Christoph Görg Troubadour

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Inhaltsangabe zu „Troubadour“ von Christoph Görg

Als Niki Wolff nach einem Sturz von der schneeglatten Burgmauer der Ruine Dürnstein wieder zu sich kommt, befindet er sich noch am selben Ort, aber nicht mehr in der selben Zeit: Der Kalender zeigt Januar 1193. Seine unfreiwillige Begegnung mit dem Mittelalter sorgt für amüsante Irrungen und Wirrungen, verursacht aber auch ernsthafte Komplikationen, die den Lauf der Geschichte verändern könnten. Bald schon steht Niki nicht mehr nur zwischen den Zeiten, sondern auch zwischen zwei Frauen – und zwischen den Herren von Dürnstein und ihrem prominenten Gefangenen, dem englischen König Richard Löwenherz.

Hat Niki den Verstand verloren? Liegt er im Koma und hat einfach nur einen ungewöhnlich realistischen Traum? Oder ist er tatsächlich durch die Zeit gereist? Eigentlich will Niki nichts wie zurück nach Hause. Stattdessen hat er schon bald alle Hände voll zu tun, um zu verhindern, dass die Geschichte durch seine Anwesenheit vollkommen aus dem Ruder läuft ...

Tipp für alle Zeitreise-Fans! Toller Humor 👍🏻

— Libellchen007

Ist zwar unterhaltsam, aber definitiv kein historischer Roman. Würde es eher bei Urban Fantasy mit historischen Elementen einordnen.

— Sancro82

Man seht sich immer zweimal im Leben... oder Karma is a bitch (Seite 16)

— ChattysBuecherblog

Grandioser Mix aus historischen Roman und Abenteuerroman mit einem Schuss Fantasy. Absolut gelungen und eine Leseempfehlung!

— tinstamp

kein klassischer Historienroman, aber gute + sehr witzige Unterhaltung mit (etwas viel) Sex, Crime + Zeitreisen

— Aischa

absolutes Lesevergnügen, unterhaltsam und witzig

— Lesewunder

Ein etwas anderer Zeitreiseroman! Unbedingte Leseempfehlung!

— mabuerele

So macht der "Geschichtsunterricht" Spaß !!Ein toller Debütroman

— Ladybella911

Toller historischer Roman mit Humor

— Vampir989

Zu viel Sex verdirbt das beste Buch.

— Arbutus

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  • Eher Urban Fantasy statt historischer Roman

    Troubadour

    Sancro82

    31. March 2018 um 21:47

    Niki Wolff stürzt von der Burgmauer von Dürrnstein und befindet sich nachdem Sturz zwar noch am selben Ort, allerdings in der Vergangenheit im Jahr 1193. Als wäre das nicht schon schlimm genug, hat er auch noch sein Gedächtnis verloren. Zum Glück findet ihn Engeltrud, die sich Niki annimmt. Doch nicht alle sind Niki wohlgesonnen und wundern sich schon über ihn. Ausgerechnet der berühmte Gefangene auf der Burg Dürnnstein, nämlich Richard Löwenherz, ist von Niki richtig angetan und er darf einige Erledigungen für Richard machen. Ob Niki sein Gedächtnis wieder zurückerlangen und in die Gegenwart zurückkehren kann? Die Geschichte ist an sich spannend geschrieben und erinnert mich mehr an „Zurück in die Zukunft“ als an einen historischen Roman. Deswegen ist das Genre schon mal falsch und würde ich eher als Fantasy oder Urban Fantasy einordnen. Wirklich interessante historische Ereignisse von Richard Löwenherz auf der Burg oder was vielleicht tatsächlich auf der Burg Dürrnstein geschehen ist, gibt es nicht. Das fand ich ehrlich gesagt echt schade, dass man keine echten Fakten von Richard Löwenherz geboten bekam oder auch die Lebensumstände von den Burgbewohnern nicht richtig dargestellt wurden. Etwas genervt war ich auch von den Damen des Badehauses und wie sie die Herren dort bedienten. Das hätte man echt nicht in der ausführlichen Beschreibung gebraucht. Es sei denn man steht auf erotische Literatur. Für echte Fans von historischen Romanen, kann ich es echt nicht weiterempfehlen. Fantasybegeisterte könnte „Troubador“ durchaus gefallen und deshalb gibt es von mir nur 3 Sterne.

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  • Troubadour

    Troubadour

    Blaustern

    25. January 2018 um 13:13

    Der 19jährige Niki Wolff ist verzweifelt, denn heute ist der große Tag an dem seine große Liebe heiratet. Leider nicht ihn, und deshalb macht er sich mit seiner Weinflasche auf zur Burg Dürnstein, um seinen Kummer zu ertrinken. Dabei fällt er den Burgberg hinunter und landet urplötzlich im Jahre 1193. Seine Erinnerungen sind verschwunden, nur bruchstückchenhaft kommt manchmal etwas daher. König Richard Löwenherz wird in der Burg gefangen gehalten, und jemand will ihn umbringen. Niki fügt sich voll und ganz in das Burgleben ein, wird Leibwächter, Ermittler, Troubadour und lernt Engeltrud näher kennen.Die Geschichte nimmt einem gleich zu Beginn mit den beiden Zeitebenen gefangen. Man landet mit Niki im Jahre 1193, welches man sich bildlich vorstellen kann mit der Geschichte auf der Burg Dürnstein, auch wenn die Dialoge nicht sehr zeitgemäß sind. Durch die Ermittlungen um König Löwenherz wird es auch sehr spannend, und immer wieder blitzt der Humor durch. Nikki wird real und sympathisch dargestellt. Er meistert sein Dasein in einer anderen Zeit mit Bravour und ist dabei richtig einfallsreich. Man fiebert mit ihm und kann auch immer wieder schmunzeln. Dabei liest sich der Stil recht angenehm.

