Christoph Papke

 3 Sterne bei 1 Bewertungen

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Übel, böse und gemein

Übel, böse und gemein

 (1)
Erschienen am 15.03.2017
Neurosen welken nicht

Neurosen welken nicht

 (0)
Erschienen am 01.02.2016

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Rezension zu "Übel, böse und gemein" von Christoph Papke

Vom Frischfleischdealer über Frau Krauskopf-Oberspree bis hin zur Lebensaufgabe (Ehefrau)
evaflvor 2 Jahren

Robert Rasch wurde unerwartet arbeitslos. Und nun spielt ihm am Wenigsten die „Lebensaufgabe“ (seine Ehefrau) übel, böse und gemein mit – vielmehr sind es die Arbeitsagentur aber auch der Schwiegervater, die sich so verhalten. Mit einer guten Portion Optimismus und Mut versucht er vieles, um wieder in Lohn und Brot zu stehen – doch es ist leider nicht so einfach…

Mal wieder ein völlig anderes Genre lesen – wieso nicht? Ich lese ja gerne abwechslungsreich, von daher war ich auf den satirischen Roman hier wirklich gespannt. Eingeteilt ist das Buch in drei Hauptkapitel, nämlich Arbeitslosengeld I, Arbeitslosengeld II und die Selbsthilfe. Die einzelnen Kapitel sind dann auch nochmal in kleinere Abschnitte mit Titeln versehen.

Vom Stil her hat mich das Buch nicht direkt so überzeugt, es lässt sich zwar sehr gut lesen, ich würde die Sprache auch nicht unbedingt als schwer einsortieren, aber es ist einfach nicht so angenehm geschrieben, finde ich. Auch vom Satzbau her ist es nicht kompliziert, jedoch ist es alles immer wieder recht ausführlich und detailreich geschildert. So dass ich es als sehr wiederholend empfunden habe.

Inhaltlich war es so, dass sich manche Sachen ja durchaus noch als wahre Begebenheiten darstellen können, andere dann eben extrem übertrieben sind, was ja der Satire der Geschichte geschuldet ist. Das war soweit auch im Großen und Ganzen lesenswert, manchmal hat man dann aber das Gefühl, dass jetzt wirklich alles aus dem Ruder läuft. Ich kann schon verstehen, dass es nicht einfach ist arbeitslos zu sein bzw. auf Jobsuche, hier kann ich mich durchaus auch persönlich ins Buch einfühlen. Dennoch wurde aus dem mitfühlenden und zustimmenden Nicken von mir dann zusehends ein Kopfschütteln – weil es so abstrus wurde. Selbst bei der Betitelung der Ehefrau als „Lebensaufgabe“ kann man durchaus den Kopf schütteln, wobei es hier natürlich Ansichtssache ist, wie man diesen Begriff sieht. Es gibt eben immer zwei Seiten…

Alles in allem kann einen das Buch schon auch gut unterhalten, ich habe es schon interessiert gelesen, andererseits empfand ich es teilweise dann, so lustig die Schilderungen und Ideen der Geschichte auch waren, gelegentlich als langatmig und wiederholend. Und so etwas mag ich beim Lesen einfach nicht gerne, ich mag gerne gut unterhalten werden, emotional berührt, neue Einblicke erhalten – aber zu übertriebene Schilderungen, die ins absolut abstruse gehen und sich in die Länge ziehen wie Kaugummi – das muss dann echt nicht sein.

Ich bin hier ein wenig enttäuscht, denn ich hatte mir wohl ein bißchen mehr versprochen von diesem Buch. Ja, es gab wirklich amüsante und komische Szenen, die aufgegriffene Thematik ist durchaus auch ernst zu nehmen, aber manchmal fand ich es selbst für Satire zu übertrieben. Dazu kamen dann noch die langatmigen Passagen mit Wiederholungen. Entsprechend kann ich mich hinsichtlich einer Empfehlung nicht entscheiden, bleibe unentschlossen und vergebe 3 von 5 Sternen. 

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