Christoph Meckel Russische Zone

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Inhaltsangabe zu „Russische Zone“ von Christoph Meckel

Christoph Meckel ruft sich Bilder zurück, die dem Zehnjährigen fürs Leben bezwingend wurden. Ein Weiterleben nach den Bombenangriffen, im Haus der Großeltern in Erfurt: von der kurzen Präsenz der Amerikaner und der längeren Besetzung durch die Russen bis hin zur abenteuerlichen Flucht mit der Mutter über die grüne Grenze im Sommer 1947.
Ein Kind im Nachkriegsalltag zwischen anarchischen Freiräumen, unvorhersehbaren Unglücken und dem Zwang der Besatzer; mit überforderten Erwachsenen, die mit Flüchtlingen, dem Eindringen der 'Razzia' und den Deportationen zurechtkommen müssen. Noch in den Szenerien des Schreckens regt sich die Utopie eines freieren Daseins.
Auf den letzten Seiten setzt der Autor seine Erinnerungen auf eine neue Spur: die seiner Aneignung russischer Dichtung ('Nachricht für Baratynski'), in deren Mitte er seine Begegnung mit Paul
Celan als Übersetzer von Jessenin, Blok und Mandelstam im Paris der 50er-Jahre rückt.

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  • Rezension zu "Russische Zone" von Christoph Meckel

    Russische Zone

    WinfriedStanzick

    30. January 2012 um 10:03

    Seit vielen Jahrzehnten ist der Schriftsteller Christoph Meckel im bundesdeutschen Literaturbetrieb ein bekannter Name. Ich persönlich erinnere mich an meine Lektüre seines Buches „Suchbild. Über meinen Vater“, das ich 1980 las und das mit zusammen mit dem etwa zeitgleich erschienenen Buch von Peter Härtling „Nachgetragene Liebe“ mit sehr weiterhalf in meiner eigenen Arbeit an meiner Herkunftsfamilie. Auch viele andere Bücher Meckels haben immer wieder einen biografischen Bezug hergestellt. So auch die hier bei Libelle vorliegende Erzählung „Russische Zone. Erinnerung an den Nachkrieg“ in dem er seine Erlebnisse und Wahrnehmungen als zehnjähriger Junge beschreibt, die er in einer „Kindheit in der grauen Zone aus Nachkrieg und Unfrieden“ gemacht hat. Mit genauen und sensiblen Beobachtungen beschreibt er das Leben der Menschen in Erfurt, wo er mit seiner Mutter bei der Großmutter lebte. Ein Leben in einer historischen Zwischenphase, geprägt von den Auswirkungen der Bombenangriffe, überforderten Erwachsenen und der Gewalt der Besatzer. Denn nach einer kurzen Periode, in der die Amerikaner in Erfurt waren, kommen die Russen. Und schon bald wird klar, welcher neue Geist jetzt weht. Mutter und Sohn entschließen sich bald zu einer abenteuerlichen Flucht im Sommer 1947 über die grüne Grenze in den freien Westen. Das mediterrane Freiburg wird dann für einige Jahre seine neue Heimat, bevor aus dem jungen Mann ein Schriftsteller wurde, der mit zahlreichen und ausgedehnten Reisen nicht nur die Welt erkundete, sondern in seinen Bücher Artikeln auch darüber erzählte.

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