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  • Humorvoller, historischer Roman

    Troubadour

    Pucki60

    11. December 2017 um 15:09

    Niki Wolff ist 19 Jahre alt und seine große Liebe heiratet gerade einen anderen. Auf dem Weg zur Feier macht er an der Ruine Dürnstein Halt und will mit einer Flasche Wein seiner verflossenen Liebe nachtrauern. Unglücklicherweise stürzt er ab und landet im Jahr 1193 in der Nähe der Burg Dürnstein. Er wird von den Geschwistern Engeltrud und Bertram gefunden und auf die Burg gebracht. Sämtliche Erinnerungen an sein voriges Leben sind verloren und er weiß noch nicht einmal wer er ist. Ab und an hat er nur Geistesblitze aus seinem alten Leben. Auf der Burg weilt zur gleichen Zeit Richard Löwenherz als Gefangener. Irgendjemand versucht, Löwenherz zu ermorden und Niki wird zu seinem Leibwächter ernannt. Da Niki auch Laute spielen kann, wird er vom Burgherrn zum Troubadour ernannt. Gleichzeitig entwickeln sich zarte Gefühle zwischen Niki und Engeltrud. Die Geschichte ist gut geschrieben und hat mich von Anfang an gefesselt. Die Figuren sich wirklichkeitsnah beschreiben und man kann sich gut in sie hinein versetzen. Die Dialoge sind leicht und humorvoll gestaltet. sehr gut hat mir auch gefallen, wenn Niki sich mal wieder an etwas aus seinem alten Leben erinnern konnte. Das Buch ist als historischer Roman eingestuft. Allerdings fand ich die ganzen Lebensumstände und die Sprache für das Jahr 1193 zu modern. Ich würde es als Abenteuerroman einstufen, bei der die Hauptfigur durch Zufall ca. 800 Jahre durch die Zeit zurückreist und dort eine spannende Geschichte erlebt. Insgesamt hat mich das Buch gut unterhalten und das eine oder andere Mal ein Schmunzeln entlockt. Da mir der historische Teil aber zu modern war, vergebe ich nur 4 Punkte. Davon abgesehen, kann ich es absolut empfehlen und bin auch schon auf die Fortsetzung gespannt.

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  • Unterhaltsamer historischer Roman mit dem Fantasy-Element der Zeitreise und viel Humor

    Troubadour

    Petzi_Maus

    06. December 2017 um 16:53

    Kurz zum Inhalt:Nikolaus 'Niki' Wolff, stürzt eines Abends im Jänner 2017 von der Mauer der Ruine Dürnstein. Als er wieder aufwacht, ist er zwar am selben Ort, jedoch in einer anderen Zeit - es ist Jänner 1193. Und er kann sich an nichts mehr erinnern. Nur kleine Erinnerungsfetzen tauchen dann und wann auf. Niki wird von Engeltrud und ihrem Bruder Bertram gefunden und nach Dürnstein gebracht, wo er viele Abenteuer erlebt: der Burgherr, Ritter Hadmar von Kuenring, ernennt ihn zum Troubadour, da er in der Laute ein Musikinstrument erkennt und darauf ein Lied von Wolfgang Ambros spielt. Er muss sich dem "Bauernsturm" anschließen, wo die jungen Männer in den Wintermonaten trainiert werden, um Dürnstein im Falle eines Angriffs verteidigen zu können und findet dort Freunde. Er muss Wettkämpfe bestreiten und auf die Jagd gehen. Auch ist  zur Zeit gerade König Richard Löwenherz in Gefangenschaft auf Burg Dürnstein, und jemand will diesen aus dem Weg räumen. Schaffen Niki und seine Freunde es, den Attentäter ausfindig zu machen und somit die Verschwörung um König Löwenherz aufzuklären? Meine Meinung:Dieser historische Roman beinhaltet nicht nur detailreich gezeichnete Protagonisten, die sehr sympathisch sind, es ist flüssig geschrieben und gut zu lesen, und durch die Verschwörung um König Löwenherz ist auch ein spannender Krimi inkludiert. Auch Liebe und Erotik kommen nicht zu kurz; und nicht zu vergessen der Humor. Und durch das Element der Zeitreise ist auch etwas Fantasy inkludiert. Fazit:Ich musste sehr viel lachen bei diesem Buch; ich musste mit Niki mitfiebern, habe mit ihm gelitten, mich mit ihm gefreut; kurz - dieses Buch hat mich sehr gut unterhalten und ich habe Niki, Engeltrud und Bertram sehr ins Herz geschlossen und freue mich schon sehr auf die Fortsetzung!

