Christoph Meckel

 4.1 Sterne bei 73 Bewertungen
Autor von Licht, Suchbild. Meine Mutter und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Christoph Meckel

Christoph Meckel wurde 1935 in Berlin geboren, wo er auch heute lebt. Der deutsche Schriftsteller und Grafiker verbrachte Kindheit und Jugend in Freiburg im Breisgau, wo er das Gymnasium bis zur Unterprima besuchte. 1954/55 studierte er Grafik an der Kunstakademie in Freiburg im Breisgau, 1956 an der Akademie der Bildenden Künste München. Seit 1956 arbeitet er als Schriftsteller und Grafiker. Er unternahm ausgedehnte Reisen durch Europa, Afrika und Amerika und lebte in Ötlingen im Markgräflerland, in Berlin, in Südfrankreich und in der Toskana. Meckel war bis 1997 Mitglied des PEN-Zentrums der Bundesrepublik Deutschland. Er ist Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur und der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Christoph Meckel lebt heute wieder in Ötlingen und im Dörfchen Rémuzat in der Dauphiné. In seinem „Bericht“ Ein unbekannter Mensch (1997) erscheint Rémuzat als „Villededons“.Er wurde u. a. mit dem Rainer-Maria-Rilke-Preis und dem Georg-Trakl-Preis ausgezeichnet.

Alle Bücher von Christoph Meckel

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Licht

Licht

 (38)
Erschienen am 01.05.1980
Licht : Erzählung. (3596221005)

Licht : Erzählung. (3596221005)

 (4)
Erschienen am 01.01.1990
Ein unbekannter Mensch

Ein unbekannter Mensch

 (4)
Erschienen am 01.07.1999
Suchbild. Über meinen Vater

Suchbild. Über meinen Vater

 (3)
Erschienen am 01.04.2005
Suchbild. Meine Mutter

Suchbild. Meine Mutter

 (4)
Erschienen am 01.04.2005
Licht: Erzählung (Sonderreihe)

Licht: Erzählung (Sonderreihe)

 (2)
Erschienen am 29.05.2013
Russische Zone

Russische Zone

 (1)
Erschienen am 21.08.2012
Der wahre Muftoni

Der wahre Muftoni

 (1)
Erschienen am 27.04.2018

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Neue Rezensionen zu Christoph Meckel

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Mme O.s avatar

Rezension zu "Gwili und Punk" von Christoph Meckel

An einem kalten Morgen sieht Punk auf der Treppe einen Koffer liegen.
Mme O.vor 2 Jahren


Ich bin einfach zu traurig, dass dieses 1960 erschienene Büchlein nicht nicht einmal einen einzigen Kommentar bekommen hat.
Mir wurde das Buch 1994, als das Buch neu aufgelegt wurde, von der Lehrerin als Klassenlektüre während der Ausbildung zur Erzieherin aufgebrummt.;) Und ich fragte mich damals schon ein wenig schmunzelnd, warum uns die Lehrerin ( Sie war übrigens ganz bemerkenswert und nett) so ein nihilistisches Kinderbuch vorschlägt. Ist es päd. wertvoll wenn ein Punk (hups 1960 war der Punk doch noch gar nicht erfunden!!) landstreichend durch die Welt läuft und draußen schläft und nicht arbeitet und raucht und auch nicht glücklich zu sei scheint. Wenn der mit einem Koffer rumläuft, in dem sich ein unsägliches Lebenwesen befindet, welches uns eher eklig, unfreundlich und fordernd anmutet und das ganze Buch über nur ein Ballast ist, den Punk rumschleppt und füttern muss.. Das Ding heißt Gwili und es ist Punk einen Tages auf die Treppe gelegt worden und er kann es nicht loswerden,. Obwohl er es fast schon mal ersäuft hat. Oder will er es gar nicht loswerden? Gute Frage. Gwili isst am liebsten lebende Hunde. Zur Not auch Pferde und Punk muss für es Haustiere töten. Punk raucht und flucht. Ja, er flucht wirklich unflätigst. Und immer über Gwili. Du feiges Wurmstück. Du Mistvieh. Ein elender Rabenmist bist Du, den ich ersäufen werde und das ist Wahrheit. Darüber freut sich mein 12-jähriger Sohn, dem ich das Buch gerade vorlese. Ist das nicht gehässig?
Oder ist es am Ende doch ein ganz normale Vater - Sohn Geschichte? Irgendwie finden wir es beide aber ganz toll. Und auch poetisch, ehrlich wahr.
Ach halt's Maul,flüstert Punk, halt' Maul, du Wanze.

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Duffys avatar

Rezension zu "Licht : Erzählung. (3596221005)" von Christoph Meckel

Liebe bis zur letzten Konsequenz
Duffyvor 3 Jahren

Erzählung nennt Christoph Meckel sein Buch. Das kann man gerade noch so sagen, aber eigentlich ist es das Protokoll einer Liebe, die wirklich mit dem Tod endet. Es sind die Aufzeichnungen von Gil, die er über die Beziehung mit Dole verfasst, einer Beziehung, die so perfekt erscheint und aufrichtig ist, dass es schon ein wenig weh tut. Besonders ab dem Moment, wo Gil einen Brief findet, der einen Liebhaber verrät. Die Liebe wird zum Prüfstein, wieweit sie das Leben beeinträchtigen und das Verhältnis beenden kann. Dass es mit Doles Unfalltod wirklich endet, gibt der Erzählung einen Schluss, der zwar nicht zwingend der beste, aber vom schriftstellerischen der plausibelste ist. Denn worauf es Meckel ankommt ist die Qualität dieser Liebe, die vollkommen frei von den Alltäglichkeiten und vom Beruf ist. Nur die tatsächlich zusammen verbrachten und auf die Beziehung zentrierten Zeiten zählen und das macht sie so einmalig und intensiv. Das sich das 100%ige Vertrauen nie erlangen lässt, dass es immer ein Geheimnis gibt, was bei aller Sensibilität und Intensität vorhanden sein wird, blendet Meckel nicht aus, ganz im Gegenteil, er wählt das Unmöglichste, was sich hier ereignen kann: Eine Affäre und eine konkurrierende Liebe.
Dieses Buch ist ein intensives und strahlendes Plädoyer für die Liebe und die Möglichkeiten, die sie bieten kann. Der Autor ist ein geschickter, phantasiereicher Schreiber, der mit eindringlichen Bildern Pointen setzt. Teilweise sind seine aufgeschriebenen Erlebnisse, die er das Paar durchleben lässt, reinste Poesie. Ein stilles, ein intensives Buch, keinesfalls etwas für zwischendurch, sondern ein Geschenk an Phantasie und an die Sinnlichkeit

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Xirxes avatar

Rezension zu "Licht" von Christoph Meckel

Poetisch, traurig, schön
Xirxevor 4 Jahren

Das kleine Büchlein beginnt mit einem wunderbaren Liebesbrief, geschrieben von Dole, der Geliebten des Ich-Erzählers Gil - doch leider ist er nicht an ihn, sondern an einen anderen Mann gerichtet. Gil entdeckt dieses Schreiben im Laub auf der Terrasse, wo es offenbar verloren gegangen ist, behält diesen Fund aber für sich. Stattdessen wird er zum Misstrauenden und zum Beobachter Doles: 'Und nachdem ich es (das Vertrauen) verloren habe, jetzt, dieses unerbittliche Hinsehn, kalt, scharf, skrupellos und genau.....Unabwendbarer, unablässiger Blick. Unruhe, Zweifel und instinktive Beschuldigung. Dole kann jetzt sagen was sie will - nichts mehr ist glaubhaft.' Doch gleichzeitig blickt er auf ihre gemeinsame Zeit zurück, ihre Reisen, ihr Leben in der Stadt, ihre Vorlieben und Abneigungen.
Es ist keine Geschichte mit Spannungsbögen oder einer Handlung die auf einen Höhepunkt zusteuert, die hier erzählt wird. Gil schildert stattdessen in einer sehr poetischen Sprache in eher kurzen Episoden seine Erinnerungen an die glückliche Zeit mit Dole, wie auch sein Empfinden nach der Entdeckung des Briefes. So lebt das Buch mehr von der Atmosphäre als von der tatsächlichen Geschichte.

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Christoph Meckel wurde am 12. Juni 1935 in Berlin (Deutschland) geboren.

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