Die Uralte Metropole - Lumen

von Christoph Marzi 
4,4 Sterne bei329 Bewertungen
Die Uralte Metropole - Lumen
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

Kuekis avatar

Ein wundervoller Abschluss. Ich kann einfach nicht genug bekommen. Fragen Sie nicht.

Treat2402s avatar

Hat mir nicht so gut gefallen wie die Vorgänger... Schade

Alle 329 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Die Uralte Metropole - Lumen"

Nach »Lycidas« und »Lilith« findet die märchenhafte Geschichte um Emily und ihre Gefährten in »Lumen« ihren atemberaubenden Höhepunkt – einmal mehr verwebt der Autor die viktorianische Atmosphäre eines Charles Dickens mit dem Zauber von Harry Potter Mysteriöse Gestalten huschen durch die Winternacht, Menschen verschwinden vom Angesicht der Erde und fremde Nebel suchen die Stadt der Schornsteine heim. Erneut muss das Waisenmädchen Emily, begleitet von ihrem Mentor, dem mürrischen Alchemisten Wittgenstein, in die geheimnisvolle Welt unterhalb Londons hinabsteigen und der Spur eines dunklen Rätsels folgen. Alle Zeichen deuten nach Prag, der düsteren Stadt mit dem Tor zur Hölle ... Doch bevor Emily ihre Geschichte beenden kann, trifft der gefallene Engel Lycidas eine schicksalhafte Entscheidung, glaubt Emilys Freundin Aurora, Tote zu sehen, und muss Emily selbst einen gefährlichen Weg gehen, um die zu retten, die sie liebt ...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783453529120
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:797 Seiten
Verlag:Heyne
Erscheinungsdatum:12.03.2012

Rezensionen und Bewertungen

Neu
4,4 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne183
  • 4 Sterne102
  • 3 Sterne35
  • 2 Sterne4
  • 1 Stern5
  • Sortieren:
    Mizuiros avatar
    Mizuirovor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Sprachlich richtig schön und außerdem sehr spannend. Ein wunderbarer Abschluss von Emilys Geschichte. Und das Ende... DAS ENDE!!! :)
    "Ich bin begeistert und ja, ich habe auch geweint."

    Erst das Offensichtliche: Das Cover meiner Ausgabe von Lumen passt schön in die Reihe und ist genauso hübsch wie das der ersten beiden Teile. Irgendwo habe ich es ja schon geschrieben,... Das Cover war ausschlaggebend dafür, dass ich den ersten Teil gekauft habe... Das kann schon einiges ausmachen...
    Die Figuren in Lumen sind uns größtenteils schon aus Lycidas und Lilith bekannt. Emily ist jetzt  achtzehn und schon das mag ich an der Reihe sehr. Dass man als Leser mit den Figuren älter wird. So hängt man noch ein Stück mehr an ihnen. Leider ist man dann noch trauriger wenn man das Buch beendet hat...
    Auch sonst ist das Buch übrigens eine gelungene Fortsetzung seiner Vorgänger. Und ich meine sehr, sehr gelungen. Meistens finde ich es ja extrem schwierig Mehrteiler zu lesen. Da ist zwischen Teil X und Teil Y dann eine Menge Zeit vergangen und man kann sich nicht mehr gut erinnern und viele Autoren lassen einen diesbezüglich dann ja auch ziemlich im Regen stehen.Nicht so bei Lumen! Immer wieder werden Bezüge zu den vorigen Bänden hergestellt, Personen bzw. Ereignisse ins Gedächtnis gerufen und Zusammenhänge erklärt. Und zwar in perfektem Ausmaß. Es ist nicht so, als würde man eine gesamte Zusammenfassung des bisher geschehenen auf 100 Seiten wiedervorgekaut bekommen, aber man wird eben auch nicht einfach so in die Handlung geworfen. Die Gedächtnisstützen sind unauffällig und unaufdringlich im Buch verteilt, sie helfen, aber stören nicht. Perfekt! 
    Der Schreibstil Marzis ist auch in Lumen ganz, ganz großartig wunderbar literarisch und schön passend. Unter anderen Umständen wäre mir der Stil vielleicht zu pathetisch vorgekommen, aber.. ich weiß auch nicht... Master Wittgenstein darf das. Tatsächlich glaube ich, dass es an dem mürrischen Erzähler selbst liegt, dass mich dieser Stil nicht stört. Große Worte und sich wiederholende Wendungen passen einfach zu ihm. Aber fragt nicht mich... 
    Dazu kommen wieder die altbekannten großartigen intertextuellen Verweise, die einem aus jeder Zeile entgegenhüpfen und die ich so liebe! Irgendwann werde ich die Bücher noch einmal lesen und allen Verweisen auf den Grund zu gehen versuchen... Eine schöne Aufgabe fürs hohe Alter.
    Was soll ich noch sagen... Ich bin einfach so richtig begeistert von diesem Buch. Perfekter Stil, perfekte Spannung und das Ende... DAS ENDE!!! Ich bin immer noch ganz fertig...Ich mache es einfach kurz: Ich gebe dem Buch fünf Punkte, was sogar mehr ist, als ich dem zweiten Teil gegeben habe. Auch wenn beide Teile gleichermaßen spannend und sich im Prinzip sehr ähnlich sind, hat mich Lumen weniger verwirrt als Lilith. Die Handlung war eine Spur besser nachzuvollziehen und Lumen hätte in Wahrheit sowieso gleich zehn punkte verdient.
    Fairerweise möchte ich am Schluss noch anmerken, dass bestimmt nicht jeder die Uralte-Metropole-Reihe mögen wird. Der Schreibstil ist schon sehr eigen, weil ziemlich verschachtelt und die Handlungsstränge sind so verworren, das mag man... oder man mag es nicht. In jedem Fall ähneln sich die drei Teile sehr und ich wage zu behaupten: Wer Lycidas nicht gemocht hat, dem werden auch Lilith und Lumen nicht gefallen. Alle anderen sollten Lumen auf alle Fälle eine Chance geben!

