Christoph Peters Ein Zimmer im Haus des Krieges

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Inhaltsangabe zu „Ein Zimmer im Haus des Krieges“ von Christoph Peters

Verstehen, nicht verurteilen – eine Reise in das Herz des Fundamentalismus
Ägypten, Luxor, 1993: Gemeinsam mit einigen arabischen Mitkämpfern plant der junge Deutsche Jochen Sawatzky einen Anschlag auf einen Tempel. Doch als die Attentäter den Nil überqueren, geraten sie in einen Hinterhalt von Polizei und Militär. Nur wenige überleben, darunter Sawatzky. Mit dem Fall betraut wird Claus Cismar, der deutsche Botschafter in Ägypten. In langen Gesprächen mit Sawatzky versucht er, die Motive seiner Tat zu ergründen und seine Auslieferung nach Deutschland zu erreichen …

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  • Christoph Peters - Ein Zimmer im Haus des Krieges

    Ein Zimmer im Haus des Krieges

    Chrissy87

    18. August 2017 um 10:06

    Eine sehr stimmungsgewaltige Geschichte über einen jungen Deutschen der erst zum Islam konvertiert und sich anschließend radikalisiert. Dieser Werdegang wird in Rückblenden erzählt, da der junge Mann im Gefängnis sitzt und vom deutschen Botschafter besucht und befragt wird. Dieser versucht den Moslem zu verstehen, was ihm aber Generationsbedingt nicht ganz gelingt. Und so wird aus beider Leben erzählt die nur durch die Besuche im Gefängnis mit einander verbunden sind.

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  • Rezension zu "Ein Zimmer im Haus des Krieges"

    Ein Zimmer im Haus des Krieges

    Flickercat

    23. December 2015 um 20:58

    Klappentext: Ägypten, Luxor, 1993: Gemeinsam mit einigen arabischen Mitkämpfern plant der junge Deutsche Jochen Sawatzky einen Anschlag auf einen Tempel. Doch als die Attentäter den Nil überqueren, geraten sie in einen Hinterhalt von Polizei und Militär. Nur wenige überleben, darunter Sawatzky. Mit dem Fall betraut wird Claus Cismar, der deutsche Botschafter in Ägypten. In langen Gesprächen mit Sawatzky versucht er, die Motive seiner Tat zu ergründen und seine Auslieferung nach Deutschland zu erreichen. Meine Meinung: Ein Roman mit einem sehr aktuellen Thema, dessen Umsetzung mir wirklich gut gefallen hat. Die Geschichte verurteilt Sawatzky nicht einfach, sondern versucht, seine Beweggründe nachvollziehbar zu machen. Er kommt nicht rüber wie ein unmenschliches Monster, sondern kontert Cismars Argumente ziemlich oft auf eine Weise, die auf ihre Art überzeugend klingt und eine Ahnung von der Leere vermittelt, die Sawatzky in der „westlichen Welt“ empfunden hat. Die Geborgenheit, die er schließlich im Islam gefunden hat, kam sehr gut rüber, wie ich finde. „Ein Zimmer im Haus des Krieges“ ist in zwei Teile unterteilt. Im ersten, deutlich kürzeren Part erlebt der Leser durch Sawatzkys Ich-Perspektive den versuchten Anschlag in Luxor mit. Der Schreibstil, der durch Bildhaftigkeit und sehr viele ziemlich kurze Sätze aus dem üblichen Erzählton vieler Romane heraussticht, nimmt einen sehr unmittelbar mit. Er macht Sawatzkys Hoffnungen, Befürchtungen und Gefühle greifbar und sorgt mit der Beschreibung vieler sinnlicher Eindrücke dafür, dass man sofort mittendrin im Geschehen ist. Im zweiten Teil erlebt man Cismars Umgang mit dem Fall Sawatzky. Seine eigenen Probleme (Ehekrise, gesundheitliche Beschwerden) und seine Vergangenheit als RAF-Sympathisant scheinen durch seine Erfahrungen mit dem Terroristen beeinflusst zu werden und er stellt sein eigenes Leben in Frage. Gut gefallen haben mir die Szenen, in denen Cismar aufgrund seiner Magenbeschwerden zunehmend unzusammenhängende und wirre Gedanken bekommt – fand ich überzeugend umgesetzt, um den Leser die Situation miterleben zu lassen. 3,5 Sterne von mir für ein wichtiges, interessant umgesetztes Thema, einen guten Schreibstil und, wenn man mag, genug Ansatzpunkte zum Drüber-Nachdenken. Hätte für meinen Geschmack ruhig noch ein bisschen mehr in die Tiefe gehen dürfen.

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  • Rezension zu "Ein Zimmer im Haus des Krieges" von Christoph Peters

    Ein Zimmer im Haus des Krieges

    walli

    29. November 2009 um 20:52

    ein Buch,das sehr zum Nachdenken anregt.Es werden Dinge auf den Prüfstand gestellt,die mit das Unverständnis zwischen Islam und Christentum ausmachen. Es ist nicht die Frage wer ist der wahre Gott sondern wie wirkt Gott?Musleme können mit Menschen,die ihre Religion nur als eine Art Wochenendbeschäftigung,Gott als vielleicht menschliche Erfindung ansehen,nichts anfangen. Und sie fühlen sich von ihrem eigenen Volk verraten,die sich für Wirtschaftsprojekte und finanzieller Unterstützung an den Westen verkaufen. Der botschafter baut ein vages Vertrauensverhältnis zum Terroristen auf,scheitert aber nicht zuletzt auch krankheitsbedingt. Er kann ihn nicht retten .Es gibt keine Gnade,da das Gesicht der Härte bewahrt werden muß- Alle Fragen sind nicht gerklärt,aber so wie wir Angst vor einer Überschwemmung durch den Islam haben,haben die Islamisten Angst ihre Kultur an den Kapitalismus des Westens zu verlieren.

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  • Rezension zu "Ein Zimmer im Haus des Krieges" von Christoph Peters

    Ein Zimmer im Haus des Krieges

    beate

    16. April 2007 um 19:43

    Dieses Buch ist brandaktuell: es schildert zunächst einen geplanten und scheiternden Anschlag aus der Sicht eines Terroristen, der ein zum Islam übergetretener Deutscher ist. Im zweiten Teil wird der "Fall" aus der Sicht des deutschen Botschafters erzählt, der sich um den im Ausland inhaftierten deutschen Staatsangehörigen kümmern muss. Der Botschafter fühlt sich durch diesen Fall an seine eigene Jugendzeit erinnert, in der er auch Überlegungen hatte, ob nicht gewalttätige Aktionen erforderlich sind, um politische Veränderungen herbeizuführen ( als er jung war, gab es die RAF). Der Terrorismus wird hier zwar nicht gerechtfertigt, aber doch etwas verständlicher gemacht. Sehr gut gelungen ist die Gleichzeitigkeit einerseits der fortgesetzten Konfrontation mit den Beweggründen des Terroristen und andererseits der Verstärkung des Magengeschwürs und der heftigen Beschwerden, die das mit sich bringt. Das Buch ist also nicht so sehr unterhaltend, aber es ermöglicht, seine Gedanken zu diesem aktuellen Thema zu ordnen, die man ja wegen der Zeitungslektüre sowieso im Kopf hat.

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