Christoph Ransmayr

 4.1 Sterne bei 454 Bewertungen

Neue Bücher

Cox

 (78)
Neu erschienen am 24.10.2018 als Hardcover bei FISCHER Taschenbuch.

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Die Schrecken des Eises und der Finsternis

Die Schrecken des Eises und der Finsternis

 (106)
Erschienen am 08.12.2007
Die letzte Welt

Die letzte Welt

 (103)
Erschienen am 12.08.2008
Cox

Cox

 (78)
Erschienen am 24.10.2018
Morbus Kitahara

Morbus Kitahara

 (45)
Erschienen am 01.10.1997
Der fliegende Berg

Der fliegende Berg

 (38)
Erschienen am 01.11.2007
Atlas eines ängstlichen Mannes

Atlas eines ängstlichen Mannes

 (33)
Erschienen am 24.07.2014
Der Weg nach Surabaya

Der Weg nach Surabaya

 (9)
Erschienen am 01.03.1999
Die dritte Luft oder Eine Bühne am Meer

Die dritte Luft oder Eine Bühne am Meer

 (5)
Erschienen am 01.08.1997

Neue Rezensionen zu Christoph Ransmayr

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Rezension zu "Cox" von Christoph Ransmayr

Christoph Ransmayr erzählt seine „Zeitgeschichte“ in einer wunderbaren Sprache!
Habichtvor einem Monat

Christoph Ransmayr: Cox oder Der Lauf der Zeit
Dieser Roman des österreichischen Autors ist höchst interessant, geht es doch um die Zeit, die vermeintlich niemand von uns hat. Ja, kurz ist die Zeit und sie ist begrenzt, das stellt auch der Kaiser von China fest und wünscht sich von dem englischen Uhrmacher eine Uhr, die ohne Antrieb, die Zeit anzeigt. Cox reist mit Gehilfen in das Land der aufgehenden Sonne und beginnt diese Uhr zu konstruieren. Die Zeit vergeht und der Bau der Uhr, die ein Uhrwerk hat, „das die das die Sekunden, die Augenblicke, die Jahrtausende und weiter, die Äonen der Ewigkeit messen konnte und dessen Zahnräder sich noch drehen würden, wenn seine Erbauer und alle ihre Nachkommen und deren Nachkommen längst wieder vom Angesicht der Erde verschwunden waren.“ Aber ist so eine Uhr wirklich sinnvoll? Christoph Ransmayr erzählt seine „Zeitgeschichte“ in einer wunderbaren Sprache, von der man sich wünscht, dass sie, wie die gewünschte Uhr, bis in aller Ewigkeit bestehen bliebe, wenn man diese tatsächlich …!

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Janine2610s avatar

Rezension zu "Die letzte Welt" von Christoph Ransmayr

Fantasievolle Geschichte mit historischen Persönlichkeiten
Janine2610vor 3 Monaten

Darum geht's:

In diesem Roman ist die Verbannung des römischen Dichters Ovid durch Kaiser Augustus im Jahre 8 n. Chr. der historisch fixierte Ausgangspunkt einer phantasievollen Fiktion. Der Römer Cotta, sein – durch Ovids »Briefe aus der Verbannung« – ebenfalls historisch belegter Freund, macht sich in Tomi am Schwarzen Meer auf die Suche nach dem Verbannten, denn in Rom geht das Gerücht von seinem Tod, als auch nach einer Abschrift der »Metamorphosen«, dem legendären Hauptwerk Ovids. Cotta trifft in der "eisernen Stadt" Tomi jedoch nur auf Spuren seines Freundes, Ovid selbst begegnet er nicht. Er findet dessen verfallenes Haus im Gebirge, den greisen Diener Pythagoras und, je komplizierter und aussichtsloser sich die Suche gestaltet, immer rätselhaftere Zeichen der »Metamorphosen« - in Bildern, Figuren, wunderbaren Begebenheiten. Bis sich zuletzt Cotta selbst in der geheimnisvoll unwirklichen Welt der Verwandlungen zu verlieren scheint: die Auflösung dieser "letzten Welt" ist wieder zu Literatur geworden.

Meine Meinung:

Wenn etwas auf dieses Buch zutrifft, dann, dass es auf alle Fälle sehr historisch ist. Nicht nur der Römer Cotta (unser Protagonist), den es tatsächlich gegeben haben soll, auch der römische Dichter Ovid und Kaiser Augustus wirken in diesem Roman, der sich etwa 8 nach Christus abspielt, mit.