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    PMelittaMs avatar
    PMelittaMvor 4 Jahren
    Besser als die Vorgänger

    In London geht ein Nebel um, der Menschen zu lebenden Marionetten macht. Wer hat ihn geschickt und warum? Emily Laing trifft das Schicksal besonders hart, denn sie erleidet persönliche Verluste. Und so macht sie sich wieder einmal mit ihrem Mentor Wittgenstein und ihrer Freundin Aurora auf, das Rätsel zu lösen …

    Seit dem vorhergehenden Band sind wiederum 2 Jahre vergangen, Emily ist nun 18 Jahre alt. Ein Alter, in dem man durchaus auch zärtliche Bande knüpft – wie es ja in „Lilith“ auch schon angedeutet wird. Der Roman bleibt zwar der Düsternis verhaftet, aber wir erleben auch viel Romantik (sogar Wittgenstein bekommt seinen Teil ab!), wer die Trilogie kennt, kann sich aber schon denken, dass diese nicht nur mit Glückseligkeit gepaart ist.

    Wieder trifft man viele alte Bekannte, es gibt aber auch einen neuen interessanten Charakter: Tristan Marlowe, der Maurice Micklewhites Stellung im Britischen Museum eingenommen hat. Mir hat er sehr gut gefallen, auch er hat seine Geheimnisse und lange weiß man nicht, auf welcher Seite er steht (obwohl es für mich da gar keine Zweifel gab).

    Emily ist zwar jetzt 18, wirkt aber nicht wirklich so, sie benimmt sich oft kindisch und ihrem Alter nicht angemessen. Das auf das zu schieben, was sie schon erlebt hat, halte ich für nicht richtig, denn Aurora hat sicher ähnlich viel erlebt und wirkt deutlich reifer. Es ist wohl eher eine Charakterfrage. Ich finde es schade, dass die Hauptprotagonistin für mich keine Identifikationsmöglichkeit bietet, mir noch nicht einmal wirklich sympathisch ist.

    Was für mich auch hier wieder ein großes Problem ist, ist Marzis Erzählstil. Weniger die altmodische, altertümlich wirkende Sprache ist es, die ich nicht mag, denn die passt gut zu Wittgensein, der auch hier wieder der Erzähler ist, sondern die philosophisch, poetisch anmutenden, in meinen Augen schwülstigen und oft kitschigen, zudem platten Sätze, mit denen oft die Kapitel begonnen werden und die auch sonst öfter eingestreut sind. Und gerade diese werden auch hier wieder mehrmals, in meinen Augen viel zu oft, wiederholt. Nachdem ich z. B. mehrmals „Die Welt ist gierig“ lesen musste, konnte ich es einfach nicht mehr sehen …

    Insgesamt hat mir dieser Band besser gefallen als „Lycidas“ und „Lilith“, im letzten Drittel herrscht echte Spannung und da mag die Geschichte richtig gern.

