Christoph Poschenrieder Die Welt ist im Kopf

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Inhaltsangabe zu „Die Welt ist im Kopf“ von Christoph Poschenrieder

Genug studiert – nun will er leben: Eine monatelange Reise führt den jungen Arthur Schopenhauer von Dresden nach Venedig, von Goethe zu Lord Byron, über schroffes Gebirge und weite Täler ins Labyrinth der Kanäle, in den Strudel der Wirklichkeit – und zu Teresa.

Schopenhauers Philosophie hervorragend in eine fiktionale Biographie eingebettet.

— TaugenichtsWelt

Zumindest seelenverwandt mit "Die Vermessung der Welt". Sehr humoriger Stil. Bringt einem Schopenhauer und die Philosophie nahe. Sehr gut!

— rumble-bee

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Diese Challenge läuft vom 1.1.2015 bis 31.12.2015. Alle Bücher, die in diesem Zeitraum und passend zu den Themen gelesen wurden, zählen. Es zählen Bücher aus allen Genres und mit allen Erscheinungsjahren, sofern sie die Themen erfüllen. Sie dürfen gern vom SuB (= Stapel ungelesener Bücher) oder neu gekauft, geschenkt bekommen oder geliehen sein. Man kann jederzeit noch in die Challenge einsteigen und auch passende Bücher zählen, die man zuvor im Jahr 2015 gelesen hat. Zu diesen Themen wollen wir passende Bücher lesen: Für jedes Thema gibt es ein extra Unterthema, in dem ihr euch über eure gelesenen oder eventuell dazu geplanten Bücher austauschen könnt. Ein Buch, in dem es um Bücher, Literatur und / oder das Lesen geht. Ein Buch, dessen Cover hauptsächlich (am besten ausschließlich) Schwarz und Weiß ist. Ein Buch, dessen Titel aus genau 2 Wörtern besteht. Ein Buch mit einer durchschnittlichen Bewertung von 3 oder weniger Sternen auf LovelyBooks. (Das Buch muss mindestens 3 Bewertungen haben, es gilt der Zeitpunkt, zu dem du zu lesen beginnst.) Ein Buch von einem Bestsellerautor, von dem du selbst noch nie etwas gelesen hast. Ein Buch, das gedruckt bisher ausschließlich als Hardcover erschienen ist. Ein Buch, das in Asien, Südamerika oder Afrika spielt. Ein Buch mit mehr als 650 Seiten. Ein Buch mit einer jungen und einer älteren Hauptfigur, mindestens 40 Jahre Altersunterschied. Ein Buch, zu dem es auf LovelyBooks noch keine Rezension sowie keine Kurzmeinung gibt. (Es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns.) Ein Buch mit einen elektrischen Gegenstand auf dem Cover. Ein Buch, in dessen Buchtitel gegenteilige Wörter / Dinge genannt werden. Ein Buch von einem Autor, der bisher ausschließlich dieses eine Buch veröffentlicht hat. Ein Buch, das durch seinen Titel & sein Cover auf eine ganz bestimmte Jahreszeit hindeutet. Ein Buch, in dem mindestens 3 unterschiedliche fantastische Wesen vorkommen. 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Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & ich bin gespannt, welche Themen sich am leichtesten und welche als am schwierigsten heraustellen! Wer ist dabei? Ein paar zusätzliche Informationen: * Bezieht euch bei der Zuordnung des Buches zu einem der Themen immer auf die Ausgabe des Buches, die ihr selbst besitzt! * Sprache, Format etc. sind egal - auch Hörbücher gelten, außer es ist für das Thema von Bedeutung * Man kann diese Challenge mit anderen kombinieren, also auch Bücher hierfür und gleichzeitig für andere Challenges zählen. * Die Zuordnung der Bücher zu bestimmten Themen kann auch nachträglich noch geändert werden. * Wichtig ist, dass man das Buch 2015 beendet. Wann man es angefangen hat, ist egal. * Falls Bücher, die eine ISBN haben, noch bei LovelyBooks fehlen, geht in eure Bibliothek und sucht es oben unter "Bücher hinzufügen". Dort wählt ihr für deutschsprachige Bücher die Suche bei Amazon.de aus, für fremdsprachige alternativ Amazon.co.uk oder .com Die Challenge wird im Januar 2016 ausgewertet! Wer vorher sein Jahresziel erreicht hat, kann mir eine kurze Nachricht schreiben. 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  • Die Schlinge zieht sich zu