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  • Man seht sich immer zweimal im Leben... oder Karma is a bitch (Seite 16)

    Troubadour

    ChattysBuecherblog

    06. December 2017 um 11:08

    Schon das Cover hat mich sehr angesprochen. Die Farbgebung, der Titel erschienen mir stimmig und haben mich veranlasst. sofort das Buch in die Hand zu nehmen. Worüber ich allerdings etwas erstaunt war: Wie geschickt der Autor Historie und Gegenwart verknüpft. Die Lebensgeschichte des Richard Löwenherz wird gekonnt in kleinen Häppchen mit Nikis "Leidensgeschichte" verwoben. Durch den lockerleichten, witzig und pointierten Schreibstil konnte ich nur so durch die Seiten fliegen. Immer wieder ertappte ich mich dabei, wie ich mit einem Grinsen die Zeitreise verfolgt habe. Engeltrud, kurz Engel genannt, erschien mir sehr aufgeweckt und wissbegierig. Zu damaliger Zeit bestimmt nicht einfach. Als Minnesänger, oder Troubadour im 12. Jahrhundert stelle ich mir auch nicht einfach vor. Sehr schön beschreibt der Autor die Freundschaft zwischen Niki, Blondel, und Richard Löwenherz. Fazit: Mit Freude habe ich im Epilog gelesen, dass es eine Fortsetzung geben wird. Na ja, es MUSS unbedingt eine geben.... bei diesem Ende. Schließlich ist alles noch offen, na ja, bis auf die Geschichte mit Richard. Deshalb bin ich schon sehr gespannt, was sich der Autor für Band 2 ausgedacht hat. Obwohl einiges Fiktion zu sein scheint, hat mich dieser Roman sehr gut unterhalten. Durch den Wortwitz, die kleinen Pointen, wirkt die Story nicht wie eine geschichtliche Nachhilfestunden, sondern verleitet, immer mehr von Richard Löwenherz wissen zu wollen. Es waren für mich tolle, unterhaltsame Geschichtsstunde, die hoffentlich bald fortgesetzt werden.

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  • Hätte der Autor mal auf seinen Protagonisten gehört ...

    Troubadour

    Arbutus

    Ich bin traurig. Traurig und sauer. Weil mich dieses Buch spaltet, wie es noch kein Buch geschafft hat. Wäre die Story in irgendeiner Weise mittelmäßig, könnte ich jetzt einen coolen Verriss schreiben, und weg damit. Warum? Warum muss er so etwas tun? Die Story ist genial. Voll von tollen Einfällen und Überraschungen, sprachlich makellos, mit einem untrüglichen Blick für eine geschickte, ja perfekte Dramaturgie, dazu immer wieder unglaublich komisch; ganz nebenbei lernt man eine ganze Menge Geschichtliches. Lange habe ich nicht mehr so einen Spaß gehabt beim Lesen. Was aber echt zum Himmel stinkt, ist das permanente pornographische Beizeugs. Das letzte Mal, dass ich etwas von dieser Härte anlas, trat es nach wenigen Kapiteln eine Reise ohne Wiederkehr in den Rundordner (Mülltonne) an. Diesmal aber musste ich durch, zum einen, weil ich mich zur Teilnahme an der Leserunde verpflichtet hatte und gerne Verpflichtungen einhalte, zum anderen, weil das Buch einfach grandios war ... Worum geht's? Niki Wolff, ein einsamer Neunzehnjähriger, der gerade seinen Militärdienst absolviert, flüchtet an einem trüben Winterabend von der deprimierenden Veranstaltung, auf der sein verflossener Jugendschwarm Tina einen anderen geheiratet hat, auf die einsame Burgruine Dürnstein, um dort, am Sehnsuchtsort seiner Jugend, sein trauriges Los mit einer Flasche Wein zu begießen. Betrunken stürzt er an einer rutschigen Stelle ab und landet kopfüber - im Mittelalter. Unglücklicherweise hat er dort nach kurzer Zeit fast alle seine Erinnerungen an die Neuzeit verloren, so dass er auf der Burg noch nicht einmal sagen kann, wer er ist. Damit gilt er natürlich zunächst einmal als höchst suspekt. Denn auf der Burg wird ein prominenter Gefangener gehalten, um dessen Sicherheit man sehr besorgt ist ...Dieses Buch erhebt von Anfang an nicht den Anspruch, ein hundertprozentig korrekter historischer Roman zu sein - was dem Lesevergnügen keinen Abbruch tut! Dennoch lernt man ungeheuer viel spannendes Historisches. Im noch "neuzeitlichen" Prolog gibt es ein paar kursiv gedruckte Einschübe, die, kurz und spritzig (manchmal sehr flapsig, aber immer auf den Punkt gebracht), dem Leser zu dem nötigen Schnellkurs in historischer Bildung verhelfen. Ganz am Schluss gibt es ein Nachwort, in dem einige erhellende Worte zum Thema Fakt und Fiktion fallen - auch das ein echter Pluspunkt! Was mich aber richtig wütend macht, ist, dass die zuvor bösartig verunglimpfte Eleonore von Aquitanien in diesem Nachwort mit keinem Sterbenswörtchen erwähnt oder rehabilitiert wird. Das hat diese geniale Frau - eine der größten mir bekannten in der Geschichte des Abendlandes - nicht verdient. Überhaupt, die Frauen, im Allgemeinen. Also man braucht als Frau schon ein dickes Fell bei diesem Buch. Was mich extrem nervt, ist, dass alle Mädels, die irgendwie ein bisschen interessant sind, sich ständig von irgendwelchen höherstehenden Kerlen besteigen lassen. Am Anfang drückt man ob der vielen Zoten ja noch das eine oder andere Auge zu und ordnet das schulterzuckend unter "Toleranz unverständlichen männlichen Lesevorlieben gegenüber" ab. Und manches von dem erotischen Zeugs ist sogar ganz charmant verpackt (also schreiben kann er wirklich). Aber muss wirklich jede noch so kleine Dorfszene mit den intimsten Details aus dem sexuellen Experimentieren der Dorfbewohner aufgepeppt werden? - "Danke, aber nein danke, dachte Niki. Man kann's auch übertreiben mit den ersten Malen." - Hätte der Autor mal auf seinen Protagonisten gehört.Jedenfalls, Nikis lakonische Kommentare, in die sich oft flapsige Sprüche aus der Neuzeit geschlichen haben, sind immer wieder herzerfrischend. Immer wieder werde ich mit diesem verrückten Autor ausgesöhnt. Der Mann schreibt einfach phantastisch. Da sitzt jeder Satz. Da wäre es wirklich nicht nötig gewesen, den Roman, damit er auch wirklich gelesen wird, noch mit so vielen vulgären Sexszenen zu spicken. Dass die Erzählung mitunter auch recht blutrünstig ist, stört mich da weniger.Am Rande sei auch noch erwähnt, dass sich der Goldegg-Verlag viel Mühe mit einer wunderschönen Aufmachung gemacht hat, angefangen bei einem sehr geschmackvollen Titelbild, über die edle Goldprägung auf dem inneren Einband bis hin zu den fein gestalteten Anfangslettern der einzelnen Kapitel, die die Erzählung eindrucksvoll graphisch abrunden. Christoph Görg hat mit diesem Buch seinen Debütroman vorgelegt. Ein durchaus gelungenes Debüt, das auf mehr Werke aus derselben Feder hoffen lässt. Dem Autor ist dabei allerdings dringend zu raten, an der Feindosierung seiner Beischlafschilderungen und Zoten zu arbeiten, sonst hat er mich als Leserin für alle Zeiten verloren. Und jetzt muss ich gleich heulen, mann.

