Christoph Peters Sven Hofestedt sucht Geld für Erleuchtung

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Inhaltsangabe zu „Sven Hofestedt sucht Geld für Erleuchtung“ von Christoph Peters

Schon seit jungen Jahren sieht Sven Hofestedt aus, als führe er Sportwagen und schliefe mit reichen Erbinnen. Aber obwohl er gerne den abgeklärten Finanzjongleur gibt, gilt sein eigentliches Interesse etwas ganz anderem: Japan und der Philosophie des Zen. Die Irrungen und Wirrungen der Liebe, die Faszination durch fremde Kulturen oder die Suche nach spiritueller Erkenntnis und Wahrheit – in dreizehn ungewöhnlichen Geschichten zeigt Peters, dass er nicht nur ein großer Romancier ist, sondern auch ein Meister der kurzen Form.

Spannende Kurzgeschichten über den Sinn des Lebens, ein paar kleine oder große Gedanken und besondere Momente im Leben einiger Personen.

— Rabenprinzessin
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  • Winke-Katzen und Lebensphilosophie

    Sven Hofestedt sucht Geld für Erleuchtung
    Rabenprinzessin

    Rabenprinzessin

    10. September 2014 um 20:30

    Christoph Peters Buch mit dem schrägen Titel "Sven Hofestedt sucht Geld für Erleuchtung", der gleichzeitig der Titel einer der Geschichten ist,  zeigt ein Maneki-Neko, die typische japanische Winkekatze. Dieser Glücksbringer ist Gegenstand einer der Kurzgeschichten, die von verschiedensten, sehr unterschiedlichen Personen handeln. Sie sind in der Regel keine Superhelden, sondern ziemlich durchschnittlich. Die Situationen sind sehr spannend beschrieben und machen kleine Momente, Nachmittage, Situationen, Abende zu besonderen Situationen in den Leben dieser Menschen. Das Buch ist wirklich unterhaltsam und kurzweilig, zeichnet sich aber durch seine schöne Sprache aus.  Außerdem zeichnet es sich durch die vielen asiatischen Motive und Anspielungen aus.

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  • Sven Hofestedt sucht Geld für Erleuchtung von Christoph Peters.

    Sven Hofestedt sucht Geld für Erleuchtung
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    31. March 2013 um 01:51

    Dereizehn Geschichten vom Autor von “Mitsukos Restaurant”, mal nachdenklich, mal humorvoll, mal tragisch und ab und an das ganz banale am Alltag portraitierend. Christoph Peters liefert hier ein Potpori seiner Kurzprosa, welches ich persönlich sehr genossen habe. Seine Hauptfiguren sind neurotische Fotografen, verarmte Museumszeichner oder nur stille Beobachter der “Frau im Bad”, die der Leser begleitet auf ihrer Suche nach Erleuchtung, auf (Foto) Safari oder einfach nur zum Zoll. Dabei führt Peters den Erzählstrang so, dass aus Banalitäten Besonderheiten, und seine Figuren für den Leser lebendig werden. Was mir besonders aufgefallen ist, im Laufe der Lektüre, ist Peters’ außerordentliches Gespür für die Schönheit seiner Schauplätze. Seiten wendet er oftmals dazu auf dem Leser ein Bild des Wo zu zeichnen, zu schwelgen in der (urbanen) Landschaft, welche seine Figuren umfängt, ob dies nun ein japanisches Dorf sein mag oder ein Döner-Grill in Bielefeld. Wer gerne gute Geschichten liest, aber wenig Zeit hat, dem lege ich diesen Erzählband ans Herz. Eine Geschichte hat zwischen 15 und 25 Seiten, lässt kurzweilig in romanhafte Welten eintauchen und ist in ihrer Finesse oft mehr wert als manch langatmiges Werk, das weiter ausholt als der Leser blicken kann. Ein empfehlenswerter Erzählband, bestehend aus Geschichten, die nicht nur technisch versiert sondern in ihrer Schlichtheit auch ungemein schön sind.

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  • Rezension zu "Sven Hofestedt sucht Geld für Erleuchtung" von Christoph Peters

