Feuerstimmen

von Christoph Hardebusch 
3,9 Sterne bei35 Bewertungen
Feuerstimmen
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Positiv (26):
Mikayirells avatar

Ein wunderbar epischer Roman mit passender musikalischer Untermalung - sofern man auf Metal steht ;)

Kritisch (2):
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Enttäuschung

Alle 35 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Feuerstimmen"

Mit dem preisgekrönten Roman »Die Trolle« und der Reihe um die »Sturmwelten« schrieb sich Christoph Hardebusch an die Spitze der deutschsprachigen Fantasy. Mit »Feuerstimmen« führt er alle Fans in eine neue Welt: Seltsames geht in den acht Königreichen der jungen Herrscherin Elena vor – Misstrauen und Hass breiten sich aus, eigentlich befreundete Völker bekriegen sich. Elena und der Sänger Aidan entdecken, dass ein uraltes Geschöpf sein dunkles Gift in der Welt verbreitet – der fünfte Drache, der nach Jahrhunderte währendem Schlaf erwacht ist, um einen grausamen Plan zu vollenden ...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783492281201
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:496 Seiten
Verlag:Piper
Erscheinungsdatum:03.04.2017

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Rezensionen und Bewertungen

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    PhilPrachetts avatar
    PhilPrachettvor 5 Monaten
    Pure Magie

    Das Buch fesselt einen von Anfang bis Ende! Es erfüllt einen mit dem Wunsch in die düstere und doch Wundervolle Welt einzutauchen und sene Magie kennen zu lernen! Die Geschichte ist sehr gut strukturiert und bietet einem sehr viel Zeit die verschiedenen Charaktere kennen zu lernen, ehe es dann dem Höhepunkt entgegen geht. Hardebusch schafft es so, dass man mit den Menschen mitfiebert und am liebsten nicht weiter lesen will wennsich etwas schlimmes anbahnt. Die Charaktere sind sehr gut geschrieben, jeder hat seine Stärken und auch gut ausgearbeiteten schwähen!.

    Wer sich dieses Buch holt, sollte sich definitiv auch das Album Voices of Fire von der Band Van Canto zulegen, beide sind in Kooperation entstanden.

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    derMichis avatar
    derMichivor 8 Monaten
    Spiel mir das Lied vom Barden

    In der Fantasy wurde schon viel gezaubert. Hier muss jedoch weder ein Stab geschwungen noch eine fremde Sprache erlernt werden, die Magie entströmt meist dem Gesang der Barden. Eine schöne Abwechslung und eine Verbeugung vor der Skaldik und dem Großmeister der Fantasy, J.R.R. Tolkien, der seine Figuren ebenfalls bei vielen Gelegenheiten Lieder singen oder Gedichte rezitieren ließ. Auf die englischen Liedtexte aus dem Musical zum Buch zwischen einigen Kapiteln hätte man eventuell verzichten können, wer aber parallel das Album hört, weiß damit immerhin welcher Song sich auf welche Stelle der Handlung bezieht.

    Die gestaltet sich erfreulich klassisch. Keine politisch verschlungene Zweitschöpfung à la George R.R. Martin, sondern eine geradlinige Abenteuerreise mit launigen Charakteren. Gut, die Eigenschaften der jungen und ausgenommen hübschen Königin Elena und ihrer Leibwächterin Kaleona weichen kaum von simplen Stereotypen ab, die beiden Barden Aidan und Revus wachsen dem Leser allerdings schnell ans Herz. Ein Geheimnis aus der Vergangenheit hält die Neugier aufrecht, während sich die Beziehungen zwischen den Hauptfiguren recht erwartungsgemäß und wenig überraschend entwickeln.

    Auch die ganz große Prophezeiung, die Problem und Lösung zugleich ist, hat man so ähnlich schon gelesen. Die große Stärke des Romans bleibt jedoch seine schnörkellose Erwählweise. Immer nah an den Helden, keine Meta-Ebene mit ironischer Neuverhandlung vertrauter Stilelemente. Das geht manchmal ein wenig zu Lasten der Originalität, stellt innerhalb der bekannten komplexen Arbeiten in diesem Genre eine angenehme Ausnahme dar.