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    • 5
  • Leserunde zu "Troubadour" von Christoph Görg

    Troubadour

    CGoerg

    Liebe Alle,25 Rezensionsexemplare (Hardcover) meines ersten Romans warten auf interessierte Leserinnen und Leser, die gemeinsam mit mir und meinem Protagonisten Niki Wolff einen unfreiwilligen Ausflug ins Mittelalter unternehmen wollen. Ich freue mich auf Eure Bewerbungen für meine erste Leserunde bis 23.10.2017.Liebe Grüße, Christoph GörgAls Niki Wolff nach einem Sturz von der schneeglatten Burgmauer der Ruine Dürnstein wieder zu sich kommt, befindet er sich noch am selben Ort, aber nicht mehr in der selben Zeit: Der Kalender zeigt Januar 1193.Niki verliert sein Gedächtnis und seine Unschuld, findet Freunde und macht sich Feinde – und das alles schon am ersten Tag. Bald schon steht er nicht mehr nur zwischen den Zeiten, sondern auch zwischen zwei Frauen – und zwischen den Herren von Dürnstein und ihrem prominenten Gefangenen, dem englischen König Richard Löwenherz. Leider sorgt seine unfreiwillige Begegnung mit dem Mittelalter nicht nur für amüsante Irrungen und Wirrungen: Sie verursacht auch ernsthafte Komplikationen, die den Lauf der Geschichte verändern könnten...Hat Niki den Verstand verloren? Liegt er im Koma und hat einfach nur einen ungewöhnlich realistischen Traum? Oder ist er tatsächlich durch die Zeit gereist? Um das herauszufinden, und irgendwann vielleicht einen Weg zurück nach Hause, muss er zunächst einmal ganz rasch eines lernen: im Mittelalter zu überleben.

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    • 426
  • Troubadour

    Troubadour

    Pixibuch

    01. December 2017 um 15:10

    Ein historischer Roman, der mit der Zeitreise in sich verbunden ist und gekonnt mit dem heute verwebt wurde. Niki nimmt an der Hochzeit seiner großen Liebe teil, trinkt Zuviel und stürzt einen Felsen hinab. Als er wieder erwacht kann er sich an nichts erinnern, er befindet sich im Jahre 1193. Die Henkerskinder nehmen ihn bei sich auf und nur langsam kann er sich in deren Leben integrieren. Er sucht nach seinem Auto, aber die Menschen können ihn überhaupt nicht verstehen. Als er dann noch ein tot geglaubtes Kind mit Mund zu Mund Beatmung wieder zum Leben erweckt, ist er von allen sehr Geachtet. Auf der Burg der Herren von Dürnstein lernt er das Kämpfen, er wird Knappe des englischen Königs Richard Löwenherz und verliebt sich in zwei Frauen. Der Autor beschreibt die damalige Faschingszeit, Ritterturniere, die Jagd, das Osterfest und alles so genau, dass man meint, mittendrin zu stehen. Man kann die Geräusche wahrnehmen und spürt den Duft nach Gebratenen und nach Feuer und Rauch. Kann Niki den englischen König vor seinen Häschern retten? Wenn nicht, dann müßte die ganze Geschichte, die Geschichtsbücher neu geschrieben werden. Neben dieser geschichtlichen Abläufe werden die Anwohner von Dürnstein liebevoll und sehr lebendig beschrieben, ihre Art, wie. z.B. einfältig, stark, schön, rothaarig und dergleichen. Auch der Witz kommt in diesem Buch nicht zu kurz und man hat so manchesmal über humorvolle Stellen zu schmunzeln. Und wie soll es anders sein: Deftige Sexszenen und der Waffenkammer oder im  Badehaus lockern das Ganze noch etwas auf. Das Ende bleibt offen, denn es soll eine Fortsetzung geben, auf die ich schon mit Spannung warte. Wirklich ein Buch für eine gute Unterhaltung, zumal einige Stellen mit der Geschichte in Einklang zu bringen sind.

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  • Ein Highlight dieses Jahres!