    Die Welt ist im Kopf

    walli007

    30. June 2013 um 09:33

    Schon bevor Schopenhauer sein Werk vollendet hat, gerät er mit seinem Verleger in Streit und die Veröffentlichung verzögert sich. Was soll er - Schopenhauer - nun unternehmen, hat er doch ein Empfehlungsschreiben von Goethe bekommen, mit dem er bei dem berühmten Dichter Byron vorsprechen kann, aber ohne Buch? Dennoch reist Schopenhauer nach Venedig, wobei er auf der Fahrt dem Studenten Fidelis von Morgenrot begegnet. Während der Fahrt über den Pass retten die beiden ein Pferd vor den Grausamkeiten des Kutschers. Und diese Anekdote kommt dem Fürsten Metternich zu Gehör, der sie flink nutzt, um eine drohende Verschwörung der Brahmanen anzudeuten und somit der Konferenz von Aachen ein Thema zu geben. Man beschließt, die Ereignisse zu untersuchen und die Beteiligten zu überwachen. Derweil gelingt es Schopenhauer, der in die Venezianische Kultur eingetaucht ist, einen Teil seiner Schwermut abzuwerfen und in der Stadt des Karnevals eine zunächst unbeschwerte Zeit zu verleben. Schopenhauer, der von vielen als Misanthrop betitelt wurde, bekommt hier ein eher heiteres kleines Denkmal gesetzt. Auch wenn er das Glück als negativ empfindet, genießt er seine unbeschwerte Zeit in Venedig doch so sehr, dass er den Aufenthalt zunächst ungeplant immer weiter ausdehnt, bis er sogar mit dem Gedanken spielt, für länger zu verweilen. Ein schönes Bild von einem Philosophen, der einem Hund folgt, der nur gute Menschen führt. Fast vergisst er über seiner Glückseligkeit sogar das Treffen mit Byron, obwohl auch dessen Anwesenheit in der Stadt einen gewissen Teil der Geschichte einnimmt. Von der Geheimpolizei lässt sich Schopenhauer auch nicht aus der Ruhe bringen, wollen diese ihn zwar aus der Stadt entfernen, wegen der Verschwörung, übergeht er deren Ansinnen einfach, weil es ihm zu widersinnig erscheint. Er träumt sein Leben in Venedig. Doch irgendwann von der Realität eingeholt, muss Schopenhauer ein paar Entscheidungen treffen. Mit viel Wohlwollen beschreibt der Autor seinen Protagonisten, stellt den Unverstandenen, der erst viel später zu einigem Ruhm gelangte, in einem warmen Licht dar, so dass es eine Freude ist diesem zwar leicht aufbrausenden, doch eher Gutes wollendem Philosophen näher zu kommen, zu denken, ach so könnte es gewesen sein, er war ein Mensch, der das Glück eines Augenblicks empfinden und genießen konnte, immer eingedenk dessen, dass es doch so schnell vergeht.

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  • Menschliches, Allzumenschliches

    Die Welt ist im Kopf

    rumble-bee

    07. April 2013 um 12:33

    Dieses Buch verträgt ganz und gar keine Eile. Ich war froh, dass ich im Urlaub genügend Zeit dafür hatte. Schon allein aufgrund der gehobenen Sprache, aber auch aufgrund des Themas (Schopenhauer und seine Philosophie) benötigt es Muße, und den Willen, zu verstehen. Das Buch ist in meinen Augen mindestens "seelenverwandt" mit der "Vermessung der Welt" von Daniel Kehlmann. Obwohl Christoph Poschenrieder weniger zu Slapstick neigt als sein berühmter Kollege. Aber auch er verfolgt das Rezept, eine fiktionalisierte und humorig aufbereitete Episode aus dem Leben einer berühmten Persönlichkeit zu schildern. Der Leser begleitet den Philosophen Arthur Schopenhauer vor und während seiner Reise nach Venedig - also um die Zeit der Veröffentlichung seines berühmtesten Werkes herum, "Die Welt als Wille und Vorstellung" (welches damals jedoch zunächst nahezu unbeachtet blieb). Das Buch ist dabei weniger auf "Handlung" ausgerichtet, als auf die Erhellung der Charaktereigenschaften von Schopenhauer. Gleichzeitig treten noch andere berühmte Personen auf, wie Goethe und Byron. Und auch die Bürokratie der damals noch existenten k.u.k.-Monarchie wird gehörig aufs Korn genommen. Man muss schon eine Ader für diese Schreibweise haben. Wie gesagt, geht es weniger um "forlaufende Handlung". Das Buch besteht eher aus lauter kleinen, eigenwilligen, aber köstlich gestalteten "Miniaturen", kleinen Szenen, die unterschwellig durch einen roten Faden verbunden sind. Jedes Kapitelchen könnte also auch für sich stehen. Es wird überwiegend Wert auf Humoriges gelegt, auf Eigenheiten der Personen, auf Macken, Marotten und Überspitzungen. Dies ist nur teils erfunden, der Autor hat, soweit möglich, auch seine erfundenen Episoden auf Wahrscheinlichem, auf Überlieferungen, gegründet. So weiß man z. B. von Zeitgenossen, dass Schopenhauer in der Tat eher grantig, aber dafür Tierfreund war. Dass Goethe sich in seine Farbenlehre "verbissen" hat. Und dass Byron für jeden Skandal gut war. Diese Überlieferungen treiben im Buch wirklich herrliche Blüten! Ich wurde auf hohem Niveau sehr gut unterhalten. Gewöhnungsbedürftig ist sicher auch die Sprache. Reiche Bilder, kunstvoll gestaltete Sätze. Und, wie bei Daniel Kehlmann auch: die wörtliche Rede wurde so weit als möglich zurückgenommen. Es gibt keinerlei Anführungszeichen, höchstens Bindestriche oder Absätze. Ich fand das sehr schön - das hat zu einem ruhigeren Schriftbild und insgesamt "klassischem" Eindruck beigetragen. Obwohl ich das Buch grandios fand, würde ich es also nur eingeschränkt empfehlen. An Leser mit zumindest einer Prise "klassischer" oder philosophischer Vorbildung. An Leser, die keine geläufige Unterhaltung erwarten. Und an Sprach-Fetischisten.

