Grimm

von Christoph Marzi 
3,9 Sterne bei277 Bewertungen
Grimm
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Positiv (182):
Schmidt_Alexandras avatar

Dieser Autor kann mit Worten malen - ich habe das Buch verschlungen! Nur das Ende war etwas abrupt.

Kritisch (18):
Rabenmaedchens avatar

Schöne Idee, aber anstrengende Protagonistin und seltsames Ende.

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Inhaltsangabe zu "Grimm"

Hüte dich vor der Macht der Worte!

Als der Vater der 17-jährigen Vesper Gold stirbt und ihr einen Brief mit rätselhaftem Inhalt hinterlässt, ist plötzlich nichts mehr, wie es vorher war: Ein Wolf scheint sie zu verfolgen – mitten in Hamburg. Merkwürdige Unfälle ereignen sich, kleine Kinder fallen in einen unerklärlichen Tiefschlaf. Vesper ahnt, dass es einen Zusammenhang zwischen den unheimlichen Ereignissen gibt. Gemeinsam mit dem Studenten Leander kommt sie einer dunklen und uralten Bedrohung auf die Spur, um die bereits die Brüder Grimm wussten und die sie in ihren Märchen zu bannen suchten …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783453529601
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:560 Seiten
Verlag:Heyne
Erscheinungsdatum:10.12.2012

Rezensionen und Bewertungen

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    Bibi1999vor 10 Monaten
    Grimm

    Vesper Gold erhält eines Nachts einen seltsamen Brief von ihrem Vater. Er warnt sie vor den Wölfen und sagt ihr, sie soll seinen Freund Coppelius aufsuchen und ihm einen goldenen Schlüssel überbringen. Gleich am nächsten Morgen sucht sie den alten Mann auf, doch er ist tot. Vesper und Leander, der Junge mit dem zweiten goldenen schlüssel sind auf sich allein gestellt. Sie stehen im Mittelpunkt eines Abenteuers.


    Das Buch ist sehr interessant geschrieben, jedoch muss man erst eine Weile lesen, bevor etwas richtig interessantes passiert. Ist man jedoch erst einmal richtig drin und die Wölfe tauchen auf, möchte man es am liebsten gar nicht mehr weg legen. 
    Am Ende hat mich ziemlich gestört, dass in dem Land der Märchen die Reise sehr schnell am Ziel war.
    Schade finde ich, dass es sehr große Kapitel sind und man teilweise gezwungen ist, mitten im Kapitel aufzuhören. 
    Zudem fande ich das Ende nicht so schön. Ich bin eher ein Fan von Happy Ends, dieses Ende war allerdings kein Happy End, was ich nicht so toll fande. Zudem ist das Ende eher offen, man weiß nicht was mit Vesper, Greta und Ida passiert. Deshalb erhält das Buch vier von fünf Sterne.

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    PeWas avatar
    PeWavor einem Jahr
    Kurzmeinung: Kurzweilig und spannend...
    Kurzweilig und spannend...