    Troubadour

    tinstamp

    29. November 2017 um 13:18

    Besonders gespannt war ich auf den Erstling des Autors Christoph Görg, der aus meiner Gegend kommt und dessen Roman in Dürnstein, einem malerischen Ort an der Donau im UNESCO Weltkulturerbe Wachau spielt. Dieser ist nicht allzu weit von meinem Heimatort entfernt. Dürnstein und die nunmehrige Ruine, die über dem Ort trohnt, spielen neben dem Hauptprotagonisten Niki Wolff und Richard Löwenherz die Hauptrolle."Troubadour - die Löwenherz-Verschwörung" lässt sich schwer einem bestimmten Genre zuordnen, auch wenn er durch die Handlung, die überwiegend im Jahre 1193 spielt zu den historischen Romanen zählt. Görg hat allerdings keinen normalen historischen Roman geschrieben, sondern eine Art Mix aus Historie, Abenteuer und einem Schuss Fantasy, einer Zeitreise, die in zeitgenössischer Sprache erzählt wird. Obwohl ich sonst bei Romanen aus dem Mittelalter eine angepasste Sprache für nötig halte, passt der humorvolle Schreibstil der Gegenwart, der trotzdem dem mittelalterlichen Flair nicht vermissen lässt, perfekt.Aber beginnen wir mit der eigentlichen Geschichte. Niki Wolff erlebt einen Tag, den er nie vergessen wird. Das liegt daran, dass er zur Hochzeit seiner große Liebe Tina eingeladen ist - nur ist er nicht der Bräutigam. Frustriert wandert er mit einer Flasche Wein in der Hand hinauf zur Ruine Dürnstein, wo er sich einst in Tina verliebte. Dabei rutscht er aus und stürzt den Burgberg hinunter. Als er wieder zu sich kommt, stehen eine junge Frau und ein junger Mann in seltsamer Kleidung und mit einem Leiterwagen vor ihm. Niki ist verwirrt und denkt sich, dass er sich seinen Kopf doch etwas mehr angeschlagen haben muss. Doch es dauert nicht lange, bis er bemerkt, dass er sich nicht mehr im Dürnstein der Gegenwart befindet, sondern im Jahre 1193, als der englische König Richard I., genannt Richard Löwenherz, auf der damaligen Burg Dürnstein gefangen gehalten wurde. Eben dorthin wird auch Niki gebracht, der als fremder Eindringling seine Herkunft und sein Begehren erklären soll. Doch außer ein paar Gedankenfetzen kann sich Niki an nichts erinnern. Der junge Hadmar von Kuenring ist vom ersten Tag an sein Gegenspieler, der nichts unversucht lässt, Niki zu demütigen....Der mittelalterliche Alltag, den Niki nun zu meistern hat, wird mit sehr viel Humor und spannenden Darstellungen erzählt. Dabei helfen ihm das junge Pärchen, das ihm am Fuße der Ruine gefunden hat: Engeltrud, die Tochter des Henkers, und ihrem geistig etwas zurück gebliebenen Bruder Bertram. Nach dem Tode der Eltern sind die Beiden auf sich alleine gestellt. Engel arbeitet als Bademagd, kennt sich mit Kräuter aus und ist für die Zeit eine selbstbewusste junge Frau. Sie kümmert sich um Bertram, der zwar stark wie ein Ochse ist, aber denkt wie ein Kleinkind.Das Setting entführt uns hinauf zur Burg, wo wir an einem Turnier und einer Wildschweinjagd teilnehmen, aber auch ins Stift Göttweig, das gegenüber am anderen Ufer über die Donau thront. Dort wird Niki fast zu Tode gefoltert und im Örtchen Dürnstein darf er am Narrenfest teilnehmen. Es gibt jede Menge Abenteuer zu bestehen, Intrigen, Verrat und Kämpfe. Auch die Liebe darf nicht fehlen und der Autor spart nicht an einigen Sexszenen.Christoph Görg hat historische Persönlichkeiten und fiktive Personen gekonnt miteinander verwoben. Die Charaktere sind allesamt sehr lebendig und gut ausgearbeitet. Es gibt Gute und Böse, wobei aber alle ihre Stärken und Schwächen haben. Ich mochte Engel und den mitfühlenden Bertram, die Zwillinge Gerwald und Gottfried, ebenso wie Richard Löwenherz. Die Landschaftsbeschreibungen sind bildhaft und absolut gelungen. Da ich selbst die Gegend kenne, verfolgte ich gespannt die Abstecher nach Göttweig, Krems und zur Ruine Aggstein.Absolut gelungen fand ich die Szenen, in denen Niki bestimmte Erfahrungen aus der Gegenwart im 12. Jahrhundert anwendet. Seine Wiederbelebungsversuche, eine Erfahrung aus dem Erste Hilfe Kurs, bringen ihn fast als Hexer in Verruf; seine modernen Lieder, die er auf der Laute spielt, haben morbide Texte. Was habe ich mich amüsiert, als Niki "Es lebe der Zentralfriedhof" von Wolfgang Ambros und "Der Durscht bringt mi um" von Uli Bär darauf spielt.Nikis Erinnerungsvermögen kommt nach und nach zurück. Diese Gedankensplitter werden in kursiver Schrift dargestellt und sind Erinnerungen aus Niki's alten Leben, die völlig unwillkürlich in sein Unterbewusstsein dringen.Schreibstil:Christoph Görg hat einen erfrischenden Schreibstil, der sich wunderbar leicht und flüssig lesen lässt. Ein Mix aus der gediegen Wortwahl der Vergangenheit, passend für diese Epoche, sowie der flapsigen Sprache der Gegenwart, die besonders bei Niki's Flashbacks eingesetzt wird. Der Autor hat viele Dialoge miteingebaut.Die Geschichte beginnt mit einem Prolog, es folgen drei Handlungsstränge und ein Epilog. Unter "Historische Anmerkungen" erzählt der Autor noch über historische Fakten und Fiktion.Cover:Noch ein Wort zum wunderschönen Cover. Der deutsch-österreichischen Goldegg Verlag hat ein richtig edles Hardcover erschaffen, das ein wahres Schmuckstück in meinem Bücherregal sein wird. Nicht nur der Schutzumschlag sieht wunderschön aus, auch der Titel am Inneneinband wurde in Gold eingeprägt.Fazit:Was für ein Buch! Christoph Görg hat einen großartigen Debütroman rund um die historischen Fakten der Gefangennahme um Richard Löwenherz auf der Burg Dürnstein geschrieben und diese mit einer fiktiven Zeitreise kombiniert. Ihm ist dabei ein grandioser Mix aus historischen und Abenteuerroman gelungen, der einen Mix Fantasy beinhaltet. Ein absolutes Lese-Highlight und eine Empfehlung von mir!