Die letzte Welt war eine Leihgabe von meinem Onkel, der sehr begeistert vom Inhalt war. In meinem Kopf hat der Roman ebenfalls beeindruckende Bilder heraufbeschworen, denn der Erzählstil des Autors ist relativ bildmächtig, wenn auch manchmal etwas mühsam, da viele sehr lange, auch verschachtelte, Sätze darin ihren Platz haben. Außerdem wirkt der Schreibstil sehr historisch, wie aus der Zeit gefallen – also der Zeit, in der die Handlung stattfindet, absolut angepasst. Nichtsdestotrotz hat sie auch was ganz eigenes. Möglicherweise ist das der generelle Stil des Autors, das weiß ich aber nicht, da dies mein erstes Buch von Ransmayr war.

Die Handlung an sich hat mir nicht immer gut gefallen. Teilweise ist sie SEHR fantasievoll. Mit der Realität hatte das dann nicht mehr viel zu tun. Außerdem sind die Charaktere in dieser Geschichte alle – ohne Ausnahme! – ziemlich eigenartige, teils unheimliche Gestalten, deren Beweggründe und Verhalten ich selten verstehen oder auch nur nachvollziehen konnte. Meist wurde ich überrascht, wenn dieses oder jenes getan oder gesagt wurde. Die Phrase »Total aus der Zeit gefallen« passt hier wie die Faust aufs Auge.

Die letzte Welt ist ein Roman, bei dem ich zwiegespalten bin. Soll ich ihn weiterempfehlen, soll ich es lieber sein lassen?
Ich glaube, dass der Schreibstil des Autors schon mal absolute Geschmackssache ist. Die manchmal doch recht fantasyreiche Handlung ist vielleicht ebenso nicht jedermanns Sache, das muss erwähnt werden. Ansonsten schafft es Ransmayr wunderbar, zumindest bei mir, mit seiner Geschichte herrliche Bilder entstehen zu lassen. Bilder, die man sich vermutlich nicht so häufig vorstellt, da das Setting ein eher seltenes und weniger attraktives ist: Tomi, die eiserne Stadt. Mit den Charakteren bin ich leider nicht ganz warm geworden, mit dem Protagonisten Cotta noch am meisten, aber selbst der blieb mir bis zuletzt eher fern. Drei Sterne für diesen teilweise recht beeindruckenden Roman finde ich an dieser Stelle auf jeden Fall angebracht.

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Hellena92s avatar

Rezension zu "Cox" von Christoph Ransmayr

Auf eine Reise nach China
Hellena92vor 4 Monaten

Der Uhren- und Maschinenbauer Alister Cox verliert seine kleine Tochter Abigail. Viel zu früh entreißt der Tod die kleine Tochter. Seine Frau zerrinnt in Trauer und sagt von da an kein Ton mehr. Hüllt sich in dunkle Stoffe und trauert von Tag zu Tag.

Als Mr. Cox ein Angebot aus dem sagenumwobenen China erhält, vom Kaiser höchstselbst, reisen er und seine 3 Mitarbeiter hinein in das wunderbare Land, welches durch den Kaiser unterdrückt dennoch vor wundersamen Pflanzen, Ländereien und Bauarten strotzt. 
Doch was möchte die kaiserliche Hoheit von ihnen? Der Mann, der in seinem üppigen Land als Gott betitelt wird, dem man nicht in die Augen sehen darf? Ein Mann der jeden mit dem Tode bestraft, der in seinen Augen frevelhaftes getan hat?
Das einzige Begehr dieses einen Mannes ist Zeit. Doch kann Alister Cox den Kaiser zufrieden stellen? Oder wird er bei Nichterfüllung bald auch gehängt?
Schwierige Aufgaben stehen dem Uhrenbauer bevor, die auch er als bester seines Handwerks nur unter Müh zu bewerkstelligen vermag. Doch egal welche Uhr er baut, er tut dies einzig und allein für seine kleine Tochter, die bereits im Jenseits auf ihn wartet und für seine stumme Frau, die ob seiner Bemühungen und Erfindungen bald wieder mit ihm sprechen soll. So meint er. 

Dieser Roman gleicht einem wunderbaren Märchen. Der Schreibstil des Autoren ist sehr langsam und zugleich so durchdacht, dass alle Worte, die er schreibt wichtig zu sein scheinen. Man liest irgendwann so langsam, wie der Autor schreibt. Bewundernswert fand ich die philosophischen Gedanken über die Zeit und die Beherrschung dieser. Der Autor hat sich sehr viele Gedanken zu diesem Buch gemacht und ich empfinde es als eine Bereicherung!

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Gespräche aus der Community

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L
Ich lese nun die Schrecken des Eises und der Finsternis und ich wollte sie fragen wieso dieses eigentlich in der alten Rechtschreibung verfasst ist.
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