    Wenn es dann zum großen Showdown kommt, muss es allerdings schnell gehen. In einem Moment wird noch die Gefahr vom großen bösen Drachen beschworen, den es zu vernichten gilt, doch man bekommt nur dessen Vorboten so wirklich beschrieben. Bevor das Ungeheur aus den Fluten des Meeres auftauchen kann ist der Kampf schon wieder vorbei und es liegen sich genau die Figuren in den Armen, von denen man es schon lange vermutet hat. Das nimmt dem Ende leider jegliche Spannung, denn Kämpfe gegen fiese Kreaturen aus dem Abgrund gibt es auch woanders. Die versammelten Barden singen zwar kräftig gegen die Bedrohung an, letztendlich steht aber doch das Schwerterschwingen mehr im Vordergrund.

    Zusammen mit dem zugehörigen Musical "Voices of Fire" der A-Capella-Metal-Band Van Canto fällt es etwas leichter sich auf Hardebuschs Welt einzulassen. In den besten Momenten beschreibt der Autor anschaulich eine Welt, die durch die Musik mit zum Leben erweckt wird. Ein Gesamtkunstwerk also, das am besten im Wechsel mit dem Lesen des Romans und dem Hören der CD funktioniert. Keine Neuerfindung, aber durchaus eine schöne Hommage an die klassische Fantasy.

    Seitenzahl: 496
    Format: 11,8 x 18,7 cm, Taschenbuch
    Verlag: Piper

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    Mikayirells avatar
    Mikayirellvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein wunderbar epischer Roman mit passender musikalischer Untermalung - sofern man auf Metal steht ;)
    Ein wunderbar epischer Roman mit passender musikalischer Untermalung ;)



    Auf diesen Roman war ich sehr gespannt. Obwohl ich eine kleine Büchernärrin bin, stieß ich doch zuerst auf das Album „Voices of Fire“ von Van Canto, einer meiner Lieblingsbands. Und ja, ich war ziemlich überrascht, als ich erfuhr, dass das Album in Zusammenarbeit mit Christoph Hardebusch und den Roman „Feuerstimmen“ entstanden war.


    Die Welt gerät aus den Fugen, die Harmonie ist zerstört. Während die Barden Aidan und Revus es an der Küste mit einer ganz neuen Bedrohung, den Seeteufeln, zu tun bekommen und ein ganzes Dorf vor diesen schützen müssen, fallen die Königreiche der gesegneten Inseln in völliges Chaos. Die junge Königin Elena flieht zusammen mit ihrer Leibwächterin um auf dem Festland Hilfe und Rat zu suchen und stößt dabei auf die verbliebenen Dorfbewohner – und die Barden. Zusammen bringen sie die Menschen in Sicherheit und stehen vor der Frage, wie sie das Unheil abwenden können, dass die Welt zu überfallen droht.


    Besonders überzeugt hat mich Aidan als Charakter. Auch seine Wandlung im Laufe des Romans hat mir gefallen und auch seine Sicht auf Elena. Diese kam nämlich als Perspektivträgernin leider etwas blass daher, entwickelte sich allerdings zum Ende hin deutlich.
    Die Story an sich war – in Anbetracht dessen, dass ich die Musik vorher bereits kannte – wenig überraschend. Auch, wenn die Erklärung für all die Geschehnisse erst sehr spät im Roman eröffnet wurde, ich war ja ohnehin im Bilde 😉


    Mein Fazit: Das Buch ist auf jeden Fall lesenswert. Vorallem auch mit musikalischer Unterstützung.


    Eine etwas ausführlichere Rezension findet ihr auf meinem Blog :) 
    https://moechtegernautorin.wordpress.com/2017/09/11/buchempfehlung-feuerstimmen-von-christoph-hardebusch/

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    MarliesLuers avatar
    MarliesLuervor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eher enttäuschend. Handwerklich okay, aber "ohne Seele".
    Habe ich weiterverschenkt

    Der Klappentext klang so gut, ganz mein Beuteschema. Aber leider war es für mich persönlich eher eine Enttäuschung. Handwerklich okay, aber ohne Seele. Die Protagonisten waren wie aus dem Baukasten. 