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  • Toller Roman

    Troubadour

    verruecktnachbuechern

    28. November 2017 um 20:47

    Niki Wollf ist gerade einmal 19 Jahre alt, als seine große Liebe und beste Freundin heiratet und zwar einen anderen als ihn.Mit einer Flasche Wein macht er sich auf den Weg zur Burg Dürnstein. Nach der Flasche Wein und ein wenig Selbstbemitleidung verliert er den Halt und purzelt den Hang herunter und direkt ins Jahr 1193. Damals wird gerade der englische König Richard Löwenherz in dieser Burg gefangen gehalten.Ohne Erinnerungen an das 21. Jahrhundert steht Niki ganz neuen Aufgaben und Menschen gegenüber.Ist Niki den Herausforderungen gewachsen?Das Cover des Buches ist fantastisch. Ich liebe diese Laute auf dem Cover. Die Covergestaltung lässt schon erahnen, dass es sich um einen historischen Roman handelt.Der Debütroman von Görg zieht den Leser von der ersten Seite an in seinen Bann. Das Buch ist spannend geschrieben, abwechslungsreich gestaltet und es ist immer ein wenig Humor vorhanden.Die Beschreibungen der damaligen Zeit sind glaubhaft. Nicht nur Niki befindet sich plötzlich in dem Jahr 1193, sondern auch der Leser.Für den Leser ist auch alles dabei, es gibt eine Wildschweinjagd, ein Narrenfest oder ein ritterliches Turnier.Neben der bildhaften Beschreibung der damaligen Zeit, sind dem Autoren auch die Charaktere sehr gut gelungen. Jeder von ihnen ist besonders und vor allem die beiden witzigen Zwillinge hatte ich nach der ersten Sekunde in mein Herz geschlossenNiki ist ein sehr sympathischer und liebenswerter Mensch. Mit seinem Humor und seinem Köpfchen fand ich ihn sofort sympathisch.Einen Punkt Abzug gibt es, weil ich einige der Dialoge nicht sehr „mittelalterlich“ fand. Sie passen eher in die heutige Zeit.Ich hoffe sehr, dass es eine Fortsetzung gibt. Als Leser wäre ich sofort dabei.„Troubadour“ ist ein toller Mix aus Fantasy und historischem Roman mit einer Menge Witz, Spannung und einer Prise Liebe.Absolute LeseempfehlungDas Buch habe ich im Rahmen einer Leserunde gewonnen und bedanke mich herzlichst bei dem Autoren und dem Verlag.

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  • Historienroman? Nein, aber wahnsinig witzig!

    Troubadour

    Aischa

    27. November 2017 um 22:57

    Historischer Roman, so steht es auf dem Titel. Leider, denn das ließ mich etwas völlig anderes erwarten. Vergesst es, und genießt ein erfrischendes, witziges Erstlingswerk, das voller Parodien und Zitate steckt. Ja, der Roman spielt auch im Mittelalter, und Richard Löwenherz kommt nicht nur in der Unterüberschrift vor. Und ja, der Autor hat seine Hausaufgaben gemacht und gründlich recherchiert. Aber  es geht eben nicht in erster Linie um die historische Epoche. Protagonist Niki durchlebt eine Zeitreise, findet Freunde und die große Liebe, darf sich beim Ritterturnier beweisen und ... mehr soll hier nicht verraten werden. Nur so viel: Für einen guten Roman braucht es eine hervorragende Idee und die Beherrschung der Schreibkunst. Görg liefert beides.Die teils recht derben Szenen (samt passender Sprache) sind etwas gewöhnungsbedürftig, der Humor große Klasse. Einen Punkt Abzug gibt es von mir für überflüssige, manchmal am Rande des Sexistischen wandelnde Sexszenen. Dennoch: Gute Unterhaltung, ich warte auf die Fortsetzung!