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  • Rezension zu "Die Welt ist im Kopf" von Christoph Poschenrieder

    Die Welt ist im Kopf

    Moosbeere

    01. November 2010 um 22:01

    "Die Welt ist im Kopf" Inhalt Mit diesen Worten erklärt der noch junge Arthur Schopenhauer seiner Geliebten Teresa den Inhalt seines frisch erschienen philosophischen Werkes. Noch ahnt der junge Mann nicht, dass sich "Die Welt als Wille und Vorstellung" nur sehr schlecht verkaufen wird. Und so verlebt einige glückliche Monate in Venedig, der Stadt, in der sich auch Lord Byron aufhält... Mein Eindruck Christoph Poschenrieder beschreibt die Erlebnisse "seines" Schopenhauers mit klaren, intelligenten Worten. Hat man sich erstmal eingelesen, so hungert man förmlich nach noch mehr Philosophie, mehr klugen Gedanken und witzigen Wortgefechten. Kleines Manko: Dieses Buch war für mich trotz allem kein "Page-Turner" im eigentlichen Sinne. Die Handlung plätscherte eher vor sich hin. Zudem hätte ich gerne noch mehr über die Inhalte von Schopenhauers Werk erfahren. Fazit Alles in allem gibt es aber 4 wohl verdiente Sterne von mir für dieses Buch. Nicht zuletzt auch, weil ich den Autor bei der Livestream-Lesung hier "live" erleben durfte und von seiner Art und Vorleseweise sehr angetan war. Noch größer war da natürlich die Freude ein sehr nett signiertes Exemplar gewonnen zu haben. :)

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  • Rezension zu "Die Welt ist im Kopf" von Christoph Poschenrieder

    Die Welt ist im Kopf

    Lumina156

    28. July 2010 um 22:15

    "Verschwinde Vernunft, deine Ratschläge sind für jetzt zu langatmig, komm zurück, Geistesgegenwart" Warte, sagte er. Die junge Frau hatte offenbar wenig Geduld mit.... mit Idioten." So zu lesen auf Seite 163 des Buches, das uns den allseits als Pessimisten bekannten Philosophen Schopenhauer ein wenig näher bringen soll. Wie kommt es zu dieser Situation? Arthur Schopenhauer - sein neuestes Werk gerade vollendet, aber noch nicht gedruckt in seinen Händen - begibt sich auf die Reise nach Italien. Zu Beginn der Reise steht das erklärte Ziel fest: Eine Begegnung mit Lord Byron, gesichert durch eine Empfehlungskarte Goethes! Dieses kleine Kärtchen ist fast ein "Heiligtum" Schopenhauers - versinnbildlicht es doch in jeglicher Weise seine Absicht, sein erklärtes Ziel, seinen Daseins-Wunsch.... Er will sich messen - will "der Philosophen-Welt" zeigen, wer er ist. Gleichzeitig wird gerade dieses "Heiligtum" zum Verhängnis...... Und wie wertvoll ist es am Ende der hier erzählten Lebensepoche noch? Auch das Leben eines Arthur Schopenhauer (zumindest jenes der Gedankenwelt des Schriftstellers ,-) ) verläuft niemals reibungslos. So gerät er ziemlich schnell "zwischen die Fronten" und wird bespitzelt, beobachtet, beurteilt.... Meist sind unglaubliche Mißverständnisse Auslöser für noch unglaublichere Nachrichten über ihn. In diesem Zusammenhang ist mir persönlich die Figur des "Albuin Hochköflers" ganz arg ans Herz gewachsen. Jener welcher führt satz-, wort-, gesetzesgetreu seinen Dienst aus. Gibt jede ihm mitgeteilte Neuigkeit über den Herrn Schopenhauer brav an die höhere Stelle weiter - und ist sich seiner fehlerhaften Beurteilung in keiner Sekunde bewußt. Irgendwie "mochte ich ihn" ,-) während der Lektüre. Ebenso Adele - die Schwester Schopenhauers - die ihn zu jeder Zeit und gegenüber jeder Person verteidigt, keinen schlechten Gedanken über ihn zuläßt - wenngleich sie selber sich seiner Schwächen durchaus bewußt ist. Es begegnet uns ebenfalls Fidelis - der ewige Student - er "belustigt" die Kutschfahrt unseres Herrn Schopenhauer. Der kleine Ciccio - 4beinig und als Stadtführer nicht besser zu ersetzen - wird ein getreuer Gefährte unseres Herrn Schopenhauer. "Ciccio führt nicht jeden, nur die guten menschen. Musst wohl ein guter Mensch ein, Arturo." - äußert sein Besitzer am Tag der Begegnung von A. Schopenhauer und dem Hund. Ciccio führt nur gute Menschen. Ciccio führt Arthur. Also ist Arthur ein guter Mensch. Er dachte: Nach den Regeln der Logik ist das einwandfrei, der Schluss schmeichelhaft, aber stimmt die erste Prämisse? So war er - Schopenhauer - immer ein denkender Mensch. Immer hinterfragend..... bis..... ja - bis es eben notwendig wird, um die Rückkehr der Geistesgegenwart zu bitten, weil Theresa ihm begegnet und seine bis dahin gelebte ""Wirklichkeit"" völlig aus den Fugen gerät. Dem Autor ist wie ich finde eine interessante Lektüre gelungen, die mir persönlich einen bisher unbekannten Arthur Schopenhauer ein wenig näher gebracht hat. Wenngleich ich nicht beurteilen kann - mangels Kenntnissen ,-) - inwieweit es der "wirkliche" Schopenhauer war, der hier beschrieben wird. Mir gefiel der Schreibstil des Autors sehr - geniale Wortschöpfungen, Bildkreationen.... die ich sehr liebe! Es versüßt einem auf jeden Fall einige Nachmittage und ist definitiv wert, gelesen zu werden ! Mein Lieblingswort aus diesem Buch: GLIMMERBLÄTTCHEN (als Lesezeichen) !