    Der Abschlussband von Marzis Trilogie greift einige Fäden aus den vorhergehenden Bänden wieder auf und verknüpft sie, teilweise in ganz unerwarteter Weise, einige bisher noch ungeklärte Fragen werden beantwortet und die Geschichte zu einem einigermaßen gelungenem Ende geführt, auch wenn, meiner Meinung nach, noch einiges ungeklärt bleibt. Der Autor hat wieder einige Figuren aus Legende, Geschichte und Literatur bemüht, so spielen z. B die Plejaden eine kleine aber bedeutende Rolle, außerdem tritt u. a. Gregor Samsa, den man von Kafka kennt, auf.

    Ich vergebe 3,5 Sterne, die ich, wie immer, aufrunde.

    Kommentieren0
    21
    Teilen
    Ein LovelyBooks-Nutzervor 5 Jahren
    Christoph Marzi - Lumen

    Kurzbeschreibung: 
    Mysteriöse Gestalten huschen durch die Winternacht, Menschen verschwinden vom Angesicht der Erde und fremde Nebel suchen die Stadt der Schornsteine heim. Erneut muss das Waisenmädchen Emily, begleitet von ihrem Mentor, dem mürrischen Alchemisten Wittgenstein, in die geheimnisvolle Welt unterhalb Londons hinabsteigen und der Spur eines dunklen Rätsels folgen. Alle Zeichen deuten nach Prag, der düsteren Stadt mit dem Tor zur Hölle ... Doch bevor Emily ihre Geschichte beenden kann, trifft der gefallene Engel Lycidas eine schicksalhafte Entscheidung, glaubt Emilys Freundin Aurora, Tote zu sehen, und muss Emily selbst einen gefährlichen Weg gehen, um die zu retten, die sie liebt... *Quelle*

    Zum Autor: 
    Christoph Marzi, Jahrgang 1970, wuchs in Obermendig nahe der Eifel auf, studierte in Mainz und lebt heute mit seiner Familie im Saarland. Seit dem großen Erfolg seiner Saga um die Uralte Metropole (Lycidas, Lilith, Lumen und Somnia) ist er einer der erfolgreichsten deutschen Phantasik-Autoren.

    Meinung: 
    Lumen ist der 3. Band der Uralte Metropole-Reihe, daher besteht beim Weiterlesen Spoilergefahr!

    Wieder geschehen mysteriöse Dinge in London: Ein Nebel geht um, der sich der Menschen bemächtigt und sie zu willenlosen Kreaturen werden lässt, zeitgleich setzt in manchen Gebieten eine Dürre ein, die alles zu Staub zerfallen lässt. Die beiden verfeindeten Häuser Manderley und Mushroom scheinen diese beiden Katastrophen herbeigerufen zu haben, im ewigen Kampf gegeneinander. Emily Laing und Aurora Fitzrovia müssen wiederum in die Uralte Metropole hinab, um London zu retten.

    Es gilt, Lycidas zu finden, denn er allein weiß, wie die Stadt vor größerem Schaden bewahrt werden kann. Emily macht sich indes zusammen mit Wittgenstein und Tristan Marlowe, dem Nachfolger des verstorbenen Maurice Micklewhite, auf eine gefahrvolle Reise nach Prag, wo sie ebenfalls eine Spur verfolgen, die helfen könnte...

    Christoph Marzi hat es auch mit dem 3. Teil der Uralte Metropole-Reihe geschafft, mich wieder für die Welt um Emily Laing zu begeistern. Mit Tristan Marlowe wird ein neuer interessanter Charakter eingeführt. Dieser hat die Nachfolge des toten Maurice Micklewhite angetreten und ist ebenso ein Trickster wie Emily und Mortimer Wittgenstein, doch auch ein etwas undurchschaubarer Mann. Ist er wirklich so loyal, wie er sich gibt oder arbeitet er vielleicht im Insgeheimen doch für Mushroom Manor?

    Emily Laing hat derweil mit ihren Gefühlen zu kämpfen, die sie für Adam Stewart, den sie in Lilith kennen- und liebengelernt hat, empfindet. Über Mortimer Wittgenstein erfährt der Leser nun auch endlich etwas mehr was seine Herkunft und seinen Werdegang betrifft.

