Christoph Ransmayr Der fliegende Berg

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Inhaltsangabe zu „Der fliegende Berg“ von Christoph Ransmayr

Christoph Ransmayrs epischer Roman über die Suche nach dem vermeintlich letzten Weißen Fleck der Weltkarte.

Den Geschichten dieses Erzählers zu folgen, bedeutet beispielsweise am Gipfel des Everest die atlantische Brandung zu hören.

›Der fliegende Berg‹ ist die Geschichte zweier Brüder, die von der Südwestküste Irlands in den Transhimalaya, nach dem Land Kham und in die Gebirge Osttibets aufbrechen, um dort, wider besseres (durch Satelliten und Computernavigation gestütztes) Wissen, einen noch unbestiegenen namenlosen Berg zu suchen, vielleicht den letzten Weißen Fleck der Weltkarte. Auf ihrer Suche begegnen die Brüder nicht nur der archaischen, mit chinesischen Besatzern und den Zwängen der Gegenwart im Krieg liegenden Welt der Nomaden, sondern auf sehr unterschiedliche Weise auch dem Tod. Nur einer der beiden kehrt aus den Bergen ans Meer und in ein Leben zurück, in dem er das Rätsel der Liebe als sein und seines verlorenen Bruders tatsächliches, lange verborgenes, niemals ganz zu vermessendes und niemals zu eroberndes Ziel zu begreifen beginnt. Verwandelt von der Erfahrung, ja der Entdeckung der Wirklichkeit, macht sich der Überlebende am Ende ein zweites Mal auf den Weg.

Es kommt alles ganz anders als erwartet. Der Erzähler macht eine starke Veränderung durch - ich mag dieses Buch!

— isybooks

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    Der fliegende Berg

    Masaihtt

    11. February 2015 um 10:10

    Schon immer hat mich das mystisch-spirituelle Dasein des tibetischen Volkes bewegt und begleitet. Wenn ich hin und wieder dem reinkarnistischen Gedanken zugewandt bin, denke ich, dort im Tibetischen, lange vor dem chinesischen Einmarsch, könnte eine mögliche Heimat gewesen sein, in den Klöstern, in den Dörfern oder unter den Nomaden. Es zieht mich an, wenn ich von dort Bilder sehe und davon lese, und zugleich schreckt es mich: diese stille, schroffe, hochgelegene, oft in der eigenen Welt des Schnees und der Kälte verborgenen Weite die zugleich auch von bedrohlichen Nebeln durchzogene Enge sein kann. Ransmayr ist einer feinen philosophisch-poetischen Art und Weise des Schreibens mächtig, die in diesem Buch Gefahr läuft, an manchen Stellen dem Pathos eines Versepos zu verfallen, (auch stören hin und wieder die Verbalien einer modernen Internetwelt in diesen poetischen Beschreibungen von innerem und äußerem Land), die einem aber auch immer wieder die Sprache verschlägt, weil nur Bilder aus den Buchstaben aufsteigen. Noch nie habe ich bei einem Roman die letzten Zeilen gelesen und dann gleich wieder die erste Seite aufgeschlagen, um noch einmal das erste, nun sehr nahe Kapitel an mir vorüberziehen zu lassen. Und selten nach dem Lesen eines Buches trug ich in den Wochen danach dessen Bilder in mir; jene aus Der fliegende Berg blitzen noch immer auf ab und an. Ludger Lütkehaus in DIE ZEIT bespricht dieses wunderbare Buch nach dessen Herausgabe, ein Ausschnitt daraus:  … Aber Ransmayrs Fliegender Berg erinnert auch daran, dass gerade große Literatur öfters dort entsteht, wo die Kitschgrenze nur haarscharf vermieden wird. Im Übrigen ist der Realismus von »Scheißhimmelsgipfeln« und die Vergegenwärtigung einer »Bangigkeit«, die die Bergsteigerliteratur sonst als »Angst« missversteht, präzise genug, um sowohl den Abgründen der Alpinliteratur wie den Untiefen unerbetener Erleuchtung zu entgehen. Selten hat man die tödliche Schönheit der schwarzen Himmel, der astronomisch durchbuchstabierten Sternbilder mit ihren kosmischen Katastrophen über den Windfahnen fliegender Berge so suggestiv wie im epischen Flattersatz dieses Romans gesehen. Für eine extreme Welt findet Ransmayr eine so noch nicht gehörte Sprache, seinen Sprachgesang: eine Ausnahmeerscheinung in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Es lohnt sich, den Roman zweimal und dann laut zu lesen. Wer sich nicht durch seine Form befremden lässt, legt ihn erst nach dem versöhnlichen Epilog wieder aus der Hand, um unverzüglich zum Anfang, zum Tod, der für den Erzähler keiner war, zurückzukehren.

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  • Rezension zu "Der fliegende Berg" von Christoph Ransmayr

    Der fliegende Berg

    Asmos

    05. February 2013 um 16:44

    Zwei irische Brüder machen sich auf den Weg vom Meer zu den höchsten Bergen der Welt, um den vermeintlich letzten weißen Fleck auf der Landkarte zu finden. Dort begegnen sie nicht nur der Liebe und der grenzenlosen Freiheit über den Wolken, sondern vor allem sich selbst. Ein beeindruckendes Werk, das dem Leser wunderschöne Bilder von den Klippen Irlands und den hohen Bergen des Transhimalayas vor Augen führt, selbst wenn die im Buch beschriebenen Berge nur aus der Feder des Autors stammen und nicht wirklich existieren. Trotzdem hat man als Leser zu keinem Zeitpunkt das Gefühl einer erfundenen Geschichte zu folgen. Fast wirkt das Buch biographisch, was dem Leser den Inhalt, als auch die Charaktere umso näher bringt. Die Form des Buches ist außergewöhnlich und einzigartig für einen Roman. Im ersten Moment ist es fast ein wenig anstrengend sich an den „fliegenden“ Satz zu gewöhnen und eine Weile hat man das Gefühl man müsse ihn wie ein Gedicht lesen, doch nach einer Weile fällt das Lesen wieder leicht und spätestens nach den ersten Kapiteln bemerkt man den Unterschied zu anderen Büchern überhaupt nicht mehr. Das Buch wirkt durch diese Besonderheit gar flotter und kompakter, obwohl der Inhalt weder rasant, noch an sich auf Spannung getrimmt ist. Doch das Buch vermag auf seine eigene Art und Weise zu fesseln. Die wenigen Charaktere, denen man auf dem Weg begegnet, sind durchwegs leuchtend und realistisch gestaltet. Sie wecken Interesse und Neugier für eine Welt, die der unseren eigentlich in nichts ähnelt. Das Streben zu den Berggipfeln verleiht dem Buch ein Gefühl, das ich – von Kindesbeinen an mit Bergen vertraut – nur allzu gut nachvollziehen kann. Fazit: Die wunderschönen und teilweise gleichzeitig traurigen Bilder, welche das Buch in den Kopf des Lesers projiziert, sind die Lektüre auf jeden Fall wert.

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  • Rezension zu "Der fliegende Berg" von Christoph Ransmayr

    Der fliegende Berg

    ReinhardP

    14. October 2008 um 15:51

    Kurze Zeit irritierte die Versform etwas, dann ist es einfach faszinierend, welche Ausdrücke und Bilder ein Autor malen kann. Einge Passagen sind von beeindruckender Schönheit.

  • Rezension zu "Der fliegende Berg" von Christoph Ransmayr

    Der fliegende Berg

    Gruenente

    23. December 2007 um 19:13

    Der Inhalt erinnert irgendwie an Rosamunde Pilcher: Irland, Tibet, Brüder, Liebe, Verrat, Tod. Dann noch ein paar Zutaten für Männer: Technik, Einsamkeit und Extremsport. Die Sprache ist aber gar nicht trivial, sondern an manchen Stellen ziemlich großartig. Die eigenwillige Darstellung im Flattersatz ließ mich schwer in das Buch einsteigen. Als ich aber nicht mehr versuchte das Buch in einem Rythmus zu lesen, fand ich es sogar recht spannend. Erfahrenere Ransmayr-Leser sagten aber, das es ein eher schwaches Buch von ihm ist.

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  • Rezension zu "Der fliegende Berg" von Christoph Ransmayr

    Der fliegende Berg

    LeGrandGris

    24. January 2007 um 14:17

    Kraftstrotzender Ransmayr mit vielleicht zuviel Landschaftsbeschreibungen - an die Versform gewöhnte ich mich schnell.

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