Christoph Kucklick

 4,4 Sterne bei 27 Bewertungen

Lebenslauf von Christoph Kucklick

Christoph Kucklick, Jahrgang 1963, ist promovierter Soziologe und Journalist. Der Chefredakteur der GEO schrieb vorher unter anderem für Die Zeit, Brand eins und Capital. Seine Dissertation Das unmoralische Geschlecht ist bei Suhrkamp erschienen. Kucklick lebt in Hamburg.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Christoph Kucklick

Cover des Buches Die granulare Gesellschaft (ISBN: 9783548376257)

Die granulare Gesellschaft

 (5)
Erschienen am 14.03.2016
Cover des Buches GEO Special / 06/2008 - Magische Orte (ISBN: 9783570198117)

GEO Special / 06/2008 - Magische Orte

 (3)
Erschienen am 03.12.2008
Cover des Buches GEO Special / 03/2009 - Berlin (ISBN: 9783570198667)

GEO Special / 03/2009 - Berlin

 (2)
Erschienen am 03.06.2009
Cover des Buches GEO Special 05/2005 - London (ISBN: 9783570195635)

GEO Special 05/2005 - London

 (2)
Erschienen am 05.10.2005
Cover des Buches GEO Special / GEO Special 05/2014 - Hawaii (ISBN: 9783652003056)

GEO Special / GEO Special 05/2014 - Hawaii

 (1)
Erschienen am 01.01.2015

Neue Rezensionen zu Christoph Kucklick

Cover des Buches Die granulare Gesellschaft (ISBN: 9783548376257)L

Rezension zu "Die granulare Gesellschaft" von Christoph Kucklick

Die Zukunft der digitalen Menschheit
LevMatroskinvor 5 Jahren

Wir alle sind vernetzt, wir sind mobil, wir sind ständig online. Unsere Daten sind so zahlreich und präzise wie nie und fast für jeden Menschen, jedes Unternehmen, jeden Computer einsehbar und auswertbar. Welche Auswirkungen hat das auf uns? Auf unsere Gesellschaft? Auf die Gesetze? Hat Datenschutz überhaupt noch wert, wenn jeder zu jedem Zeitpunkt Daten produziert und in die Welt hinaus speit? Stellen sie vielleicht sogar eine Chance dar, uns selbst besser zu verstehen, unsere Umwelt besser zu machen, eine ganz neue Form der Gesellschaft aufzubauen?
Kuhklick zeichnet, ohne Vorurteile und fast bewertungsfrei eine Zukunft des digitalen Menschen. Wie sich sein Selbstbild verändern wird, in welcher Beziehung er zu Computern und Maschinen stehen wird und wie die Umwelt auf ihn und wirken wird und er zurück. 
Ein wichtiges Buch, das ich jedem ans Hirn lege.

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Cover des Buches Die granulare Gesellschaft (ISBN: 9783550080760)M

Rezension zu "Die granulare Gesellschaft" von Christoph Kucklick

Gesellschaftliche Gefahren der Digitalisierung
michael_lehmann-papevor 7 Jahren

Gesellschaftliche Gefahren der Digitalisierung

Weniger um ganz konkrete Gefahren des Internet (Selbstvermessung, Monopolisierung, Datenkriminalität, Selbstentblößung, Informationsdichte, Geschwindigkeit und vieles mehr) geht es Kucklick in seiner fundierte, grundsätzlichen Betrachtung und Bewertung (auch wenn er vielfach immer wieder konkrete Beispiele aus dem „Alltag mit dem Internet“ auch kritisch benennt).

Sein Blick geht über das einzelne „Symptom“ hinaus und richtet sich auf den „Kern“, das „Dahinterliegende“ und die Folgen einer zunehmenden Nutzung, zunehmenden Implantierung des Internet in den Alltag und die damit einhergehende Vereinzelung in der Gesellschaft, die „Auflösung der Wirklichkeit“ als Ganzes, die zunehmende Ungleichheit in den Zugangskompetenzen.

Da, wo der „Klebstoff“ des Sozialen, die „feste Masse“ ihre Bindungskräfte verliert, ein treffend gewähltes Bild von Kucklick, entsteht „Granulat“, voneinander getrennte, in sich abgeschlossene, einzelne Elemente. Und je mehr die Digitalisierung fortschreitet, desto mehr Daten sammeln sich über Individuen und desto feinkörniger wird das Granulat.

„Wir erleben eine neue Auflösung………………Diese neue Auflösung (im Sinne präziserer Daten) erzeugt eine neue Welt“.

