Christoph Hardebusch Feuerstimmen

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Inhaltsangabe zu „Feuerstimmen“ von Christoph Hardebusch

Mit dem preisgekrönten Roman »Die Trolle« und der Reihe um die »Sturmwelten« schrieb sich Christoph Hardebusch an die Spitze der deutschsprachigen Fantasy. Mit »Feuerstimmen« führt er alle Fans in eine neue Welt: Seltsames geht in den acht Königreichen der jungen Herrscherin Elena vor – Misstrauen und Hass breiten sich aus, eigentlich befreundete Völker bekriegen sich. Elena und der Sänger Aidan entdecken, dass ein uraltes Geschöpf sein dunkles Gift in der Welt verbreitet – der fünfte Drache, der nach Jahrhunderte währendem Schlaf erwacht ist, um einen grausamen Plan zu vollenden ...

Enttäuschung

— Amber144
Amber144

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  • Habe ich weiterverschenkt

    Feuerstimmen
    MarliesLuer

    MarliesLuer

    25. July 2017 um 18:28

    Der Klappentext klang so gut, ganz mein Beuteschema. Aber leider war es für mich persönlich eher eine Enttäuschung. Handwerklich okay, aber ohne Seele. Die Protagonisten waren wie aus dem Baukasten. 

  • Kurzweilige Unterhaltung

    Feuerstimmen
    Azahra

    Azahra

    02. May 2017 um 07:30

    Feuerstimmen von Christoph Hardebusch war für mich ein sehr kurzweiliger Roman, von dem leider sehr wenig im Gedächtnis zurückbleibt. Die Charaktere stechen alle nicht sonderlich hervor, die Hauptidee an sich ist ausbaufähiger und ich fand die Handlung ging viel zu schnell voran. Auch fand ich manche Sachen sehr Informationsarm oder wenn das jetzt so ist, dann ist so. Punkt. Das hat mich doch sehr gestört.An sich aber ein Fantasyroman, denn man zwischendurch gerne lesen kann, wenn man keine hohen Ansprüche hat.

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  • Enttäuschung

    Feuerstimmen
    Amber144

    Amber144

    30. March 2017 um 14:28

    Ich habe 2016 eine Lesung auf der Buchmesse mit Van Canto gesehen und mir hat der Abschnitt und der Rückentext des Buchs gut gefallen. Allerdings wurde ich komplett enttäuscht. Das Buch ist schwach geschrieben, die Personen sind ohne Tiefgang und treffen Entscheidungen die nicht nachvollziehbar sind. Wirklich sehr schade. Ich hatte mich sehr auf das Buch gefreut

  • Bardenruf und Drachenfeuer... der Stoff, aus dem Abenteuer sind

    Feuerstimmen
    TanteGhost

    TanteGhost

    27. March 2017 um 08:08

    Mit Gesang soll man einen bösen Drachen besiegen können? - Christoph Hardebusch lässt es seine Helden beweisen.Inhalt:Elena, Königin eines Landes, auf den Inseln. Bisher hat sie das Amt der Königin als ein Geburtsrecht betrachtet. Doch inzwischen ist es nur noch eine Bürde. Sie empfindet es als List, tagtägliche ihren Pflichten nachzukommen. - Als dann aber die Magie ihren Dienst versagt, sie fast vom hohen Turm gestürzt wäre und dann auch noch Grenzstreitigkeiten auftreten, gerät ihre Welt vollends aus den Fugen. Sie möchte keinen Krieg führen müssen. Und schon gar nicht gegen die Nachbarländer.Als die Streitigkeiten dann aber auch auf ihre Stadt ausgeweitet werden, sie von ihrer eigenen Leibwächterin attackiert wird, steht für sie fest, dass da etwas nicht mit rechten Dingen zugehen kann.Aydan ist mit seinem Barden-Kollegen durch die Lande unterwegs. Alles scheint wie immer, bis das kleine Fischerdorf, in dem sie sich gerade befinden, von seltsamen, blutrünstigen Monstern aus dem Meer angegriffen wird. Es gibt viele Tote und keiner kann sich das Geschehen erklären.Zunächst fliehen nur die beiden Barden allein. Doch sie kehren zurück und bringen auch die Fischer zu einer Flucht aus ihrer Heimat.Der Flüchtlingsdreck trifft auf die Königin Elena und ihre Leibwächterin genau dann, als sie gerade einmal wieder mit den Monstern kämpfen. - Sie ziehen gemeinsam weiter.Die Menschen finden Aufnahme in einer Stadt. Aber auch diese Stadt liegt am Hafen und wird von den Monster heim gesucht. Sowohl für Elena und ihre Leibwächterin, als auch für die beiden Barden ist klar, dass da etwas größeres dahinter stecken muss. Sie machen sich auf den Weg, ihrem Land, den Menschen zu helfen.Der Bardenruf weckt in Elena ungeahnte Talente, und auch die beiden Barden haben ihr Päckchen in diesem Kampf zu tragen. Es wird nicht einfach werden, aber Gesang kann eine Menge bewirken.Der erste Satz:¨ Die Harmonie war zerbrochen.¨Der letzte Satz:¨ Wirst du antworten?¨Fazit:Ich konnte nicht gleich das pure Lesevergnügen empfinden. Anfangs bin ich zu sehr über seine Art zu Schreiben gestolpert. Es hat eine Weile gedauert, bis ich mich darauf einlassen konnte. Aber dann hat sich mir eine fantastische Welt ergeben. Eine Welt, in der einfacher Gesang plötzlich eine ganze Welt retten konnte. - Das hat mich dann schon etwas fasziniert. Schon allein die Tatsache, zwei einfache Barden zu Hauptfiguren zu machen. Ein Beruf, der sonst in Fantasy-Büchern mehr nebenher läuft. Aber noch nie eine bedeutende Rolle gespielt hat.Christoph Hardebusch verwendet alt bekannte Elemente der Fantasy, knüpft aber auch neue mit in seine Bücher ein. Das macht seine Welt vertraut, aber doch auch wieder irgendwie einzigartig. Sein Schreibstil wirkt anfangs etwas gestelzt und altbacken, aber wenn man sich darauf einlässt, in die Handlung abtaucht, dann erschließt sich einem eine sehr faszinierende und fesselnde Welt. Ich war gefangen im Buch und in der Handlung, habe beim Lesen  die Realität um mich herum vergessen und war sozusagen mal wieder im Kurzurlaub, beim Lesen. Der Film, der in meinem Kopfkino ablief, war sehr farbenprächtig. Ich habe die Landschaften, aber auch das viele Blut und die hässlichen Monster aus dem Meer vor meinem geistigen Augen gesehen. - Und so einem Monster wollte ich wirklich nicht im Dunkeln begegnen.Erklärungen haben sich gut in die Handlung eingefügt und diese nicht zum Stillstand gebracht. Genau so, wie es auch sein sollte. Und alles war in einfachen Worten und so beschrieben, dass man es auch verstanden hat. Im Prinzip war dieses Buch das pure Lesevergnügen und ich habe es gern gelesen. Man kann sogar sagen, dass ich am Ende dann doch etwas enttäuscht war. Zum einen, weil das Buch schon zu Ende war und zum anderen, weil die Protagonistin nicht vom Barden schwanger wurde. Keine Ahnung, wie ich auf diesen Wunsch gekommen bin, aber es erschien mir so passend für die Handlung...

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    • 2
  • Guter Fantasyroman, aber nichts wirklich Neues

    Feuerstimmen
    Sandra1978

    Sandra1978

    20. June 2016 um 17:49

    Die Barden Aidan und Revus sind beste Freunde und gehen zusammen durch alle Abenteuer. Sie haben immer einen flotten Spruch auf den Lippen und scheuen keinen Konflikt. Da sie dazu noch begnadete Schwertkämpfer sind, ist für Spannung gesorgt. Fünf uralte Mächte waren es, die die Länder erschaffen hatten. Lange Zeit herrscht Frieden. Doch nun bricht plötzlich ein Krieg aus auf der schwimmenden Stadt von Königin Elena. Bald stellt sich heraus, dass die neidvolle fünfte Macht Schuld ist an all dem Unbill, der über unsere Freunde und Elena hereinbricht. Sie müssen viele harte Kämpfe und andere Abenteuer bestehen und das Ende ist mächtig! So ganz neu ist die Geschichte von Hardebusch allerdings auch nicht. Sie erinnert stark an so manch andere flotte Degen und Mantel Geschichten. Doch es dauert nicht lange, bis man die Freunde ins Herz schließt und mit Ihnen zittert. Alles in allem eine gelungene Geschichte, wenn auch manchmal die Übertreibung mit Hardebusch durchgeht. Die psychologischen Probleme der beiden Freunde sind lange unklar dargestellt, doch auch hier findet der Autor noch einen annehmbaren Verlauf. Und die sich langsam aber sicher einstellenden Gefühle der Liebe zwischen Elena und Aidan bringt er reichlich verzwickt auf die Reihe. Dennoch: Lesenswert!                