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    Azahras avatar
    Azahravor einem Jahr
    Kurzweilige Unterhaltung

    Feuerstimmen von Christoph Hardebusch war für mich ein sehr kurzweiliger Roman, von dem leider sehr wenig im Gedächtnis zurückbleibt. Die Charaktere stechen alle nicht sonderlich hervor, die Hauptidee an sich ist ausbaufähiger und ich fand die Handlung ging viel zu schnell voran. Auch fand ich manche Sachen sehr Informationsarm oder wenn das jetzt so ist, dann ist so. Punkt. Das hat mich doch sehr gestört.
    An sich aber ein Fantasyroman, denn man zwischendurch gerne lesen kann, wenn man keine hohen Ansprüche hat.

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    Amber144s avatar
    Amber144vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Enttäuschung
    Enttäuschung

    Ich habe 2016 eine Lesung auf der Buchmesse mit Van Canto gesehen und mir hat der Abschnitt und der Rückentext des Buchs gut gefallen. Allerdings wurde ich komplett enttäuscht. Das Buch ist schwach geschrieben, die Personen sind ohne Tiefgang und treffen Entscheidungen die nicht nachvollziehbar sind. Wirklich sehr schade. Ich hatte mich sehr auf das Buch gefreut

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    TanteGhostvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Mit Gesang soll man einen bösen Drachen besiegen können? - Christoph Hardebusch lässt es seine Helden beweisen.
    Bardenruf und Drachenfeuer... der Stoff, aus dem Abenteuer sind

    Mit Gesang soll man einen bösen Drachen besiegen können? - Christoph Hardebusch lässt es seine Helden beweisen.

    Inhalt:
    Elena, Königin eines Landes, auf den Inseln. Bisher hat sie das Amt der Königin als ein Geburtsrecht betrachtet. Doch inzwischen ist es nur noch eine Bürde. Sie empfindet es als List, tagtägliche ihren Pflichten nachzukommen. - Als dann aber die Magie ihren Dienst versagt, sie fast vom hohen Turm gestürzt wäre und dann auch noch Grenzstreitigkeiten auftreten, gerät ihre Welt vollends aus den Fugen. Sie möchte keinen Krieg führen müssen. Und schon gar nicht gegen die Nachbarländer.
    Als die Streitigkeiten dann aber auch auf ihre Stadt ausgeweitet werden, sie von ihrer eigenen Leibwächterin attackiert wird, steht für sie fest, dass da etwas nicht mit rechten Dingen zugehen kann.
    Aydan ist mit seinem Barden-Kollegen durch die Lande unterwegs. Alles scheint wie immer, bis das kleine Fischerdorf, in dem sie sich gerade befinden, von seltsamen, blutrünstigen Monstern aus dem Meer angegriffen wird. Es gibt viele Tote und keiner kann sich das Geschehen erklären.
    Zunächst fliehen nur die beiden Barden allein. Doch sie kehren zurück und bringen auch die Fischer zu einer Flucht aus ihrer Heimat.
    Der Flüchtlingsdreck trifft auf die Königin Elena und ihre Leibwächterin genau dann, als sie gerade einmal wieder mit den Monstern kämpfen. - Sie ziehen gemeinsam weiter.
    Die Menschen finden Aufnahme in einer Stadt. Aber auch diese Stadt liegt am Hafen und wird von den Monster heim gesucht. Sowohl für Elena und ihre Leibwächterin, als auch für die beiden Barden ist klar, dass da etwas größeres dahinter stecken muss. Sie machen sich auf den Weg, ihrem Land, den Menschen zu helfen.

    Der Bardenruf weckt in Elena ungeahnte Talente, und auch die beiden Barden haben ihr Päckchen in diesem Kampf zu tragen. Es wird nicht einfach werden, aber Gesang kann eine Menge bewirken.