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  • Rezension zu "Die Welt ist im Kopf" von Christoph Poschenrieder

    Die Welt ist im Kopf

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    Das Debüt von Christoph Poschenrieder "Die Welt ist im Kopf" ist eine gelungene, im weitesten Sinne historische Reise, und ein schönes Gedanken-Anregungsbuch dazu. Der Leser begleitet Arthur Schopenhauer von Dresden nach Venedig; Begleiter dieser Reise ist eine der Zeit angemessene Sprache, die wunderbar fließend, leicht und doch tragend Philosophie ganz anders aufbereitet. Ich habe Schopenhauer gerne begleitet in dieser von C. Poschenrieder kunstvoll inszenierten, altertümlichen Sprache, die mir am Buch noch am besten gefallen hat. Es lässt sich wunderbar versinken in die Zeit um 1818, der Leser begegnet Goethe und Lord Byron, es lässt sich auch wunderbar nachdenken über Arthur Schopenhauer und dessen Werk. Mich hat das Buch veranlasst, mich mit Schopenhauer zu beschäftigen, was ich ohne dessen Lektüre höchst wahrscheinlich nicht getan hätte. Gute Literatur ist für mich immer dann gegeben, wenn ein Werk es schafft, mich dazu zu bringen, mich mit mir unbekannten Themen zu beschäftigen, Neues zu entdecken, mir die Augen zu öffnen für Themen, an die ich vorher aus verschiedenen Gründen nicht heran getreten bin. Dieses ist "Die Welt ist im Kopf" gelungen! Ein Werk, dessen Lektüre ich genossen habe und welches ich ganz besonders an philosophieinteressierte Leser weiter empfehlen möchte.

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    • 3

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    24. June 2010 um 07:58
  • Rezension zu "Die Welt ist im Kopf" von Christoph Poschenrieder

