Christoph Ransmayr , Anita Albus Die letzte Welt

(97)

Lovelybooks Bewertung

  • 110 Bibliotheken
  • 1 Follower
  • 3 Leser
  • 8 Rezensionen
(38)
(28)
(21)
(8)
(2)

Inhaltsangabe zu „Die letzte Welt“ von Christoph Ransmayr

Als Christoph Ransmayrs Roman ›Die letzte Welt‹ 1988 erschien, wurde er von der Kritik gefeiert wie kaum ein anderer – wegen seiner poetischen, rhythmischen Sprache, wegen seiner stilistischen Eleganz, auch wegen seiner bildmächtigen Traum- und Albtraumwelten. Er wurde bisher in 29 Sprachen übersetzt. In diesem Roman ist die Verbannung des römischen Dichters Ovid durch Kaiser Augustus im Jahre 8 n. Chr. der historisch fixierte Ausgangspunkt einer phantasievollen Fiktion. Der Römer Cotta, sein – durch Ovids ›Briefe aus der Verbannung‹ – ebenfalls historisch belegter Freund, macht sich in Tomi am Schwarzen Meer auf die Suche: nach dem Verbannten, denn in Rom geht das Gerücht von seinem Tod, als auch nach einer Abschrift der ›Metamorphosen‹, dem legendären Hauptwerk Ovids. Cotta trifft in der »eisernen grauen Stadt« Tomi jedoch nur auf Spuren seines Freundes, Ovid selbst begegnet er nicht. Er findet dessen verfallenes Haus im Gebirge, den greisen Diener Pythagoras und, je komplizierter und aussichtsloser sich die Suche gestaltet, immer rätselhaftere Zeichen der ›Metamorphosen‹ – in Bildern, Figuren, wunderbaren Begebenheiten. Bis sich zuletzt Cotta selbst in der geheimnisvoll unwirklichen Welt der Verwandlungen zu verlieren scheint: die Auflösung dieser »letzten Welt« ist wieder zu Literatur geworden.

Sprach- und bildgewaltiges Lesevergnügen zwischen Traum und Wirklichkeit.

— Buchperlenblog
Buchperlenblog

Stöbern in Romane

Die wundersame Reise eines verlorenen Gegenstands

Eine Reise bei der Michele sein eigenes "Ich" wiederfindet. Ein sehr schönes Hörbuch

Kuhni77

Dann schlaf auch du

Spannend, schockierend und furchtbar traurig. Ein sprachgewaltiges Buch, dass sich so richtig keinem Genre zuordnen lässt. Lesenswert!

Seehase1977

Drei Tage und ein Leben

Ein beinahe poetisch anmutendes Psychodrama

Bellis-Perennis

Und es schmilzt

Selten so ein langweiliges Buch gelesen. 22 Euro hätten besser angelegt werden können. Leider.

Das_Blumen_Kind

Underground Railroad

Tief bedrückendes Portrait einer Gesellschaft! Das Buch war nicht immer schön, aber immer lesenswert.

Linatost

Als der Teufel aus dem Badezimmer kam

Improvisation pur... kein Tiefgang, kein gar nichts... Schade!

herrzett

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Zwischen Traum und Wirklichkeit

