Christoph Gebhardt , Christine Gutmann Der Arzt, dein Freund und Mörder

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Inhaltsangabe zu „Der Arzt, dein Freund und Mörder“ von Christoph Gebhardt

Diese Geschichte ist nicht der Phantasie eines Krimi-Autors entsprungen, sondern das wahre Leben hat sie geschrieben. Ein angesehener Arzt wird beschuldigt, einen Patienten umgebracht zu haben – er wird zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Als er auf Bewährung frei kommt und wieder als Arzt arbeitet, wird ein zweiter Patient ermordet. Was steckt hinter diesen Morden? Ist der Arzt tatsächlich der Täter? Zwei Juristen forschen nach und zeichnen ein faszinierendes Bild einer gestörten Persönlichkeit.

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  • Rezension zu "Der Arzt, dein Freund und Mörder: Strafsache Dr. U. - ein Lehrstück" von Christoph Gebhardt

    Der Arzt, dein Freund und Mörder
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    16. August 2012 um 06:12

    Dokumentation Die Juristin im Strafvollzug, Christine Gutmann, und der Richter Christoph Gebhardt dokumentieren in ihrem Buch zwei Morde durch einen Mann. Ein Arzt, der 1984 in Hessen einen Patienten umgebracht hat, nach Abbüssung seiner Haftstrafe wieder als Arzt gearbeitet hat und 2006 wiederum einen Patienten ermordet hat. Wobei die Autoren zwei Aspekte besonders in den Mittelpunkt ihrer Darlegungen stellen. Zum einen die Zweifel, die 1984 an der Täterschaft des Arztes bestanden und zum zweiten die Frage, ob die zweite Tat durch Justiz und / oder Therapie hätte verhindert werden können. So rollen beide akribisch, dokumentarisch und chronologisch im Buch die Ereignisse noch einmal auf, beginnend beim ersten Mord in höchst über die gesamten Ermittlungen zum Fall und die darauf folgenden Verfahren mit den Argumenten der Verteidigung, der Verurteilung, der Revision, einem vielleicht geplanten Ausbruch, Geiselnahme, dem Alltag im Strafvollzug, mithin durchaus Dramen, die ansonsten fast nur in Filmen vorkommen, hier aber nackte (und nüchtern geschilderte) Realität sind. Es sei angemerkt, dass hier doch durch die Autoren sehr kleinteilig in Teilen vorgegangen wird und wirklich keine Phase der Tat, der diversen Verfahren und des Strafvollzugs ausgelassen wird. Ob all dies je notwendig ist, um die Person des Täters und die Tat selbst, sowie die Entwicklung des Arztes in den Jahren des Strafvollzuges zu verstehen, sei dahingestellt, Längen aber bleiben bei der Lektüre in dieser Abfolge der Jahre nicht aus, noch verstärkt durch den oft eher trocken darstellenden Stil des Buches. In gleicher Form wird der Gang in die Freiheit, die erneute Approbation und der zweite Mord des Arztes geschildert. Ereignisse, in denen die gestörte Persönlichkeit in ihrer Pathologie durchaus griffig wird und die geschickten Täuschungen des Mannes, aber auch die intensiven Ermittlungen durchaus plastisch in den Raum treten. Die Auswertung und das Resümee der Autoren liegt am Ende des Buches differenziert vor du verweist gerade im Kapitel „Fehler?“ doch auf einiges an Umständen, die zumindest besser gemacht hätten können (dass der Mann sein Bewährungsberichte auf Antrag selber verfassen konnte, ist alleine schon tatsächlich makaber, wie die Autoren benennen, ebenso, dass eine Reihe dilettantischer Fälschungen nicht frühzeitig aufgefallen waren). Doch all dies hätte wohl die zweite Tat nicht entscheidend verhindern können. Eine Schlussfolgerung, die durchaus auch die Ohnmacht des Systems angesichts eines geschickt betrügerischen Täters eingesteht. Ein Buch, indem sich in der Biographie das Psychogramm eines Betrügers und Mörders verwebt mit detaillierten Schilderungen von Taten und dem Vorgehen der Justiz und in dem zugleich die komplexen Entwicklungen dargestellt werden, die eben jene zweite Tat nicht haben verhindern können. Das Ganze nüchtern, trocken und sachlich geschrieben. Einen spannungsgeladenen „Krimi aus dem Leben“ kann der Leser im Stil des Buches nicht erwarten, durchaus aber eine sorgfältige Darstellung eines sehr besonderen Verbrechens und Verbrechers.

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