    Die Welt ist im Kopf

    Gospelsinger

    02. June 2010 um 17:26

    Wenn ich im Sommer Venedig besuche, werde ich die Gondeln mit anderen Augen betrachten, bin ich doch jetzt dank Schopenhauers Bemühungen, das Gondelfahren zu erlernen, über die Besonderheiten der Gondelkonstruktionen und über die Fähigkeiten der Gondoliere bestens informiert. Schopenhauers Gondelunterricht gehört zu den wirklich schönen Szenen dieses Buches. Allerdings hatte ich erst einmal Schwierigkeiten mit dem Einstieg in diesen Roman, was vielleicht auch daran liegt, dass ich einfach nicht die Ruhe hatte, mit der dieses Buch gelesen werden sollte. Mir war zunächst nicht klar, was genau eigentlich die Handlung des Buches ist. Die handelnden Personen Schopenhauer, Goethe, Lord Byron und die Nebenfiguren werden aneinandergereiht, ohne richtig miteinander in Beziehung zu treten. Trotzdem ist das Buch lesenswert und unbedingt zu empfehlen. Denn es ist sprachlich wunderschön, und es gibt eine ganze Reihe von hervorragenden Szenen. Beispielsweise, wenn Schopenhauer sich bei einer winterlichen Passüberquerung aufgrund seiner Tierliebe bei seinen Mitreisenden sehr unbeliebt macht. Schön war auch die Beschreibung einer schon ins Possenhafte gehenden Verfolgungsjagd. Witzig geschildert fand ich den Blick in die Frühzeit der Musikpromotion und des Fanartikelmerchandising am Beispiel einer Opernsängerin. Meine Lieblingsszene aber ist die Rolle eines Schweines im Karneval, einfach herrlich. Christoph Poschenrieder kann hervorragend schreiben, und ich hoffe, dass es noch weitere Bücher aus seiner Feder geben wird. Schopenhauer wurde mir mit diesem Buch jedenfalls so nahe gebracht, dass er auf meiner Leseliste gelandet ist. Noch eine kleine Schlussbemerkung: Endlich hat ein Diogenes-Buch das, was ich bei diesen so schön gemachten Büchern schon immer vermisst habe: Ein Lesebändchen.

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  • Rezension zu "Die Welt ist im Kopf" von Christoph Poschenrieder

    Die Welt ist im Kopf

    kolokele

    02. April 2010 um 13:39

    Schopenhauer macht sich auf von Dresden nach Venedig mit einer Empfehlung von Goethe an Lord Byron in der Tasche und seinem ersten vollendetem, aber immer noch nicht gedruckten Werk im Hinterkopf. Der Leser begleitet ihn auf der Reise, lernt außerdem familiäre Hintergründe kennen und macht sich gemeinsam mit Schopenhauer, geleitet von einem Hund, auf den Weg, Venedig zu erkunden. Er findet Freunde, Sinnesgenossen und Liebe. Darüber hinaus lernt man noch einiges über die Zeit, poltische Hintergründe, die teils aberwitzige Ausmaße annehmen und verliert sich ein wenig in der Zeit. Alsbald Schopenhauer beschließt in der Stadt zu bleiben, muss er auch schon wieder gehen, warum wird man lesen müssen. Auch ob er sein Empfehlungsschreiben, was ein wenig den roten Faden des Buches darstellt, einsetzt oder nicht. Dieser Depütroman von Christoph Poschenrieder, der zwar kein historischer sein will, einen aber doch in gelungener Weise in die Vergangenheit mit nimmt, unterhält. Ein großes Lob verdient der Autor für die verwendete Sprache, die sicher einiges an Recherche verlangt hat und die einem wirklich oft innehalten lässt, weil sich so viele Schätze in ihr finden lassen. Und doch, fehlt mir etwas an dem Buch, es hat mich nicht sehr berührt, es kratzte zu sehr an der Oberfläche, teils fand ich die Charaktere etwas zu dünn gezeichnet, teils waren mir Parallelhandlungen zuviel bzw. wusste ich nichts damit anzufangen und sie richtig in die Geschichte einzusortieren. Es bleibt eine spannende Leseerfahrung und schon allein aufgrund der Sprache lohnt sich auch ein zweiter Blick in das Buch, aber ich bleibe mit weniger Begeisterung zurück als ich es stellenweise erhofft hatte.

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  • Rezension zu "Die Welt ist im Kopf" von Christoph Poschenrieder

    Die Welt ist im Kopf

    Bücherwurm

    27. March 2010 um 22:58

    Ein schönes Buch, macht Spass beim Lesen. Der Humor kommt auch nicht zu kurz. Es handelt von einer sehr kurzen Passage aus Schopenhauers Leben um 1818. Er hat gerade sein grosses Werk fertig gestellt, der Druck bei Brockhaus verzögert sich, und Schopenhauer fährt als unbekannter Autor nach Italien. Eigentlich ist eine Reise durch Italien vorgesehen, eigentlich ist ein Besuch bei Lord Byron geplant, aber es kommt -wie so oft im Leben- alles anders. Für mih sind viele Fragen offen gebliebe, ich hätte gerne mehr erfahren, schade, dass es schon zu Ende ist.