    Die letzte Welt
    Buchperlenblog

    Buchperlenblog

    06. May 2017 um 15:38

    "Grau und kalt stand Battus in Famas Laden, eine mit Lavendel und Steinbrechnelken geschmückte Drohung, dass die Grenze zwischen Traum und Wirklichkeit vielleicht für immer verloren war." (S.221)InhaltOvid, der Dichter Roms, wird in die Verbannung geschickt, nachdem er bei einer öffentlichen Rede nicht dem Imperator Roms seine Huldigungen überbrachte. Er verbrennt sein Meisterwerk der Metarmophosen und bricht auf an das Ende der Welt, nach Tomi.Nach der Nachricht seines Todes, aus einem Gefühl der Pflicht, des bevorstehenden Ruhmes oder einfach der Langeweile heraus folgt ihm der Römer Cotta einige Zeit später, will den Dichter finden und sein Werk zurück nach Rom bringen.In Tomi angekommen, findet er nichts als Schweigen vor. Die Menschen reden nicht über den Verbannten. Mit Mühe findet Cotta eines Tages den Weg ins Gebirge nach Trachila, dem letzten Wohnort des Dichters. Bereits hier vermischen sich Realität mit Mythos, denn Cotta findet die ersten Anzeichen der Metarmorphosen in seiner Welt.RezensionChristoph Ransmayr schreibt in einem sehr bildgewaltigen Stil, der zwar nicht als einfach zu bezeichnen ist, jedoch auf mich einen tiefen Sog der Faszination ausübt. In Die letzte Welt vermischen sich Traum und Wirklich, Realität mit Mythos.Mir sind die Metarmorphosen des Ovid zwar ein Begriff, doch gelesen habe ich bisher keinen Band dieses Epos. Und doch fühlt man sich schnell heimisch, erkennt die Geschichten wieder, die sich in der römischen Mythologie verbergen. Cotta begibt sich auf die Reise nach dem verschollenen Buch, doch wissen wir, dass dieses Buch nicht verschollen ist in der Realität. Möglicherweise (und das ist nun nur mein Interpretationsstandpunkt) ist der Römer nicht wirklich in Tomi, der eisernen Stadt am Meer. Vielleicht ist er gefangen in den Seiten dieses Buches. Denn als er in Tomi von Bord des Schiffes geht, verschmilzt seine Welt mit der, die uns Ovid in seinen Dichtungen näher bringt. Menschen verwandeln sich in Steine oder Vögel, der Weltuntergang naht und die Natur beginnt, den Menschen von der Oberfläche zu tilgen. Auch spielt Ransmayr gekonnt mit der uns bekannten Realität. Es ist, als würde Cotta in einer Parallelwelt leben. Auf der einen Seite lebt er im - wie es scheint - antiken Rom, welches vom Imperator Julius Caersar beherrscht und regiert wird - andererseits gibt es in dieser Welt bereits Mikrophone, Antennen, Busse und Filmvorführungen. Wie das zusammenpasst? Gar nicht. Und doch nimmt man es beim Lesen hin und gerät selbst immer mehr in diese andere Welt, in eine, die sich nur hinlänglich von unserer unterscheidet. Vielleicht ist es eine Reise zu sich selbst, denn das Buch hat ein sehr offenes Ende, ein Ende, welches mich sehr ratlos zurückgelassen hat. Sehr aufschlussreich fand ich, als Nichtkenner der Metarmorphosen, dass am Ende des Buches ein Glossar angefügt ist, in dem Ransmayr seine Figuren mit denen der Metarmorphosen vergleicht und tatsächlich: die Geschichten und Schicksale ähneln sich. So war es doch sehr spannend zu erleben, wie diese Figuren aus der einen in die anderen Welt gebracht wurden, wie Cotta sie kennengelernt hat, obwohl sie vermeintlich nicht existieren.FazitKein Buch für nebenher, vielmehr ein Buch zum Nachdenken. Es überzeugt durch seine wunderbare Sprache und seine Bilder und wer sich für die römische Mythology interessiert, wer ggf. die Metarmorphosen bereits gelesen oder in ihnen geblättert hat, dem kann ich hierzu nur raten. 

    Mehr
    • 5
  • Eine wunderschöne, zeitgemäße Art der Anerkennung der ovidschen Metamorphosen

    Die letzte Welt
    ExLibri

    ExLibri

    27. September 2016 um 15:53

    In diesem Metamorphosen-Werk ist alles im Wandel: die Zeit, Realität und Poesie, die Figuren, die Schauplätze, die Stimmung... eine wunderschöne, zeitgemäße Art der Anerkennung der ovidschen Metamorphosen. Nur selten zieht mich eine Geschichte so tief in ihren Bann und nur selten fürchte ich die letzte Seite eines Romans so sehr wie beim Lesen von Ransmayrs "Letzter Welt". Es ist weniger die durchaus spannende Handlung, sondern vielmehr das Gefühl, die Stimmung, die intensive Atmosphäre, die allein durch Worte erzeugt wird und mich vollkommen gefesselt hat. Sprachlich erlebt man hier ein ganz hohes, jedoch unaufdringliches Niveau ohne durch lästiges pseudointellektuelles Geprahle mit Fremdworten genervt zu werden. Hut ab!!! Für mich ist es direkt zu einem meiner Lieblingsbücher geworden. Ich kann nachvollziehen, wenn diese Art von Roman nicht jedem liegt. Ich möchte aber unbedingt dazu raten, dieses Buch zu lesen und wünsche jedem ein ähnliches Leseerlebnis, wie ich es hatte. Viel Spaß dabei! Auch wenn es inhaltlich große Unterschiede bestehen, möchte ich Fans der "Letzten Welt" gerne noch "Der fliegende Berg" ans Herz legen, das eine ähnlich intensive Atmosphäre erzeugt und bin natürlich selbst auch immer offen für tolle Leseanregungen....  

    Mehr
  • Rezension zu "Die letzte Welt" von Christoph Ransmayr

    Die letzte Welt
    Neyasha

    Neyasha

    Nachdem in Rom das Gerücht umgeht, Ovid wäre gestorben, macht sich Cotta in Tomi am Schwarzen Meer, der „letzten Welt“, auf die Suche nach dem Dichter und stößt dabei überall auf Spuren der Metamorphosen. Dabei ist die Handlung völlig aus der Zeit herausgehoben – es gibt zwar antike Elemente, aber trotzdem ist das Ganze kein historischer Roman. "Die letzte Welt" ist besonders dann faszinierend, wenn man Ovids Metamorphosen kennt und in Tomi überall auf altbekannte Charaktere stößt. Daneben weiß auch die Handlung zu fesseln, denn ebenso wie Cotta treibt auch den Leser die Frage, ob Ovid noch lebt und was mit ihm geschehen ist. Auch sprachlich ist Ransmayrs Roman ein wahrer Genuss. Kurz: Rundum zu empfehlen!

    Mehr
    • 2
  • Rezension zu "Die letzte Welt" von Christoph Ransmayr

    Die letzte Welt
    Steffen

    Steffen

    Sowohl literarisch als auch sprachästhetisch eines der besten Bücher der Postmoderne. Ransmayr schafft es in seiner modernen Mythenrezeption von Ovids "Metamorphosen" diese literarisch geschickt in die Geschichte des Protagonisten Cottas (der aus der zivilisierten und rationalen Welt Roms in das abgelegene Tomi reist, um dort Ovids Aufzeichnungen oder ihn selbst zu finden) verwebt und damit eine eigene metamorphotische Welt, eine Welt der Verwandlungen und Veränderungen erschafft und somit ein Werk hinterlässt, das wie die "Metamorphosen" selbst Anspruch erheben darf, als zeitloses Kunstwerk Geltung zu finden.

    Mehr
    • 2
  • Rezension zu "Die letzte Welt" von Christoph Ransmayr

    Die letzte Welt
    Malachy

    Malachy

    Ein merkwürdiges Buch, muss ich gestehen. Zunächst faszinierte es mich sehr, dann aber wurde mir der schwurbelige Stil doch zu viel und es begann mich zu langweilen. Es war einfach zuviel des Guten. Möglicherweise lese ich es aber noch irgendwann zu Ende.

    • 2
  • Christoph Ransmayr: Die letzte Welt

    Die letzte Welt
    DamonWilder

    DamonWilder

    Zweifelsohne gehört Ransmayrs zweiter Roman zu den Klassikern der postmodernen deutschsprachigen Literatur. Hier sitzt jedes Wort, ach jede Silbe und die Story zieht einen in den Bann. Doch noch faszinierender als die Geschichte um den verschollenen Ovid in der Verbannung ist die Stilsicherheit des Autors.

    Ganz große Kunst und ein Muss in jedem Bücherregal.

    • 2
    NicolasDierks

    NicolasDierks

    24. November 2014 um 15:35
  • Rezension zu "Die letzte Welt" von Christoph Ransmayr

    Die letzte Welt
    ArnieQ

    ArnieQ

    Ich lese wenige Bücher nicht aus. Dies hier ist eins. Ich dachte etwas historisches zu bekommen, aber irgendwie sind Zeit und Ort undefiniert. Kein Vergleich zu "Eis und Finsternis"

    • 2
  • Rezension zu "Die letzte Welt" von Christoph Ransmayr

    Die letzte Welt
    matze9889

    matze9889

    04. July 2008 um 18:17

    Ein Buch, wo man sich erstmal hinein lesen muss. Wenn man es aber verstanden hat, warum es in der Antike schon Autobusse gab ( als Beispiel) dann wird das Buch uzm Genuss