Der Kurzgeschichtenband "Bibbernächte" lehrte mich 16 Mal das Gruseln. Die Stories sind vollgepackt mit Begebenheiten, so unterhaltsam wie schauderhaft. Und der Humor bleibt auch nicht auf der Strecke. Die meisten Geschichten spielen im Hier und Jetzt. Denn Apps, Social Media und Messenger machen vor Spukwelten nicht Halt.
Mit den Geschwistern Lexie und Tom besuchte ich eine unheimliche Galerie, mit Zoey verfiel ich einer sehr speziellen Halloweenmaske, mit Amy spielte ich App-Demon, mit Micha, Toby und Lewis betrat ich einen Keller voller Überraschungen, mit Hugo durchstreifte ich das Haus eines Jungen, mit Laurenz, Niki und Sara hing ich in einer Hütte fest und mit Susi, Timmi, Dennis und Kerstin war ich – natürlich – nachts im Museum …
Diese Auswahl an höchst unterschiedlichen Geschichten weckte im Handumdrehen das Kind in mir. Echte Bibbernächte - die kennen eben kein Alter!
Christoph Grimm
Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
Alle Bücher von Christoph Grimm
Fast menschlich
Virtuelle Welten
Dunkle Rituale
En passant
respekTiere
Bibbernacht: 23 Gänsehaut-Geschichten
Bibbernächte
Embedded Systems for Smart Appliances and Energy Management
Neue Rezensionen zu Christoph Grimm
Wer war damals auch ein Fan von den "Gänsehautgeschichten"? Der kommt hier auf jeden Fall auf seine Kosten! Die Anthologie bietet 16 Gruselgeschichten ab 12 Jahren, jede Geschichte von einem anderen Autor/einer anderen Autorin geschrieben. Eine gelungene Mischung aus Spannung und Grusel. Die perfekte Lektüre für Halloween.
Aus Perspektive des Menschen mag es erstrebenswert sein, menschlich oder wenigstens fast menschlich zu sein. Wie es allerdings aus Sicht von Maschinen ist, können wir uns nur ausmalen. Also durchaus möglich, dass das menschliche Verhalten in seiner Irrationalität und mit seiner Inkaufnahme anderer Menschen Leiden auf Maschinen eher abschreckend wirkt. Wer behauptet beim Anblick von räuberisch lebenden Ameisen denn auch: Wie gern wäre ich so ein Krabbelviech. Die Panik vor der Intelligenz der Maschinen lässt solcherart Gedanken selten zu. Der Mensch als Krone der Schöpfung will sich eben nicht ausmalen, dass es Kreaturen gibt, die kein Interesse an einer "Vermenschlichung" haben. Letztlich bleiben meine Gedanken reinste Spekulation - genauso wie die Existenznöte einer Ameise.
Glücklicherweise hat uns die Evolution das Wunder der Fiktion geschenkt. Nicht Fake-News oder Propaganda, sondern die pure Lust am Fabulieren. Im Vorwort der Anthologie "Fast menschlich" heißt es: Wo ist die Grenze zwischen komplexer Programmierung und einer bewussten Existenz? Gibt es sie überhaupt? Mit diesen Fragen beschäftigen sich die folgenden 25 Geschichten auf höchst unterschiedliche Weise. So sind einige in Sphären angesiedelt, deren Abbildung nach einer Kinoleinwand verlangt. Andere wiederum begnügen sich mit dem trauten Heim. Da wollen Androiden nicht entsorgt werden oder deren Besitzer lieber mit einer KI zusammenleben als mit der Ehegattin. Eine Story trägt den Titel "Das Mädchen, das sich selbst aufisst", und das ist in diesem Fall wortwörtlich zu nehmen. Oft blitzt Lem’scher Humor zwischen den Schaltkreisen auf. In "Der Prozess" finden wir uns in einem kafkaesken Dilemma wieder, während in einer anderen Story ein Wesen weder als Mensch noch als Maschine verstanden werden will. Später dürfen wir noch zwei Softwareentwickler im Dienste Zuckerbergs über die Schultern schauen. In "Fast menschlich" stellt sich eben nicht nur die Frage nach Mensch oder Maschine, sondern auch jene nach der gesellschaftlichen Verantwortung. Kurzum: Die Anthologie bietet einen abwechslungsreichen Ausflug ins Thema KI. Dabei wird die oberste Maxime guten Geschichtenerzählens keineswegs vernachlässigt: Nämlich unterhaltsam zu sein.
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Künstliche Intelligenz, wohin führt sie uns?
Diese Frage haben sich 25 Autoren gestellt und mit ihren eigenen Ideen und Phantasien beantwortet.
Natürlich ist alles Fiktion. Oder nicht?
Lest mit uns die Geschichten und entscheidet selbst.
Mehr dazu im "Treffpunkt"
Meine Rezension:
https://www.lovelybooks.de/autor/Christoph-Grimm/Fast-menschlich-2435862959-w/rezension/9448011454/
Danke, dass ich das Buch lesen durfte. :-)
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