    Somit bekommt man es mit altbekannten und liebgewonnenen Figuren genauso zu tun wie auch mit neuen, die nicht minder interessant sind. Phantastisch und faszinierend kann man wiederum die Erzählweise und den Schreibstil Christoph Marzis beschreiben. Vermag er bereits London in einem besonderen Licht und einer Atmosphäre zu beschreiben und erscheinen zu lassen, steht Prag, der zweite Handlungsort des Buches, in keinster Weise nach.

    Mit diesem Buch fühlte ich mich erneut sehr wohl, da man gar nicht anders kann, als in diese Geschichte zu versinken, die sehr tiefsinnig und komplex ist, aber auch die Spannung nicht zu kurz kommen lässt. Ich freue mich bereits auf den letzten BandSomnia, bedauere es aber auch gleichzeitig, da die Reihe sich nun langsam dem Ende nähert.

    Fazit: 
    Lumen kann genauso begeistern wie seine Vorgänger. Eine wiederum faszinierende Geschichte, die durch Komplexität besticht und deren Charaktere man nicht so schnell vergisst.

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    MrsFoxxs avatar
    MrsFoxxvor 5 Jahren
    Die Welt ist gierig...

    ... und manchmal verschlingt sie Liebende mit Herz und Verstand. 
    Emily Laing, die glaubte ihren Himmel gefunden zu haben muss dies schmerzhaft erfahren. Adam Stewart verlässt London, um in Paris Geld mit seiner Musik zu verdienen. Und damit verlässt er auch Emily Laing, die niemals wieder die Seine-Metropole betreten möchte. Doch das Schicksal hat noch mehr schlechte Nachrichten für die junge Trickster: Nach zwei Jahren Aufenthalt stirbt ihre Mutter im Moorgate-Asylum. Nebel haben Mia Manderley getötet. Jene Nebel, die ganz London unsicher machen und jeden, den sie berühren in Besitz und somit seinen Willen nehmen. Der Uralte Hass zwischen den beiden großen Häusern ist erneut öffentlich entbrannt und Emily steigt mit ihrem Mentor Wittgenstein und Aurora Fitzrovia erneut in die Uralte Metropole hinab, um Lycidas zu finden und somit London zu retten. 

    Dieses Mal verschlägt es die mittlerweile 18jährige Emily Laing aus Rotherhithe nicht nur in die Uralte Metropole Londons, sondern auch nach Prag. Viele der liebgewonnenen Personen aus den ersten beiden Bänden sind wieder mit von der Partie. Und die Bösewichte natürlich auch. Frischen Wind erhält die Geschichte durch Tristan Marlowe, der Maurice Micklewhites Posten in der Bibliothek nachbesetzt hat. 
    Doch mehr denn je gilt für Emily und Wittgenstein: Es ist niemandem zu trauen. Und damit webt der Autor geschickt ein irreführendes und spannendes Katz und Maus-Spiel für seine Leser. 
    Es war mir wieder eine große Freude, zusammen mit Emily die fantastische Welt der Uralten Metropolen zu betreten. Und Emily, deren Leben nicht so verlaufen ist, wie sie es sich erhofft hatte, wirkt authentischer denn je. 
    Und endlich erfährt man auch mehr über Mortimer Wittgenstein, der sich in "Lycidas" und "Lilith" ja eher bedeckt gehalten hatte, was seine Vergangenheit betraf. 

    Wie auch schon bei "Lilith" möchte ich betonen, dass es sich wirklich empfiehlt, die Uralten Metropolen der Reihe nach zu lesen. Zu viel Information und Zauber ginge ansonsten dadurch verloren. 

    Fazit: Dieses Buch lies mich wieder von der ersten Seite an mit den Hauptcharakteren mitfiebern. Eine absolut gelungene Fortsetzung der Geschichte um Emily Laing. 

    Reihenfolge: 
    - Lycidas 
    - Lilith 
    - Lumen 
    - Somnia 
    - zwei Kurzgeschichten aus Nimmermehr

    Kommentieren0
    13
    Teilen
    SomeBodys avatar
    SomeBodyvor 6 Jahren
    Rezension zu "Lumen" von Christoph Marzi

    „Lumen“ ist der wundervolle 3. Teil der abenteuerlichen Saga rund um das Waisenmädchen Emily Laing, in dem sich alle Geheimnisse lüften und am Ende neue Geschichten entstehen. Marzis Schreibstil ist gewohnt flüssig, gewitzt, charmant und hier vor allem temporeich und spannungsgeladen. Fazit: Dank wunderbarem Ideenreichtum und liebenswerter Protagonisten ein großartiges Werk, welches den Leser zu entführen weiß!