    Sven Hofestedt sucht Geld für Erleuchtung
    Wolkenatlas

    Wolkenatlas

    15. February 2011 um 09:41

    Über das Sehenswerte an Venedig und andere Erkenntnisse: Christoph Peters' Sammlung von Erzählungen ist ein sehr erfreulicher Band mit wirklich überzeugender, origineller Literatur. Christoph Peters' Protagonisten sind, auch wenn sie sich im Bereich des Absurden bzw. des Unmöglichen oder gar Unerklärlichen bewegen, immer glaubhaft. Ob sie, wie ihre finanziellen Mittel, verschwinden oder an mit einem Kessel zusammenhängenden Schlafstörungen leiden, auf dem Berg ohne Ski in einen Schneesturm geraten oder im Zustand der vermeintlichen Erblindung einer möglicherweise hübschen jungen Dame die Hälfte der eigenen Matratze als Schlafstätte anbieten, sie haben alle etwas gemeinsam: Sie werden durch ein unvorhergesehenes Ereignis aus der Bahn geworfen, kommen aber auf unterschiedliche Art und Weise damit zurecht. Sehr überzeugend ist, dass Christoph Peters die wichtigen oder auch richtigen Dinge unausgesprochen lässt, dadurch bleibt jede Erzählung irgendwie im Gedächtnis hängen und fordert den Leser dezent auf, die soeben gelesene Erzählung noch einmal, ausschnittsweise, oder zur Gänze vielleicht, sogar noch gründlicher zu lesen. Ob pubertierender Jüngling mit ersten Sexualwünschen, Gauner, Guru, Fotograf, Rucksacktourist oder Spanner, die Protagonisten haben einen weiteren gemeinsamen Nenner, sie versuchen alle ihr Leben bzw. die Ausnahmesituation, in der sie sich gerade befinden, auf mehr oder weniger sympathische Art und Weise zu meistern. "Sie - sagen wir Anna - sitzt fast jeden Vormittag dort, wenn ich Kaffee aufbrühe und Milch aufschäume. Ihr Fenster weist nach Norden, so dass sie die zusätzliche Beleuchtung braucht. Ihre Hand hebt eine Tasse, das Gesicht bleibt verborgen. Heute trinkt sie ihren Nachfrühstückstee allein, wie häufig in letzter Zeit. Wenn sie Besuch hat, beugt sie sich oft vor, so dass Kopf und Oberkörper ins Bild kommen. Sie hat eine schöne Art zu gestikulieren, schwer und kraftvoll. Sobald ich am Herd oder vor der Espressomaschine stehe und mich nach rechts wende, schaue ich in ihr Leben. Sie verzichtet auf Sichtschutz, keine Gardinen, kein Milchglas. Nicht einmal nebenan im Bad sind Vorhänge montiert ..." Stilistisch auf einer Linie schwimmend, aber aus unterschiedlichen Erzählperspektiven beleuchtet, haben die unterschiedlichen Protagonisten doch immer ein eigenes, der jeweiligen Erzählung entsprechendes Profil, eine ganz eigene Stimme. Christoph Peters' Protagonisten verlieren auch im Angesicht der drohenden Katastrophe eigentlich nie die Fassung; sie haben menschliche Schwächen, mit denen man sich zum Großteil auch identifizieren kann, agieren teilweise in unerwarteter Weise und gehen oft am Ende leer aus. Sie sind aber definitiv der wichtigste Bestandteil einer erquickenden literarischen Unterhaltung, die Christoph Peters hier abliefert. Da verzeiht man auch gerne, dass nicht alle dreizehn Geschichten (wie die Erzählungen im Buch angeführt werden) das gleiche Niveau haben. Die zusätzliche Erkenntnis, dass der Bahnhof Venedigs dank seiner großzügigen Schlafmöglichkeit für Rucksacktouristen die interessanteste Sehenswürdigkeit Venedigs ist, ist eine heitere Nebenwirkung der Lektüre dieses sehr erfreulichen Erzählungsbandes. (Erstveröffentlicht auf www.sandammeer.at, Roland Freisitzer; 12/2010)

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  • Rezension zu "Sven Hofestedt sucht Geld für Erleuchtung" von Christoph Peters

    Sven Hofestedt sucht Geld für Erleuchtung
    Stadtbuecherei_Wuerzburg

    Stadtbuecherei_Wuerzburg

    13. December 2010 um 10:14

    Wie bereits in den Erzählungen „Kommen und Gehen, manchmal bleiben“, die 2001 erschienen sind, gelingt es Christoph Peters in „Sven Hofestedt sucht Geld für Erleuchtung“ erneut, die Schilderung von außergewöhnlichen Ereignissen realistisch, lebendig und fesselnd zu erzählen. Darin liegt die große Kunst des Erzählers: dem Leser das Unfassbare im Alltäglichen, die geistige Dimensionen der Wirklichkeit zu vermitteln durch die ebenso präzise wie poetische Art der Darstellungen. Peters schreibt mit magischer Kraft und sein fließender Erzählstil entwickelt einen unwiderstehlichen Sog, denn man weiß als Leser nie genau, wohin die Geschichten führen werden. Der Autor beherrscht die kurze Form der Geschichte wie kein Zweiter und das Komische, das Ernste, das Rätselhafte und das Alltägliche finden sich hier als Möglichkeiten der Realität wieder. Es sind die genauen Beobachtungen, dieses Sichtbarwerden hinter den Dingen, die seine Geschichten auszeichnen. Die Suche nach spiritueller Erkenntnis und Wahrheit ist ein immer wiederkehrendes Motiv in diesen dreizehn ungewöhnlichen Geschichten. Erfreulicherweise benötigt der Autor dabei keinerlei esoterischen Überbau, um die tiefe Sehnsucht der Suchenden zu beschreiben. Es sind diese plötzlichen Richtungsänderungen des Lebens, die Überschreitungen der empirischen Erfahrbarkeit, die einen Moment der Transzendenz spürbar werden lassen. So entstehen in der Wahrnehmung der suchenden Personen Zwischenräume, die erahnen lassen, wo die Erfüllung, Erweckung oder Erleuchtung stecken könnte. Diese Ereignisse und Erfahrungen lassen die Wirklichkeit brüchig werden und können die Wahrnehmung der Welt tiefgreifend verändern. Alle Protagonisten/Innen suchen daher Halt in den Dingen, die sich nicht wissenschaftlich erklären lassen. Das Mysterium, das heraufbeschworen wird, um die Sinnfrage neu zu erfahren, wird von einem unbestimmten und unzentrierten Bedürfnis nach Glauben und Religiosität voran getrieben. „Sven Hofestedt sucht Geld für Erleuchtung“ enthält Geschichten, die trotz der „gehaltvollen Thematik“ mit Leichtigkeit und Humor von den letzten geheimnisvollen Dingen erzählen, die ein jeder Mensch auf der Reise nach innen erfahren kann.

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