Christoph Hardebusch Die eiserne Krone

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Inhaltsangabe zu „Die eiserne Krone“ von Christoph Hardebusch

Er ist ein Bastard. Ein Galeerensklave. Ein Söldling. Er ist der Retter der Welt. Konstantinopel im Jahr 1453. Die Osmanen greifen die 'Stadt der Städte' an. Lukas, den jungen Bastard des Ritters von Eschwege, hat ein bitteres Schicksal in ihre Mauern verschlagen, wo er mehr schlecht als recht als Söldling überlebt. Durch Zufall erfährt er von einer gefährlichen Verschwörung – und plötzlich liegen die Geschicke der Welt in seiner Hand.

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  • Konstantinopel wird brennen und seine Mauern fallen ... Ein starker historischer Roman!

    Die eiserne Krone
    Sardonyx

    Sardonyx

    1451: Lukas, ein junger Deutscher, ist der Bastard vom Ritter Johannes aus Eschwege und auf einer Reise ins Heilige Land, um Fragen aus seiner Vergangenheit zu beantworten. Doch unterwegs wird er von Piraten aus dem Maghreb als Galeerensklave ausgenutzt, bis ein Sturm vor der Küste Zyperns losbricht und Lukas sich zusammen mit dem adligen Osmanen Selim retten kann. Zum Dank lässt Selim Lukas als freier Mann und kampferfahrener Söldling nach Konstantnopel reisen. Lukas steht im Dienste der reichen Handelsfamilie Hyakos - und verliebt sich unweigerlich in die Tochter des Hauses, Alexia, welche aber Selim versprochen ist. Nur wegen Alexia setzt Lukas seine Pilgerreise nicht augenblicklich fort - bis es zu spät ist, um zu fliehen und nur noch Blutvergießen Lukas retten kann. Sultan Mehmed der Zweite will das Osmanische Reich zur größten Macht der Welt machen und erbaut deswegen gegenüber Konstantinopel eine Festung, die das Messer an der Kehle der alten Stadt sein wird. Bald zeigen sich die ersten Kriegswolken über dem Meer, doch Lukas entdeckt inmitten des Krieges eine Verschwörung gegen den Kaiser des Heiligen Römischen Reiches ... ,,Die eiserne Krone" von Christoph Hardebusch beschreibt den Kampf um Konstantinopel. Die geschichtlichen Hintergründe will ich jetzt mal nicht genau erklären, sondern muss zuerst etwas anderes sagen: Wenn das Lukas auf dem Cover sein soll, stimmt seine Haarfarbe nicht! Gleich zu Beginn des Buches wird der Leser in die Geschichte hineingeworfen, als die Geleere im Sturm zusammenbricht und es Lukas im letzten Moment nach Zypern verschlägt. Der Autor weiß, wie man gut beschreibt: seien es die Stürme über dem Mittelmeer, der Glanz der Stadt Konstantinopel oder die Kämpfe, die so detailliert sind, dass ich mr vorkam, als sehe ich keine Zeilen, sondern einen Film. Deutlich ist, dass Hardebusch für seinen ersten historischen Roman mehr als ausführlich recherchiert hat, sodass ich mir die Belagerung und die Kämpfe perfekt vorstellen konnte. Oft ist es ja so, dass gewisse Orte nicht komplett beschriebe werden, sodass sich die Fantasie anschaltet und den Rest ausmalt. Hier skizziert der Autor das damalige Konstantiopel neu. Wenn es um Charaktere geht, hat der Autor mich vollends zufriedengestellt. Lebendig und durchaus mit menschlichem Verstand schlagen sich die Figuren, die alle durch etwas eine Beziehung zueinander haben, durch die stürmischen Zeiten. Besonders der Italiener Giacomo ist bereits einen Stern in meiner Bewertung wert, während Lukas auch mal von Zweifeln geplagt wird, aber die gute Hoffnung nie aufgibt. Wer historische Romane zum Thema Mittelalter/ Krieg mag, sollte sich ,,Die eiserne Krone" nicht entgehen lassen. Schwer ist der Stahl des Rezensentenschwertes in meiner Hand, nachdem Konstantinopel in neue Hände gekommen ist und der letzte Kampf ausgefochten wurde. 5 Sterne, salzig wie das Meer und wie stechender Rauch der Artillerie riechend, thronen auf der eisernen Krone des Krieges im 15. Jahrhundert.

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  • Kampf um Konstantinopel

    Die eiserne Krone
    Heimfinderin

    Heimfinderin

    04. August 2015 um 17:52

    Inhalt Konstantinopel 1453. Der Sultan des Osmanischen Reiches, Mehmed II, stürmt die Mauern der Stadt und triumphiert in einem gewaltigen Kampf. Mittendrin, zwischen den verzweifelten Verteidigern, kämpft der junge Bastard Lukas, den das Schicksal zwei Jahre zuvor dorthin verschlagen hatte. Damals gelang ihm mit viel Glück und der Hilfe des jungen osmanischen Adeligen Selim die Flucht von einem Galeerenschiff, wo der junge Deutsche als Sklave ein entbehrungsreiches Leben führte. Denn während einer Pilgerreise, auf der er Hinweise zu seiner Herkunft finden wollte, wurde er auf das Schiff verschleppt. Gesundgepflegt von der jungen Alexia, der Verlobten von Selim, reist er mit dieser nach Konstantinopel und begibt sich in den Dienst ihres Vaters. Weil er Gefühle für die junge Frau entwickelt hat, zögert er seine Weiterreise hinaus und als sich die Bedrohungen durch Sultan Mehmed II häufen und der Krieg mit aller Gewalt ausbricht, bleibt das Überleben in dieser opferreichen Schlacht erst einmal das Wichtigste. Doch gerade jetzt soll sich das Rätsel um seine Herkunft zu lösen? Meine Meinung Zu Beginn des Romans verschlägt es einen gleich auf das Galeerenschiff und man befindet sich mitten im Überlebenskampf des jungen Deutschen Lukas. Diese Szene ist sehr atmosphärisch und spannend geschildert, ich hatte das Gefühl, direkt dabei zu sein und die Kämpfe zu erleben und das tobende Meer zu spüren. Und genauso ergeht es mir bei den übrigen Kampfszenen. Der Autor versteht es einfach sehr gut, durch detailreiche Beschreibungen eine intensive Kampfstimmung aufzubauen, die einen mitreißen und die Szenen wie einen Film vor den Augen ablaufen lassen. Aber für mein Empfinden übertreibt er es dabei nicht und so entstehen keine unendlichen Gemetzel, die man irgendwann nur noch überfliegt, sondern er erreicht für mich ein Maß, das die Szenen interessant und spannend wirken lässt ohne zu langweilen. Und es wird bei mir auch nicht meine Schmerz- oder Ekelgrenze überschritten, sondern ich kann die Szenen gut ertragen, so schlimm sie auch mal sind. Krieg ist Gewalt, Krieg ist Tod und Verletzung – und das wird deutlich. Deutlich wird aber auch, wie gut der Autor für die Geschichte recherchiert hat. Die Kampfszenen auf den Mauern, zu Wasser und am Boden und die Beschreibungen der Umgebung, der Figuren und der Handlungen wirken authentisch. Ich persönlich kenne mich zwar leider nicht so gut aus in der beschriebenen Zeit und den historischen Ereignissen, aber der Roman hat mich dazu animiert, mich im Internet etwas schlau zu machen und was ich dort las, fand ich in der Handlung des Romans wieder – zum Leben erweckt. Das hat mir gut gefallen. Interessant einerseits, aber manchmal etwas schwierig zu lesen andererseits empfand ich die doch recht episodenhafte Erzählweise. Die kontinuierliche Handlung war oft mit Zeitsprüngen unterbrochen, so dass Momente, die mit einem Abschnitt endeten, sich einfach auflösten, obwohl ich gerade darauf gespannt war, wie es damit wohl weiterging (z. B. ein Auftrag, den Lukas vom Sultan erhalten hatte). Zusätzlich zur Haupthandlung um Lukas gab es als Umrahmung einige Zwischenspiele, die kurze Szenen mit dem Sultan oder dessen Gegnern zeigten, die zwar das „Drumherum“ gut andeuteten und viel von der sich zusammenbrauenden Bedrohung vermittelten, aber eben auch nur kurze Episoden waren. Das Lesegefühl war dadurch ein wenig sprunghaft und ich entwickelte nicht so eine gute Nähe zu den Figuren. Die Charaktere haben mir aber trotzdem gut gefallen. Sie waren lebendig beschrieben und hatten für mich Ausstrahlung, ich sah sie gut vor mir und konnte auch mit ihnen mitfiebern, auch wenn sie mir nicht so nahe kamen. Das Ende der Kämpfe war durch die historischen Fakten natürlich vorgegeben, was blieb, war das Schicksal der Figuren, um die man zittern konnte. Die im Klappentext erwähnte Verschwörung sollte man einfach außer Acht lassen, sie spielt keine große Rolle im Buch., und den Roman hauptsächlich als eine spannende Geschichte rund um den Kampf um Konstantinopel lesen, verbunden mit einer kleinen Liebesgeschichte, die aber nicht der Schwerpunkt ist. Für mich war die Hauptperson hier die Stadt Konstantinopel und ihr historisches Schicksal. 

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  • Lukas, ein Mann zwischen den Fronten

    Die eiserne Krone
    starone

    starone

    27. July 2015 um 13:57

    Zum Inhalt: Lukas aus Eschwege ist auf Pilgerfahrt ins Heilige Land. Denn er muss nach dem Tod seines Vaters dem Ritter Johannes seinem Bruder beweisen, dass er kein Bastard ist und somit ein Recht auf ein entsprechendes Erbe hat. So setzt er alle Hoffnung in diese Reise, die schon sein Vater unternommen hat. Durch unglückliche Umstände wird er plötzlich zum Galeerenruderer und sieht so einer traurigen Zukunft entgegen. Doch das Schicksal meint es gut mit Lukas durch einen Schiffbruch, kann er Selim, einen angesehenden, osmanischen jungen Mann und sich selber retten. Aus Dankbarkeit lässt der junge Mann Lukas im Hause des Onkel seiner möglichen zukünftigen Frau Alexia Hyakos gesundpflegen. Alexia möchte zurück in ihre Heimatstadt Konstantinopel und zu ihrem Vater und da Lukas mittellos dasteht, nimmt er gerne den Vorschlag von Alexia an, ihr nach Konstantinopel zu folgen. Angekommen wird er dann gerne in die Dienste der reichen Familie Hyakos aufgenommen. Denn die Zeichen stehen auf Krieg zwischen dem Kaiser und dem neuen, jungen Sultan Mehmed. Da wird jeder Mann gebraucht, denn das Ziel und der Wunschtraum des Sultans ist die Eroberung der Stadt Konstantinopel. Wird Lukas seine Pilgerreise unter diesem Umständen jemals weiterführen können? Eine Frage, die sicher beantworten kann werden. Meine Meinung: Der Autor Christoph Hardebusch gibt dem Leser hier sehr anschaulich Geschichtsunterricht und zeigt am Beispiel der Stadt Konstantinopel auf, welche Wandlung so eine Stadt durch die Jahrhunderte durchmachen muss. Jeder Regierende versucht mehr oder minder der Stadt seinen Stempel auf zu drücken. Und sei es auch nur für eine bestimmte Zeit. Siehe Stadtmauer, Gebäude usw. Sehr schön und anschaulich beschreibt Christoph Hardebusch hier das Konstantinopel im Jahre 1453. Ebenso wie die politische Situation, die letztendlich zum Krieg führt. Es gibt Kriegs-und Kampfszenen, die aber nur zeigen wie man früher gekämpft, brutal und grausam und wie man mit dem Gegner umgegangen ist, gnadenlos. Was ich persönlich gut fand so, denn es gehört einfach zum Gesamtbild dazu, wenn man so eine Situation hat. Etwas zu kurz ist mir persönlich am Ende Lukas eigene Geschichte gekommen. O.K. die Aufklärung seiner Herkunft war echt eine Überraschung. Aber mir fehlt letztendlich das "Warum ". Vielleicht entschließt sich der Autor hier zu einem Folgeband, dass würde mich schon freuen. Denn das Ende lässt da durchaus Spielraum. Eine kleine, etwas ungewöhnliche Liebesgeschichte ist auch noch mit eingebunden worden.

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  • Die eiserne Krone

    Die eiserne Krone
    Mine_B

    Mine_B

    26. July 2015 um 19:40

    Mit „Die eiserne Krone“ hat der Autor Christoph Hardebusch seinen ersten historischen Roman geschrieben. Dieser spielt im 15. Jahrhundert und handelt von der Belagerung Konstantinopels durch den Sultan Mehmed II.   Inhaltsangabe (Quelle: Klappentext): Frühsommer 1451: Lukas, der Bastard des Ritters Johannes aus Eschwege, ist zufällig in die Fänge von Piraten aus dem Maghreb geraten und sieht als Galeerensklave dem sicheren Tod entgegen. Aber dann bricht vor der Küste Zypern ein Sturm aus. Lukas kann sich und sogar noch den jungen osmanischen Adligen Selim retten. Der lässt ihn von seiner schönen Verlobten Alexia gesund pflegen und schickt ihn zum Dank als freien Mann nach Konstantinopel, als Begleiter und Beschützer von Alexia. Doch die Zeiten sind unruhig, und ein alter Konflikt spitzt sich zu: Das osmanische Riech unter Mehmed II. will den Thron der Welt erobern. Bald fallen die Stadtmauern. Im größten Kriegschaos deckt Lukas eine Verschwörung gegen den Kaiser des Heiligen Römischen Reiches auf. Und plötzlich ist der Krieg, der in der Stadt tobt, seine geringste Sorge…   Der historische Roman „Die eiserne Krone“ ist mein erstes Buch, welches ich von Christoph Hardebusch gelesen habe. Der wirklich gute Schreibstil hat mich von der ersten Seite positiv überrascht und konnte mich sofort überzeugen. Das Buch lässt sich sehr flüssig lesen und Hardebusch schafft es mit seinem bildhaften Schreibstil, die jeweilige Atmosphäre der Szene greifbar zu erfassen. Nicht selten hat man ein Bild vor seinen Augen – sei es die Sklavengaleere oder auch die Stadt Konstantinopel. Seine Beschreibungen haben mich in den Bann gezogen. Auch die zahlreichen Kampf- und Kriegsszenen sind gut geschrieben – sie wirken alle durchaus real und greifbar – die Gewalt ist spürbar und die Atmosphäre der Belagerung und auch des Krieges ist sehr gut erfasst wurden. Da dieses Buch von der Belagerung und der Eroberung Konstantinopels durch den Sultan Mehmed II. berichtet, sind einige gewaltdominierende Szenen erhalten und somit vielleicht nicht unbedingt für schwache Gemüte. Was mir auch sehr gut gefallen hat, dass die wirklich zarte Liebesgeschichte nicht der Mittelpunkt der Geschichte ist – dass es eher wie eine Randstory wirkt und sanft in die eigentliche Erzählung mit eingeflochten wird. Die Liebesgeschichte nimmt nicht allzu viel Raum ein – sie ist nicht zu aufdringlich. Jedoch auch nicht so, als das sie unwichtig wäre. Die Charaktere haben mir auch gut gefallen. Lukas ist ein Bastard und auf der Suche. Aus seiner Vergangenheit wird ein Geheimnis gemacht, welches im Laufe der Geschichte gelüftet wird. Er ist ein wirklich angenehmer Charakter, genauso wie Alexia. Sie ist Selim versprochen, der jedoch auf der Seite der Osmanen kämpft. Auch die Nebencharaktere sind durchaus interessant, aber leider ist mir im Verlauf des Buches kein Charakter wirklich ans Herz gewachsen. Man liest mit Interesse ihre Geschichte mir und fiebert auch mit, ob diese die Belagerung und die kriegerischen Auseinandersetzungen überleben werden, aber irgendwie ist eine gewisse Distanz vorhanden. Der Schwerpunkt liegt hier eindeutig auf dem historischen Aspekt. Man merkt hier sehr genau, dass Hardebusch umfangreich recherchiert hat und ein wirkliches Interesse für diese Zeit und dieses Ereignis hat. Auch die Zwischenspiele sind interessant. Sie beleuchten die osmanische Seite, sodass man durch diese ein bisschen erfährt, welche Pläne der Sultan hat. Etwas enttäuscht war ich vom Klappentext. Er weckt vollkommen falsche Hoffnungen. Die angekündigte Verschwörung wird in ein paar Sätzen abgehandelt und spielt im eigentlichen Buch keine wesentliche Rolle.   Alles in allem ein wirklich gut recherchierter historischer Roman, welches ein interessantes Ereignis als Schwerpunkt hat. Wer hier einen Frauenroman erwartet, dem würde ich von diesem Buch abraten. Auch gibt es einige brutalere Szenen. Mir hat das Buch recht gut gefallen, auch wenn der Klappentext andere Erwartungen gesät hat. Somit vergebe ich 4 Sterne.

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  • Kampf um Konstantinopel

    Die eiserne Krone
    buecherwurm1310

    buecherwurm1310

    25. July 2015 um 14:36

    Lukas befindet sich auf einer Pilgerreise, als er in die Hänge von Piraten fällt und dann als Sklave auf einer Galeere eingesetzt wird. Dem Adligen Selim verdankt er, dass er nicht mehr angekettet ist, als das Schiff kentert. Er lässt sich an einem Fass durch die Wellen treiben und rettet nun Selim aus den Fluten. Im Hause ihres Onkels pflegt Alexia den schwer verletzten Lukas gesund und er begleitet sie dann nach Konstantinopel. Der junge Sultan des osmanischen Reiches, Mehmed II, will sein Volk von seinen Fähigkeiten überzeugen und Konstantinopel erobern. Er lässt eine Festung in Sichtweite errichten und bildet ein riesiges Heer. Es droht ein gigantischer Krieg. Lukas musste sein zu Hause nach dem Tod des Vaters verlassen, weil er nur ein Bastard ist und sein Bruder ihn nicht mehr in seinem Haus duldete. Nun ist er auf der Suche nach seiner Herkunft. Eigentlich hat er keine Anhaltspunkte und mir ist rätselhaft, wie er so etwas herausbekommen will. Er nimmt den Job als Söldling bei Alexias Vater an, weil er der Familie dankbar ist und gerät dadurch in diesen grausamen Krieg. Aber auch seine Gefühle für Alexia halten ihn in Konstantinopel, obwohl er weiß, dass sie Selim versprochen ist. Der Schreibstil ist gut und flüssig zu lesen. Immer wieder gab es kleine Zwischenepisoden, die nicht alle so von Bedeutung für den Verlauf der Geschichte sind. Aber so wissen wir, wie sich Mehmed auf den Krieg um Konstantinopel vorbereitet. Als Lukas mit dem Schiff Richtung Konstantinopel anreist, lernt er eine beeindruckende Kulisse kennen. So eine große Stadt hat er noch nicht gesehen. Später muss er dann innerhalb der Stadtmauern feststellen, dass Vieles schon dem Verfall preisgegeben ist. Die Stadtmauer, die schon so alt ist und immer Schutz geboten hat, kann allerdings den modernen Waffen jener Zeit nicht standhalten. Der Kaiser ist nicht gerade ein charismatischer Führer, schon gar nicht in diesen bedrohlichen Zeiten. Die Bewohner der Stadt sind sehr uneins in Glaubensfragen, so dass die gemeinsame Messe, die die Gemeinschaft bestärken soll, das Gegenteil bewirkt. Lukas ist ein sympathischer junger Mann, der allerdings ein wenig aus der Bahn geworfen ist und seinen eigenen Weg erst finden muss. Da ist Alexia bestimmt eine gute Partnerin, denn sie ist offen, freundlich und mitfühlend. Diese Liebesgeschichte wird allerdings nur recht kurz behandelt im Gegensatz zu den Schlachten, die einen ziemlich großen Raum einnehmen. Ein spannender historischer Roman.

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  • Konstantinopel unter Belagerung

    Die eiserne Krone
    nicigirl85

    nicigirl85

    24. July 2015 um 17:53

    Ich lese ja sehr gern historische Romane und da ich von Herrn Hardebusch bisher noch kein Buch gelesen hatte, ließ ich mich einfach überraschen. Ein Schmöker ist dieser Roman gewiss nicht. Die Geschichte spielt ab 1451 und in ihr dreht sich alles um den deutschstämmigen Lukas. Er ist durch einen blöden Zufall auf einer Galeere als Sklave gelandet. Seine einzige Rettung: Der Untergang des Schiffes, den er mit Mühe und Not überlebt. Und er rettet nicht nur sich, sondern noch einen Mitreisenden. Von da an wird sein Leben ein einziges Abenteuer, denn er verliebt sich nicht nur in die Verlobte desjenigen, den er gerettet hat, sondern er begibt sich noch auf die Suche nach seinen Wurzeln. Wird er das Geheimnis seiner Herkunft lüften können? Die Geschichte besticht vor allem durch die raue Darstellung der Tatsachen, denn es kommen viel Gewalt, Mord und Totschlag in dem Roman vor, die sehr ausführlich und bildhaft beschrieben sind. Der nahende Krieg ist die ganze Zeit spürbar, was mir gut gefallen hat. Man konnte die Ängste der Menschen fühlen und nachempfinden. Aufgrund der Gewalt im Buch ist dieses nichts für zartbesaitete Leser, aber so ist Krieg nun mal. Lukas sein Bestreben mehr über seine Vergangenheit zu erfahren, konnte ich gut nachvollziehen, denn jeder möchte doch wissen woher er kommt. Allerdings sind seine Nachforschungen wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen, denn er hat keinerlei Informationen und findet schlussendlich trotzdem etwas raus, was für mich einem Wunder gleich kam und nicht wirklich realistisch ist. Die sich entwickelnde Liebesgeschichte wird nur am Rande behandelt, was mir gut gefallen hat, denn das Hauptaugenmerk sollte hier wirklich auf die Belagerung Konstantinopels und dessen Eroberung liegen. Leider bin ich in der dargestellten Zeit (Istanbul im 15. Jahrhundert) geschichtlich wenig bewandert, was mir das Lesen des Buches etwas schwer gemacht hat. Der Autor scheint vorausgesetzt zu haben, dass der Leser gewisse Vorkenntnisse besitzt, die ich leider nicht hatte. Normalerweise lerne ich beim Lesen historischer Romane stets etwas dazu, da die meisten Autoren ihre Geschichte mit historischen Ereignissen verknüpfen und diese auch erläutern. Dies war hier leider nicht der Fall. Man merkt, dass der Roman gut recherchiert worden ist, was mir aber als Leser nicht zwingend hilft, wenn ich mich in der Epoche einfach nicht auskenne. Der Schreibstil des Autors ist fesselnd und bildhaft und konnte mich direkt mitnehmen. Auch wenn ich nicht immer alles verstanden habe, wollte ich stets wissen wie es weiter geht und war nie angeödet von Hardebuschs Darstellungen. Die handelnden Hauptakteure wie Lukas oder Alexia sind gut gezeichnet und man konnte sie sich gut vorstellen und sich in diese beiden einfühlen. Der Rest blieb eher farblos und hat bei mir wenig Eindruck schinden können. Fazit: Ein solider Histo, der die Eroberung Konstantinopels bildhaft näher bringt. Geschichtliches Vorwissen ist angebracht, weshalb ich den Roman nur bedingt weiterempfehle. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt, hatte aber irgendwie mehr erwartet.

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  • Die eiserne Krone

    Die eiserne Krone
    Engel1974

    Engel1974

    22. July 2015 um 19:16

    Der Autor Christop Hardebuch führt den Leser mit seinen historischen Roman "Die eiserne Krone" nach Konstantinopel und ins Osamanische Reich des Jahres 1453. Eine sehr unruhige Zeit, denn der Sultan des osamnischen Reiches, Mehmed II hat sich in den Kopf gesetzt den "Thron der Welt", Konstantinopel zu erobern und zieht mit einem gewaltigen Heer gegen die Stadt. Inhalt: Er (Lukas) ist ein Bastard eines Ritters, ein Galeerenskalave, ein Söldning und auf der Suche nach seiner Herkunft. Ein Unwetter kommt ihm zur Hilfe und befreit ihn aus der Gefangenschaft als Galeerensklave. Dabei rettet er nicht nur sein Leben, sonder auch das enes reichen Adligen Osamen. Schwer verletzt wird er von der Verlobten des Osmanen wieder gesund gepflegt. Aus Dankbarkeit folgt er ihr zu ihrer Familie nach Konstantinopel. Diese Familie ist ebenfalls sehr reich und so tritt er als Söldling in den Dienst dieser Familie. Doch sehr bald beginnt ein erbitterlicher Krieg zwischen dem Kaiser der Stadt Konstantinopel und dem osmanischen Sultan. In dieser Zeit findet Lukas nicht nur seine große Liebe, sondern kommt auch einer Verschwörung von unerhörlichen Ausmaß auf die Schliche. Meine Meinung: Der Roman ist durchaus spannend und lesenswert, enspricht inhaltsmäßig aber leider nicht meinen Erwartungen. Inhalt: insgesamt spannend und gut recherchiert, aber Gleich am Anfang wird man buchstäblich ins Wasser geschmissen und landt auf einer Sklavengaleere. Und so läßt der Anfang bereits Fragen aufkommen, die leider auch im weiteren Verlauf des Romanes unzureichend bis gar nicht geklärt wurden. Es erscheint mir so, als fehlt da der Vorband zu diesem Roman, den es aber nicht gibt. Das Ende war dann zwar spannend, enthielt aber sehr viele Informationen und war einfach zu schnell. Geht man von den Inhaltsangaben des Covers aus sind die Erwartungen anders. Schreibstil: gut, flüssig und verständlich ein sehr schnelles Lesen ist hier gegeben. Charaktere /Portogonisten: gemischt So werden einige nur einmal sehr kurz erwähnt, erwecken aber den Eindruck, das sie im weiteren Verlauf noch von Bedeutung sind. Dann sind andere wiederum sehr fablos und unnahbar und in andere kann man sich sehr gut hineinversetzten. Fazit: Klapptext entspricht nur teilweise dem Inhalt, Schade! Somit spannend, aber nicht das was ich erwartet habe.

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  • Kampf um Konstantinopel

    Die eiserne Krone
    Sternenstaubfee

    Sternenstaubfee

    15. Jahrhundert: Lukas ist auf seiner Pilgerreise ins Heilige Land Piraten in die Hände geraten. Er landet als Sklave auf einem Galeerenschiff und sieht dem sicheren Tod entgegen. Doch dann gerät das Schiff in einen Sturm, und mit viel Glück kann Lukas sich an Land retten. Er rettet auch einem jungen osmanischen Adligen das Leben, der als Dank Lukas gesundpflegen lässt. So kommt Lukas nach Konstantinopel. Der Stadt droht ein Krieg... Mein Leseeindruck: Ich muss gestehen, ich bin ohne große Erwartungen an dieses Buch gegangen, da ich zuvor nie etwas von Christoph Hardebusch gelesen hatte. Aber schon nach den ersten Sätzen war mir klar, dass ich seinen Schreibstil sehr mögen werde. Der Autor schreibt sehr bildhaft und im positiven Sinne ausschmückend. So wie er zum Beispiel die Stadt Konstantinopel beschrieben hat, kam direkt ein wenig Fernweh in mir auf. Ich konnte die Pracht der Villen genauso vor mir sehen wie die schmalen Gassen und den belebten Hafen. Ich habe Lukas auf seinem Weg gerne begleitet, und sogar die Kriegs- und Kampfszenen haben mich nicht gestört, die ich eigentlich in den allermeisten Fällen eher weniger mag. Doch hier passte einfach alles, und in meinem Kopf entstand während des Lesens ein abenteuerliches Kopfkino. Auch hat es mir sehr gut gefallen, dass die Geschichte sich eben nicht nur um Krieg, Kampf und Macht dreht, sondern dass auch eine ganz zarte Liebesgeschichte enthalten ist sowie eine Prise Humor. Die Dialoge zwischen Lukas und Giacomo haben mir da besonders gut gefallen sowie der Aufbau ihrer Freundschaft. Wer gut geschriebene, gut recherchierte und spannungsgeladene Historische Romane mag, der sollte sich „Die eiserne Krone“ unbedingt einmal näher ansehen!

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