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  • Bis die Saiten und Seiten klingen. Fantastischer Fantasy Epos! WOW.

    Feuerstimmen
    Floh

    Floh

    19. June 2016 um 04:53

    So wie sich das Cover dieses Epos zeigt, so entwickelt sich auch die Stimmung und Atmosphäre dieser sagenhaften und hochkomplexen Fantasywelt des Autors Christoph Hardebusch. Sein Werk „Feuerstimmen“ wird nicht nur in Musikkreisen gelobt und begehrt, sondern auch in der Fantasywelt ist sein Name bereits bekannt. In „Feuerstimmen“ hat Hardebusch etwas ganz besonderes erschaffen, er vereint Musik und Buch und lässt Grenzen verschmelzen. Stark inszenierte Kämpfe, große Arenen, die düstere Welt alter legenden und die Widerkehr der Drachen… Der Titel ist hier Programm, in mehrerer Hinsicht. Das Buch entstand zum Pendant der beinahe zeitgleich erschienen CD der Band Van Canto. Da mir die Band, der Musikstil und die Projekte der Musikszene bekannt sind, habe ich früh vom neuen Roman des Autors Christoph Hardebusch erfahren und war sofort Feuer und Flamme. Meine Erwartungen waren hoch und das Feuer loderte… Erschienen im Piper Verlag (https://www.piper.de/) Klapptext/Inhalt:„Mit dem preisgekrönten Roman »Die Trolle« und der Reihe um die »Sturmwelten« schrieb sich Christoph Hardebusch an die Spitze der deutschsprachigen Fantasy. Mit »Feuerstimmen« führt er alle Fans in eine neue Welt: Seit einer Ewigkeit lag der Schrecken in den Tiefen der Meere verborgen und war von den Menschen fast vergessen. Doch nun ist der fünfte Drache, ein allmächtiges Geschöpf der Finsternis, erwacht. Und er will etwas zu Ende bringen, das ihm vor Jahrhunderten nicht gelungen war: die Welt zu unterjochen. Im Verborgenen wächst die Macht des Drachen, und die Menschen erkennen erst spät, dass sie mehr und mehr zum Spielball der Dunkelheit werden. Während die junge Königin Elena alles versucht, um ihr Volk zu schützen, erfährt der Barde Aidan, dass er eine ganz besondere Gabe besitzt, die im Kampf gegen den Drachen die entscheidende Rolle spielen könnte - den Gesang der Magie ...Der neue Roman von Bestsellerautor Christoph Hardebusch entstand beim gemeinsamen Fabulieren mit Van-Canto-Leadsänger Dennis Schunke, der mit seiner A-Cappella-Metalband die Geschichte um Aidan und Elena voller feuriger Stimmen und mystischem Gesang im Konzeptalbum »Voices of Fire« umgesetzt hat. »Man kann hier gar nicht sagen, ob unser Album nun die Musik zum Buch ist, oder der Roman das Buch zur Musik. Wir haben hier wirklich Hand in Hand gearbeitet. Unsere Kompositionen haben den Roman beeinflusst und umgekehrt. Wir haben eine eigene Welt erschaffen, es geht um konkurrierende Königreiche, um große Schlachten, um Drachen, Feuer und Barden. Nicht immer alles bierernst, aber es kracht an allen Ecken und Enden und ist großes Kopfkino, eigentlich wie Van Canto auch«, erklärt Leadsänger Sly, der gemeinsam mit Christoph Hardebusch die Rahmenhandlung des Romans entwarf. »Die enge Zusammenarbeit mit Van Canto hat zum einen viel Spaß gemacht, zum anderen war sie auch fordernd«, fügt Autor Christoph Hardebusch hinzu. »Beim Zusammenspiel kreativer Kräfte entsteht ein großes Ganzes, das mehr als nur die Summe seiner Teile ist. Geschichte und Musik waren von Beginn an Teil einer Einheit, haben sich gegenseitig beeinflusst und verstärkt.«“Meinung:Hier verbinden sich epische Musik, bedächtige Klänge, Gesang und Stimme zu einem Buch. Ein wahrhafter Tanz der Seiten und Saiten. So etwas habe ich noch nie zuvor so intensiv und ausgefeilt gelesen. Dieses Konzept geht auf. Außerdem finde ich, dass Sänger, wie auch Schriftsteller hier eine Symbiose eingegangen sind. In dieser Hinsicht und in diesen Erwartungen wurde ich definitiv nicht enttäuscht. Ein Hoch auf diese sensationelle Buchidee. Dieses Epos beginnt mit einem sehr verheißungsvollen Prolog, es lebt und entwickelt sich mit jeder Seite weiter. Ganz besonders überrascht war ich ob dem Umstand, dass hier neben den üblichen Fantasy Elementen und dem genretypischen Merkmalen, die weiblichen Rollen stark im Fokus stehen, besonders Elena, aber auch ihre Weggefährtinnen, besonders Kaleona, werden der Story Charme verleihen. Dazu wird, ja man glaubt es kaum, sogar eine kleine Liebesgeschichte serviert. Das ist selten, aber nicht weniger gut. Sehr starke, bemerkenswerte und überraschende Rollen. Die Charaktere reichen von Gut und Böse, von Schwach bis Stark, von Magisch bis Tödlich, von Dunkel bis Hell, von Bösartig zu Gutgesinnt, von Strategisch zu Kämpferisch, von Geheimnisvoll und offenbarend zu belehrend und mystisch, von menschlich zu fantastisch. Hier ist alles Vertreten und der Leser wird seinen Augen im Kopfkino nicht trauen können. Der Plot kommt mit wenigen Nebenhandlungen aus und zwei starke Handlungsstränge aus zwei Erzählperspektiven reichen aus, um diesen Fantasyroman abwechslungsreich und flammend voranzutreiben. Das Schicksal ist klar definiert, dennoch bleibt dem erschütternden Leser noch Raum zu einem letzten Funken Hoffnung und einem Wunder, welches diese Heldenreise annehmen könnte. Der gebotene Kompromiss ist jedoch annehmbar, wenn auch nicht ganz zufriedenstellend für mich. In „Feuerstimmen“ gibt es viele interessante Charaktere und Einflüsse, wobei das Rad der High-Fantasy nicht neu erfunden wurde. Ja, Feuerstimmen fordert den Leser dennoch stark heraus. Emotional, gewaltig, an die Grenzen bringend und beinahe zur Verzweiflung treibend. So ein Werk liest man nicht, man durchlebt und durchleidet es. Mit jeder Faser. Versprochen. Um jedoch alles ganz so intensiv zu fühlen, sollte man jedoch bitte Zeit und Muße mitbringen, denn es gibt auch einige zähe Passagen und Längen, die aber wieder nötig sind, um die Glut zu schüren und ein neues Feuer zu entfachen. Mein Ehrenwort. Für Fantasyliebhaber würde ich sogar für eine Lesepflicht eine Petition unterzeichnen und dafür einstehen!Trotz meiner Bewunderung und Begeisterung: Ja, es gab tatsächlich Kritikpunkte und Passagen, die mich gestört und verärgert haben. Aber das ist Kritik auf sehr hohem Niveau. Die zarte Liebesgeschichte zwischen Aidan und Elena ist ein wahres Highlight zwischen den vielen Kämpfen, der Action, der Machtspiele und der Düsternis. Nebenbei zieht sich die Musik wie ein seidenrotes Tuch durch das ganze Buch. Unglaublich fantastisch. Loben möchte ich hier auch die besonders intensive Auswahl an Gegnern, Gefahren und Kampfstrategien. Viele neue Charaktere bringen neue Facette und viel Potential. Es wird blutig, brutal, dunkel und herrschend. Grandiose Einflüsse, neue Emotionen, Erkenntnisse, Zauber und Magie. Neben vielen menschlichen Zügen geht es intensiver in die Welt der fantastischen Figuren, Drachen, Könige und Königinnen, aber nicht klischeehaft und abgenutzt, sondern neu entdeckt und inszeniert. Pluspunkt! Aidan nimmt neben Königin Elena hier viel Raum und Handlung ein. Hier habe ich mich schnell zurechtgefunden und die wechselnden Parts beider sehr genossen. Aidan, ein begabter Barde, der keiner mehr sein will, der eine schicksalhafte Vergangenheit hat, weil er große Schuld auf sich geladen hat und an dieser Last fast zerbrochen ist. Er ist nicht um Worte verlegen und hat immer den passenden Spruch auf den Lippen, der auch mal respektlos sein kann. Aidan ist gleichzeitig frech und nachdenklich, eine reizvolle Mischung, die mir sehr zusagt.Elena, die Königin, macht es den Lesern nicht ganz so leicht, sie anzunehmen. Elena wirkt zunächst sehr glatt und fast zu perfekt. Aber dieser anfängliche Schein trügt. Denn Elena ist zwar das Regiment gewöhnt, sie bettet sich aber im Verlauf der reise auch auf andere Kissen und wird menschlicher und weniger erhaben. So scheibenweise wie die Charaktere immer intensiver und tiefer werden, genauso entblätternd zeigt sich die Welt rund um diesen Epos der Feuerstimmen. Dass sich hier der Autor nicht noch selbst verlaufen hat, grenzt an ein Wunder. Diese Welt muss und sollte man mit jeder Zeile genießen und aufsaugen. Ein weiterer Bonus sind die Songtexte und Verse im Buch. Ebenso die vielen Zitate und Gedanken. Aufzeichnungen und Notizen die stets einen ganz bewegenden und nahen Einblick in diese Welt verschaffen. Eine absolut gelungene Gratwanderung, die mir doch gefällt und mich begeistert. Auf mehr als 490 dicken Seiten wird man in eine atemberaubende, kulissenhafte und filmreife Welt katapultiert und begibt sich auf verschiedenen Zeitebenen in ein riesiges Abenteuer mit Epik, Krieg, Kampf, Schlacht, Strategie, Hoffnung, Mystik und Befestigungsanlagen. Man merkt den beiden Initiatoren aus Leadsänger einer Band und dem Schriftsteller die ausgiebige Recherche und Verbundenheit zu diesem Meisterwerk an. Ein so komplexes Werk, mit vielen Figuren, Ereignissen, Fakten und Hintergründen so geschickt in seine Zusammenhänge zu präsentieren vermag großes Talent und Herzblut. Schreibstil: Den runden und flüssigen Schreibstil des Autors Christoph Heidebusch möchte ich loben. Er hat das Rad der Fantasy nicht neu erfunden, das nicht, aber er hat neue Speichen hinzugefügt und mit seinem Einfluss der Musik ein ganz besonderes Meiserwerk erschaffen. Und das nicht allein, denn hier arbeitete er Hand in Hand mit Dennis Schunke und erschuf eine Symbiose, die es so noch nie gab. Saiten oder Seiten? Das ist hier die Meisterfrage. Interessant finde ich Hardebuschs Mut, die Heldenrollen hier ganz präsenten und wichtigen weiblichen Figuren (vorrangig Elena und ihrer Begleiterin Karleonie) zuzuschreiben. Zwar wird man Aidan so etwas zurückstellen müssen, aber er bekommt aufgrund seiner lauten Worte genug gehör. Durch wechselnde Sichtweisen geschildert aus Elenas und Aidan Perspektive, bekommt dieser Epos einen Weitwinkel und hohe Intensität. Trotz der doch rasant wachsenden Anzahl an Figuren und Personen bleibt die Handlung klar und übersichtlich. Hier verweben die beiden Initiatoren gekonnt neue Figuren in die beiden Haupthandlungsstränge. Durch dezentes Aufgreifen von kurzen Sequenzen aus vorherigen Kapiteln, oder aus den vorangegangenen Leben der Charaktere, ruft der Autor wichtiges wieder in den stimmigen Momenten in Erinnerung und lässt den Leser dadurch immer aktuell mittendrin und im Bilde sein. Hochachtung für dieses Geschick, das weiß ich hier wirklich zu schätzen. Der Leser wächst und reift mit dem Buch, genau wie seine Charaktere, und baut seine Welt nach und nach mit den Seiten auf. Besser als jedes Rollenspiel!!! Schauplätze:Unter anderem das A und O in einer beeindruckenden Fantasy. Christoph Hardebuschs Ideenvielfalt, seine Darstellung und die wunderbaren Details untermalen die Einzigartigkeit, aber auch die Dramaturgie der entsprechenden Szenen, Passagen und Kämpfe hier im Werk. Dieses Buch ist um Längen düsterer und blutiger als manch anderer Eops, kann aber großen Größen sicherlich das Wasser reichen. Es gibt turbulente Kämpfe und strategische Feldzüge. Aber auch Emotionen werden heraufbeschworen und entladen sich in unbeschreiblicher Kulisse. Mut, Todesangst, Überwindung, Strategie und sogar eine besondere Liebe (?). Mit Feuerstimmen ist eine neue Welt erschaffen, die positiv an einen Rollenspiel erinnert. Es ruft beim Leser Bilder hervor und überzeugt durch viele Details. Seine Welt bringt der Autor seinen Lesern schon sehr früh nah und lässt sie stetig wachsen. Man spürt die Dunkelheit, die Gefahr aber auch die Möglichkeiten der Magie. Die leibhaftige Fantasy! Eine gelungene Welt, in der man sich als Leser rasch zurechtfinden kann, sich aber auch packend darin verliert und sich nur mit Hilfe der Protagonisten einen Weg bahnen kann. Zum Autor und den Initiatoren:"Christoph Hardebusch, geboren 1974 in Lüdenscheid, studierte Anglistik und Medienwissenschaft in Marburg und arbeitete anschließend als Texter bei einer Werbeagentur. Sein Interesse an Fantasy und Geschichte führte ihn schließlich zum Schreiben. Seit dem großen Erfolg seines Debüt-Romans „Die Trolle“ ist er als freischaffender Autor tätig. Christoph Hardebusch lebt mit seiner Frau in München."Mit der Heavy-Metal-A-Capella Band Van-Canto entstand dieser Fantasy Epos, der Musiksaiten und Buchseiten zum Schwingen bringt. Der Autor Hardebusch hat hier Hand in Hand mit dem Leadsänger Dennis Schunke gewirkt und die fesselnde und weitreichende Saga um Aidan und Elena zur Vollendung gebracht. Musikalbum »Voices of Fire« und Buch „Feuerstimmen“ verschmelzen zu einem grandiosen Feuerwerk. Cover:So aussagekräftig wie der gewaltige und mächtige Inhalt. Das Cover ist flammend, heiß, mystisch, brennend und symbolisch. Hochwertige Verarbeitung, ansprechende Haptik, angenehmes Schriftbild und tolles Design. Neben dem hochwertigen Papier gibt es zum Inhalt wunderbare Songtexte, Vignetten und Kapiteleinteilungen. Es ist ein fest dieses Buch anzuschauen und regelrecht zu erleben. Das Gewicht des Buches ist trotz seiner knapp 490 Seiten nicht auffällig schwer. Fazit: Ein gelungener Ritt in andere Welten. Ein atemberaubender Epos, der den Leser vergessen lässt, wo das Buch endet und die Musik beginnt. Hier klingen Saiten und Seiten. Fantastische 5 Sterne!

