Christoph Keese

 4,2 Sterne bei 30 Bewertungen
Autor von Silicon Valley, Disrupt Yourself und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Christoph Keese

Christoph Keese, Jahrgang 1964, studierte Wirtschaftswissenschaften und absolvierte die Henri-Nannen-Journalistenschule. Für Axel Springer war er 2013 ein halbes Jahr in Palo Alto. Er ist einer der maßgeblichen Digitalisierungsexperten und ein gefragter Vortragsredner. 2014 erschien „Silicon Valley. Was aus dem mächtigsten Tal der Welt auf uns zukommt“. Für „Silicon Germany“ wurde Christoph Keese mit dem Deutschen Wirtschaftsbuchpreis 2016 ausgezeichnet.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Christoph Keese

Cover des Buches Silicon Valley (ISBN: 9783328100331)

Silicon Valley

 (24)
Erschienen am 12.09.2016
Cover des Buches Disrupt Yourself (ISBN: 9783328600336)

Disrupt Yourself

 (2)
Erschienen am 24.09.2018
Cover des Buches Silicon Germany (ISBN: 9783328101925)

Silicon Germany

 (2)
Erschienen am 13.11.2017
Cover des Buches Verantwortung jetzt (ISBN: 9783442154494)

Verantwortung jetzt

 (1)
Erschienen am 13.08.2007
Cover des Buches Silicon Valley (ISBN: 9783954713134)

Silicon Valley

 (0)
Erschienen am 22.09.2014
Cover des Buches Silicon Germany (ISBN: 9783837136852)

Silicon Germany

 (0)
Erschienen am 21.09.2016
Cover des Buches Disrupt yourself (ISBN: 9783837143713)

Disrupt yourself

 (0)
Erschienen am 24.09.2018

Neue Rezensionen zu Christoph Keese

Cover des Buches Silicon Valley (ISBN: 9783328100331)Buchmoments avatar

Rezension zu "Silicon Valley" von Christoph Keese

Silicon Valley
Buchmomentvor 2 Jahren

Der Anfang des Buches, also die Beschreibung der Lebensumstände im Silicon Valley, klingt erst einmal fast schon paradiesisch; viel Sonne und warmes Wetter, Busse sind für die Bürger gratis, viele reiche Menschen, die ihren Reichtum aber nicht heraushängen lassen und die im Vergleich zu ihren Möglichkeiten doch sehr bodenständig leben.

Bildung

Christoph Keese beschreibt eine Welt, in der sehr viel Geld in Bildung investiert wird. Familien spenden dort wirklich große Summen an Schulen. Dies ist ein Punkt, der mich doch sehr beeindruckt hat. Hier in Deutschland ist es ja eher so, dass ein Schüler schon großes Glück hat, wenn er ein Schulbuch erhält, dass noch keine 5 Jahre alt ist. Hier bei uns wird die Bildung einfach auf den Staat abgeschoben und die staatlichen Gelder, die Schulen erhalten, halten sich stark in Grenzen.

Ähnlich verhält es sich bei der Universität Stanford, diese Universität verfügt über ein jährliches (!) Budget von ca. fünf Milliarden Dollar. Die größte Hochschule in Deutschland ist die Universität Köln, die ein jährliches Budget von gerade einmal ca. 1/10 dieser Summe zur Verfügung hat. Allein ca. eine Milliarde Dollar gehen in Standford als Spenden ein.

Gründungen

Auch im Bereich der Gründungen gibt es erhebliche Unterschiede. So werden in Deutschland zum Beispiel jährlich ca. zwei Milliarden Euro an Wagniskapital aufgebracht, in den USA hingegen 64 Milliarden. Neun von zehn Start-Ups scheitern zwar, aber das zehnte hat dafür dann entsprechenden Erfolg. Auch die Hürden, um überhaupt das Geld zu bekommen, sind den USA viel niedriger. Von der Gründung bis zur Auszahlung des Kapitals kann es beispielsweise vorkommen, dass gerade einmal eine einzige Woche vergeht – in Deutschland unvorstellbar! Es gibt so wahnsinnig viele intelligente Menschen hier, von denen sehr viele sicherlich auch einige geile Ideen haben, deren Umsetzung ihnen aber aufgrund unserer Bürokratie und einer teilweise zu vorsichtigen Einstellung einfach enorm erschwert, bzw. sogar unmöglich gemacht werden.

Digitalisierung

Das große Thema „Digitalisierung“, das in Deutschland noch in den Kinderschuhen steckt, ist in den USA ebenfalls schon viel weiter. Alle haben sich vor einiger Zeit über den Satz „Das Internet ist Neuland für uns“ von Angela Merkel lustig gemacht. So unrecht hatte sie allerdings nicht. Internet ist mehr, als nur bei Facebook surfen und eine Pizza über eine App zu bestellen.

Mit der Digitalisierung kommen ganz neue Arbeitsformen auf uns zu. Selbst Bereiche, von denen wir es gar nicht denken würden – z. B. die Stromversorgung – können theoretisch völlig revolutioniert werden und vermutlich ist es lediglich eine Frage der Zeit.

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Cover des Buches Disrupt Yourself (ISBN: 9783328600336)ulrikerabes avatar

Rezension zu "Disrupt Yourself" von Christoph Keese

Digitalisierung - Gefahr oder Chance?
ulrikerabevor 2 Jahren

Ist mein Job in Gefahr? Bedroht die Digitalisierung das Berufsleben, wie wir es heute noch kennen? Oder ist die Digitalisierung vielmehr eine Chance für einen Wandel? Ja, ja und ja.

