Christoph Poschenrieder

 4.1 Sterne bei 187 Bewertungen
Autor von Mauersegler, Die Welt ist im Kopf und weiteren Büchern.
Autorenbild von Christoph Poschenrieder (© Daniela Agostini)

Lebenslauf von Christoph Poschenrieder

Christoph Poschenrieder, 1964 bei Boston geboren, wohnt in München. Er studierte an der Hochschule für Philosophie der Jesuiten in München und setzte sich schon in seiner Magisterarbeit mit Schopenhauer auseinander. Außerdem besuchte er die Journalistenschule an der Columbia University, New York. Seit 1993 arbeitet er als freier Journalist und Autor von Dokumentarfilmen, seit 2001 schreibt er auch Gebrauchsanweisungen für Computersoftware. "Die Welt ist im Kopf" war sein erster Roman. Mit "Das Sandkorn" erschien Anfang 2014 sein aktuelles literarisches Werk, mit dem er für den Deutschen Buchpreis 2014 nominiert ist. Poschenrieder lebt mit seiner Frau in München.

Alle Bücher von Christoph Poschenrieder

Cover des Buches Mauersegler9783257069341

Mauersegler

 (62)
Erschienen am 26.08.2015
Cover des Buches Die Welt ist im Kopf9783257240863

Die Welt ist im Kopf

 (54)
Erschienen am 23.08.2011
Cover des Buches Das Sandkorn9783257243253

Das Sandkorn

 (30)
Erschienen am 25.02.2015
Cover des Buches Der unsichtbare Roman9783257070774

Der unsichtbare Roman

 (18)
Erschienen am 25.09.2019
Cover des Buches Kind ohne Namen9783257244489

Kind ohne Namen

 (12)
Erschienen am 24.10.2018
Cover des Buches Der Spiegelkasten9783257242393

Der Spiegelkasten

 (11)
Erschienen am 25.06.2013
Cover des Buches Der unsichtbare Roman9783257245493

Der unsichtbare Roman

 (0)
Erscheint am 24.02.2021

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Christoph Poschenrieder

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Rezension zu "Der unsichtbare Roman" von Christoph Poschenrieder

Klare Leseempfehlung!
Tausendléxivor einem Monat

Der Bestsellerautor Gustav Meyrink erhält 1918 ein außergewöhnliches Angebot vom Auswärtigen Amt in Berlin. Gegen ein stattliches Honorar soll Gustav Meyrink einen Roman schreiben. Einen Roman über die Schuldfrage betreffend des 1. Weltkrieges. Die Freimaurer, die sollen es gewesen sein, sie sollen alle Schuld dieses Krieges tragen. Nun die Richtschnur, über die ist sich der vermeintliche Autor gewiss, doch plagen ihn große Zweifel. Er soll die Schuld belegen. Doch all seine Bedenken werden unter der Honorarsumme gedämmt. Er nimmt den Auftrag an. 


Und <, sagt Meyrink, > warum die Freimaurer? Glauben Sie denn sie Freimaurer hätten all dies angezettelt? <  > Darauf kommt es nicht an. Ich bin Beamter. Da gibt es Weisungen. Weisung kommt von Weisheit, und die kommt  – von oben. Wenn Sie den kleinen Scherz ertragen. Danke sehr.<

( Seite 75 )


Der erste Vorschuß wird überwiesen, doch Gustav Meyrink befindet sich in einer Schreibkrise. Das Auswärtige Amt lässt er im Glauben, er wäre mittendrin in dem gewünschten Verschwörungsroman.


 >Das Einzige, wovor man als Schriftsteller keine Angst haben darf, ist das weiße Blatt Papier – nur davor, was dahinter ist. Ich habe dieses leere Blatt immer als Tür gesehen: Mal drückt man vorsichtig die Klinke und öffnet einen Spalt, manchmal muss man sie beherzt eintreten. Und manchmal steht man eine Ewigkeit vor dieser Tür und wartet auf Einlass: So geht es mir gerade.<

( Seite 164 )


Doch Lügen haben bekanntlich kurze Beine und der Autor gerät in zeitliche Not. Er muss liefern.

