Christoph Nettersheim

 4.6 Sterne bei 8 Bewertungen

Alle Bücher von Christoph Nettersheim

Schrecklich nette Frauen

Schrecklich nette Frauen

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Erschienen am 21.10.2011
Berühmte Paare der Weltgeschichte

Berühmte Paare der Weltgeschichte

 (1)
Erschienen am 23.03.2012
Pferde, Ponys, Hufeklappern

Pferde, Ponys, Hufeklappern

 (1)
Erschienen am 01.06.2007
Wütend, traurig, froh

Wütend, traurig, froh

 (1)
Erschienen am 01.06.2009
Die schönsten Weisheiten berühmter Frauen

Die schönsten Weisheiten berühmter Frauen

 (0)
Erschienen am 04.08.2014

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Rezension zu "Schrecklich nette Frauen" von Christoph Nettersheim

Abgrundtief böse!
peedeevor 3 Monaten

Mit diesen Frauen war definitiv nicht gut Kirschen essen: Christoph Nettersheim porträtierte 30 kriminelle Frauen, darunter Kate „Ma“ Barker und ihre Söhne, Bonnie Parker (Bonnie & Clyde), Gesche Gottfried („Engel von Bremen“) oder auch weniger bekannte wie z.B. Adele Spitzeder (Mutter des Schneeballsystems).

Erster Eindruck: Ein nostalgisch anmutendes Cover mit einer Gangsterbraut aus dem Wilden Westen – gefällt mir gut.

Die Geschichten der 30 Frauen sind in sechs Kapitel geordnet, obwohl diese zum Teil in mehrere Kategorien passen würden: Habgier und Luxussucht; Liebe und Eifersucht; Der Rausch des Tötens; Familienband; Freiheit und Abenteuer; Rache und Männerhass.

Ich habe schon etliche Krimis gelesen oder auch im Fernsehen gesehen. Auch wenn es schauerlich war, wusste ich doch, dass es Fiktion war. Bei diesen Frauen, die allesamt Grauenhaftes „vollbracht“ haben, ist es jedoch anders, denn diese haben alle tatsächlich gelebt (eine Frau lebt noch, bei einer anderen weiss man es nicht, die anderen sind verstorben). Hier ein paar Auszüge, um ein bisschen reinschnuppern zu können:
- Martha Marek (1897 – 1938) hat 1925 ihren Mann gegen Invalidität versichert und nur einen Tag später forderte sie von ihm, sich das Bein abzuhacken, um die Versicherungssumme ausbezahlt zu erhalten. Es lief nicht alles nach Plan, weder beim Abhacken noch beim Auszahlen, aber für sie war es eh nur der Beginn ihres kriminellen Weges.
- Belle Gunness (1859 – 1931?), ursprünglich aus Norwegen, hat in den USA mindestens 45 Menschen getötet. Da sie nie geschnappt wurde, könnten es durchaus mehr gewesen sein!
- Louise Peete (1880 – 1947) hat mehrere ihr nahestehenden Menschen umgebracht, weitere zum Selbstmord getrieben (ihre vier Ehemänner haben Suizid begangen).
- Sophie Charlotte Elisabeth Ursinus (1760 – 1836) war in höheren Kreisen zu Hause und wurde aufgrund ihrer Taten zur lebenslangen „Festungshaft“ – die nur für die höheren Stände vorbehalten war – verurteilt. Sie konnte sich dabei innerhalb der Festung frei bewegen und sogar Empfänge geben!
- Vera Renczi (1903 – 1960?) hatte riesige Probleme mit Eifersucht. Ob zu Recht oder nicht, spielte dabei keine Rolle. Sie hat 35 Morde begangen – und die Leichen im Weinkeller in 35 Zinksärgen aufbewahrt!

Die Frauen wurden aus unterschiedlichsten Motiven kriminell – es sind wirklich unglaubliche Geschichten! Aber nach dieser „schweren Kost“ muss ich nun wieder etwas Leichtes, Fröhliches lesen.

Kommentare: 1
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Rezension zu "Schrecklich nette Frauen" von Christoph Nettersheim

Schrecklich nette Frauen, die furchtbar beeindrucken...:o)
susymahvor 5 Jahren

Ich liebe nicht nur Psychothriller und Krimis, sondern lese ebenfalls gerne Bücher über wahre Kriminalfälle. Bei meinem letzten Besuch in der Buchhandlung ist mir dieses Buch in die Hände gefallen, ich schlug es auf und konnte es nicht mehr weglegen... ...ich habe dieses Buch verschlungen und finde es sehr inspirierend... nicht als mörderische Furie :o), sondern als künftige Autorin kriminell guter Geschichten...diese Frauen sind skrupellos oder einfach nur Glückspilze... sie verstecken sich hinter einer weiblichen Fassade und finden teilweise mörderisches Gefallen an dem Spiel mit dem Leben anderer Menschen. Andere morden aus Notwehr und entdecken dadurch einen grausamen Weg, vermeindlich leichter als bisher durch ihr Leben zu gehen...hier geht es um Macht ... die häufig unbemerkt in verborgenen Ecken ausgelebt wird...geduldig wartend! Dieses Buch eröffnet einem eine Frauenwelt, die UNFASSBAR spannend ist.