    Kommentieren0
    6
    Teilen
    R
    Rahel1102vor 7 Jahren
    Rezension zu "Lumen" von Christoph Marzi

    Emily, nun 17 Jahre jung ist zum ersten mal in ihrem Leben glücklich. Ihr Mentor Wittengentstein hat das Mädchen bei sich aufgenommen und unterricht sie in der Kunst der Alchimie. Er ist für sie wie ein Vater und auch Mortimer Wittengenstein sieht in Emily einen Tochter, weshalb er sie vor der strengen Direktorin Miss Moonflathers schützt, die Emilys Trickstergabe missbrauchen will. Dafür hat er sie von der Schule genommen und sich den Zorn der Direktorin auf sich gezogen. Durch den Schulwechsel hat Emily allerdings kaum Kontakt zu ihrer besten Freundin Aurora, die in der Trauer um ihren Vater Maurice Mickelwhite versunken ist und das ihr Freund nun seit vier Jahren verschwunden ist. Sie fühlt sich in Emilys Nähe und das ihrer Freundes Adam unwohl. Als allerdings Adam verkündet das er nach Paris geht und Emilys Geistesgestörte Mutter Mia Manderley ermordet wird, braucht Emily eine Freundin und findet mit Aurora zusammen. Mit Wittgenstein wollen sie heraus finden wer für die Nebel zuständig ist, der Mia getötet hat und ob es wirklich das Haus der Mushroom war und somit erneut für ein Krieg in der uralten Metropole sorgt. Dafür gehen die drei in die Nationalbibilothek von London, wo Emily den noch sehr jungen neunen Leiter Tristan Marlow kennen lernt und ihn nicht leiden kann, was sich aber bald ändern soll, denn Tristan ist nicht umsonst schnippisch gegenüber dem Mädchen.
    In der uralten Metropole und von Lilith, die nun auch Eliza ist erfahren sie das der finstere Engel Gabriel, der einst für die Untergänge Sodom und Gomorras und Trojas verantwortlich war nun in London für Unruhen sorgt. Nur Luzifer kann Gabriel aufhalten, aber dieser ist im Nyx gefangen und um ihn zu retten benötigen sie die Bundes Lade und so muss Emily mit Wittgenstein und Tristan nach Prag...

    Fazit: Erneut ist dem Autor ein tolles Buch gelungen, welches einen fesselt. Besonderes die neuen Charaktere, allen voran Tristan Marlow machen die Geschichte noch spannender und ein Tick romantisch.

    Kommentieren0
    8
    Teilen
    Blinded_Masquerades avatar
    Blinded_Masqueradevor 7 Jahren
    Rezension zu "Lumen" von Christoph Marzi

    Nachdem ich von meinem letzten Marzi (Fabula) absolut enttäuscht wurde, trumpft er hier wieder wie gewohnt.

    Lumen ist der 3. Teil der Trilogie "Die Uralte Metropole".

    Mysteriöse Gestalten huschen durch die Winternacht, Menschen verschwinden vom Angesicht der Erde und fremde Nebel suchen die Stadt der Schornsteine heim. Erneut muss das Waisenmädchen Emily, begleitet von ihrem Mentor, dem mürrischen Alchemisten Wittgenstein, in die geheimnisvolle Welt unterhalb Londons hinabsteigen und der Spur eines dunklen Rätsels folgen. Alle Zeichen deuten nach Prag, der düsteren Stadt mit dem Tor zur Hölle ... Doch bevor Emily ihre Geschichte beenden kann, trifft der gefallene Engel Lycidas eine schicksalhafte Entscheidung, glaubt Emilys Freundin Aurora, Tote zu sehen, und muss Emily selbst einen gefährlichen Weg gehen, um die zu retten, die sie liebt ...

    Soviel also zum Inhalt.

    Auch in diesem Teil bedient sich Marzi wieder alter Charakteren, unter anderem haben Mr. Wolf und Mr. Fuchs wiedereinmal einige grandiose Auftritte, die sie mit gewohntem Humor meistern. Aber auch ein neuer Charakter wird eingeführt - Tristan Marlowe, der Maurice Micklewhite als Bibliothekar ersetzt. Tristan ist wie Emily und Wittgenstein ein Trickster - ebenfalls mit einer Gabe, die sowohl Segen als auch Fluch sein kann. Passend dazu, bewegt sich Tristan für den Leser in einer Grauzone, man weiß einfach nicht was man von ihm halten soll - hierzu kann ich dann auch leider nichts mehr sagen, ohne zu spoilern.