Christoph Poschenrieder hat sich hier einem nicht gerade leichten Stoff angenommen, denn der Roman beruht auf wahre Begebenheiten. Er zeigt hier sehr wichtige Monate des Jahres 1918 auf. Erich Mühsam, ein anarchistischer Schriftsteller trifft sich immer wieder mit Gustav Meyrink. Kurt Eisner, treibt seine politischen Vorhaben vehement voran. Er ist der maßgebliche Anführer der Novemberrevolution 1918 und wird der erste Ministerpräsident des Freistaates Bayern. Allein schon der geschichtlichen Zusammenhänge wegen, ist > Der unsichtbare Roman < äußerst interessant. Christoph Poschenrieder führt mit dezent eingesetztem Humor und einer gut dosierten Menge an Ironie durch diese geschichtsträchtigen Seiten. Mit Recherchenotizen, seitens Gustav Meyrink, belegt er den Sachverhalt glaubwürdig. Klare Leseempfehlung.

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B

Rezension zu "Der unsichtbare Roman" von Christoph Poschenrieder

Der unsichtbare Roman
BirPetvor 2 Monaten

Mitten in einer Séance klopft es an Meyerink’s Türe, gerade als die Apothekerwitwe versucht herauszufinden, wo ihr Liebster den Pfandschein für den Schmuck versteckt hat. Wie so oft kommen die Apothekerrwitwe, ein Bankier, ein Fuhrunternehmer und ein Privatier bei dem Spiritisten Gustav Meyerink im ‘Haus zur letzten Laterne’ am Starnberger See zusammen um mit dem Jenseits Kontakt aufzunehmen,so auch an diesem Tag, was die Störung umso ärgerlicher macht. Vor Meyerink’s Türe steht ein Bote des Auswärtigen Amtes um ihm einen Brief zu überbringen und teilt ihm die Nachricht mit, er solle einen Roman schreiben und zwar darüber, wer am Ausbruch des andauernden Krieges die Schuld und Verantwortung trägt. Meyerink hat in der Vergangenheit bereits einige Romane und Geschichten veröffentlicht, alles phantastische Geschichten wie sein Bestseller ‘Der Golem’, die Realität ist ihm entweder zu langweilig oder zu grässlich, meist sowieso beides, weswegen er sich dieser als Schriftsteller nicht widmen mag. Außerdem, woher soll gerade er wissen, wer schuld ist am I. Weltkrieg?

Viele Wahlmöglichkeiten hat der gute Gustav Meyerink aber nicht, denn zu Papier hat er seit langem nichts mehr gebracht und das Haushaltsbuch spiegelt dieses Desaster wider. Da hilft es auch nicht stundenlang Yogaübungen zu machen. Er muss den Roman also schreiben, denn das Geld wird dringend benötigt. Meyerink nimmt den Auftrag an, erhält einen ordentlichen Vorschuss, womit sein Lebensstil mit Automobil und Segelboot erstmal gesichert ist und beschließt den Freimaurern die schuld am Krieg zu geben. Ein Propagandaroman ist jedoch unvereinbar mit seiner subjektiven Schriftstellerehre und so bleiben die Seiten leer, seinem Bleistift entweicht kein Buchstabe und er beginnt den Auftraggeber geschickt hinzuhalten. Natürlich ist ihm bewusst, dass diese Hinhaltetaktik nicht ewig gut geht, denn am Ende zählen Ergebnisse und leere Blätter dürften nicht ausreichend.


