlifer so völlig fremd sind. Sprachlich ist dieser Roman bemerkenswert und überzeugt mit treffenden Formulierungen und bissigem Humor. Viel Freude werden sicher alle Leser im passenden Alter haben. Auch die Angler im echten Leben werden sich über den fischenden Romanhelden amüsieren. Nicht-Anglern kann zwischendurch die Puste ausgehen, denn hier wird der Autor sehr detailreich. Das Lachen kann einem aber doch im Halse stecken bleiben, wenn die Parallelen zum eigenen Leben sichtbar werden. Ernst nehmen kann man die Geschichte natürlich nicht, sie ist denn auch als „Groteske“ beschrieben. Ein toll erzähltes Buch mit einer Leseempfehlung mindestens für alle ab 40 Jahren (und für diejenigen, die solche Midlifer ertragen müssen). Ach ja: Der Leser sollte im Englischen doch so bewandert sein, dass er sich mühelos in den fremdsprachlichen Teilen orientieren kann.

    Mehr
  • Bissig, bisweilen lustig und auch irgendwie ernst.

    Amoklauf im Paradies: Eine Groteske von Christoph Fromm
    Gwennilein

    Gwennilein

    17. April 2017 um 14:38

    Das Buch ging mir ein bisschen zu sehr ins Detail, was das Fliegenfischen betrifft. Doch blendet man dieses Hobby um Erwin aus und lässt sich ganz auf seine Geschichte und die Beziehung zu seinen Mitmenschen ein, dann kann man hier wirklich noch etwas über Lebensträume, Ziele und verpasste Chancen lernen. Aber eben auch, dass es nie zu spät ist. Das alles mit Biss und lustiger, sarkastischer Ironie.

    Mehr
  • Leserunde zu "Amoklauf im Paradies: Eine Groteske von Christoph Fromm" von Christoph Fromm

    Amoklauf im Paradies: Eine Groteske von Christoph Fromm
    Christoph_Fromm

    Christoph_Fromm

    Nachdem mein historischer Roman „Stalingrad – Die Einsamkeit vor dem Sterben“ bereits ein großer Erfolg bei den Lovely Books Lesern war, möchte ich Euch jetzt  einladen, mir in die völlig anders geartete Geschichte meines neuen Romans „Amoklauf im Paradies“ zu folgen.  Erwin dreht durch! Die hochaktuelle Geschichte eines Wutbürgers! Dabei fängt alles ganz harmlos an. Erwin ist Mitte vierzig, Ehemann, Familienvater. Seine Arbeit in einer mittelgroßen Immobilienfirma betreibt er mit mittelgroßem Ehrgeiz. Während eines Schwedenurlaubs mit der Familie erliegt er ausgerechnet der Faszination des Fliegenfischens und sein Leben gerät völlig aus der Spur. Erwin ist bald kein Ehemann mehr und seine sexuelle Identität gerät ins Wanken. Dass er sich in den Kopf gesetzt hat, die Gründung einer Fliegenfischerschule in Mittelschweden mit dem Drogenentzug seiner Tochter zu verbinden, macht die Sache nicht einfacher Unter der Decke des Alltags lauert die Freiheit und hinter der Freiheit die Depression. Erwins Wunsch, in der Natur zu leben, obwohl ihm alle Voraussetzungen dafür fehlen, entwickelt sich zu einem Amoklauf der Gefühle. Das könnte ein Drama sein, aber es ist eine Groteske geworden. Und wie auch oft im Leben, liegen die komischen und tragischen Dinge sehr nahe beieinander.  Figuren und Handlung in diesem Roman sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit realen Figuren sind rein zufällig und nicht beabsichtigt. Sollte es doch die eine oder andere Übereinstimmung geben, liegt das daran, dass unsere Realität bisweilen groteske Züge angenommen hat… Hier findet Ihr die Leseprobe und ein Lesungsvideo!  Der Primero Verlag hat freundlicherweise gestattet, dass 5 E-books verlost werden dürfen. Meine Gewinn-Frage an euch lautet: Wer von Euch hat Erfahrungen mit der Midlifecrisis? Seid ihr, wie im Roman, die Tochter eines Vaters, der von den Widrigkeiten des Älterwerdens durchgeschüttelt wird, seid ihr gar persönlich betroffen, oder gibt es im Verwandten- oder Bekanntenkreis Betroffene? Die lebendigsten, ausgefallensten Schilderungen, werden wir mit einem Gratisbuch belohnen! Bewerbungen sind möglich bis zum 24. März. Selbstverständlich sind auch alle diejenigen ganz herzlich willkommen, die das Buch bereits besitzen und Lust haben, an der Leserunde teilzunehmen. Ich freue mich und bin sehr gespannt auf die Leserunde mit Euch!

    Mehr
    • 36
  • Verrücktes Fischen nach Realität

    Amoklauf im Paradies: Eine Groteske von Christoph Fromm
    Valentia

    Valentia

    10. March 2016 um 15:40

    Erwin sucht nach dem Sinn und nach etwas das die Leere in ihm füllt. Aber statt sich mehr mit seiner Tochter auseinanderzusetzen, seine Ehe zu retten oder sich im Job durchzusetzen, findet er die Liebe seines Lebens: Fliegenfischen!Was auf den ersten Blick absurd erscheint, wird auf den zweiten Blick zwar nicht weniger absurd, aber definitiv zu einem sehr unterhaltsamen Roman und einer tiefgründigen Charakterstudie. Erwin verliert den Boden unter den Füßen - aber war der Boden, auf dem er vorher stand wirklich so sicher? Angefüllt mit verrückten und liebenswerten Figuren ist Amoklauf im Paradies ein wilder und grotesker Roadtrip, der einen oft unsicher lässt, ob man jetzt Lachen oder Weinen soll. Also schnallt euch an und folgt Erwin auf seiner Suche nach sich selbst in der Wildnis von Schweden und im Gewirr seiner eigenen Wahnvorstellungen.

    Mehr