    Der erste Satz:
    ¨ Die Harmonie war zerbrochen.¨

    Der letzte Satz:
    ¨ Wirst du antworten?¨

    Fazit:
    Ich konnte nicht gleich das pure Lesevergnügen empfinden. Anfangs bin ich zu sehr über seine Art zu Schreiben gestolpert. Es hat eine Weile gedauert, bis ich mich darauf einlassen konnte. Aber dann hat sich mir eine fantastische Welt ergeben. Eine Welt, in der einfacher Gesang plötzlich eine ganze Welt retten konnte. - Das hat mich dann schon etwas fasziniert. Schon allein die Tatsache, zwei einfache Barden zu Hauptfiguren zu machen. Ein Beruf, der sonst in Fantasy-Büchern mehr nebenher läuft. Aber noch nie eine bedeutende Rolle gespielt hat.
    Christoph Hardebusch verwendet alt bekannte Elemente der Fantasy, knüpft aber auch neue mit in seine Bücher ein. Das macht seine Welt vertraut, aber doch auch wieder irgendwie einzigartig. Sein Schreibstil wirkt anfangs etwas gestelzt und altbacken, aber wenn man sich darauf einlässt, in die Handlung abtaucht, dann erschließt sich einem eine sehr faszinierende und fesselnde Welt. Ich war gefangen im Buch und in der Handlung, habe beim Lesen  die Realität um mich herum vergessen und war sozusagen mal wieder im Kurzurlaub, beim Lesen.
    Der Film, der in meinem Kopfkino ablief, war sehr farbenprächtig. Ich habe die Landschaften, aber auch das viele Blut und die hässlichen Monster aus dem Meer vor meinem geistigen Augen gesehen. - Und so einem Monster wollte ich wirklich nicht im Dunkeln begegnen.
    Erklärungen haben sich gut in die Handlung eingefügt und diese nicht zum Stillstand gebracht. Genau so, wie es auch sein sollte. Und alles war in einfachen Worten und so beschrieben, dass man es auch verstanden hat.

    Im Prinzip war dieses Buch das pure Lesevergnügen und ich habe es gern gelesen. Man kann sogar sagen, dass ich am Ende dann doch etwas enttäuscht war. Zum einen, weil das Buch schon zu Ende war und zum anderen, weil die Protagonistin nicht vom Barden schwanger wurde. Keine Ahnung, wie ich auf diesen Wunsch gekommen bin, aber es erschien mir so passend für die Handlung...

    Kommentare: 1
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    Sandra1978s avatar
    Sandra1978vor 2 Jahren
    Guter Fantasyroman, aber nichts wirklich Neues

    Die Barden Aidan und Revus sind beste Freunde und gehen zusammen durch alle Abenteuer. Sie haben immer einen flotten Spruch auf den Lippen und scheuen keinen Konflikt. Da sie dazu noch begnadete Schwertkämpfer sind, ist für Spannung gesorgt.

    Fünf uralte Mächte waren es, die die Länder erschaffen hatten. Lange Zeit herrscht Frieden. Doch nun bricht plötzlich ein Krieg aus auf der schwimmenden Stadt von Königin Elena. Bald stellt sich heraus, dass die neidvolle fünfte Macht Schuld ist an all dem Unbill, der über unsere Freunde und Elena hereinbricht.

    Sie müssen viele harte Kämpfe und andere Abenteuer bestehen und das Ende ist mächtig! So ganz neu ist die Geschichte von Hardebusch allerdings auch nicht. Sie erinnert stark an so manch andere flotte Degen und Mantel Geschichten. Doch es dauert nicht lange, bis man die Freunde ins Herz schließt und mit Ihnen zittert.

    Alles in allem eine gelungene Geschichte, wenn auch manchmal die Übertreibung mit Hardebusch durchgeht. Die psychologischen Probleme der beiden Freunde sind lange unklar dargestellt, doch auch hier findet der Autor noch einen annehmbaren Verlauf. Und die sich langsam aber sicher einstellenden Gefühle der Liebe zwischen Elena und Aidan bringt er reichlich verzwickt auf die Reihe.

    Dennoch: Lesenswert!

     



     

     

     

     

     

     

     

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    Flohs avatar
    Flohvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Bis die Saiten und Seiten klingen. Wo Buch und Musik verschmelzen und einen Fantasy-Epos erschaffen! WOW, noch nie so erlebt!!!
    Bis die Saiten und Seiten klingen. Fantastischer Fantasy Epos! WOW.