Hauptsächlich berichtet uns Gustav Meyerink als Ich-Erzähler, jedoch sind auch andere Meldungen enthalten, Recherchenotizen, die dem Roman eine gewisse Echtheit verleihen sollen, als hätte Meyerink diesen Roman tatsächlich verfassen sollen. Das Besondere an diesem Roman ist, dass der Autor Fiktion und Realität mischt, denn die Historie, Gustav Meyerink (geb. 19.01.1868 in Wien, gest. 04.01.1932 in Starnberg) und seinen Roman ‘Der Golem’ (1915) gibt bzw. gab es wirklich. Der Leser gerät in einen Strudel um das Dasein des Autors, seiner Geldsorgen, die Hürden und Stolperfallen in seinem Privatleben, die politischen Geschehnisse dieser Zeit in München (und weltweit) und vielem mehr. Durch die Vermischung von Fiktion und Tatsachen ist es ein geniales  Verwirrspiel mit uns Lesern, welches ab ca. der Mitte einen wahren Sog entwickelt und irgendwann weiß man gar nicht mehr so recht, was erfunden und was wahr ist. Das Ende ist eine große Überraschung, die Dialoge wahnsinnig gut und voller Wortwitz, eine sehr runde Sache, unterhaltsam, besonders, amüsant und nicht alltäglich.


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Rezension zu "Kind ohne Namen" von Christoph Poschenrieder

unterhaltsam
sophiebooksvor 3 Monaten

Ich mag das Buch sehr. Es behandelt das Thema Rassismus und Rechtsradikalismus aus einer sehr interessanten Perspektive. Die Charaktere Xenia, Ahmed und Franz gefallen mir sehr, wobei ich finde, dass man aus Franz mehr hätte machen können. Alles in allem ist das Buch zwar unterhaltsam, aber es fehlt noch etwas zu den 5 Sternen.

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Gespräche aus der Community

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Die Longlist des Deutschen Buchpreises 2014 steht seit Kurzem fest und hier könnt ihr auch schon bei LovelyBooks für euren persönlichen Favoriten abstimmen.

Jetzt haben wir noch eine besondere Aktion für euch vorbereitet: Ihr habt nun die Möglichkeit, den Autoren, die es mit ihren Büchern auf die Longlist geschafft haben, Fragen zu stellen und natürlich auch ihre Bücher zu gewinnen!

Die Autoren von Diogenes, dem Luchterhand Literaturverlag, dem Residenz-Verlag und dem Rowohlt Verlag haben bereits zugesagt, die Liste ist aber noch nicht final, sondern wird noch erweitert werden. Seid gespannt!

Hier die Termine für die Fragerunden, die bisher feststehen:

Montag, 8. September 2014:
Thomas Melle - "3000 Euro"
Hier geht es zur Fragerunde!

Matthias Nawrat - "Unternehmer"
Hier geht es zur Fragerunde!

Michael Ziegelwagner - "Der aufblasbare Kaiser"
Hier geht es zur Fragerunde!

Dienstag, 9. September 2014:

Christoph Poschenrieder - "Das Sandkorn"
Hier geht es zur Fragerunde!

Mittwoch: 10.September 2014:

Saša Stanišić - "Vor dem Fest"
Hier geht es zur Fragerunde!

Dienstag, 16. September 2014:

Ulrike Draesner - "Sieben Sprünge vom Rand der Welt"
Hier geht es zur Fragerunde!

Mittwoch, 17. September 2014
Martin Lechner - "Kleine Kassa"
Hier geht es zur Fragerunde!

Sobald die Fragerunden eröffnet sind, werden wir sie auch hier verlinken. Ihr könnt den Autoren am jeweiligen Tag im entsprechenden Thema (also nicht hier im Thema!) Fragen stellen, die sie euch dann natürlich auch beantworten! Bitte beachtet, dass die Fragerunden teilweise nicht bis Mitternacht geöffnet sein werden, sondern die letzten Fragen schon am Abend gestellt werden müssen! Wie auch bei unseren Fragefreitagen werden wir unter allen Fragestellern einige Exemplare der Bücher verlosen, mit denen die Autoren nominiert sind.