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    • 5
  • Fantasyroman mit - für mich - neuer Art der Magie

    Feuerstimmen
    Hitikatus

    Hitikatus

    05. June 2016 um 20:47

    Story: Im Buch geht es um den Kampf gegen das Unbekannte. Auf den gesegneten Inseln bricht plötzlich das Chaos aus und die junge Königin muss ans Festland fliehen um eine Lösung für das Problem und somit Hilfe zu finden. Dort angekommen half sie, zusammen mit ihrer Leibwächterin, einer Gruppe Reisender, die von bösartigen Seewesen attackiert wurden. Diese Gruppe wurde angeführt von zwei Barden, zwei Kämpfern mit Erfahrung. Zu Viert suchten sie nach einer Lösung gegen diese dunkle Macht, die zeitgleich die gesegneten Inseln und die freien Baronien auf dem Festland bedrohte. Anmerkungen: Was mir persönlich gut gefallen hat, war die Zusammenarbeit mit der Band VanCanto, die passend zum Buch ein Musikalbum gemacht haben. Die im Buch vorkommenden Bardenlieder sind im Hörbuch nochmal zusätzlich vertont - ich glaube sogar noch umfangreicher als der Text im Buch, bin mir allerdings nicht sicher - sodass ich mir die CDs dafür noch nachträglich anschaffen werde. Des Weiteren geht es im Buch kämpferisch nicht nur um Schwert und Schild, Pfeil und Bogen und Magie, sondern auch um den Gesang der Barden, welcher eine eigene Form der Magie darstellt. Storytechnisch fand ich die Wendungen oft überraschend und somit gut gelungen. Von meiner Seite aus gibt es somit eigentlich nichts zu bemängeln. Fazit: Tolles Buch - Interessante Form der Magie - Tolle Musik Von mir 5 Sterne

