Christoph Heiden

 4.4 Sterne bei 31 Bewertungen
Autor von Teufelsloch und Tod in Jena.
Christoph Heiden

Lebenslauf von Christoph Heiden

Christoph Heiden wurde in Berlin geboren. Derzeit lebt er in Berlin Lichtenberg. 2014 erschien im Emons Verlag sein Debüt "Teufelsloch". Der zweite Band der Henry Kilmer-Reihe erschien im Sommer 2016. Ein dritter Teil befindet sich in Arbeit ...

Alle Bücher von Christoph Heiden

Teufelsloch

Teufelsloch

 (21)
Erschienen am 07.10.2014
Tod in Jena

Tod in Jena

 (10)
Erschienen am 23.06.2016

Neue Rezensionen zu Christoph Heiden

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sommerleses avatar

Rezension zu "Tod in Jena" von Christoph Heiden

Was wird hier gespielt?
sommerlesevor 9 Monaten

"Tod in Jena" ist der zweite Band der Krimireihe um Henry Kilmer von Autor Christoph Heiden. Der Regionalkrimi aus Jena erschien 2016 im Emons Verlag.


Jena: Die Kommissare Henry "Samurai" Kilmer und Linda Liedtke ermitteln im Umfeld einer Theatertruppe. Ausgangspunkt ist ein Verkehrsunfall, bei dem das Opfer, eine angefahrene Fahrradfahrerin, die Tochter des Jenaer Bürgermeisters ist. Sie hatte K.o.-Tropfen im Blut und nun stellt sich die Frage nach dem Warum. Die Theaterleute lassen sich nur schwer hinter ihren Vorhang blicken. Ist hier ein fanatischer Regisseur am Werk oder sind andere Gründe im Spiel?


"Tod in Jena" ist nach "Teufelsloch" der zweite Fall für den eigenwilligen Henry Kilmer. Ich habe den ersten Band nicht gelesen, konnte aber ohne Vorwissen die Handlung gut verfolgen.

Rückblickend kann ich sagen, dass ich mich wie ein außenstehender Beobachter gefühlt habe. Bei manchen Krimis schlüpft man automatisch in die Rolle eines Ermittlers, das war hier nicht der Fall.

Durch den Unfall von Caroline kommen die ermittelnden Beamten Linda Liedke und Henry Killmer von K.o.-Tropfen auf einen ganz anderen Fall. Dabei führen die Untersuchungen Henry und Linda ins Theatermilieu. Es wird für sie eine umfangreiche Aufgabe, denn es gibt etliche Personen, die beim Theaterverein anwesend waren.

Mir hat die düstere Stimmung des Krimis gut gefallen und dazu passt der einzelgängerische Henry mit seiner schweigsamen Art auch sehr gut. Man erfährt von seiner Freundschaft zu Jasmin, die ihn aber auch nicht positiver macht. Ihm macht ein dunkles Geheimnis aus seiner Kindheit zu schaffen, er hat Alpträume und ist alles andere als ein positiver, fröhlicher Mensch. Seine Kollegin Linda ist berufserfahren und kann mit Henrys Art zwar persönlich nichts anfangen, kommt aber damit im Job einigermaßen klar. Sie sorgt sich um ihn und wirkt ein wenig wie ein Mutterersatz. Doch dafür ist nicht viel Zeit, denn bei dem Fall geht es gegen die Zeit. Der unkonventionelle Kollege Lennart Mikowski ist ebenfalls ein interessanter Typ, mit seiner optischen Erscheinung wirkt er fast wie ein Computer-Freak.

Es ist interessant, bei den Ermittlungen den Theaterleuten über die Schulter zu schauen und dank ihres perfekten Darstellervermögens, kann man sie nur schwer einschätzen und den wahren Charakter eher erraten als erkennen.

Der Autor bringt fesselnde, aber auch grausame Szenen in die Geschichte ein. Einige Foltermethoden sind für einen Krimi schon fast zuviel.

Auch wenn hier viel spektakuläre Dinge geschehen und ein Entführungsopfer richtig leidet, finde ich die Spannung nicht kontinuierlich hoch.

Der lockere Schreibstil liest sich gut, die knappen, fast wie Drehbuchanweisungen wirkenden Sätze lassen den Leser durch die Handlung fliegen und dennoch sind genügend bildhafte Elemente eingebaut. Ich kann mir die Story gut als Film vorstellen.


Christoph Heidens Krimireihe ist vielschichtig und zeigt eigenwillige Charaktere, deren Entwicklung ich gern weiter verfolgen möchte. Ob die Kripo in Jena bald wieder aktiv werden muss? Man wird sehen.

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tweedledees avatar

Rezension zu "Tod in Jena" von Christoph Heiden

gelungene Fortsetzung
tweedledeevor einem Jahr

Schauplatz Jena: Ausgerechnet die Tochter des Bürgermeisters wird von einem Auto angefahren, als sie zu nächtlicher Stunde mit dem Fahrrad unterwegs ist. Bei der Blutuntersuchung zeigt sich, dass Caroline K.o.-Tropfen intus hat. Henry "Samurai" Kilmer und Linda Liedke ermitteln, der Bürgermeister macht Druck. Caroline befand sich am Abend des Unfalls auf einer Feier des Theatervereins, für den sie arbeitet. Der Alptraum für die Ermittler, denn eine große Anzahl an Personen war bei der Feier zugegen, die alle verhört werden müssen. Bei den Ermittlungen stößt das Team dann noch auf eine ganz andere Geschichte....