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Rezension zu "Berühmte Paare der Weltgeschichte" von Christoph Nettersheim

Rezension zu "Berühmte Paare der Weltgeschichte" von Christoph Nettersheim
HeikeGvor 7 Jahren

Liebe und nichts als Liebe
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Aus der Weltgeschichte sind berühmte Paare nicht wegzudenken. Sorgten im Altertum Cleopatra und Marcus Antonius für Schlagzeilen, so kannte die Frühe Neuzeit Katharina von Bora und den Reformator Martin Luther. Im 19. Jahrhundert wiederum wurde das Auffällige in der Beziehung zwischen George Sand und Chopin diskutiert, deren Rollen vertauscht zu sein schienen. Er, der feminin-sensible, feinfühlig-introvertierte Klaviervirtuose verliebt sich in die maskulin wirkende Schriftstellerin George Sand, die er zu Beginn durch und durch unsympathisch findet: "Ist's denn wirklich eine Frau?". Das 20. Jahrhundert schließlich wartete mit nicht minder öffentlich diskutierten Romanzen auf. Sei es nun das kapitale Missverständnis von Aristoteles Onassis und Maria Callas, die Liebe auf Droge von Kurt Cobain und Courtney Love oder das Aufeinandertreffen der zwei Diven Sinatra und Gardner.
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"Im Fokus dieses Buches stehen Paare, bei denen beide Beteiligten unabhängig voneinander einen gewissen Grad an Berühmtheit erlangt haben, also nicht nur durch eben diese Beziehung zu Ruhm gekommen sind (womit beispielsweise Paare wie Goethe und Christiane Vulpius, Prinz Charles und Lady Di oder auch Helmut und Loki Schmidt ausscheiden).", erklärt Christoph Nettersheim im Vorwort zu seinem Buch. 50 Paare nimmt der Autor "unter die Lupe", berichtet vom Gelingen oder (größtenteils) Scheitern im Hinblick auf ihren gesellschaftlichen Bekanntheitsgrad. Dies ist zugleich der rote Faden, der sich durch das Buch zieht: Macht es einen Unterschied, ob die Liebe von vielen Augen "begutachtet", beurteilt und kommentiert wird? Welche Rolle spielen Liebe und Macht? Schlägt eine öffentliche Leidenschaft schneller in Hass und Zerstörung um?
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Gegliedert in zehn Kapitel greift Christoph Nettersheim nur Sequenzen der einzelnen Verbindungen heraus und sortiert sie nach dem herausstechenden Wesensmerkmal der Beziehung in seine gewählten "Kategorien" ein. So landen Richard Burton und Elisabeth Taylor bzw. Berthold Brecht und Helene Weigel unweigerlich in "Heiter bis stürmisch", Pierre und Marie Curie sowie Rainer Maria Rilke und Lou Andreas-Salomé stehen geradezu prädestiniert für das Kapitel "Seelenverwandt". Schwieriger wird es bei der Kategorisierung "Heiratspolitik": Waren John F. und Jackie Kennedy wirklich das ideale Paar? Eine "Verbotene Liebe" wiederum lebten zweifelsohne Oscar Wilde und Lord Alfred Douglas oder Ingrid Bergmann und Roberto Rossellini. "Viele Geschichten hätten genauso gut unter einem anderen Schlagwort stehen können", stellt Nettersheim folgerichtig fest, denn "in der Liebe verbietet sich eigentlich ohnehin jede Kategorisierung."
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Auf jeden Fall ist ein anregendes, kleines Kompendium entstanden, das letztendlich aufzeigt, das Liebe immer ein Abenteuer mit völlig ungewissem Ausgang bleibt. Franz Kafka formulierte es einmal treffend: "Auch ist das vielleicht nicht eigentlich Liebe, wenn ich sage, dass Du mir das Liebste bist; Liebe ist, dass Du mir das Messer bist, mit dem ich in mir wühle." Alfred Polgar brachte es jedenfalls kurz und knapp auf den Punkt: "Liebe ist ein privates Weltereignis." Und dabei ist es völlig egal, ob sie von großen Staatenlenkern, Künstlern, Popstars gelebt wird oder von Ihnen oder mir.

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