    Wer kennt sie nicht, die Märchen der Gebrüder Grimm? Als kleine Kinder haben wir uns vor dem großen bösen Wolf gefürchtet und als Erwachsener denkt man natürlich mit keinem Deut mehr daran, das ist doch sowieso alles erfunden! Oder doch nicht?
    Für Vesper Gold bricht eine kleine Welt zusammen, als sie vom Tod ihres Vaters erfährt. Keiner kann ihr genau sagen, was ihm zugestoßen ist und das Unheil nimmt erst richtig seinen Lauf, als sie ihre Mutter aufsuchen will. Auch sie ist tot, getötet von einem pflanzenähnlichen Viech und einem bösen Wolf, der Vesper droht, sie aufzufressen, wenn sie nicht sofort den Schlüssel und den Ring hergeben würde, den ihr der Notar ihres verstorbenen Vaters zukommen lassen hat. Vesper ist völlig verwirrt und kann in ihrer panischen Angst gerade noch vor dem Wolf fliehen. Dann fallen sämtliche Kinder in Europa immer wieder in einen mysteriösen Tiefschlaf und alle Eltern haben den gleichen Traum. Seltsame Dinge gehen in der Welt vor, Wölfe werden gesichtet und Vesper rutscht immer tiefer in das Schlamassel, dass ihr ihre Eltern hinterlassen haben. Hinein in eine Welt, in der Märchenfiguren real und die Gebrüder Grimm soetwas wie Kopfjäger sind.
    Wenn ich jetzt noch detailierter auf die Geschichte eingehen würde, dann wäre der ganze Reiz verloren, das Buch zu lesen. Die Geschichte baut sich nämlich rasant auf und nimmt immer neue Wendungen, die sich nur schlecht wiedergeben lassen, ohne etwas zu verraten. Jedenfalls beginnt für Vesper ein abenteuerliches Spiel gegen die Zeit, denn bald schon werden die Kinder für immer schlafen.
    Der Gedanke, Märchenfiguren real und sie aus Zorn über die Ungläubigkeit der Menschen aufsässig werden zu lassen finde ich einfach nur klasse. Noch dazu spielt die Geschichte in einer deutschen Stadt, die einige wie ihre Westentasche und mit Sicherheit jeder vom Hören her kennt, was das Ganze viel greifbarer und spannender macht. "Grimm" ist eigentlich viel mehr eine Mischung aus Abenteuer und Fantasy statt eines Jugendbuches. Zwar ist Vesper eine Hauptfigur in dem Alter und es gibt selbstverständlich auch eine Teenieromanze, aber das ist alles mehr oder weniger Nebensache, denn der Plot selbst ist meines Erachtens nach sehr düster und fast schon hoffnungslos gehalten.
    Deshalb hat mich wohl auch das Ende sehr enttäuscht. Es ist eine Mischung aus krampfhaftem Zuendebringen der Geschichte und traurigem Ausgang.
    Natürlich kann ich nicht sagen, ob das nicht alles so vom Autor geplant war, aber ich denke, wenn er dem Ende etwas mehr Aufmerksamkeit gewidmet hätte, dann hätte es nicht so kommen müssen, wie es letztendlich gekommen ist.
    Eine tolle Idee mit einem unschönen Ende, das mir das Buch ein wenig vermiest hat. Ansonsten aber eine abenteuerliche Geschichte ohne viele Verschnaufpausen. Mal ganz abgesehen von einigen bekannten Persönlichkeiten, egal ob real oder märchenhaft!

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    RAMOBA79s avatar
    RAMOBA79vor einem Jahr
    Der böse Wolf...

    Inhalt:
    Als der Vater der 17-jährigen Vesper Gold stirbt und ihr einen Brief mit rätselhaftem Inhalt hinterlässt, ist plötzlich nichts mehr, wie es vorher war: Ein Wolf scheint sie zu verfolgen – mitten in Hamburg. Merkwürdige Unfälle ereignen sich, kleine Kinder fallen in einen unerklärlichen Tiefschlaf. Vesper ahnt, dass es einen Zusammenhang zwischen den unheimlichen Ereignissen gibt. Gemeinsam mit dem Studenten Leander kommt sie einer dunklen und uralten Bedrohung auf die Spur, um die bereits die Brüder Grimm wussten und die sie in ihren Märchen zu bannen suchten …

    Das Buch ist gut und flüssig geschrieben.
    Die Charaktere haben mir gut gefallen. Nachdem was dort alles passiert ist und wie sich die Leute zusammengefunden haben und sich nach und nach alles aufgeklärt hat, fand ich das Ende leider doof und ein bisschen zu traurig. :(


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    BeaSwissgirls avatar
    BeaSwissgirlvor 2 Jahren
    Grimm


    Mein Leseeindruck subjektiv aber spoilerfrei ;)

    Dieses Cover ist mir sofort beim Stöbern ins Auge gestochen und auch der Titel und der Klappentext klangen sehr vielversprechend.
    Von dem Autor habe ich schon mal ein Hörbuch gehört, welches mir damals ganz gut gefallen hat.