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    • 2
  • eine unterhaltsame Zeitreise

    Troubadour

    Lesewunder

    26. November 2017 um 17:53

    Das Buch ist wunderschön aufgemacht und stimmt einen mit seinem gelungenem Cover gedanklich sofort auf das Mittelalter mit seinen Rittern und Minnesängern ein.Die Fakten des Inhalts sind schnell erzählt. Niki Wolf betrinkt sich anlässlich der Hochzeit seiner großen Liebe mit einem anderen. Im Alkoholnebel steigt er auf die Burgmauer der Ruine Dürnstein und findet sich nach einem schweren Sturz im Jahr 1193 wieder.Zu diesem Zeitpunkt befindet sich der englische König Richard Löwenherz als gefangener dort und hofft auf seine Befreiung. Niki, der sein Gedächtnis verloren hat, lernt die hübsche Engel kennen und verliebt sich in sie. Zusammen mit deren Bruder und anderen jungen Männer aus den zur Burg gehörenden Dörfern findet er sich in der Ausbildung zur Bürgerwehr, um im Angriffsfall die Burg verteidigen zu können. Als mehrere Anschläge auf Richard Löwenherz verübt werden, versucht Niki die Täter ausfindig zu machen. Alles nur Phantastereien eines Schwerverletzten oder ist Niki tatsächlich durch die Zeit gereist ?Mich hat das Buch sehr gut unterhalten. Es war spannend, witzig und lehrreich. Obwohl das Buch eine Fantasy- Rahmenhandlung hat, bekommt man viele Informationen über die damaligen Lebensverhältnisse. Da es damals für unsere heutigen Verhältnisse sehr derb zuging, sind die Schilderungen über die Zustände in einem  Badehaus nicht ganz jugendfrei, entsprechen aber den historischen Gegebenheiten. Natürlich ist es wissenschaftlich nicht korrekt, wenn Niki seine Zuhörer mit Liedern von Georg Danzer begeistert, aber gerade die Szenen, in denen sich Niki an Dinge aus der Gegenwart erinnert, tragen zur wunderbaren Situationskomik bei.. Die Personen sind liebevoll mit besonderen Charaktereigenschaften versehen und ich persönlich habe mich gefreut,  jeden Einzelnen von ihnen kennenzulernen. Mit Bedauern habe ich die letzte Seite umgeblättert. gerne hätte ich noch mehr Zeit mit ihnen verbracht.

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  • Meine wärmste Empfehlung!

    Troubadour

    Viktoria_Anna

    26. November 2017 um 17:48

    Zeitreise ins Mittelalter, Ritter in Dürnstein mit Richard Löwenherz und eine Liebesgeschichte: genau nach meinem Geschmack! Der historische Roman mit dem modernen Input hat mich gefesselt, zum lachen gebracht und gut unterhalten. Niki ist ein sympathischer Hauptcharakter: Er ist zuerst ganz verloren in der Mittelalterzeit und entdeckt nach dem Gedächtnisverlust nach und nach seine Begabungen aus dem Jahr 2017 wieder.

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  • Eine außergewöhnliche Zeitreise

    Troubadour

    Dreamworx

    26. November 2017 um 10:40

    Österreich. Der 19-jährige Niki Wolff setzt am Tag der Hochzeit seiner großen Liebe mit einer Weinflasche ab und macht sich auf den Weg zur Burg Dürnstein, um dort seinen Frust zu ertränken. Doch dazu kommt es nicht mehr, denn er rutscht auf einer glatten Fläche aus und stürzt den Burgberg hinunter. Als er nach einiger Zeit wieder zu sich kommt, findet er sich im Jahr 1193 wieder und muss nun dort erst einmal mit den Gegebenheiten zurechtkommen. Währenddessen sitzt gerade der englische König Richard Löwenherz als Gefangener in der Burg. Niki trifft in der für ihn neuen Zeitrechnung nicht nur Amors Pfeil, sondern er nimmt auch aktiv am Geschehen auf der Burg teil, stiftet so manche Unruhe und steckt bald mitten in einem Komplott. Hat er alles nur geträumt? Georg Görg hat mit dem Roman „Troubadour“ einen spannenden und sehr unterhaltsamen Debütroman vorgelegt. Der Schreibstil ist flüssig und rasant, dabei humorvoll und mit einem Augenzwinkern versehen. Die Geschichte spielt sich in zwei Zeitebenen ab, schnell taucht der Leser in die Handlung ein und findet sich mal in der Gegenwart, mal in der Vergangenheit wieder. So sehr fesselt die Geschichte, dass man das Buch kaum aus der Hand legen mag. Der Autor versteht es sehr gut, den Leser mit seiner Geschichte zu unterhalten. Dafür lässt er ihn an einem bildgewaltigen Narrenfest, einem Turnier oder an der Wildschweinjagd teilhaben. Der geschichtliche Hintergrund um die österreichische Burg Dürnstein wurde sehr schön mit der Handlung verknüpft. Auch die Landschaftsbeschreibungen sind sehr detailliert und geben einen schönen Eindruck des Settings. Ebenso findet sich in diesem Buch alles wieder, was eine Geschichte so lesenswert macht, denn sowohl Intrigen, Verrat und Kämpfe als auch die Liebe kommen hier nicht zu kurz. Mit geschickten Wendungen und einem überraschenden Paukenschlag zum Schluss gibt der Autor dem Leser zudem noch ein grandioses Finale. Die Charaktere sind sehr liebevoll ausgestaltet und individuell in Szene gesetzt worden. Sie wirken lebendig und authentisch. Der Leser kann seine Sympathien gut aufteilen. Niki ist ein sympathischer junger Mann, der sich sogleich in das Herz des Lesers schleicht. Er besitzt Witz und Charme, ist schlagfertig und sprüht regelrecht vor Abenteuerlust, eine Kombination, der man nur sehr schwer wiederstehen kann. Sein Ausflug von der Gegenwart ins Mittelalter gestaltet sich spannend und ist voller neuer Erfahrungen. Niki als unsichtbarer Schatten zu begleiten weckt den Wunsch, selbst mal eine solche Zeitreise erleben zu dürfen. Engel ist eine junge Frau, die sich zuerst um Niki und seine Blessuren kümmert, ihm dann aber immer näher kommt, je besser sich die beiden kennen. Richard Löwenherz wird so sympathisch und charismatisch dargestellt, wie man ihn sich nach vielen Stunden Geschichtsunterricht immer vorgestellt hat. Auch die anderen Protagonisten bereichern die Handlung durch ihre Episoden und ihre Dialoge und machen sie rund. „Troubadour“ ist ein außergewöhnlicher Roman, der Historie, Gegenwart und Fantasy auf besonders schöne und unterhaltsame Weise in sich vereint. Eine ganz neue Art von Abenteuerroman, die auch Leser begeistern kann, die sich sonst nicht für Fantasy und Zeitreisen interessieren. Absolute Leseempfehlung für eine echte Entdeckung!