Diese Analyse der Entwicklung der „digitalen Gesellschaft“ führt Kucklick dabei sehr fundiert, überzeugend und sehr plastisch in der Form im Buch aus. Seine Einlassungen lesen ich flüssig und, wie bei „Felix und seine Diabetis“ an praktischen Beispielen dargestellt, die das Verständnis des Lesers stark erleichtern ohne an der nötigen Tiefe der Fakten Abstriche in Kauf nehmen zu müssen.

Ein „Leben in zwei Welten“, einer analogen „groben“ und einer „digitalen“ (auf Retina-Bildschirmen digital geschärften und vermessenen) führt Kucklick dabei zunächst eingängig vor Augen und verweist auf das dahinter liegende Problem. Das „Verrücken“ des „analogen“ sozialen Lebens hinein in eine digitale Welt.

Bis man es fast selber glaubt, dass man nicht mehr ein analoger Mensch mit Widersprüchen, Ecken und Kanten als Teil eines analogen, größeren Ganzen ist, sondern sich als „Summe seiner Daten“ beginnt, zu begreifen.

„Papier-Felix“, wie Kucklick es im Bild benennt als eine Art „grobes“ Bild einer Persönlichkeit mit vielen „schwarzen Gegenden“, bewertet anhand eines „Durchschnitts“ und „Digital-Felix“ als losgelöstes „vermessenes“ individuelles Element, für das „der Durchschnitt“ an Befindlichkeiten und Werten nicht mehr herangezogen wird.

Mit den Folgen einer bis dato nicht gekannten „Differenzierung“ (radikale Vereinzelung durch immer stärker und fein justierte Kenntnis der Unterschiede untereinander), „Intelligenz“ (die massive Umverteilung von Wissen durch Nutzung intelligenter und immer intelligenter werdender Maschinen, die nicht jedem in gleicher Weise zugänglich sind) und „Kontrolle“ (unter sozialer Neu-Bewertung, als „aus-gedeutete“ Individuen).

Schritt für Schritt geht Kucklick diesen drei Elementen nach, weist immer wieder auf die „Granulierung“ als Kern der Digitalisierung hin und führt den Leser so Schritt für Schritt in die Frage, wie sich eine Gesellschaft als Demokratie und als „Solidargemeinschaft“ tatsächlich „neu erfinden“ muss angesichts dieser gewaltigen Veränderung tradierter Lebensformen.

Keineswegs esoterisch oder künstlich bedeutungsschwanger ist Kucklick hier zu verstehen, sondern die Erfahrungen des Alltages und der Blick auf die gefährdete politische Stabilität verweisen alleine schon darauf hin, dass diese Gedanken zur gesellschaftlichen Lebensveränderung durch technische Innovationen umgehend ernst genommen und ausführlich diskutiert werden sollten.

Eine interessante, spannende, sehr erhellende, durchaus auch bedrohliche Lektüre über den Scheideweg einer digitalen Gesellschafts- und Lebensform und mit kreativen Angeboten zur Entwicklung in der nahen Zukunft, wie allein schon die nähere Analyse moderne Computerspiele zeigt.

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Cover des Buches GEO Special / GEO Special 03/2013 - Provence (ISBN: 9783652001915)S

Rezension zu "GEO Special / GEO Special 03/2013 - Provence" von Christoph Kucklick

Macht Lust auf Südfrankreich und zeigt die schönsten Seiten
sabatayn76vor 7 Jahren

Ich kenne verschiedene Regionen der Provence und der Côte d'Azur und war beim Lesen des GEO-Heftes gerade in der Provence.

Da ich viele der beschriebenen und bebilderten Orte selbst bereist habe, kann ich sagen, dass den Autoren eine wirklich tolle Auswahl gelungen ist und dass hier unglaublich schöne Flecken der Provence und Côte d'Azur vorgestellt werden. Dabei sind die Bilder großartig und inspirieren zum Fotografieren und zum Entdecken. Auch die Texte haben mir gut gefallen - hier habe ich viel Bekanntes, aber auch sehr viel Neues gefunden und gelernt.

Ich empfand das GEO-Heft trotz verschiedenster und sehr breiter Themen (Gärten, Calanques, Dörfer, Essen, Cannes etc.) als ziemlich fokussiert auf Marseille (Kulturhauptstadt Europas 2013), was mir aber gut gefallen hat, da ich Marseille noch nie bereist und bisher eher einen Bogen um die Stadt gemacht habe. Die Marseille-Artikel machen Lust auf die Metropole und haben meine Neugier geweckt - wer weiß, vielleicht verschlägt es mich nun doch einmal in die Stadt.

Mein Resümee:
Wer die Provence / Côte d'Azur noch gar nicht kennt, erhält hier viele Anregungen, wo man die schönsten Orte findet. Und wer Südfrankreich bereits bereist hat, bekommt dennoch viele neue Infos und Reisetipps. Sehr empfehlenswert!

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