    Vom Schreibstil her muss ich sagen, dass er doch sehr gewöhnungsbedürftig ist, obwohl es irgendwie zur Thematik passt.
    Der Autor benutzt viele teilweise sich widersprechende Vergleiche oder eigenartige Metaphern. Oft sind die Sätze verschachtelt und poetisch angehaucht werden jedoch durchbrochen von kurzen, knappen sich immer wiederholenden Phrasen. Dies war für mich mit der Zeit echt anstrengend und nervte auch.

    Die beiden Hauptcharaktere mochte ich soweit ganz gerne vor allem Vesper, da sie eben nicht diesem 08/15 Mädchen- Typ entsprach.
    Allerdings fand ich es etwas schade, dass sich hingegen die Beziehung der Beiden wie so oft viel zu schnell entwickelte.

    Die Idee fand ich wirklich toll und sehr interessant, auch das Setting mochte ich. Leider wirkte die Geschichte aber teilweise recht zäh, weshalb die Spannung immer wieder gebremst wurde.

    Eigentlich eine originelle Fantasy- Geschichte, welche dieses besondere Märchenfeeling sehr gut transportiert. Jedoch bremste der eigenwillige Schreibstil und die doch etwas langatmige Erzählweise den Spannungsbogen.

    Ich vergebe 3,5 Sterne

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    Eternitys avatar
    Eternityvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Wenn "Es war einmal" wirklich mal war...
    Wenn "Es war einmal" wirklich mal war...

    Was würde mit unserer Welt geschehen, wenn Märchen Tatsachenberichte wären? Wie würde die Welt aussehen, wenn Märchenfiguren tatsächlich existieren würden?
    Diese Fragen hat sich wohl auch der Autor Christoph Marzi gestellt, denn er hat die klassischen Anfangsworte eines Märchens wortwörtlich genommen.

    Mich hat die Geschichte von Anfang an in ihren Bann gezogen. Vesper Gold (schon der Name ist großartig), die Protagonistin, ist ein außergewöhnliches 17-jähriges Mädchen, das auf Teufel kommt raus, nicht so zu sein, wie alle anderen Mädchen bei ihr auf der Schule. Sie ist individuell, kulturell und sehr, sehr sympathisch. 

    Die Umsetzung der märchenhaften Idee fand ich überaus gelungen. Marzi webt viele, viele Märchenfiguren und Motive in die Handlung ein und dies geschieht nicht mit dem Vorschlaghammer, sondern durchdacht und manchmal sogar ein bisschen versteckt. Wirklich, wirklich klasse!

    Märchenliebhaber/innen werden hier definitiv auf ihre Kosten kommen! Und alle anderen vielleicht auch... ;)

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    Rabbitfans avatar
    Rabbitfanvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein "ganz netter" Fantasy Roman mit netten Hauptprotagonisten, Märchenelementen sowie leider vielen Längen, aber auch mit spannenden Szenen
    Ein ganz netter Fantasy Roman, nicht mehr und nicht weniger

    Der Jugend-Roman „Grimm“ von Christopher Marzi ist am 15. November 2010 mit 560 Seiten im Heyne Verlag erschienen.

    Buchbeschreibung von „amazon“:

    Vergiss nie die Macht der Worte…

    Es waren einmal zwei Schwestern, die lauschten allabendlich den Worten ihres Vaters: »Mädchen, weicht vom Wege nicht!« Doch die Jahre vergingen, die eine Schwester starb und die andere vergaß Rotkäppchen. Bis sich das Märchen an einem stürmischen Herbsttag mit aller Macht bei der siebzehnjährigen Vesper Gold zurückmeldet.
    Plötzlich geschehen seltsame Dinge in Hamburg: Ein Wolf streift durch die Stadt, Kinder fallen in einen rätselhaften Tiefschlaf. Und Vesper allein hält den Schlüssel zu einem düsteren Geheimnis in Händen, das bis zu den Brüdern Grimm zurückreicht.