    So wie sich das Cover dieses Epos zeigt, so entwickelt sich auch die Stimmung und Atmosphäre dieser sagenhaften und hochkomplexen Fantasywelt des Autors Christoph Hardebusch. Sein Werk „Feuerstimmen“ wird nicht nur in Musikkreisen gelobt und begehrt, sondern auch in der Fantasywelt ist sein Name bereits bekannt. In „Feuerstimmen“ hat Hardebusch etwas ganz besonderes erschaffen, er vereint Musik und Buch und lässt Grenzen verschmelzen. Stark inszenierte Kämpfe, große Arenen, die düstere Welt alter legenden und die Widerkehr der Drachen… Der Titel ist hier Programm, in mehrerer Hinsicht. Das Buch entstand zum Pendant der beinahe zeitgleich erschienen CD der Band Van Canto. Da mir die Band, der Musikstil und die Projekte der Musikszene bekannt sind, habe ich früh vom neuen Roman des Autors Christoph Hardebusch erfahren und war sofort Feuer und Flamme. Meine Erwartungen waren hoch und das Feuer loderte…
    Erschienen im Piper Verlag (https://www.piper.de/)


    Klapptext/Inhalt:
    „Mit dem preisgekrönten Roman »Die Trolle« und der Reihe um die »Sturmwelten« schrieb sich Christoph Hardebusch an die Spitze der deutschsprachigen Fantasy. Mit »Feuerstimmen« führt er alle Fans in eine neue Welt: Seit einer Ewigkeit lag der Schrecken in den Tiefen der Meere verborgen und war von den Menschen fast vergessen. Doch nun ist der fünfte Drache, ein allmächtiges Geschöpf der Finsternis, erwacht. Und er will etwas zu Ende bringen, das ihm vor Jahrhunderten nicht gelungen war: die Welt zu unterjochen. Im Verborgenen wächst die Macht des Drachen, und die Menschen erkennen erst spät, dass sie mehr und mehr zum Spielball der Dunkelheit werden. Während die junge Königin Elena alles versucht, um ihr Volk zu schützen, erfährt der Barde Aidan, dass er eine ganz besondere Gabe besitzt, die im Kampf gegen den Drachen die entscheidende Rolle spielen könnte - den Gesang der Magie ...
    Der neue Roman von Bestsellerautor Christoph Hardebusch entstand beim gemeinsamen Fabulieren mit Van-Canto-Leadsänger Dennis Schunke, der mit seiner A-Cappella-Metalband die Geschichte um Aidan und Elena voller feuriger Stimmen und mystischem Gesang im Konzeptalbum »Voices of Fire« umgesetzt hat. »Man kann hier gar nicht sagen, ob unser Album nun die Musik zum Buch ist, oder der Roman das Buch zur Musik. Wir haben hier wirklich Hand in Hand gearbeitet. Unsere Kompositionen haben den Roman beeinflusst und umgekehrt. Wir haben eine eigene Welt erschaffen, es geht um konkurrierende Königreiche, um große Schlachten, um Drachen, Feuer und Barden. Nicht immer alles bierernst, aber es kracht an allen Ecken und Enden und ist großes Kopfkino, eigentlich wie Van Canto auch«, erklärt Leadsänger Sly, der gemeinsam mit Christoph Hardebusch die Rahmenhandlung des Romans entwarf. »Die enge Zusammenarbeit mit Van Canto hat zum einen viel Spaß gemacht, zum anderen war sie auch fordernd«, fügt Autor Christoph Hardebusch hinzu. »Beim Zusammenspiel kreativer Kräfte entsteht ein großes Ganzes, das mehr als nur die Summe seiner Teile ist. Geschichte und Musik waren von Beginn an Teil einer Einheit, haben sich gegenseitig beeinflusst und verstärkt.«“