    Wie bereits in den ersten beiden Bänden greift Marzi auch hier uns allen gut bekannte Geschichten auf und verschiebt unseren Blickwinkel nur um ein kleines Stück - wobei man zum Teil wirklich denken könnte:" Ja, so kann das natürlich auch gelaufen sein."

    Im Prinzip behandelt Marzi in diesem Band die zwei Seiten einer Medaille: Feuer und Wasser, Nebel und Dürre, Gut und Böse - lässt aber dabei auch die Grauzonen nicht ausser acht und das sowohl Menschen, als auch Engel durchaus in der Lage sind sich zu ändern. Darauf basiert dann auch so ziemlich die Handlung. Viele Fragen werden aufgeklärt, Erkenntnisse kommen, Entscheidungen werden getroffen und diesmal spielt auch wieder die Liebe einen nicht unerheblichen Teil zum Ende bei. Das Ende hat mir übrigends sehr gut gefallen, aber auch hier darf ich wieder nicht verraten. Frustrierend, ich würde doch so gerne!

    Man macht erneut eine Reise durch London, landet aber auch in Prag. Beide Städte haben vorne bzw. hinten auf der Rückseite des "Covers" wieder eine Karte und auch das Cover find ich wiedereinmal wunderbar gelungen.

    Außerdem hat Christoph Marzi seine Buchreihe bemerkenswert durchdacht, Dinge auf die schon im ersten Band(!) hingewiesen wurden, werden aufgeklärt oder erneut aufgegriffen. Man merkt deutlich, wieviel Zeit sich Marzi für die Storyline und sein Hintergrundwissen genommen hat.

    Daher fällt mein Fazit wirklich positiv aus:

    Schon allein sein Schreibstil & das er nochdazu ein deutscher Autor ist müssten dazu bringen diese Reihe zu kaufen. Kann euch nur empfehlen auch mal eine Reise in "Die uralte Metropole" zu machen, Jack the Ripper kennenzulernen, den Golem von Prag, die Engel vom Oxford Circus, sowie einmal die Hölle zu besuchen. Ein Muss für jeden Fantasy Fan :)

    Kommentieren0
    5
    Teilen
    Jerrons avatar
    Jerronvor 7 Jahren
    Rezension zu "Lumen" von Christoph Marzi

    Im dritten Teil der Uralte-Metropolen-Reihe hat sich Marzi - nachdem der bewährte Mix aus Versatzstücken aus Mythologie und Historie, die verquirlt und so in einen neuen Zusammenhang gesetzt werden im zweiten Teil "Lilith" etwas zäh und langatmig geraten war - wieder gefangen und die Mixtur schmeckt wieder. Diesmal wird London einerseits von unheimlichen Nebeln heimgesucht, die in die Köpfe der Menschen kriechen und sie dann steuern und grausame Dinge tun lassen. Andererseits zieht auch eine entsetzliche wasserzehrende Dürre durch die Stadt. Die beiden verfeindeten Häuser Mushroom und Manderley scheinen über diese beiden Phänomene zu gebieten und sich zum letzten Gefecht zu rüsten und die Gewalt eskaliert immer mehr. Das göttliche Wesen unter der Stadt ist in seiner Gier nach menschlicher Schlechtigkeit als Nahrungsquelle immer unersättlicher geworden und die Protagonisten der vergangenen Bände sehen sich als gesteuerte Marionetten in den Händen eines gewieften Drahtziehers, dessen Pläne sie all die Zeit unwissend brav erfüllt hatten.
    Wir begegnen den Plejaden, die ein griechisches Restaurant in einem Plakat betreiben und außerdem noch als Orakel tätig sind, außerdem verschlägt es uns nach Prag, wo uns nicht nur die angemessene kafkaeske Atmosphäre mit abstruser Bürokratie und mit in Insekten verwandelten Angestellten erwartet, sondern auch schattenfressende Motten und der Tempel des Salomo mit der Bundeslade. Ein fliegender Teppich liefert sich eine Verfolgungsjagd mit einer Horde ebenso schweinecooler wie ultraböser Todesengel unter Führung des verbitterten Erzengels Gabriel und es gibt einen Abstecher in den Limbus mit einer postapokalyptischen Version Londons.
    Am Ende muss sich die Macht der Liebe gegen die Zwietrachtsäenden Bestrebungen uralter Mächte durchsetzen, und von wegen Liebe... Emily begegnet einem Kerl, vondem man als Leser sofort weiß, dass sich die beiden am Schluss bestimmt kriegen werden, aber obwohl Marzi wirklich alles erdenkliche dafür tut, will es ihm ums Verrecken nicht gelingen, dass einem dieser Typ sympathisch wird. Ich hätte Emily am Ende dann doch lieber in den Armen eines anderen Kerls gesehen...