Christoph Keese beschreibt einleuchtend und eindringlich in seinem Buch Disrupt Yourself, wie die fortschreitende Digitalisierung das Arbeitsleben verändert. Er ermutigt Arbeitnehmer und Unternehmer gleichermaßen, aus alten Denkmustern auszubrechen. „Ich kann überleben“ ist das Schlagwort, auch wenn mein Job auf der Liste der aussterbenden Berufe steht. Nicht erst handeln, wenn es zu spät ist, herausfinden, was man erneuern kann. Ängste artikulieren, die utopischsten Kundenwünsche ernst nehmen.  Anhand vieler Fallbeispiele und eigener Erlebnisse des Autors bringt Keese die Problematik nahe und bietet einiges an Lösungsvorschlägen. Richtig gut fand  ich die kurze Zusammenfassung am Ende jedes Kapitels zur Verinnerlichung der Quintessenz.

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Cover des Buches Disrupt Yourself (ISBN: 9783328600336)M

Rezension zu "Disrupt Yourself" von Christoph Keese

Digitalisierung als Bedrohung, Chance und einfach auch Fakt
michael_lehmann-papevor 3 Jahren

Digitalisierung als Bedrohung, Chance und einfach auch Fakt

Wenn man sich vor Augen führt, wie kurz die zeitliche Strecke von Smart-Phones, Social Media, Tablets und allgemeiner Vernetzung im Blick auf die gesamte Zivilisationsgeschichte eigentlich ist und damit sich klar macht, welch immense und rasante Geschwindigkeit der digitale Wandel bereits mit sich gebracht hat, dann ahnt man, wie schnell „die Zukunft“ in dieser Hinsicht bereits Realität werden wird. Mit allen Möglichkeiten, mit allen bedrohlichen Szenarien und auf jeden Fall mit weiteren, Person und Gesellschaft betreffenden, umwälzenden Veränderungen.

So rasch liegt diese Geschwindigkeit vor, dass es Mühe macht, mitzukommen, „auf der Höhe“ zu bleiben. Was bis dato eher „reaktiv“ sich vollzieht in Form einer Anpassung an die neuen Möglichkeiten. Was nicht unbedingt auf Dauer gut tut und zufrieden macht, immer nur „hinter her zu hecheln“.

Genau in diese Kerbe setzt Keese an. Flüssig geschrieben, sehr verständlich, sachkundig ist es sein (am Ende erfolgreiches) Interesse, dem Leser Möglichkeiten konkret und mögliche Haltung im allgemeinen Sinne an die Hand zu geben, sich den sich vollziehenden Veränderungen aktiv antegenzutreten und einfach auch Vorsorge zu tragen, gerade im Blick auf die ökonomischen Veränderungen der Arbeitswelt, die all das bereits mit sich bringt und noch mehr mit sich bringen wird. Was schon am weltweiten „Abschmelzen der Mittelschicht“ aktuell gut zu beobachten ist und in der Ersetzung menschlicher Arbeitskraft durch nun die AI und KI noch lange nicht voll im Lauf sich befindet.

Denn die Überschrift bereits über dem ersten Kapitel gibt die Richtung des Werkes vor und ist eher als kleine Provokation zu verstehen denn als einfacher Fakt:

„Mein Job verschwindet, und ich kann nichts dagegen tun“.

Was in Bezug auf den konkreten Job stimmen mag, aber nicht in Bezug auf die allgemeine Richtung des eigenen Lebens präventiv, bevor der eigene Job nicht mehr gefragt sein wird.

Wovon der Autor als gelernter „Print-Journalist“ natürlich bestens zu berichten versteht, denn schon seit mehr als 20 Jahren ist die Verlagerung aus dem Print Bereich hin in die Online-Welt bestens zu betrachten.

„Früher brauchte man Millionen, um einen Verlag zu gründen,,,,,,,,. Heute geht das fast kostenlos“. Als nur ein Beispiel unter vielen klassischen Arbeitsbereichen, die schon länger unter Druck stehen und denen noch viele andere Bereiche folgen werden.

Was tun? Das steckt im Titel des Buches bereits im Ansatz.

„Mein Beruf ist disruptiert worden…ihnen muss es nicht genauso ergehen wie mir, wenn sie die Gefahr früh genug erkennen. Disruot yourself bedeutet, erfinden sie sich neu, bevor es jemand anders für sie tut“.

Und wie? Dem geht Keese strukturiert und detailliert Kapitel für Kapitel im Buch nach.

Was genau zur rechten Zeit nun zu lesen ist, denn ungefähr die Hälfte der aktuellen Arbeitsplätze und ein Großteil der gegenwärtigen Firmen werden in der aktuellen Form über kurz oder lange verschwinden.

Natürlich klingt das zunächst bedrohlich und ebenso ehrlich verweist Keese den Leser darauf hin, dass es nicht ein paar kleinen Stellschrauben getan ist, sondern „Disruption bedeutet also grundlegende Veränderung und Neuerfindung und Neuanfang“. Darin macht Kesse dem Leser nichts vor, darin liegt, natürlich, auch zunächst eine existenzielle Bedrohung, aber, und das ist der konstruktive Teil des Buches, es ist möglich und Kesse vermittelt wichtige Informationen, wie das gehen könnte.

„Das ist zwar eine Zumutung (wie eine Art erzwungener nochmaliger pubertärer Selbstfindung), doch sie kann auch neue Chancen eröffnen“. Chancen, für die es sich überaus lohnt, dieses Buch mit seinen vielen auch griffigen, persönlichen Beispielen, zu lesen. Was sich schon an der zunächst bedrängenden Liste des „Lexikons der aussterbenden Berufe“ eindeutig zeigt.

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