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    • 2
  • Magie und Musik

    Feuerstimmen
    Heimfinderin

    Heimfinderin

    28. May 2016 um 13:10

    InhaltDie beiden Barden Aidan und Revus sangen einst vor Königen, doch ein schlimmes Erlebnis lässt Aidan an seiner Berufung zweifeln und so ziehen sie momentan durchs Land. Eines Tages machen sie Rast in einem Fischerdorf und werden von grausigen Seemonstern angegriffen. Mit Mühe können sie dem Angriff vorerst entkommen und versuchen nun die Bewohner des Dorfes zu retten, indem sie sie in befestigte Städte führen wollen.Die junge Elena, Königin der Gesegneten Inseln, wird jäh aus ihrem Frieden gerissen, als das Verhalten einiger Einwohner in offenen Hass umschlägt und ein Beben die Insel erschüttert. Gemeinsam mit ihrer Beschützerin, der Kriegerin Kaleona, macht sie sich auf den Weg auf das bisher gemiedene Festland, um Hilfe für ihr Volk zu finden.In den Tiefen des Meeres ist der Fünfte Drache gefangen, der einst Herrscher über die Welt werden wollte. Doch sein Schlaf scheint vorbei zu sein und seine Gier nach Macht ist ungebrochen. Aidan, Revus, Elena und Kaleona müssen für den Frieden in ihren Welten kämpfen – und eine besondere Waffe könnte dabei die Rettung sein: der Gesang der Magie! Meine Meinung Dieses Buch besitzt eine ganz besondere Verbindung zwischen Magie und Musik, denn es gibt eine zur Geschichte aufgenommene CD, die in Zusammenarbeit mit dem Autor und der Band Van Canto entstanden ist. Wer möchte, kann also zu dem Buch gleich die dazugehörige Musik „Voices of Fire“ hören. Aber auch ohne Begleitmusik strahlte das Buch für mich allein durch die atmosphärischen Beschreibungen Musik aus. Ich hatte beim Lesen oft das Gefühl, Musik zu hören, wenn der Wind in den Bäumen sang, das Wasser rauschte, der Nebel flüsterte ... zusammen mit den Gesängen des Barden, war diese Geschichte für mich tatsächlich oft wie ein magischer Gesang.Überhaupt versteht es der Autor sehr gut, Atmosphäre zu schaffen. Seine Beschreibungen der Umgebung und der Geschehnisse waren schön intensiv. Ob in einer nebligen Höhle, bei den nächtlichen Angriffen der Seeungeheuer oder den kraftvollen Szenen voller Magie und Gesang: ich war immer mittendrin und konnte den Grusel, die Gefahr oder die Schönheit erspüren. Kampfszenen liefen wie ein kleiner Film vor den Augen ab, waren aber von der Länge her für mich nie zu viel.Die Handlung war recht spannend und es hat mir viel Spaß gemacht, das Abenteuer der vier Helden zu begleiten, auch wenn ich insgesamt nicht zu viel Angst um sie hatte. Man wusste doch recht gut, woran man bei ihnen war und aufgrund der Kürze der Geschichte (es handelt sich um einen Einzelband) verlief die Geschichte natürlich recht geradlinig auf das Ende zu, ohne viel Hin- und Her. Das gab der Geschichte ein schönes Tempo, bedeutete aber auch, dass der ein oder andere Ansatz am Ende etwas schnell abgehandelt wurde oder nicht mehr wie erwartet zum Tragen kam. Insgesamt hat das meinem Lesevergnügen aber keinen Abbruch getan. Das Buch hat mich gut unterhalten und für ein paar schöne und „musikalische“ Lesestunden mit sympathischen Helden gesorgt.

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  • Konnte mich überzeugen und gut unterhalten

    Feuerstimmen
    _Vanessa_

    _Vanessa_

    22. May 2016 um 00:04

    Meine Meinung:Nachdem mir "Feuerstimmen" in einer Mail vom Verlag vorgestellt wurde, war ich schon extrem neugierig auf diesen High-Fantasy-Roman. Die Geschichte klang richtig spannend und hat mich sehr neugierig gemacht. Dass das Buch in Zusammenarbeit mit der deutschen Metalband Van Canto entstanden ist, hat das Ganze nur noch interessanter für mich gemacht. Metal höre ich sehr gerne, die Band kannte ich zwar noch nicht, aber ich habe natürlich sofort in ein paar der Lieder reingehört und mir gefiel, was ich da auf den Ohren hatte. Ich war gespannt, wie das Buch und das Album "Voices of Fire", welches ich mir kurz nach Erscheinen gekauft habe, zusammenspielen.Die ersten Seiten lasen sich für mich zwar ein wenig holperig, aber das ging quasi schneller vorbei, als man gucken konnte, und hielt vielleicht ein, höchstens zwei Kapitel. Danach las sich der Schreibstil des Autors dann ziemlich flüssig und gut. Er schreibt sehr bildhaft, weswegen ich mir alles immer sehr gut vorstellen konnte und manchmal sogar klar vor Augen hatte.Das Buch ist abwechselnd aus der Perspektive von Aidan und Elena geschrieben, die sich in jedem Kapitel abwechseln. Mir gefiel das ziemlich gut, es passte zur Geschichte und ich fand es toll, die Sicht von beiden zu lesen.Aidan und Elena sind sympathische Hauptfiguren, die mich meistens überzeugen konnten und auch ihre beiden Begleiter Revus und Kaleona gefielen mir gut.Leider fand ich sie alle manchmal ein wenig farblos, sie kamen mir nicht so wirklich nahe und in einen von ihnen hineinversetzen konnte ich mich auch nicht. Sie konnten mich nicht richtig berühren/mitreißen, nur zum Ende hin gab es manchmal ein paar Momente, wo dies passierte, was ich ein wenig Schade fand.Die Geschichte ist am Anfang in zwei Handlungsstränge unterteilt. Zum einen verfolgt man Aidan und Revus und zum anderen Elena und Kaleona. In den ersten Kapiteln sind sie sich noch nie begegnet, doch relativ schnell laufen sie sich überm Weg und es stellt sich heraus, dass ihre Schicksale miteinander verbunden sind.Ich fand die Geschichte spannend, interessant und überzeugend, leider konnte sie mich aber nicht so begeistern, wie ich es erhofft hatte. Der Handlungsverlauf bot keine allzu großen Überraschungen, manchmal war es sogar ein wenig vorhersehbar, aber trotzdem konnte mich das Buch ziemlich gut unterhalten.So kam das Ende dann auch wenig überraschend. Es war aber sehr stimmig und passte sehr gut zur vorhergehenden Handlung und ließ mich zufrieden zurück.Fazit:"Feuerstimmen" konnte mich zwar nicht so begeistern, wie ich es mir erhofft hatte, war aber insgesamt trotzdem überzeugend und konnte mich gut unterhalten. Das Buch ist definitiv einen näheren Blick wert und auch wenn ich ein wenig was zu meckern habe, kann ich es empfehlen.