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  • Rezension zu "Die Welt ist im Kopf" von Christoph Poschenrieder

    Die Welt ist im Kopf

    radieschen

    26. March 2010 um 21:41

    „Alles was man schriftlich ins Publikum bringt gleicht einer Arzenei die man Jemanden eingiebt: bisweilen wirkt sie gleich, bisweilen gar nicht, geht ab ohne Wirkung, bisweilen wirkt sie sehr spät, und zeigt bisweilen ihre Wirkung an Theilen wo man es nicht vermuthete und auf eine Art an die man nicht dachte.“ Welch kluger Schachzug von Christoph Poschenrieder sein Debüt mit diesem Zitat Schopenhauer einzuleiten: sehr passend und für Jedermann zutreffend.Da stellt sich mir die Frage: Wie wird dieser Roman auf mich wirken? 1818: Der 30jährige Schopenhauer hat sein Werk „Die Welt als Wille und Vorstellung“ beendet und begibt sich auf eine abenteuerliche Reise nach Venedig.In seiner Brusttasche verleiht ihm Goethes Empfehlungsschreiben an Lord Byron, der auch in Venedig verweilt, Sicherheit.Die Reise wird sehr anschaulich dargestellt, kurzweilig so wie amüsant, und wir lernen allerhand interessante Charaktere kennen, unter anderem Schopenhauers Schwester Adele, seine ehemalige Geliebte und einen charmanten, das Leben liebenden Studenten namens Fidelis.Der Autor versteht es mit seiner gewählten, poetischen Schreibweise alle Sinne zu animieren.Er spart nicht mit Metaphern und Adjektiven, so das die Personen, die Schauplätze und die Geschehnisse lebendig werden.Hinzu kommt ein feines Gespür für subtilen Humor. In Venedig angekommen geht Schopenhauer auf Entdeckungstour, begegnet Teresa, verliebt sich in sie.Was passiert weiter? Was ist mit Lord Byron?Begegnen sie sich? Bleibt Schopenhauer in Venedig? Das sollte man lieber selber lesen, ich möchte nicht zu viel verraten. Leider ließ für mich ab hier die Spannung nach, das Interesse ebbte ab.Ich habe mir mehr erhofft, zum Ende hin fehlte das Besondere, das gewisse Etwas oder die Wendung.Die Handlung plätscherte eher dahin, obwohl der Schreibstil mir alles versüßt hat und es ein Erlebnis war Schopenhauer mal ganz anders zu entdecken. Dieses Buch lohnt sich aufgrund solcher Sätze:“:Bei den Indern habe er jedenfalls gelernt, sagte Fidelis, sich aus der Welt der anderen nicht viel zu machen - denn die Welten der anderen bestanden meist aus Zumutungen und Einschränkungen - sie waren(...)in der Sonne getrocknete Frösche: die Haut für den schönen Schein gespannt über ein Knochengestell als Gerüst vorgeblicher Regeln, keines Sprunges fähig, voller heißer Luft.“ Mein Fazit: Insgesamt ein beachtliches Debüt, sprachlich hervorragend, die Idee interessant, aber inhaltlich nicht abgerundet und ausbaufähig.

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  • Rezension zu "Die Welt ist im Kopf" von Christoph Poschenrieder

    Die Welt ist im Kopf

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    25. March 2010 um 09:46

    Der junge Schopenhauer möchte sein Buch über Brockhaus publizieren lassen. Dieser jedoch hält ihn immer weiter hin, trotz dessen, dass die beiden einen Vertrag haben. Schopenhauer macht sich, ohne sein Buch, dafür mit einer Empfehlung Goethes in der Tasche, auf, zu einer Reise nach Italien. Christoph Poschenrieders Debütroman ist wirklich mehr als gelungen und ich bin sehr froh, dass ich ihn gewonnen habe, denn ich denke, dass ich ansonsten nicht unbedingt darauf aufmerksam geworden wäre. Wir lernen in diesem Roman die Figuren Schopenhauer, Goethe und Byron kennen, allerdings nicht so wie man sie in der Schule dargestellt bekommt, sondern privater und vor allem jünger. Deutlich zu sehen bei Schopenhauer, den zu dieser Zeit noch niemand richtig wahr nimmt. Das Buch ist eingeteilt in vier Abschnitte, die gewissermaßen die verschiedenen Stufen der Reise darstellen. So ist der erste Teil zunächst einmal die reine Beschreibung der Hauptcharaktere und die Vorbereitung auf die Reise. Ab dem zweiten Teil beginnt dann die Reise und wir lernen immer mehr Personen kennen, die mal mehr, mal weniger wichtig für die Geschichte sind. Einige bleiben bis zum Ende, andere wiederum sind sofort wieder verschwunden. Die Sprache gefällt mir sehr gut, zum Einen ist sie der Zeit, in der es spielt, angepasst, zum Anderen leicht philosophisch angehaucht, so dass sie auch noch gut zum Thema passt. Man kommt zwar daher nur recht langsam voran mit dem Lesen, da man über manche Stellen ein wenig länger nachdenken muss, um sie zu verstehen, aber so kann man das ganze Ausmaß wunderbar genießen, denn trotz allem lässt sich das Buch sehr schön lesen. Aufgelockert wird die Thematik durch eine gute Portion Witz, die aber keineswegs albern wirkt, sondern genau hinein passt. Die Darstellung der Charaktere ist sehr detailliert, so wie alle anderen Beschreibungen auch. Man bekommt somit eine sehr gute Vorstellung der Personen und kann sie sich bildlich bis ins kleinste Detail vorstellen. Dabei besitzen sie auch noch eine enorme Tiefe, so dass man sich fast mit ihnen verbunden fühlt und sie gerne auf ihrem Weg begleitet. Alles in allem hat mir das Buch also sehr gut gefallen und ich empfehle es natürlich gerne weiter, nur muss jeder für sich vorher entscheiden, ob diese Thematik etwas für einen sein könnte, da der Lesespaß ansonsten wohl eher nicht so hoch ist.

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  • Rezension zu "Die Welt ist im Kopf" von Christoph Poschenrieder

    Die Welt ist im Kopf

    chaosbaerchen

    24. March 2010 um 11:45

    Das Buch ist mit seinen 340 Seiten durchaus überschaubar, aber die gehobene Sprache und der kompakte Inhalt machen es zu einer anspruchsvollen Lektüre, die man nicht in einem Zug verschlingen sollte. Der Inhalt ist schnell umrissen: Es geht um den 30-jährigen bis dato unbekannten Philosophen Arthur Schopenhauer, der als Kind einer Kaufmannsfamilie Ende des 18. Jahrhunderts aufwächst, jedoch nach dem Tod seines Vaters die mehr oder weniger bis dahin (erzwungen) geradlinige Spur verlässt und studiert, was die Mutter nur bedingt befürwortet und ihn später mit den Worten aus Weimar nach Dresden (in die geistige Freiheit) verabschiedet, er solle "so glücklich werden, wie er könne", wobei sie einen klaren Unterton mitschwingen lässt, dass er dazu gar nicht in der Lage sei. Sie irrt sich. Das Buch beginnt dort, wo der junge Schopenhauer unmittelbar vor der Veröffentlichung seines ersten großen zweibändigen Werkes "Die Welt als Wille und Vorstellung" durch den Verleger Brockhaus steht. Mit einer Empfehlung des Familienfreundes Goethe für den in Venedig lebenden skandalumwobenen Dichter Lord Byron in der Tasche macht er sich auf den Weg nach Italien, wobei die Reise in Venedig, das ursprünglich nur als Zwischenstation geplant war, unverhofft endet, weil Schopenhauer sich dort in Teresa verliebt. Auf dem doch recht beschwerlichen und lang dauernden Weg mit der Postkutsche lernt er den ewigen Studenten und recht fanatischen Byron-Anhänger Fidelis von Morgenrot kennen, der ihm auch in Venedig immer wieder über den Weg läuft. Auch gelangt die Empfehlungskarte in falsche Hände, macht ihn verdächtig und führt dazu, dass die Geheimpolizei ihm in Venedig stets auf den Fersen ist und einen Grund sucht, ihn verhaften zu können. In gespannter Erwartung der Veröffentlichung seines Werkes bzw. dessen Wirkung auf die Leserschaft beobachtet er die Stadt und das Treiben (inklusive dem berühmten Karneval) und bleibt in der Stadt (seiner Liebe), bis er erfährt, dass er womöglich vor dem finanziellen Ruin steht, und sich verpflichtet fühlt, zur Klärung und Verteidigung seines Geldes in seine Heimat zurückzukehren. Durch seine Liebe zu Teresa, deren Ausmaß ihn selbst zu erstaunen scheint, sieht er nicht nur seine bisherige Weltsicht in Frage gestellt. Obwohl ich weder philosophisch noch historisch sonderlich bewandert bin, das gebe ich offen zu, habe ich das Buch gerne gelesen und empfinde es als Bereicherung. Man muss sich auf die Zeit und den Schreibstil einlassen, aber wenn man dies tut, dann wird einem beim Lesen gewiss nicht langweilig, ganz im Gegenteil ist man am Ende traurig, dass es nicht weiter geht.

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  • Rezension zu "Die Welt ist im Kopf" von Christoph Poschenrieder

    Die Welt ist im Kopf

    Hasewue

    23. March 2010 um 18:30

    Christoph Poschenrieder hat mit "Die Welt ist im Kopf" ein lustiges und fesselndes Buch mit Tiefgang geschrieben. Die Figuren sind lebendig und greifbar. Besonders Schopenhauer und Fidelis sind klasse Charaktere mit ordentlichem Charme. Trotz einiger Längen fand ich das Buch gut und durchaus empfehlenswert. Ein facettenreiches Buch von einem tollen Autor, von dem ich hoffentlich noch mehr lesen werde. 4 von 5 Sternen!

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  • Rezension zu "Die Welt ist im Kopf" von Christoph Poschenrieder

    Die Welt ist im Kopf

    hundertwasser

    23. March 2010 um 17:59

    Schopenhauer auf der Reise nach Venedig Die Namen, die Christoph Poschenrieder in seinem Debütroman auffährt sind schon einmal groß: Goethe, Arthur Schopenhauer, Fürst Metternich, Lord Byron und Friedrich Alexander Brockhaus, um nur einige zu nennen. Das sind die Hauptcharaktere in Poschenrieders Debüt „Die Welt ist im Kopf“. Der 32 Jahre alte Münchner hat sich den auch heute noch bekannten Philosophen Arthur Schopenhauer in den Mittelpunkt seines Werkes gerückt und erzählt uns eine wahrhaft spannende und interessante Geschichte: Als junger Mann macht sich Schopenhauer kurz nach der Veröffentlichung seines Werkes „Die Welt als Wille und Vorstellung“ bei Friedrich Alexander Brockhaus auf nach Venedig, um dort Lord Byron zu finden. Quer durch das von Informanten Fürst Metternichs besetzte Österreichgeht seine Reise und er findet schließlich in der Stadt der Tausend Kanäle sein Ziel und sogar die Liebe in Gestalt der jungen Teresa. In den meisten Köpfen ist die Vorstellung Schopenhauers mit einem alten, misanthropischen und griesgrämigen Herrn verbunden, der in der irdischen Welt keine Erlösung findet. Ganz anders jedoch der junge Schopenhauer Poschenrieders, der als Mensch durch seine Gefühle und seine Dynamik besticht und sich so die Sympathien des Lesers sichern kann. Bei ihm sieht sich der Philosoph sogar mit der Liebe konfrontiert und er zeigt, dass sich hinter großen Ideen auch große Menschen verstecken können! Gut gefallen hat mir auch, dass bei Poschenrieder trotz des vermeintlich schweren Themas der Humor nicht zu kurz kommt. Mich brachten viele Szenen zum Schmunzeln, beispielsweise als Schopenhauer das schwierige Handwerk des Gondoliere erlernt oder er mit dem Hund Scippio quer durch Venedig streunt, auf der Suche nach Lord Byron, bei dem er aber dann schlussendlich doch nicht den Mut hat, den poetischen Engländer seine Aufwartung zu machen. In kurzen Kapiteln erzählt er aus verschiedenen Perspektiven und das Buch lässt sich so auch angenehm an einem Nachmittag verschlingen! Fazit: Ein Buch, das viele Elemente in sich vereint: Historischer Roman, philosophische Grundeinführung, Liebesroman und ein beeindruckendes Porträt über einen Mann, dessen Todesjahr sich heuer zum 150. Mal jährt.

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  • Rezension zu "Die Welt ist im Kopf" von Christoph Poschenrieder

    Die Welt ist im Kopf

    lokoschade

    23. March 2010 um 08:31

    Erbost reist Schopenhauer aus Weimar ab, der Verleger Brockhaus ist mächtig in Verzug mit seinem Werk. Auf einer mehrwöchigen Reise über die Alpen die ihn letztendlich nach Venedig führen soll, lernt er den Studenten Fidelis kennen. Verdächtig machen sich die beiden als sie bei einer Passüberquerung die Kompetenz des Kutschers in Frage stellen und eigenmächtig das völlig ermüdete Pferd ausspannen. Dieses Verhalten bleibt nicht unbeobachtet, denn in dieser Zeit hat Fürst Metternich einen gut geschmierten Geheimdienst eingesetzt der dieses "unglaubliche" Vorkommnis auch sofort meldet. "Im Ernst soll keiner glauben, was ich da schrieb, es traf zwei Unglückliche, die einem hustenden Ross auf die Hufe halfen, damit den Zorn eines Polizeispitzels auf sich zogen und nun bald, durch eine alles andere als schicksalshafte Verknüpfung zufälliger Begebenheiten dem Polizeiminister und allen seinen Falotten ausgeliefert sind." Schließlich kommt die Reisegruppe in Venedig an und auch dort bleibt Schopenhauers Tun nicht unbeobachtet. Mit einem Empfehlungsschreiben von Goethe in der Tasche möchte er bei Lord Byron vorstellig werden. Aber in der Zwischenzeit lernt er das italienische Leben kennen, er verbringt gesellige Abende mit gutem Essen und Wein und verliebt sich. Allerdings geht auch zuhause im fernen Deutschland das Leben weiter und die Briefe seiner Schwester wissen nicht nur vom gesellschaftlichen Leben zu berichten. Fazit: Ein wunderbarer, charmanter historischer Roman, mit einer gut dosierten Prise Humor der einem auf höchst intelligente Art und Weise unterhält. Christoph Poschenrieder nimmt uns zusammen mit Arthur Schopenhauser auf eine Reise nach Venedig und untermalt dies stellenweise auch mit sehr poetischen Tönen: In kleinen Vertiefungen des Geländes floss der als feiner Schleier über den Wiesen liegende Nebel zu Tümpeln verdünnter Milch zusammen. Es war eine kalte, stille und schöne Vorstellung." Ein sehr unterhaltsames Buch, das auch durch seine geschmackvolle Covergestaltung gewinnt. (dk)

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