    Meinung:
    Hier verbinden sich epische Musik, bedächtige Klänge, Gesang und Stimme zu einem Buch. Ein wahrhafter Tanz der Seiten und Saiten. So etwas habe ich noch nie zuvor so intensiv und ausgefeilt gelesen. Dieses Konzept geht auf. Außerdem finde ich, dass Sänger, wie auch Schriftsteller hier eine Symbiose eingegangen sind. In dieser Hinsicht und in diesen Erwartungen wurde ich definitiv nicht enttäuscht. Ein Hoch auf diese sensationelle Buchidee. Dieses Epos beginnt mit einem sehr verheißungsvollen Prolog, es lebt und entwickelt sich mit jeder Seite weiter. Ganz besonders überrascht war ich ob dem Umstand, dass hier neben den üblichen Fantasy Elementen und dem genretypischen Merkmalen, die weiblichen Rollen stark im Fokus stehen, besonders Elena, aber auch ihre Weggefährtinnen, besonders Kaleona, werden der Story Charme verleihen. Dazu wird, ja man glaubt es kaum, sogar eine kleine Liebesgeschichte serviert. Das ist selten, aber nicht weniger gut. Sehr starke, bemerkenswerte und überraschende Rollen. Die Charaktere reichen von Gut und Böse, von Schwach bis Stark, von Magisch bis Tödlich, von Dunkel bis Hell, von Bösartig zu Gutgesinnt, von Strategisch zu Kämpferisch, von Geheimnisvoll und offenbarend zu belehrend und mystisch, von menschlich zu fantastisch. Hier ist alles Vertreten und der Leser wird seinen Augen im Kopfkino nicht trauen können. Der Plot kommt mit wenigen Nebenhandlungen aus und zwei starke Handlungsstränge aus zwei Erzählperspektiven reichen aus, um diesen Fantasyroman abwechslungsreich und flammend voranzutreiben. Das Schicksal ist klar definiert, dennoch bleibt dem erschütternden Leser noch Raum zu einem letzten Funken Hoffnung und einem Wunder, welches diese Heldenreise annehmen könnte. Der gebotene Kompromiss ist jedoch annehmbar, wenn auch nicht ganz zufriedenstellend für mich. In „Feuerstimmen“ gibt es viele interessante Charaktere und Einflüsse, wobei das Rad der High-Fantasy nicht neu erfunden wurde. Ja, Feuerstimmen fordert den Leser dennoch stark heraus. Emotional, gewaltig, an die Grenzen bringend und beinahe zur Verzweiflung treibend. So ein Werk liest man nicht, man durchlebt und durchleidet es. Mit jeder Faser. Versprochen. Um jedoch alles ganz so intensiv zu fühlen, sollte man jedoch bitte Zeit und Muße mitbringen, denn es gibt auch einige zähe Passagen und Längen, die aber wieder nötig sind, um die Glut zu schüren und ein neues Feuer zu entfachen. Mein Ehrenwort. Für Fantasyliebhaber würde ich sogar für eine Lesepflicht eine Petition unterzeichnen und dafür einstehen!
    Trotz meiner Bewunderung und Begeisterung: Ja, es gab tatsächlich Kritikpunkte und Passagen, die mich gestört und verärgert haben. Aber das ist Kritik auf sehr hohem Niveau. Die zarte Liebesgeschichte zwischen Aidan und Elena ist ein wahres Highlight zwischen den vielen Kämpfen, der Action, der Machtspiele und der Düsternis.

    Nebenbei zieht sich die Musik wie ein seidenrotes Tuch durch das ganze Buch. Unglaublich fantastisch. Loben möchte ich hier auch die besonders intensive Auswahl an Gegnern, Gefahren und Kampfstrategien. Viele neue Charaktere bringen neue Facette und viel Potential. Es wird blutig, brutal, dunkel und herrschend. Grandiose Einflüsse, neue Emotionen, Erkenntnisse, Zauber und Magie. Neben vielen menschlichen Zügen geht es intensiver in die Welt der fantastischen Figuren, Drachen, Könige und Königinnen, aber nicht klischeehaft und abgenutzt, sondern neu entdeckt und inszeniert. Pluspunkt!

    Aidan nimmt neben Königin Elena hier viel Raum und Handlung ein. Hier habe ich mich schnell zurechtgefunden und die wechselnden Parts beider sehr genossen. Aidan, ein begabter Barde, der keiner mehr sein will, der eine schicksalhafte Vergangenheit hat, weil er große Schuld auf sich geladen hat und an dieser Last fast zerbrochen ist. Er ist nicht um Worte verlegen und hat immer den passenden Spruch auf den Lippen, der auch mal respektlos sein kann. Aidan ist gleichzeitig frech und nachdenklich, eine reizvolle Mischung, die mir sehr zusagt.

    Elena, die Königin, macht es den Lesern nicht ganz so leicht, sie anzunehmen. Elena wirkt zunächst sehr glatt und fast zu perfekt. Aber dieser anfängliche Schein trügt. Denn Elena ist zwar das Regiment gewöhnt, sie bettet sich aber im Verlauf der reise auch auf andere Kissen und wird menschlicher und weniger erhaben.

