Ein Zimmer im Haus des Krieges

von Christoph Peters 
3,8 Sterne bei6 Bewertungen
Ein Zimmer im Haus des Krieges
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Inhaltsangabe zu "Ein Zimmer im Haus des Krieges"

Verstehen, nicht verurteilen – eine Reise in das Herz des Fundamentalismus
Ägypten, Luxor, 1993: Gemeinsam mit einigen arabischen Mitkämpfern plant der junge Deutsche Jochen Sawatzky einen Anschlag auf einen Tempel. Doch als die Attentäter den Nil überqueren, geraten sie in einen Hinterhalt von Polizei und Militär. Nur wenige überleben, darunter Sawatzky. Mit dem Fall betraut wird Claus Cismar, der deutsche Botschafter in Ägypten. In langen Gesprächen mit Sawatzky versucht er, die Motive seiner Tat zu ergründen und seine Auslieferung nach Deutschland zu erreichen …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783442737680
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:320 Seiten
Verlag:btb
Erscheinungsdatum:01.07.2008

Rezensionen und Bewertungen

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    Chrissy87s avatar
    Chrissy87vor einem Jahr
    Christoph Peters - Ein Zimmer im Haus des Krieges

    Eine sehr stimmungsgewaltige Geschichte über einen jungen Deutschen der erst zum Islam konvertiert und sich anschließend radikalisiert. Dieser Werdegang wird in Rückblenden erzählt, da der junge Mann im Gefängnis sitzt und vom deutschen Botschafter besucht und befragt wird. Dieser versucht den Moslem zu verstehen, was ihm aber Generationsbedingt nicht ganz gelingt. Und so wird aus beider Leben erzählt die nur durch die Besuche im Gefängnis mit einander verbunden sind.

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    Flickercatvor 3 Jahren
    Rezension zu "Ein Zimmer im Haus des Krieges"

    Klappentext:

    Ägypten, Luxor, 1993: Gemeinsam mit einigen arabischen Mitkämpfern plant der junge Deutsche Jochen Sawatzky einen Anschlag auf einen Tempel. Doch als die Attentäter den Nil überqueren, geraten sie in einen Hinterhalt von Polizei und Militär. Nur wenige überleben, darunter Sawatzky. Mit dem Fall betraut wird Claus Cismar, der deutsche Botschafter in Ägypten. In langen Gesprächen mit Sawatzky versucht er, die Motive seiner Tat zu ergründen und seine Auslieferung nach Deutschland zu erreichen.

    Meine Meinung:

    Ein Roman mit einem sehr aktuellen Thema, dessen Umsetzung mir wirklich gut gefallen hat. Die Geschichte verurteilt Sawatzky nicht einfach, sondern versucht, seine Beweggründe nachvollziehbar zu machen. Er kommt nicht rüber wie ein unmenschliches Monster, sondern kontert Cismars Argumente ziemlich oft auf eine Weise, die auf ihre Art überzeugend klingt und eine Ahnung von der Leere vermittelt, die Sawatzky in der „westlichen Welt“ empfunden hat. Die Geborgenheit, die er schließlich im Islam gefunden hat, kam sehr gut rüber, wie ich finde.

    „Ein Zimmer im Haus des Krieges“ ist in zwei Teile unterteilt.
    Im ersten, deutlich kürzeren Part erlebt der Leser durch Sawatzkys Ich-Perspektive den versuchten Anschlag in Luxor mit. Der Schreibstil, der durch Bildhaftigkeit und sehr viele ziemlich kurze Sätze aus dem üblichen Erzählton vieler Romane heraussticht, nimmt einen sehr unmittelbar mit. Er macht Sawatzkys Hoffnungen, Befürchtungen und Gefühle greifbar und sorgt mit der Beschreibung vieler sinnlicher Eindrücke dafür, dass man sofort mittendrin im Geschehen ist.

    Im zweiten Teil erlebt man Cismars Umgang mit dem Fall Sawatzky. Seine eigenen Probleme (Ehekrise, gesundheitliche Beschwerden) und seine Vergangenheit als RAF-Sympathisant scheinen durch seine Erfahrungen mit dem Terroristen beeinflusst zu werden und er stellt sein eigenes Leben in Frage.
    Gut gefallen haben mir die Szenen, in denen Cismar aufgrund seiner Magenbeschwerden zunehmend unzusammenhängende und wirre Gedanken bekommt – fand ich überzeugend umgesetzt, um den Leser die Situation miterleben zu lassen.

    3,5 Sterne von mir für ein wichtiges, interessant umgesetztes Thema, einen guten Schreibstil und, wenn man mag, genug Ansatzpunkte zum Drüber-Nachdenken. Hätte für meinen Geschmack ruhig noch ein bisschen mehr in die Tiefe gehen dürfen.

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    beatevor 11 Jahren
    Rezension zu "Ein Zimmer im Haus des Krieges" von Christoph Peters

    Dieses Buch ist brandaktuell: es schildert zunächst einen geplanten und scheiternden Anschlag aus der Sicht eines Terroristen, der ein zum Islam übergetretener Deutscher ist. Im zweiten Teil wird der "Fall" aus der Sicht des deutschen Botschafters erzählt, der sich um den im Ausland inhaftierten deutschen Staatsangehörigen kümmern muss. Der Botschafter fühlt sich durch diesen Fall an seine eigene Jugendzeit erinnert, in der er auch Überlegungen hatte, ob nicht gewalttätige Aktionen erforderlich sind, um politische Veränderungen herbeizuführen ( als er jung war, gab es die RAF). Der Terrorismus wird hier zwar nicht gerechtfertigt, aber doch etwas verständlicher gemacht. Sehr gut gelungen ist die Gleichzeitigkeit einerseits der fortgesetzten Konfrontation mit den Beweggründen des Terroristen und andererseits der Verstärkung des Magengeschwürs und der heftigen Beschwerden, die das mit sich bringt. Das Buch ist also nicht so sehr unterhaltend, aber es ermöglicht, seine Gedanken zu diesem aktuellen Thema zu ordnen, die man ja wegen der Zeitungslektüre sowieso im Kopf hat.

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    VeronikaPeterss avatar
    VeronikaPetersvor 5 Jahren
    Rat_Krespels avatar
    Rat_Krespelvor 7 Jahren
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    Physsievor 8 Jahren

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