    Der Tag fängt nicht gut an für die siebzehnjährige Vesper Gold. In der Schule gibt es wieder Ärger, und ihre Mutter, eine weltberühmte Pianistin, hat einmal mehr keine Zeit für ihre temperamentvolle Tochter. Auch der schwere Sturm, der über Hamburg tobt, trübt Verspers Stimmung. Doch all das ist mit einem Mal unwichtig: Aus der Zeitung erfährt sie, dass ihr geliebter Vater im fernen Berlin unter rätselhaften Umständen gestorben ist. Wenig später stirbt auch Vespers Mutter, und plötzlich ist Vesper ganz allein auf der Welt. Einzig die Erinnerung an eine glückliche Kindheit, als ihr Vater ihr und ihrer großen Schwester Geschichten erzählte, ist ihr geblieben – und ein uralter goldener Schlüssel. Auf einmal geschehen immer unheimlichere Dinge in der Stadt: Märchenwesen werden lebendig, Wölfe tauchen auf und Kinder fallen in tiefe Träume. Auf der Suche nach Antworten trifft Vesper den geheimnisvollen Leander. Gemeinsam wollen sie das düstere Rätsel lösen. Doch die Zeit läuft, denn nur wenn sie herausfinden, was damals zu Zeiten der Brüder Grimm geschah, kann die Gegenwart gerettet werden…

    Meine Meinung:

    Da ich kein richtiger Fantasy Fan bin, ist dieses Buch nur deshalb bei mir gelandet, weil mich der Buchrücken und vor allem der Verweis auf ein düsteres Rätsel im Zusammenhang mit den uns allerseits bekannten Gebrüdern Grimm neugierig gemacht hatte.

    Den Anfang empfand ich auch als interessant und die Protagonisten sind gut dargestellt, aber richtig gefesselt hat mich dieses Buch leider nicht. Einige Verweise, wie zum Beispiel ein Bild Portrait des „Eismeers“ weckten abermals mein Interesse herauszufinden, wo diese Geschichte hinführt und es wird auch immer mal wieder Spannung aufgebaut, aber es gibt durchaus auch einige Längen.

    Alles in allem empfand ich das Buch als „ganz nett“ und vergebe ihm daher drei Sterne.

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    Funkelsinlass avatar
    Funkelsinlasvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Super spanned und erfrischend anders
    Lesen!

    Schade, dass das schöne Cover weichen musste, aber sonst ein Traum
    Gut, es ist nicht alles neu und anders, aber die Charaktere sind einfach erfrischend echt und authentisch. Keine Marry Sue, keine heroischen Helden und keine plötzlichen Superbegabungen, die von einer Seite auf die andere da sind und gemeistert werden. 
    Stattdessen gibt es einen spannenden Plot und interessante Wendungen. Die Spannung bleibt, nciht zuletzt auch wegen der tollen Kulissen. Marzi gibt unserer Welt hier entwas magisches, düsteres. 

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    Jalunas avatar
    Jalunavor 3 Jahren
    Mich hat es verwirrt

    Das Buch zog sich sehr lang ,war aber dann doch ab und an spannend.Leander und  vesper fand ich echt süß zusammen,aber das Ende verwirrte mich.Man konnte sich alles gut bildlich vorstellen weil Marzi einen schönen Schreibstil hat.Das Cover fand ich scheußlich,es wirkt lächerlich und kindisch dadurch. 