    So scheibenweise wie die Charaktere immer intensiver und tiefer werden, genauso entblätternd zeigt sich die Welt rund um diesen Epos der Feuerstimmen. Dass sich hier der Autor nicht noch selbst verlaufen hat, grenzt an ein Wunder. Diese Welt muss und sollte man mit jeder Zeile genießen und aufsaugen. Ein weiterer Bonus sind die Songtexte und Verse im Buch. Ebenso die vielen Zitate und Gedanken. Aufzeichnungen und Notizen die stets einen ganz bewegenden und nahen Einblick in diese Welt verschaffen. Eine absolut gelungene Gratwanderung, die mir doch gefällt und mich begeistert. Auf mehr als 490 dicken Seiten wird man in eine atemberaubende, kulissenhafte und filmreife Welt katapultiert und begibt sich auf verschiedenen Zeitebenen in ein riesiges Abenteuer mit Epik, Krieg, Kampf, Schlacht, Strategie, Hoffnung, Mystik und Befestigungsanlagen. Man merkt den beiden Initiatoren aus Leadsänger einer Band und dem Schriftsteller die ausgiebige Recherche und Verbundenheit zu diesem Meisterwerk an. Ein so komplexes Werk, mit vielen Figuren, Ereignissen, Fakten und Hintergründen so geschickt in seine Zusammenhänge zu präsentieren vermag großes Talent und Herzblut.

    Schreibstil:
    Den runden und flüssigen Schreibstil des Autors Christoph Heidebusch möchte ich loben. Er hat das Rad der Fantasy nicht neu erfunden, das nicht, aber er hat neue Speichen hinzugefügt und mit seinem Einfluss der Musik ein ganz besonderes Meiserwerk erschaffen. Und das nicht allein, denn hier arbeitete er Hand in Hand mit Dennis Schunke und erschuf eine Symbiose, die es so noch nie gab. Saiten oder Seiten? Das ist hier die Meisterfrage. Interessant finde ich Hardebuschs Mut, die Heldenrollen hier ganz präsenten und wichtigen weiblichen Figuren (vorrangig Elena und ihrer Begleiterin Karleonie) zuzuschreiben. Zwar wird man Aidan so etwas zurückstellen müssen, aber er bekommt aufgrund seiner lauten Worte genug gehör. Durch wechselnde Sichtweisen geschildert aus Elenas und Aidan Perspektive, bekommt dieser Epos einen Weitwinkel und hohe Intensität. Trotz der doch rasant wachsenden Anzahl an Figuren und Personen bleibt die Handlung klar und übersichtlich. Hier verweben die beiden Initiatoren gekonnt neue Figuren in die beiden Haupthandlungsstränge. Durch dezentes Aufgreifen von kurzen Sequenzen aus vorherigen Kapiteln, oder aus den vorangegangenen Leben der Charaktere, ruft der Autor wichtiges wieder in den stimmigen Momenten in Erinnerung und lässt den Leser dadurch immer aktuell mittendrin und im Bilde sein. Hochachtung für dieses Geschick, das weiß ich hier wirklich zu schätzen. Der Leser wächst und reift mit dem Buch, genau wie seine Charaktere, und baut seine Welt nach und nach mit den Seiten auf. Besser als jedes Rollenspiel!!!


    Schauplätze:
    Unter anderem das A und O in einer beeindruckenden Fantasy. Christoph Hardebuschs Ideenvielfalt, seine Darstellung und die wunderbaren Details untermalen die Einzigartigkeit, aber auch die Dramaturgie der entsprechenden Szenen, Passagen und Kämpfe hier im Werk. Dieses Buch ist um Längen düsterer und blutiger als manch anderer Eops, kann aber großen Größen sicherlich das Wasser reichen. Es gibt turbulente Kämpfe und strategische Feldzüge. Aber auch Emotionen werden heraufbeschworen und entladen sich in unbeschreiblicher Kulisse. Mut, Todesangst, Überwindung, Strategie und sogar eine besondere Liebe (?). Mit Feuerstimmen ist eine neue Welt erschaffen, die positiv an einen Rollenspiel erinnert. Es ruft beim Leser Bilder hervor und überzeugt durch viele Details. Seine Welt bringt der Autor seinen Lesern schon sehr früh nah und lässt sie stetig wachsen. Man spürt die Dunkelheit, die Gefahr aber auch die Möglichkeiten der Magie. Die leibhaftige Fantasy! Eine gelungene Welt, in der man sich als Leser rasch zurechtfinden kann, sich aber auch packend darin verliert und sich nur mit Hilfe der Protagonisten einen Weg bahnen kann.