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  • Sturz ins Jahr 1193

    Troubadour

    mabuerele

    22. November 2017 um 21:15

    „...Wenn ich etwas gelernt habe aus meinem Zug ins Morgenland, dann dies: ein freier Mann, der seine Familie, sein Land und seine Heimat verteidigt, ist doppelt so viel Wert wie jeder Ritter, der all das angreift...“ Niki Wolff, 19 Jahre, ist mit einer Flasche Wein auf den Weg zur Burg Dürnstein. Dort will er seinen Erinnerungen frönen. Am heutigen Tag heiratet seine große Liebe. Auf dem glitschigen Boden an der Ruine kommt er ins Rutschen und stürzt den Burgberg herab. Als er erwacht, stehen vor ihm zwei Jugendliche mit einem Leiterwagen. Zuerst fragt Niki nach seinem Auto. Als er das Mädchen packt und anschreit, zieht ihm der Junge einen Knüppel über den Kopf. Erneut erwacht Niki, dieses Mal ohne Schwindel, ohne Kopfschmerzen, aber auch ohne Erinnerung. Die beiden nehmen ihn mit. Engel, das Mädchen, behandelt seine Wunde. Dann muss er sich auf der Burg melden. Niki ist ins Jahr 1193 gestolpert. Auf der Burg ist gerade ein prominenter Gefangener: König Richard Löwenherz Der Autor hat einen spannenden und amüsanten historischen Roman geschrieben. Die Geschichte hat mich schnell in ihren Bann gezogen. Sie wird in drei Handlungssträngen erzählt und ist in einen Prolog, drei Teile und einen Epilog gegliedert. Der Prolog endet mit Nikis Sturz. Teil 2 und 3 beginnen mit einer Gegenwartsepisode, dafür entführen mich die letzten Abschnitte von Teil 1 und 2 gedanklich nach England zu Löwensteins Bruder John und seiner Mutter Eleonore. Der Großteil der Handlung spielt allerdings auf Burg Dürnstein und in dem Umland. Der Schriftstil des Buches ist sehr abwechslungsreich. Im Prolog wird während Nikis Aufstieg in kursiver Schrift das Leben von Richard Löwenherz bis zum Jahre 1192 erzählt. Grundlage dafür bilden die Zeichnungen der historischen Personen entlang des Weges zur Burg. Die Personen werden gut charakterisiert. Ich möchte mich auf zwei beschränken. Engel ist tochter des Scharfrichters. Nach dem Tode der eltern kümmert sie sich um ihren Bruder Bertram und arbeitet als Bademagd. Allerdings kann sie für ein Mädchen ihrer Zeit ungewöhnlich gut mit Waffen umgehen, kennt sich in der Heilkunst aus und hat ein selbstbewusstes Auftreten. Richard Löwenherz wird als ein vielschichtiger Charakter dargestellt. Einerseits ist er sich seiner Grausamkeiten während des Kreuzzuges bewusst, achtete sie aber als notwendig. Andererseits beweist er im Gespräch mit Niki eine Menge Humor, wie das folgende Zitat zeigt. „...Wo immer du herkommst, Nicholas: Bei euch haben eindeutig die Weiber das Sagen!...“ Das Zitat fällt, nachdem Niki Löwenherz erklärt hat, wie im Schach in der Gegenwart die Dame zieht. An anderen Stellen wirkt Löwenherz fast philosophisch. Ich darf erleben, wie bei Niki ab und an, oft in entscheidenden Momenten, Erinnerungsfetzen aus seinem Gegenwartsleben auftauchen, die der Geschichte ihr besonderes Flair geben. Sie sind kursiv gedruckt, genau wie Nikis Gedanken, an denen er mich teilhaben lässt. Auch sie sorgen für einen besonderen Humor. Das Eingangszitat stammt von Ritter Schenk vom Wald. Er ist für die Ausbildung einiger Dorfbewohner und Nikis mit Waffen verantwortlich. Seine humorvolle Ader kommt eher selten zum Tragen. Ein Beispiel aber möchte ich anführen: „...Ich kenne die Liebe ja in allen Stellungen, aber platonisch ist mir fremd...“ Originelle Wortschöpfungen, gut ausgearbeitete Dialoge, spannende Kampfszenen und vielfältige Informationen über die Zeitverhältnisse machen das Lesen zum Vergnügen. Die historischen Fakten sind exakt recherchiert. Dass der Autor dem mittelalterlichen Leben seinen humorvollen Stempel aufgedrückt hat, ohne die Grausamkeiten der Zeit auszublenden, ist seine schriftstellerische Freiheit. Es gäbe noch viel zu dem Buch zu sagen, doch das würde den Rahmen der Rezension sprengen. Historische Anmerkungen und ein Inhaltsverzeichnis ergänzen den Roman. Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Es hat mir ein Stück Geschichte einerseits auf spannende, andererseits auf lockerleichte Art nahe gebracht.

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