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    winter-chills avatar
    winter-chillvor 3 Jahren
    Düsteres Fantasy-Abenteuer

    Es war einmal… - jeder kennt sie, die Märchen der Gebrüder Grimm. Doch was wäre, wenn die Märchen gar keine erfundenen Geschichten wären, sondern Realität? In Christoph Marzis Fantasy-Abenteuer „Grimm“ wird die 17-jährige Vesper Gold mit dieser Frage konfrontiert: Mitten in Hamburg scheinen sie Wölfe zu verfolgen, sie bemerkt mehrmals einen Mann, der einen eigenartigen Mantel mit Silberknöpfen trägt und dann fallen überall in Europa Kinder in einen unerklärlichen Tiefschlaf. Als Vesper auch noch von ihrem Vater einen seltsamen Brief samt einem alten Schlüssel und einem Ring erhält, steckt sie schon mitten drin in einem nervenaufreibenden Abenteuer. Es gilt, ein uraltes Geheimnis aufzuklären.

    Für viele wahrscheinlich sehr gewöhnungsbedürftig, für mich aber absolut große Klasse ist Marzis Erzählstil: malerisch, emotional, metaphernlastig, poetisch. Sehr oft erinnert seine Sprache tatsächlich an die Sprache der grimmschen Märchen. Großartig ist auch die düstere, beklemmende Atmosphäre, die in dem Roman erzeugt wird. Die Schauplätze hat Marzi so gut beschrieben, dass man das Gefühl hat, selbst dort zu sein: Man streift mit Vesper durch das nebelige, herbstliche Hamburg, reist mit ihr ins Winterland und sieht ihre kleine Dachgeschosswohnung bildlich vor sich.

    Außergewöhnlich sind auch die Charaktere – Vesper Gold ist ein  Scheidungskind reicher Eltern: aufmüpfig in der Schule, gelangweilt und unglücklich. Die Idee hinter der Geschichte ist kreativ, hätte aber noch besser ausgebaut werden können. So kommt die Handlung im Großen und Ganzen doch ein wenig flach daher.

    Fazit: ein sehr düsteres Fantasy-Abenteuer um die Gebrüder Grimm, eine Geheimgesellschaft und böse Märchenfiguren mit einer außergewöhnlichen Sprache. Nicht nur für Jugendliche.

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    msmedlocks avatar
    msmedlockvor 3 Jahren
    ...vor langer, langer Zeit...

    Es fällt mir schwer, dieses Buch in Worte zu fassen. Ich kann es  nicht wirklich benennen oder in eine Schublade stecken. Es ist nicht kalt oder düster. Es ist nicht warm und zauberhaft. Es ist mehr wie...es ist so als würde man, nachdem man im ärgsten Schneesturm durch die Straßen der Stadt gewandert ist, endlich im Windschatten draußen vor der heimatlichen Haustür stehen und den Schlüssel ins Schloss stecken. So in etwa fühlt sich dieses Buch an. Nicht warm, aber auch nicht mehr ganz so eiskalt.

    Ich mochte die Figuren. Sie sind so unterschiedlich und passen vielleicht gerade deswegen gut zusammen. Wirklich jede Figur hat eine Geschichte, was sie alle sehr real wirken lässt. Überhaupt kam mir alles sehr real vor. Manchmal zu real. An manchen Punkten hätte ich mir ein bisschen mehr von dem "Und sie leben glücklich bis ans Ende aller Tage"-Gefühl gewünscht, das man hat, wenn man ein Märchen fertiggelesen hat. 

    Der Autor hat vielen der Märchen, die wir kennen und lieben, einen neuen Mantel umgelegt und lässt sie uns durch andere Augen betrachten. Manche waren sogar so verzerrt, dass meine Fantasie nicht ausgereicht hat, um mir das alles bildlich vorzustellen. Das gilt für Beschreibungen der Mythen oder für ganze Sätze. Ich musste das Ende mehrmals lesen, um wirklich zu begreifen, was da denn jetzt wirklich geschehen ist. Die Umgebungsbeschreibung allerdings, die sind so klar und deutlich, dass ich, die ich noch nie in Hamburg oder im Harz war, mir alles gut vorstellen konnte.

    Alles in allem ist "Grimm" ein tolles Buch, auch wenn es mich traurig und nachdenklich stimmt, jetzt da ich es zu Ende gelesen habe.

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