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  • lesenswert

    Feuerstimmen
    Kerstin-Scheuer

    Kerstin-Scheuer

    17. April 2016 um 19:45

    Bereits mit seinem Debütroman „Die Trolle“, der 2007 mit dem Phantastik Preis ausgezeichnet und in zahlreiche andere Sprachen übersetzt wurde, schrieb sich Christoph Hardebusch in die erste Liga der deutschen Fantasy-Autoren. Es folgten 10 weitere Bücher und diverse Beiträge zu Anthropologien.Sein neustes Projekt „Feuerstimmen“, das er in Kooperation mit der A Capella-Metall-Gruppe „Van Canto“ schrieb, ist mein erster Roman von Christoph Hardebusch. Mich überraschten vor allem die zahlreichen weiblichen Charaktere, die sich jenseits des tradierten Rollenmusters bewegen. Worum geht es? Hass und Mordlust breitet sich in der Welt aus, denn der fünfte Drache mit seinen schwarzen Mächten ist wieder erwacht und trachtet danach seinen Plan, die Welt zu zerstören, zu vollenden. Von dem vollen Ausmaß der Bedrohung ahnt die junge Königin Elena jedoch nichts, als ihr Inselreich verlässt, um nach Hilfe zu suchen. Diese findet sich ausgerechnet beim Barden Aidan, der noch nichts von seiner ganz besonderen Gabe weiß und daher mit seinem eigenen Schicksal hadert. Wird es ihnen noch rechtzeitig gelingen, den fünften Drachen zu besiegen? Wie fand ich… …den Einstieg? Christoph Hardebusch wirft seine Leser ohne große einführende Erläuterungen zu seiner neuen Fantasywelt direkt mitten hinein ins Geschehen. Gerne kritisiere ich ein solches Vorgehen, weil ich lieber erst einmal die Spielregeln kennenlernen möchte. Hier gibt es jedoch gleich soviel Action, Humor und Unterhaltung im ersten Kapitel, dass ich gar keine Zeit hatte, mir allzu viele Gedanken zu machen. Bis ich zum ersten Mal wirklich zum Luft holen kam, war ich schon vollkommen in die Welt von „Feuerstimmen“ versunken. …Handlungsverlauf? „Feuerstimmen“ wird abwechselnd aus den Perspektiven der beiden Hauptprotagonisten Aidan und Elena erzählt, die zu Beginn des Romans in unterschiedlichen Reichen unterwegs sind. Erst im Laufe der Erzählung werden beide Erzählstränge zusammengeführt. Auf diese Weise bekommt der Leser zu Beginn des Romans einen recht umfassenden Eindruck von der Welt, in der die Geschichte angesiedelt ist. Auch schön fand ich, dass die einzelnen Abschnitte, die Titel des dazugehörigen Konzeptalbums „Voices of Fire“ von Van Canto tragen.Christoph Hardebusch serviert dem Leser eine sehr actionreiche Handlung. Vor allem Fans von großem Schlachtgetümmel und klassischen Schwertkämpfen kommen bei „Feuerstimmen“ voll auf ihre Kosten. Aber auch Freunde ebenso phantastischer wie grausiger Wesen dürften die „Seeteufel“, die rein gar nichts mit der Fischgattung zu tun haben, begeistern können. Daneben gibt es die fast schon unvermeidliche zarte Liebesgeschichte, die mich jedoch nicht ganz überzeugen konnte. Zu klinisch wirkten hier die beschriebenen Gefühle des Liebespaares. …die Sprache? Christoph Hardebusch verwendet in „Feuerstimmen“ viel wörtliche Rede, so dass eine sehr lebendige Erzählung entsteht. Wie es sich für eine gute Fantasygeschichte gehört, gibt es natürlich auch hier einige eigene Wortkreationen. Diese beschränken sich jedoch weitestgehend auf die phantastischen Wesen und Länder, in denen „Feuerstimmen“ spielt. Davon abgesehen schreibt Christoph Hardebusch in einer modernen Sprache, die mich „Feuerstimmen“ leicht und zügig lesen ließ. …die Charaktere? Nicht ganz so überzeugt war ich von der Zeichnung der einzelnen Charaktere. Während ich von Aidan, von dessen Vergangenheit man einiges erfährt, einen sehr genaues Bild bekam, gelang mir das für Elena leider ebenso wenig wie für Aidans Gefährten Revus, Elenas Leibwache oder die anderen Nebencharaktere.Schön gelungen hingegen fand ich die Entwicklungen, die sowohl Elena als auch Aidan innerhalb der Handlung durchmachen:Während Elena zu Beginn von „Feuerstimmen“ ihr eigenes Volk noch für kulturell und geistig überlegen und die Bevölkerung der anderen Reiche für ungehobelte Barbaren hält,„…reifte in ihr die Erkenntnis, dass sie über diese Länder beurteilt hatte, ohne sie wirklich zu kennen.“(Seite 266)Und nur wenig später gesteht sie ein:„Die Menschen dieser Landes waren nicht besser oder schlechter als jene ihrer Heimat.“(Seite 267)Auch Aidans innerer Konflikt, der die zentrale Rolle, die ihm sein eigenes Schicksal zuschreibt, lange Zeit nicht annehmen möchte, hat seinen Reiz und erhöht die Spannung der Handlung. Mir wurde dieses Element jedoch etwas zu sehr überstrapaziert. …den Schluss? Der Schluss kam mir dann trotz knapp 500 Seiten etwas zu plötzlich. Nachdem die gesamte Reise zu Land in vielen spannenden und packenden Details abwechslungsreich und originell erzählt wird, macht die Handlung gegen Ende einen Sprung und spart einen komplette Schifffahrt nahezu vollständig aus. Hier wurde meiner Meinung nach Spannungspotenzial verschwendet. Warum lässt Christoph Hardebusch die beiden Schiffe nicht wenigstens in ein schweres Gewitter oder ähnliches geraten?Das unmittelbare Ende ließ mich zudem etwas ratlos zurück. Mir wurde nicht ganz klar, ob nun nur die Schlacht oder bereits der gesamte Krieg gewonnen wurde. Schade.

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    AnnikaLeu

    14. April 2016 um 09:18

    "Wie eine Queste." Was ist das? Jetzt gibt die Key nicht nur andauernd ungefragt Links zu Songs nebenher, die ihr in den Sinn kommen oder auf die im Buch Bezug genommen wird? Jetzt gleich ganze Alben?Ja, Tatsache. Genauso ist das Buch in der Verlagsvorschau letztes Jahr gezeigt worden. Und ich plaudere mal aus dem verborgenen Nähkästchen der Lesekatzen. Ich habe nämlich einfach gesagt: „Waaas? Van Canto? Egal was es ist, ich nehm’ das Buch!“ Gesagt, getan, Klappentext gar nicht erst gelesen, nur das Feuer gesehen und den sympathischen Autoren nebst Cover und dem Hinweis, dass es eine Überschneidung zur Band geben wird. Und tada, pünktlich zum Erscheinungstermin hatte ich ‚Feuerstimmen‘ zu Hause und es in einem Haps eingesogen, vielen Dank Piper.Wer bitte ist Van Canto? Und wer ist Christoph Hardebusch? Und wieso tun die sich zusammen?Erst einmal: Weil es absolut richtig ist! Ich liebe diese Schnittstelle: Musik und Roman.Van Canto ist berühmt für ihren: Rakkatakka und DahDah - ‚Sound‘. Ich reiche gleich noch eine Musikprobe von earMUSIC. Aber in Kürze kann man sagen: Heavy Metal a capella. Ihr einziges Instrument ist das Schlagzeug, da niemand mit dem Mund da heran reicht.Christoph Hardebusch ist bekannt geworden durch: ‚Die Trolle‘ und sieht nicht nur mit den langen Haaren aus wie ein Rocker, laut seiner Seite, hört er es auch gern. Was wohl auch Voraussetzung dafür ist, sich Van Canto zu schnappen.Der Danksagung im Buch nach, muss das ein wahrlich überbordender Austausch an Kreativität gewesen sein.Es kann daher durchaus sein, dass diese Rezi, selbst für meine Verhältnisse, etwas länger wird. Da ich euch mein kleines Experiment schildern werde. Dabei unerlässlich wird es sein, mich nicht nur auf das Buch zu beschränken, sondern den ‚Soundtrack‘ mit einzubeziehen. Eben genau so wie es mir angekündigt wurde in der Werbung zu diesem Roman. Im Übrigen wünsche ich mir viel mehr CrossMedia-Projekte. Blind Guardians: ‚Lord of the Rings‘ oder Schandmauls: ‚Saphira’ waren zwar als Hommage schon schön; Nightwishs ‚Imaginaerium‘ gar nicht mal übel; doch erhoffe ich mir von ‚Feuerstimmen/ Voices of Fire‘ noch einiges mehr. "Die Welt war verrückt geworden." Fangen wir vorne an, wie ich auf das Buch aufmerksam wurde, wisst ihr nun. Dann war es da und beim ersten Durchblättern stellte ich schon einmal folgendes fest: Es gibt keine Kapitel. Das heißt nun aber nicht, dass das ganze Buch ein fortlaufender Text ist. Stattdessen sind in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen Ausschnitte der (englischen) Lyrics der Songs abgedruckt. Ansonsten springen wir einfach nur zwischen den Perspektiven: Aidan und Elena (konsequent) hin und her. Weiter gibt es eine Karte. Und die gleich zwei Mal. Was auch nötig ist, da der schwarz/weiß Druck auf S. 6 und 7 leider in der Buchbindung verschwindet. Dafür ist die in Sepia im Buchdeckel aber umso schöner.Das Experiment also: Erst dann das entsprechende Lied anhören, wenn das Buch es angibt.Der Beginn macht dabei: Clashing on Amour Plates, auch der Prolog ist eingesprochen worden und zwar von John Rhys-Davies (Gimli, Herr der Ringe), der in weiteren Liedern immer mal wieder etwas zu erzählen haben wird. „Mind brrroken“ Kribbelgefühle inklusive.Es wird recht poetisch gestartet und es wird schon dort deutlich: Die Helden die uns erwarten werden sind: die Barden. (Für jeden Rollenspieler wohl ein Grund die Augenbraue hochzuziehen.)Wir lernen den Protagonisten kennen: Aidan. Der mit seinem langjährigen Freund Revus in einem Scharmützel mit Straßenräubern irgendwo ‚am Rand der Welt‘ hängt. „Enttäuschend.“ konstatiert einer der beiden, meint den Landstrich - ich jedoch meine das Lied über Piraten und deren tollkühne Kapitänin. Wir wissen bereits, dass Buch und das Album der Band gehen Hand in Hand und jetzt wird mir ein schickes Schanklied geboten, welches allerorten mitgesungen wird und ausgerechnet DAS bekomme ich nicht zu hören. Mit einem Wort: enttäuschend. Abgesehen davon war dieser Schlamassel mit den Räubern wie der Beginn von: „Der Thron von Melengar“.Wechseln wir zu Elena, der Königin von Arcos, die begleitet wird von ihrer Schwertdame: Kaleona. (Letztere hat übrigens eine Iris-Heterochromie, was aber nie wieder erwähnt werden wird.)Hierzu wird das Lied ‚Dragonwake‘ samt Chor kredenzt, wobei das jetzt nicht wirklich etwas mit der Einführung der Charaktere zu tun hat. (Es ist nicht immer ganz klar, ob die Lieder vorangestellt sind oder sich auf das beziehen was nach ihnen passiert.) "Manchmal erzählen Barden ganz schönen Mist." Übrigens diese zwei Pärchen werden das ganze Buch über bleiben. So viel mehr gibt es nämlich auch nicht, an erwähnenswerten Leuten. Eine ganze Weile bleibt das jetzt getrennt. Die Männer schlagen sich in einem Fischerdorf mit Seetang-Ale und Seemonstern herum. Während die beiden Damen feststellen, dass die Bevölkerung der isolierten ‚gesegneten Inseln‘ korrumpiert wird von einer außergewöhnlich mächtigen magischen Macht.Dazu gibt es ‚Time and Time again‘ in dem unter anderem gegen innere Dämonen gekämpft wird und für mich Lieblingslied verdächtig ist.Noch mehr und mehr Lieder werden über das ganze Buch gesungen, die alle NICHT auf der CD sind. Aber weit weg von den beiden Schwertschwingenden Barden als auch den beiden Schwertführenden Damen sind die Lieder nicht. Aidan ist nämlich derjenige der an etwas Vergangenem zu knabbern hat und Elena ‚All my Life‘ durch ihre Erziehung Verpflichtungen hat.Im ‚Honiglicht des vergehenden Tages‘ treffen die Vier dann mal aufeinander und Aidan meint flapsig: „Und egal, wohin sie reisen, wir wählen die entgegengesetzte Richtung.“ (S. 194) Und das einzige was mir dazu einfällt ist: Na hoffentlich. "Und es hat fast die Welt gekostet." Begeben wir uns mal in den Abschnitt mit dem Lied ’The Betrayal’. Denn diesen Song mochte ich auch sehr, ebenso wie die dazu gehörige Szene im Buch. Wobei… nun ja, sie hätte halt einfach epischer sein können. Die Musik schafft das was der Text leider nicht hinbekommt: richtig episch sein. Schade nur, dass es von einer Frau gesungen wird, denn mit der Zeile: ‚He is the love of my life‘ habe ich ganz andere Zusammenhänge im Kopf. Ich kann aber verstehen, dass ’Two hearts beating in harmony’ auf ein bestimmtes Paar abzielt.Leider war seit dem Verlassen von Gorint eine so schlechte Stimmung bei mir aufgekommen, dass ich jetzt sagen muss: Das war alles so vorhersehbar.Ein weiterer Song, in den ihr mal reinhören könnt wäre dann: ‚The Bardcall’. Um den es nämlich wirklich geht in ‚Feuerstimmen‘. Der Bardenruf, beziehungsweise der Bardensturm. Und nun ja, ich halte ‚Bardensturm‘ tatsächlich nicht für den passenden Titel, aber ’Sturmstimmen‘ wäre auf alle Fälle passender gewesen für dieses Werk als Feuerstimmen. Schätze ‚Feuer‘ soll hier für Leidenschaft stehen und gegenseitig mitreißen und aufstacheln und kämpfen. Denn wenn ich ehrlich bin, die Hauptschauplätze des Buches sind: Wasser, Fischerdorf, Hafenstadt, Wasserfall, Fluß, Lagunenstadt, Inselreich. Ja, doch, obwohl es konträr aussieht, habe ich das Feuer vermisst. Ich hatte bei dem Lied auch mehr so einen Tross Barden im Kopf die unter frenetischem Jubel in eine Stadt einkehren wie die Helden die sie eben sind (oder noch werden). Ein wenig am Sinn des ‚Rufes‘ also vorbei geschrammt. Das macht ‚Hymn‘ aber definitiv wieder wett. Fazit Die Lieder des Albums wirken um einiges epischer als das Buch. Ich bereue es, nicht das Hörbuch gehört zu haben, ich bin mir sicher, dass das viel mehr hergeben könnte. Vielleicht prüfe ich das bei Gelegenheit noch mal.Aidan und Elena legen hier ein 1A Duett auf das Parkett und alle anderen sind völlig unwichtig. Alle vier Figuren sind ohnehin ziemlich übermächtig (obwohl sie sich von Wunden und Alkoholkatern erholen müssen). Spannung wird hier so sehr übertrieben, dass es hektisch und abgehackt wirkt. Humor ist vorhanden und bringt mich zum schmunzeln. Der Antagonist ist nicht anwesend, daher für mich als Leser nicht greifbar, 'es' schickt nur seine Heerscharen an Kanonenfutter.Stichwort Logikmacken: weil die einen zu Pferd unterwegs sind, die anderen zu Fuß (dann erst noch in die falsche Richtung gehen und einen Stopp in einer Bibliothek einlegen) und dennoch einfach wieder einholen. Abgesehen davon, geht man laut Karte von der Hafenstadt aus nach Osten, würde man ziemlich schnell ertrinken. Das verleidet einem dann doch die immer mal wieder durchscheinenden schönen Ansätze. Ich gestehe, für einen Moment war ich dafür, dass lieber die Geschichte erzählt werden sollte, wie Aidan in den Himmel und die tiefen Tiefen der Welt steigt um seinem Freund die Stimme wiederzubringen! Das war keine Epik, es war eine Queste. Fein und schön aber nicht überdurchschnittlich gut.Solltet ihr das nach machen? Generell: Ja, warum nicht? Die Musik ist überragend, bleibt (mir) lang im Kopf und somit auch die Queste des Romans. Ich muss nicht einverstanden sein mit den Wendungen, Charakteren und ihren Beziehungen untereinander. Ich kann auch einfach mal sagen, ich nehme sie so hin wie sie sind und spinn' mir meine eigene Idee weiter.MEHR Cross Media Projekte! Ich finde, das wertet sich gegenseitig ziemlich auf.Meiner Erwartung konnte es nicht gerecht werden.

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  • Mainstreamige Fantasy mit viel Musik

    Feuerstimmen
    Originaldibbler

    Originaldibbler

    11. April 2016 um 21:35

    Feuerstimmen ist der aktuelle Fantasy-Roman von Christoph Hardebusch und Teil eines multimedialen Projekts.Das Projekt:Beim Schreiben dieses Buches hat Christoph Hardebusch eng mit der A capella Metal-Band Van Canto zusammengearbeitet, die paralell dazu ein Album gemacht hat, wobei die einzelnen Songs immer eine Art Titelmusik zu einem Abschnitt des Romans sind.Außerdem gibt es auch noch ein Hörbuch, das sich nicht nur durch eine ungekürzte Lesung, sondern auch durch Hörspielszenen und von Van Canto gesungene Lieder auszeichnet.Das Buch: Eigentlich bemühe ich mich ja immer nicht zu spoilern, aber das, was eh schon im Klappentext steht, brauche ich ja auch nicht mehr geheimhalten.Feuerstimmen ist in einer fiktiven Fantasy-Welt angesiedelt, die zu Beginn der Handlung nicht besonders magisch scheint. Doch der Schein trügt, denn "der fünfte Drache, ein allmächtiges Geschöpf der Finsternis [ist] erwacht". Wer wird ihn aufhalten können? Welche Rolle spielt die Magie dabei?Meine Meinung: Auf den ersten Blick - und auch auf den zweiten - ist Feuerstimmer ein völlig klassischer Fantasy-Roman, der eine Queste von Helden schildert, die den ultimativen Bösewicht aufhalten wollen. Ab der Mitte des Buches kommen dann aber viele interessante Details dazu, die das Buch von anderen ähnlichen Büchern abheben. Alles in allem bleibt die Geschichte aber doch sehr mainstreamig.Für sich alleine genommen ist das Buch absolut OK, trifft meinen Geschmack aber nicht ganz. Durch die Bezüge zum Van Canto Album gewinnt das Buch aber sehr.Fazit:Ein ordentlicher Fantasy-Roman und ein um so interessanteres multimediales Projekt.

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  • Eben High Fantasy

    Feuerstimmen
    Wuerfelheld

    Wuerfelheld

    06. April 2016 um 19:07

    Christoph Hardebusch ist einer der Autoren, die sich im ersten Jahrzehnt dieses Jahrtausends auf dem deutschen Markt haben etablieren können. Mit „Feuerstimmen“ wagt der studierte Anglistiker und Medienwissenschaftler nun ein Experiment. Zusammen mit Dennis Schunke hat er die Geschichte um Magie, Drachen und Barden entwickelt, um sie zu einem Medienevent zu machen, denn die Vocal-Metal-Band „Van Canto“ hat quasi den Soundtrack zum Buch verfasst, so dass die einzelnen Kapitel eng mit den entsprechenden Liedern verknüpft sind und einander beeinflusst haben. Klappentext: Mit dem preisgekrönten Roman »Die Trolle« und der Reihe um die »Sturmwelten« schrieb sich Christoph Hardebusch an die Spitze der deutschsprachigen Fantasy. Mit »Feuerstimmen« führt er alle Fans in eine neue Welt: Seit einer Ewigkeit lag der Schrecken in den Tiefen der Meere verborgen und war von den Menschen fast vergessen. Doch nun ist der fünfte Drache, ein allmächtiges Geschöpf der Finsternis, erwacht. Und er will etwas zu Ende bringen, das ihm vor Jahrhunderten nicht gelungen war: die Welt zu unterjochen. Im Verborgenen wächst die Macht des Drachen, und die Menschen erkennen erst spät, dass sie mehr und mehr zum Spielball der Dunkelheit werden. Während die junge Königin Elena alles versucht, um ihr Volk zu schützen, erfährt der Barde Aidan, dass er eine ganz besondere Gabe besitzt, die im Kampf gegen den Drachen die entscheidende Rolle spielen könnte – den Gesang der Magie … Zum Inhalt: Zusammen mit seinem älteren Kollegen und Freund Revus zieht der Barde Aidan durchs Land. Auch wenn er die Leute begeistert und sich seine Taschen immer füllen, er nicht fürchten muss, ohne weibliche Gesellschaft zu bleiben, wenn ihm danach ist, so hält es ihn doch seit langem nicht mehr an einem Ort. Derweil bekommen die „Gesegneten Inseln“ immer mehr Schwierigkeiten, denn die Magie beginnt verrückt zu spielen und zu verderben. Schließlich bleibt der jungen Königin Elena nichts anderes übrig, als aufzubrechen und bei einem Orakel fern ihrer Heimat um Rat zu fragen, damit diese noch zu retten ist. Gemeinsam mit ihrer Leibwächterin bricht sie auf und muss sich schon bald so mancher Gefahr stellen. Dabei lernt sie auch Aidan und Revus kennen, die mehr oder weniger freiwillig zu ihren Weggefährten werden. Denn gerade ersterer spürt immer deutlich, dass sich in den Tiefen der Welt etwas zu rühren beginnt, von dem die Geschichtenerzähler und Sänger nur mit einem Schauder berichten: Der fünfte Drache ist nicht so besiegt und vergessen, wie alle dachten, denn die Zeichen mehren sich, dass seine Rückkehr droht. Und nun bedarf es mutiger Herzen und magischer Stimmen, um ihn zu bezwingen. Meine Meinung: Die Handlung bedient sich eines epischen Themas – der Rettung der Welt durch eine kleine Schar unvollkommener Helden, die durch diese Aufgabe erst lernen, ihre wahren Stärken und Schwächen zu erkennen und die Schatten der eigenen Vergangenheit zu überwinden. Doch auch wenn Christoph Hardebusch darauf achtet, bei den Figuren zu bleiben, kommt der Leser diesen doch nicht wirklich nahe. Elena, Aidan und auch die anderen wichtigeren Figuren wirken trotz der feinen Charakterisierung dem Leser ein wenig fremd. Man mag sie zwar, hat aber nicht das Gefühl, es mit lebenden und atmenden Menschen zu tun, sondern eher mit Wesen, die einen ganz bestimmten Archetypus erfüllen. Die Geschichte ist relativ simpel gestrickt. Die Suche nach dem Orakel und die damit verbundenen Gefahren dienen dazu, die Figuren einander nahe zu bringen und zu einem Team zu machen – auch erfahren die Helden so, wie gefährlich und machtvoll ihr Gegner ist. Um so verbissener kämpfen sie dann, um die Welt zu retten. Auch wenn man die CD nicht kennt, so spürt man doch die Musik hinter seinen Worten, die Lieder, die das begleiten mögen. Epische Bilder erwachen im Kopf und bieten all die feinen Klischees, die diesen Typus der High Fantasy so vorstellbar machen. Inhaltlich sollte man deshalb keine großen Überraschungen erwarten, denn der Autor bricht nur selten aus den vorgegebenen Handlungsmustern aus. Alles in allem scheint das Experimente von Buchseite aus gelungen – die Geschichte strömt die Musik aus, die ein Abenteuer mit Barden und Liedern haben sollte, auch wenn Leser mit höheren Ansprüchen wahrscheinlich über die schlichte Zeichnung der Figuren und des Inhalts enttäuscht sein werden. „Feuerstimmmen“ ist ein „High Fantasy“-Roman mit einer epischen Geschichte, die genau dem Anspruch gerecht wird, die sie haben sollte: Die Stimmgewalt und Musik auszustrahlen, die vermutlich auch das begleitende Album „Voices of Fire“ von „Van Canto“ haben wird. Meine Wertung: 3,5 von 5 Feuerstimmern

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  • Christoph Hardebusch - Feuerstimmen

    Feuerstimmen
    Marny

    Marny

    30. March 2016 um 22:05

    (4,5 Sterne) Nach Jahrhunderten erwacht der fünfte Drache – ein Geschöpf der Finsternis, das die Welt unterwerfen will. Seine Macht wächst im Verborgenen und zeigt sich den Menschen erst spät. Die junge Königin Elena versucht alles, um ihr Volk zu retten, und doch ist es der Barde Aidan, der im Kampf gegen den Drachen eine entscheidende Rolle spielen könnte. Wenn er die Vergangenheit hinter sich lassen und seiner besonderen Gabe vertrauen kann … Der Prolog erzählt von den fünf Drachen und der zerbrochenen Harmonie, von überdauernden Liedern und einer Stimme aus Feuer, die zu den Herzen der Sterblichen singt. Denn was schläft, kann mit all seinen Schrecken wieder erwachen. Dieser mystische Einstieg hat mich nicht nur gefesselt, sondern auch unheimlich neugierig gemacht. Die vier Elemente Feuer, Erde, Wasser und Luft werden hier noch um das verbindende und ausgleichende Element der Harmonie ergänzt, ohne das die Welt zerstört werden würde. Mir hat auch die Vorstellung gefallen, dass jedes Element von einem Drachen verkörpert wird. Aidan stand mir schnell nah, was sicherlich auch an seiner tragischen Vergangenheit liegt. Ein begabter Barde, der keiner mehr sein will, weil er große Schuld auf sich geladen hat und an dieser Last fast zerbrochen ist. Er ist nicht um Worte verlegen und hat immer den passenden Spruch auf den Lippen, der auch mal respektlos sein kann. Aidan ist gleichzeitig frech und nachdenklich, eine reizvolle Mischung. Aber er wäre nichts ohne seinen besten Freund Revus, der ihn mitgeschleift hat, als er voller Verzweiflung und Schuldgefühle war. Die beiden verbindet eine innige Freundschaft, über die Jahre gewachsen und gereift. Revus kann man einfach nur mögen, so unverbrüchlich wie er an der Seite seines Freundes steht. Elena mochte ich auch, aber der Zugang zu ihr ist mir etwas schwerer gefallen, weil sie für meinen Geschmack manchmal zu perfekt war. Das wurde erst besser, als sie weniger „königlich“ reagiert hat und ich andere Seiten von ihr kennenlernen konnte. Als sie Gefühle zeigte und dadurch für mich zugänglicher wurde. Das zentrale Thema der Musik hat mich beeindruckt – ein roter Faden, der alles miteinander verbindet und verschiedene Facetten bietet. Lieder, die sich durch das ganze Buch ziehen, mal mit Texten und mal mit der Beschreibung von Gefühlen, Gesängen und Harmonien. Manchmal magisch, manchmal unterhaltend. Sie summen in mir und lassen mich nach der Melodie suchen. Dazu kommen dann noch die Barden selbst, die mich generell reizen und in dieser Geschichte voll erwischt haben. So sehr, dass ich nicht genug von ihnen bekommen kann und mich insgeheim frage, wie wohl der Lebensweg einiger anderer Barden aussehen könnte. „Feuerstimmen“ war für mich eine sehr fesselnde, magische und stimmungsvolle Lektüre, die mich mit einer abwechslungsreichen Mischung begeistern konnte. Die Musik wurde auf vielfältige Weise eingebunden, es gab wunderbar mitreißende Kampfszenen und eine Liebesgeschichte, die den Roman nicht dominiert hat, obwohl sie wichtig war. Mir hat gefallen, dass die Freundschaft zwischen Aidan und Revus keinen geringeren Stellenwert hatte und mich auch genauso berühren konnte.

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  • Fantasy meets Acapella Metal

    Feuerstimmen
    Christian_Muenzinger

    Christian_Muenzinger

    25. March 2016 um 16:17

    Heute dreht sich alles um Feuerstimmen. Das Buch ist im Piper Verlag erschienen und stammt aus der Feder von Christoph Hardebusch. Das besondere an diesem Buch ist, dass es in Zusammenarbeit mit der deutschen Metal Band Van Canto entstanden ist. Diese hat ein Gleichnamiges Album Voices of Fire erarbeitet und fast zeitgleich veröffentlicht. Da Van Canto eine meiner Lieblingsbands ist, war ich sehr gespannt darauf, wie sich diese Kooperation in den Werken niederschlägt. Das Buch ist seit 17.03.2016 im Buchhandel zu erwerben. Ich habe dies getan und mit Begeisterung gelesen. Zum Glück kam das Album von Van Canto schon eine Woche früher raus, sonst hätten diese beiden Werke sicherlich um meine Zeit gekämpft.Erster EindruckDas Buch gibt es sowohl als Taschenbuch, als auch als E-Book. Die Printausgabe umfasst 489 Seiten. Das Cover zeigt einen schwarzen Kreis indem ein silberner Drache und um ihn herum Verzierungen angebracht sind. Um den Kreis herum wird ein Feuer in Orange- bis Gelbtönen angedeutet. In der gleichen Farbe ist der Titel gehalten. Auf der Innenseite des Einbands darf sich dann die Band Van Canto zusammen mit dem Autor präsentieren. Auch eine kleine Abbildung des Albums findet man hier, dessen Cover identisch gestaltet ist. Ebenfalls befindet sich am Anfang eine schön gestaltete Karte, besonders deren Farbgebung, Grautöne, spricht mich sehr an. In unregelmäßigen Abständen sind auf einer extra Seite die verschiedenen Songtitel mit ein paar Zeilen Text abgedruckt. So kann man sich vor einem Abschnitt den passenden Titel anhören.InhaltDer Schrecken war vor langer Zeit besiegt worden und in den Tiefen des Meeres begraben. Über die Jahre wurde die Erinnerungen zu Geschichten, Legenden und Liedern und die Wahrheit geriet in Vergessenheit. Doch das Böse rührt sich wieder und bringt Zwietracht über die Menschen. Die junge Königin Elena macht sich mit ihrer Leibwächterin auf die Fährte ihres Vorfahren um einen Möglichkeit zu finden ihr Land zu beschützen. Dabei trifft sie auf den Barden Aidan mit seinem Gefährten. Er war einst ein angesehener Barde an den Königshäusern, doch mittlerweile ist er ein Herumtreiber, der sich lieber betrinkt als zu singen. Er scheint aber eine unheimliche Macht zu haben, verschließt sich aber vor dieser aus Angst vor seinen Taten in der Vergangenheit und flüchtet vor seiner Verantwortung. Dennoch begleitet er die beiden auf Ihrer Reise um das Orakel im Land des ewigen Nebels zu finden. Dieses erklärt Aidan sein Schicksal, das Fortbestehen der Welt hängt von ihm ab. Zunächst weigert er sich, seiner „Pflicht“ nachzukommen, doch dann gerät alles in Gang und er versammelt die Barden zum letzten Kampf. Nur wenn sie in vollkommener Harmonie singen, kann es gelingen das Schrecken erneut zu besiegen.Zitat des Buches„Singt mit mir!“ Seine Stimme erfüllte die Welt. Elena konnte gar nicht anders als mit einzustimmen. Die Melodien wuchsen über sie hinweg, füllten sie aus. Der Rhythmus wurde zu ihrem Herzschlag. Jeder Schmerz war vergessen, verging vor der Macht der Musik.KritikMan folgt dem Geschehen abwechselnd (Kapitelweise) aus der Sicht von Aidan und Elena. Dabei dauert es nicht lange, bis sich ihre Wege kreuzen und sie den restlichen Weg gemeinsam zurücklegen. Dabei sind die Perspektivwechsel sehr erfrischend und gut gestaltet. Man kriegt einen guten Einblick in die beiden Hauptfiguren ohne der Meinung zu sein, der Autor bevorzugt die eine. Der Erzählstil liest sich flüssig. Hin und wieder stößt man allerdings auf ein Wort, das heutzutage nicht mehr Gebräuchlich ist, was sich aber sehr gut in die Fanatsywelt einfügt.Die Figuren sind durchdacht und nicht einseitig gestaltet. Sie besitzen Stärken und Schwächen. Gerade letztere scheinen aber bei Aidan zu überwiegen und so dauerte es recht lange, bis ich eine Nähe zu ihm aufbauen konnte. Elena scheint hier das perfekte Gegenstück zu sein, da bei ihr ihre Stärken überwiegen. Die weiteren Figuren bleiben bis auf Revus stets im Hintergrund. Dieser schafft es aber, obwohl nicht Perspektivfigur, vereinzelt Aidan die Show zu stehlen. Hier hätte ich mir manchmal gewünscht mehr über ihn zu erfahren. So haftet ihm etwas geheimnisvolle an, was meine Neugier aber nie ganz befriedigen konnte.An Action mangelt es nicht, man könnte auch sagen, dass sich die Protagonisten von Kampf zu Kampf hangeln. Dennoch sind die Kampfszenen abwechslungsreich und sehr detailliert beschrieben, sodass sie vor dem inneren Auge entstehen können. Nur der letzte Kampf kommt mir im Vergleich zu den restlichen Kämpfen etwas kurz und abgehackt vor.Die Story kommt ohne große Nebenhandlung aus und hat den typischen Verlauf einer Heldenreise. Man bleibt dabei von großen Überraschungen verschont. Für mich war selbst die Liebelei zwischen den zwei Protagonisten vorhersehbar. Dennoch erfüllt sie für den Erfolg der Mission einen wichtigen Punkt und hebt sich so von manch einer Romanze ab.Die Magie spielt eine wichtige Rolle im Werk. Leider sind mir die Gesetzte und Möglichkeiten der Magie zu umkonkret dargestellt und so scheint deren Einsatz teilweise willkürlich zu sein und man fragt sich an manchen Stellen, warum hier keine Magie verwendet wird.Zu den häufig in Fantasywelten anzutreffenden vier Elementen gesellt sich hier ein fünftes, die Harmonie, dazu. Dies ist eine erfrischende Idee, die mir sehr gut gefallen hat. Die Elemente werden je von einem Drachen verkörpert. Als Drachenfan, hätte ich mir gewünscht, dass diese deutlicher in Erscheinung treten.Begeistert hat mich das Zusammenspiel zwischen Buch und Musik. Die Stücke greifen die Story auf und geben eine tolle Untermalung zum jeweiligen Abschnitt des Buches. So ist es mir sehr leicht gefallen die Stimmung aufzunehmen und mit Begeisterung zu lesen.FazitFeuerstimmen ist ein tolles Buch. Mir hat es Spaß gemacht und ich habe es schnell und zügig zu Ende gelesen. Allerdings gibt es einige kleiner Schwächen, sodass es ein gutes Fantasybuch ist. Die Kooperation mit Van Canto macht es zu etwas Besonderem und ist ein klares Alleinstellungsmerkmal. Ich würde mich freuen, wenn es eine Fortsetzung dieser wunderbaren Kooperation gibt!Ich gebe dem Buch insgesamt 4 von 5 Punkten.

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