    Kommentieren0
    14
    Teilen
    Elwes avatar
    Elwevor 8 Jahren
    Rezension zu "Lumen" von Christoph Marzi

    Dies ist der dritte Band der poetisch-düster-märchenhaften Serie um die uralte Metropole von Christoph Marzi. Die ersten beiden Bände habe ich wirklich verschlungen, der besondere Stil und die wunderbare Atmosphäre haben mich verzaubert. Die uralte Metropole ist bevölkert von überraschenden und faszinierenden Kreaturen, die die absonderlichsten Geschichten zu erzählen haben.
    Dennoch - muss ich zugeben - hat mich dieser dritte Band nicht so fesseln können wie die anderen beiden; tatsächlich habe ich ihn nicht einmal zu Ende gebracht. Vielleicht ist es so, dass sich das Zauberhafte der ersten Bände hier allmählich abnutzt und ein Gewöhnungseffekt einsetzt. Auch faszinieren mich die beiden Waisenmädchen mit zunehmendem (Teenager)alter nicht mehr so sehr, wie sie es als Kinder getan haben. Und die Handlung gerät mir in der Mitte, nachdem sie das Pandemonium erreicht haben, einfach zu sehr ins Stocken, so dass ich schließlich den Faden und dann auch die Lust zu lesen verloren habe.
    Trotzdem soll das hier kein Verriss sein - das Buch ist ohne Zweifel gut geschrieben und wenn man über die Längen hinwegkommt, weiß es streckenweise auch richtig zu fesseln.

    Kommentieren0
    25
    Teilen
    Ein LovelyBooks-Nutzervor 8 Jahren
    Rezension zu "Lumen" von Christoph Marzi

    Sehr poetisch, sehr düster mit unzähligen Anspielungen auf die (vor allem englische) Literaturgeschichte. Dunkle Engel, der Teufel, seltsames Höllengetier, Waisenmädchen, Ratten in einem London, das zwischen dem 19. Jahrhundert und der Jetztzeit schwebt.

    Kommentieren0
    9
    Teilen

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu
    Kanjugas avatar
    *VOLL*
    Hier biete ich euch auf Wunsch die Reihe von Christoph Marzi "Die Uralte Metropole" an.

    Es würde mit Teil 1 "Lycidas" losgehen, wenn der Erste es dann gelesen und weitergeschicht hat, folgt Teil 2 "Lilith" und dann Teil 3 "Lumen". Teil 4 Besitze ich leider (noch) nicht.

    Es gelten die gleichen Regeln wie bei meinem anderen Wanderbuch:

    - Jeder geht mit dem Buch um als wäre es das Eigene (sollte aber selbstverständlich sein)
    - Jeder sagt bitte Bescheid, wenn es angekommen bzw weitergeschickt wurde
    - Jeder hat 3-4 Wochen Zeit, das Buch zu lesen, bevor er es weiter schickt (Ich habe die Zeit verlängert aufgrund des Umfangs. Ausserdem muss man die Bücher schon sehr aufmerksam lesen um nicht durcheinander zu kommen.)
    - Ihr kümmert euch selbst um die Weitergabe der Anschriften
    - Schreibt bitte eine Rezension zum Buch!

    Kanjuga losgeschickt am 08.06.
    1. Brina (erhalten 12.06.)
    2. Seitenakrobatin (erhalten 30.06.)
    3. buchstabentraeume (erhalten 19.07.)
    4. Punxie (erhalten 28.07.)
    5. Waldschrat (erhalten 31.08.)
    6. The iron butterfly (erhalten 5.10.)
    7. sofie (erhalten & verschickt)
    8. chatty68 (erhalten & verschickt)

    Wieder bei mir angekommen!
    Zum Thema

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks