Christoph Meckel Ein unbekannter Mensch

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Inhaltsangabe zu „Ein unbekannter Mensch“ von Christoph Meckel

Christoph Meckel porträtiert in diesem Bericht seinen Freund und Nachbarn, Mathieu, den vierundsiebzigjährigen Lavendelbauern in den Bergen der Dròme; Besitzer eines über 300 Jahre alten Hofes, auf dem die zweiundachtzigjährige Schwester ihm den Haushalt führt. Es entsteht das lebendige Bild eines Menschen am Rande der Gegenwart, gefangen in Kargheit und Enge seiner Provinz. Was draußen passiert, erreicht sein Bewußtsein nicht. Was dennoch eindringt, ist gefährlich - die schnelle Entwicklung der Epoche, die über Mathieu hinweggeht. Er, der keine Söhne oder Enkel hinterläßt, weiß, daß er sich selbst überlebt hat. Doch ist dies für ihn kein Anlaß zur Larmoyanz. Gewohnheit und Lebenskraft tragen ihn weiter. Er findet Rückhalt in seiner alltäglichen Arbeit und - aller Wandlung zum Trotz - in den Normen einer archaischen Welt.

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  • Rezension zu "Ein unbekannter Mensch" von Christoph Meckel

    Ein unbekannter Mensch

    Beagle

    21. December 2009 um 07:43

    Ein Bericht wie ein Roman – ein Roman wie ein Bericht. Man kann es drehen und wenden, wie man will, Christoph Meckels „Ein unbekannter Mensch“ ist beides. Herrlich genau beschrieben wird das, was uns zivilisierten Städtern längst fremd geworden ist – das einfache Leben auf dem Lande. Und damit meine ich nicht das Landleben, das hier in Deutschland das Bild bestimmt, sondern die Einfachheit in ihrer reinsten Form. Mathieu, der Lavendelbauer in der unwirklichen unwegsamen Bergregion in Südfrankreich, ist ein zufriedener Mensch, der mit dem, was er hat, zu leben gelernt hat. Sein Alltag wird bestimmt durch die stete Konstellation der Jahreszeiten, durch immer wiederkehrende Abläufe, durch Ernten und Wochenmärkte. Er ist ein ruhiger Mensch, erfahren wir, der sich doch allzu gerne von den Dingen anstecken lässt zu schimpfen, die er nicht kennt oder versteht. Wir erfahren viel von den Leuten, die in dieser Region leben und über sie selbst. Dabei liest sich das Buch fortwährend wie ein Roman, man ist erpicht darauf wissen zu wollen, was als nächstes geschieht. Und doch ist es nur ein Tatsachenbericht, in dem Meckel seinen Nachbarn und Freund beschreibt, die Gegend, die er liebt und in der er sich fast heimisch fühlt und nicht eine erfundene Geschichte. Wir erfahren, was einen solchen Menschen, den Lavendelbauern, ausmacht, wie er denkt und welche Dinge ihm wichtig sind. Wir schmunzeln, wenn wir lesen, wie schockiert Mathieu ist, als er feststellt, dass sein Hut made in china ist, und kein französisches Produkt. Und wir lernen die Einfachheit und den Glanz des „wirklichen“ Lebens zu lieben, neu zu verstehen und besser erkennen zu können. Wer Frankreich liebt, muss dieses Buch gelesen haben. Wer gute, poetische Geschichten mag, ebenfalls. Meckels einzigartiger, lyrischer Schreibstil bezaubert in diesem Buch nicht nur diejenigen, die gute Literatur zu schätzen wissen, sondern er weckt auch Sehnsucht in ein Land und eine Zeit zu reisen, die weit ab unseres heimischen Deutschlands liegen.

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  • Rezension zu "Ein unbekannter Mensch" von Christoph Meckel

    Ein unbekannter Mensch

    Frau Paul

    24. December 2008 um 12:17

    Meckel erzählt die Geschichte seines französischem Nachbarn, einem knurrigen alten Bauern. Voller Weisheit.

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