Unter den Teilnehmern an allen Fragerunden verlosen wir 3 tolle Buchpakete mit den folgenden Büchern aus der Longlist:


Ich wünsche euch schon einmal viel Spaß bei den Fragerunden! Seid ihr schon gespannt? :)


Nachtrag: Die Shortlist des Deutschen Buchpreises ist nun auch veröffentlicht! Hier könnt ihr sehen, welche Titel es geschafft haben!
82 Beiträge
Letzter Beitrag von  Flohvor 5 Jahren
Oh Danke, da habe ich ja noch gar nicht mit gerechnet!
Zum Thema
Cover des Buches Das Sandkornundefined

Fragerunde mit Christoph Poschenrieder, dem Autor von "Das Sandkorn"

Im Rahmen unserer Aktion rund um die Longlist des Deutschen Buchpreises 2014 habt ihr die Chance, den Autoren, die mir ihren Werken nominiert sind, Fragen zu stellen und ihre Bücher zu gewinnen. Hier könnt ihr für euren Longlist-Favoriten abstimmen!

Ich freue mich sehr, in dieser Fragerunde nun Christoph Poschenrieder begrüßen zu können! Sein Roman "Das Sandkorn" ist ein Zeitbild von 1914, das den Krieg - obwohl so zentral in diesem Jahr - zu einer Randerscheinung macht. Ein Roman, vielschichtig und elegant erzählt, der die Leser wie Treibsand gefangen hält.

Mehr zum Buch:

Es sind die letzten Tage des Kaiserreichs, an der Schwelle zum Ersten Weltkrieg. Jacob Tolmeyn, Kunsthistoriker aus Berlin, befürchtet, wegen seiner Homosexualität erpresst und verfolgt zu werden, und nimmt einen Forschungsauftrag in Süditalien an, weit weg vom gefährlichen Großstadtkiez. Doch auch unter der apulischen Sonne, bei der Vermessung der staufischen Kastelle zusammen mit seinem Assistenten Beat unter der Aufsicht von Letizia, steht er bald vor demselben Problem. Muss er nun auch in Italien vor Denunzianten zittern? Zurück in Deutschland gerät er trotz aller Vorsichtsmaßnahmen in die Fänge eines Berliner Kommissars - eines Spürhunds, der einer Fährte aus Sand folgt, die Tolmeyn selbst gelegt hat.

Hier geht es zur Leseprobe!

Mehr zum Autor:
Christoph Poschenrieder, 1964 bei Boston geboren, wohnt in München. Er studierte an der Hochschule für Philosophie der Jesuiten in München und setzte sich schon in seiner Magisterarbeit mit Schopenhauer auseinander. Außerdem besuchte er die Journalistenschule an der Columbia University, New York. Seit 1993 arbeitet er als freier Journalist und Autor von Dokumentarfilmen, seit 2001 schreibt er auch Gebrauchsanweisungen für Computersoftware. "Die Welt ist im Kopf" war sein erster Roman. Poschenrieder lebt mit seiner Frau in München.

Auf der Website von Christoph Poschenrieder gibt es außerdem noch viele Hintergrundinfos zu "Das Sandkorn", die einen Blick lohnen.

Gemeinsam mit Diogenes verlosen wir unter allen Fragestellern 5 Exemplare von "Das Sandkorn" von Christoph Poschenrieder. Wer bei allen Fragerunden mit den Longlist-Autoren Fragen stellt, wandert zusätzlich in den Lostopf für eines von drei Buchpaketen, vollgepackt mit den nominierten Werken!

Christoph Poschenrieder wird am 9. September 2014 bis ca. 20 Uhr Fragen beantworten. Bitte habt Verständnis dafür, dass wir die Fragerunde dann dementsprechend schließen.

Ich wünsche euch viel Spaß bei der Fragerunde und beim Diskutieren mit dem Autor!
108 BeiträgeVerlosung beendet
Letzter Beitrag von  eskimo81vor 6 Jahren
Mein Buch ist eingetroffen - Herzlichen Dank!

Zusätzliche Informationen

Christoph Poschenrieder im Netz:

Community-Statistik

in 256 Bibliotheken

auf 37 Wunschlisten

von 4 Lesern aktuell gelesen

von 4 Lesern gefolgt

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