    Zum Autor und den Initiatoren:
    "Christoph Hardebusch, geboren 1974 in Lüdenscheid, studierte Anglistik und Medienwissenschaft in Marburg und arbeitete anschließend als Texter bei einer Werbeagentur. Sein Interesse an Fantasy und Geschichte führte ihn schließlich zum Schreiben. Seit dem großen Erfolg seines Debüt-Romans „Die Trolle“ ist er als freischaffender Autor tätig. Christoph Hardebusch lebt mit seiner Frau in München."

    Mit der Heavy-Metal-A-Capella Band Van-Canto entstand dieser Fantasy Epos, der Musiksaiten und Buchseiten zum Schwingen bringt. Der Autor Hardebusch hat hier Hand in Hand mit dem Leadsänger Dennis Schunke gewirkt und die fesselnde und weitreichende Saga um Aidan und Elena zur Vollendung gebracht. Musikalbum »Voices of Fire« und Buch „Feuerstimmen“ verschmelzen zu einem grandiosen Feuerwerk.


    Cover:
    So aussagekräftig wie der gewaltige und mächtige Inhalt. Das Cover ist flammend, heiß, mystisch, brennend und symbolisch. Hochwertige Verarbeitung, ansprechende Haptik, angenehmes Schriftbild und tolles Design. Neben dem hochwertigen Papier gibt es zum Inhalt wunderbare Songtexte, Vignetten und Kapiteleinteilungen. Es ist ein fest dieses Buch anzuschauen und regelrecht zu erleben. Das Gewicht des Buches ist trotz seiner knapp 490 Seiten nicht auffällig schwer.

    Fazit:
    Ein gelungener Ritt in andere Welten. Ein atemberaubender Epos, der den Leser vergessen lässt, wo das Buch endet und die Musik beginnt. Hier klingen Saiten und Seiten. Fantastische 5 Sterne!

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    Hitikatuss avatar
    Hitikatusvor 2 Jahren
    Fantasyroman mit - für mich - neuer Art der Magie

    Story:
    Im Buch geht es um den Kampf gegen das Unbekannte. Auf den gesegneten Inseln bricht plötzlich das Chaos aus und die junge Königin muss ans Festland fliehen um eine Lösung für das Problem und somit Hilfe zu finden. Dort angekommen half sie, zusammen mit ihrer Leibwächterin, einer Gruppe Reisender, die von bösartigen Seewesen attackiert wurden. Diese Gruppe wurde angeführt von zwei Barden, zwei Kämpfern mit Erfahrung. Zu Viert suchten sie nach einer Lösung gegen diese dunkle Macht, die zeitgleich die gesegneten Inseln und die freien Baronien auf dem Festland bedrohte.

    Anmerkungen:
    Was mir persönlich gut gefallen hat, war die Zusammenarbeit mit der Band VanCanto, die passend zum Buch ein Musikalbum gemacht haben. Die im Buch vorkommenden Bardenlieder sind im Hörbuch nochmal zusätzlich vertont - ich glaube sogar noch umfangreicher als der Text im Buch, bin mir allerdings nicht sicher - sodass ich mir die CDs dafür noch nachträglich anschaffen werde.
    Des Weiteren geht es im Buch kämpferisch nicht nur um Schwert und Schild, Pfeil und Bogen und Magie, sondern auch um den Gesang der Barden, welcher eine eigene Form der Magie darstellt.
    Storytechnisch fand ich die Wendungen oft überraschend und somit gut gelungen.
    Von meiner Seite aus gibt es somit eigentlich nichts zu bemängeln.

    Fazit:
    Tolles Buch - Interessante Form der Magie - Tolle Musik
    Von mir 5 Sterne

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