"Tod in Jena" ist der zweite Fall für den eigenwilligen Henry Kilmer. Ich habe den ersten Band gelesen, denke aber dass man auch ohne Vorwissen gut in die Story einsteigen kann.


Die Stimmung ist düster, Kilmer wirkt in sich gekehrt, ist oft schweigsam, hat den Tunnelblick. Er ist immer noch der Einzelgänger, auch wenn er inzwischen eine platonische Freundschaft mit Jasmin pflegt. Schon im ersten Teil gab es Andeutungen zu einem Vorfall aus Henrys Kindheit, jetzt erfahren wir, was damals geschehen ist und was ihm so zu schaffen macht. Sein Gegenpart ist die mütterliche Linda Liedke, die sich wie eine Glucke um Henry sorgt. Zusammen sind sie inzwischen ein eingespieltes Team, sie ermitteln auf Hochtouren, denn letztlich ist es wieder einmal ein Spiel gegen die Zeit.


Ich fand es spannend, mehr über Henry, mehr zu seiner Vergangenheit zu erfahren, das macht ihn für mich jetzt greifbarer. Die Ermittlungen im Umfeld des Theatermilieus fand ich fesselnd, die Geschichte war bis zuletzt verzwickt. Einziger Kritikpunkt ist die Spannung, von der ich mir mehr gewünscht hätte. Die Spannungskurve steigt zwar öfters an, fällt aber wieder ab, bevor es so richtig spannend wird. Insgesamt gesehen ist "Tod in Jena" eine gelungene Fortsetzung, ich bin gespannt welcher Fall als nächstes auf Samurai Kilmer wartet.

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Huschdegutzels avatar

Rezension zu "Tod in Jena" von Christoph Heiden

Tolles Theater mit schrägen Ermittlern!
Huschdegutzelvor einem Jahr

Die Tochter des Jenaer Bürgermeisters wird das Opfer von K.o.-Tropfen. Ein dummer Zufall oder das Kalkül eines skrupellosen Verbrechers? Die Kommissare Henry Kilmer und Linda Liedke ermitteln im Theatermilieu, doch die Welt des Spiels und der Masken will ihre Geheimnisse nicht offenbaren. Was soll der Vorhang verhüllen: die Obsessionen eines Regisseurs? Eine perfide Intrige? Oder doch etwas ganz anderes?


Wie bereits im Vorgängerband "Teufelsloch" packte mich der Autor bereits in den ersten Seiten - um mich dann nicht mehr los zu lassen.


Das Ermittlerduo ist so ausgefallen, dass es aus der breiten Masse ähnlich heraus sticht wie vor Jahrzehnten Schimanski beim Tatort.
Nur dass Autor Christoph Heiden deutlich spannendere Fälle schreibt!


Sicher ist das Faible für düstere Geheimnisse und Mörder nicht jedermanns Sache - soll und muss es aber auch gar nicht.
Mich erreicht man eher mit ungewöhnlichen Menschen denn mit Otto-Normal-Verbrecher. oder dem Durchschnitts-Kommissar. Und auch mal mit ausgefallenen Foltermethoden!! 
Das ist wie mit Steaks ... manche mögen die eher gut durch, ich mag die lieber blutig.


Einige Dinge, die man bereits im ersten Teil der Serie rund um Kilmer erahnen konnte, werden hier gelüftet - wenn auch längst nicht alle und daher bleibt mir nur, mit Spannung auf das nächste Opfer zu warten!

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Gespräche aus der Community

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ChristophHeidens avatar
Liebe Krimifreunde, 


Ostern naht und nicht jeder gibt sich mit babylonischem Süßkram zufrieden. Wer Freude daran hat, während der Feiertage nach bitteren Erkenntnissen zu stöbern, kann hier den richtigen Krimi gewinnen. Ich verlose drei signierte Exemplare des Krimis "Teufelsloch". Ihr müsst nur eine Frage beantworten, und schon geht es in den Lostopf. 
"Wie heißt das Opfer der Prügelattacke im ersten Abschnitt?" (Bitte blendet eure Antworten/ Beiträge aus oder antwortet per Mail. Der Rest ist Vertrauen.) Die Verlosung endet am Sonntagabend. Die Gewinner bekommen dann ihre Exemplare am Anfang nächster Woche zugesandt. Ich wünsche allen viel Glück! Christoph Heiden
Zur Buchverlosung
ChristophHeidens avatar
Liebe Krimileser, 


anlässlich meines Romans "Teufelsloch" möchte ich Euch zu einer Leserunde einladen. Wenn Ihr Lust auf mysteriöse Charaktere und dunkle Gefilde habt, dann seid Ihr bei diesem Erstlingswerk an der richtigen Adresse. 

Zum Inhalt ist auf den einschlägigen Seiten schon genug gesagt worden. Ihr werdet auf der Verlagsseite von Emons oder direkt auf Amazon eine entsprechende Leseprobe finden. 

Der Emons-Verlag stellt 10 Exemplare zur Verfügung, und Ihr könnt Euch bis zum 21. 11. bewerben. Dann werden am Wochenende die Gewinner ermittelt und benachrichtigt, so dass wir in der darauffolgenden Woche die Leserunde starten können.

Ich kann Euch leider nicht versprechen, mich überall und zu jedem Thema einzubringen. Bekanntlich lässt sich die Größe eines Waldes nur schwer von seinem Innern aus ermessen. Darüber hinaus finde ich es viel spannender, wenn die Leser selbst in regem Austausch miteinander stehen. Und vielleicht auch miteinander diskutieren. 

Ich freue mich ungemein auf Eure Bewerbungen.

Christoph Heiden
Zur Leserunde

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