Christoph Rehage China zu Fuß

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Inhaltsangabe zu „China zu Fuß“ von Christoph Rehage

Intensiver kann man China nicht erleben: zu Fuß, ausgerüstet mit Rucksack, Kamera und Zelt. Der Filmstudent Christoph Rehage lässt sich im Herbst 2007 von Peking aus auf dieses Abenteuer ein. Sein Ziel: sein Heimatort in Niedersachsen. Er erlebt das Leben rechts und links der Straße hautnah, unterhält sich mit Wahrsagern, Mo¨nchen und Bergarbeitern, erklimmt heilige Berge und durchquert verlassene Täler, übersteht Schnee- und Sandstürme. Nach einem Jahr bricht er das Abenteuer aus privaten Gründen ab. Dieser Bildband ist das packende Zeugnis der 4646 Kilometer, die hinter ihm liegen. In perso¨nlichen Texten erzählt Rehage vom Alltag der Menschen und hält seine Eindrücke in faszinierenden Bildern fest. „China zu Fuß“ dokumentiert die ungewo¨hnliche Reise eines ungewo¨hnlichen Mannes und bietet einen einzigartigen Blick auf das China von heute.

Tolles Projekt! Tolle Bilder!

— nelethiemann
nelethiemann

Ein Buch mit seiner eigenen Poesie, die mich am Ende zu Tränen gerührt hat ❤ ❤ ❤

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer
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  • Ein ehrlicher und eindrucksvoller Blick in die chinesische Wirklichkeit

    China zu Fuß
    R_Manthey

    R_Manthey

    17. July 2015 um 11:29

    Wenn jemand beabsichtigt, eine Reise nach China zu unternehmen, dann ist dies nicht der richtige Bildband, um Vorfreude zu entwickeln. Was man hier sieht, ist die wenig idyllische Wirklichkeit des ländlichen Teils des Riesenreiches. Touristisch bedeutsame und entsprechend herausgeputzte Örtlichkeiten fehlen völlig. Das muss der realistischen Wahrnehmung dieses Landes nicht schaden, sondern schärft eher den Blick. Christoph Rehage studierte damals in München, lebte mit einer Chinesin zusammen und spricht deren Sprache. Er ist also kein wirklicher Tourist in China, sondern wohl eher ein eingeweihter Fremder. Sein Vorhaben, das riesige Land allein zu Fuß zu durchqueren, kann man als mutig betrachten oder auch als irre. Die Verwirklichung dieser Idee dagegen ist eine mehr als außergewöhnliche Leistung. Fast ein Jahr war Rehage unterwegs, zerstörte nur drei Paar Schuhe auf 4646 Kilometern von Beijing bis ins nordwestliche Ürümqi und ließ als Blogger andere seine Reise miterleben. Ausschnitte aus diesem Blog enthält der Text. Sie sind deshalb im Gegensatz zu den anderen Schilderungen in Englisch gehalten. Den größten Teil der Fotos machen Menschen aus, denen Rehage begegnete. Fast immer zeigten sie sich aufgeschlossen, freundlich und hilfsbereit. Nur selten musste er in seinem Zelt campieren, weil er in den Dörfern stets gastfreundlich aufgenommen wurde. Was an diesem Bildband mit seinen sehr gut erläuterten Fotos beeindruckt, sind Rehages Schilderungen der erlebten Wirklichkeit. So etwas findet man sonst kaum. Denn mit den Menschen zeigt er oft ihre Behausungen oder ihre Tätigkeiten. Daneben findet man auch einige Bilder von Klöstern oder Landschaften. Die Euphorie anderer Rezensenten kann ich nicht völlig teilen, weil viele Bilder bei mir Erinnerungen auslösten. Wenn man nur die Fotos sieht, aber die abgelichtete Realität nicht kennt und erst recht nicht durchleben muss, mag man beeindruckt sein. Doch tatsächlich besteht die Wirklichkeit hinter den Bildern nicht selten aus großer Armut, zerstörter Natur und stetigem Mühsal. Die Vorstellung, mit diesen Menschen tauschen zu müssen, würde sofort eine andere Betrachtungsweise implizieren, wenn man ehrlich ist. Rehage transportiert diese Gemengelage eindrucksvoll zum Betrachter. Ich konnte mir zum Teil sogar die Gerüche dort vorstellen, was allerdings daran liegen mag, dass ich ein anderes Riesenreich erlebt habe, in dem es merkwürdig ähnlich aussieht. Die Menschen jedoch, die kein anderes Leben kennen, hält das nicht von Aufgeschlossenheit und Fröhlichkeit ab. Vielleicht erhält ein einfaches Leben leichter den Blick für den Anderen und das Wesentliche. Ein beeindruckendes Buch, das uns China abseits der touristischen Illusionen völlig unverstellt und ohne Hintergedanken zeigt. So, wie es Rehage erlebt hat. Dafür muss man ihm wirklich danken.

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  • Ein Buch mit seiner eigene Poesie ❤ ❤ ❤

    China zu Fuß
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    02. May 2013 um 17:03

    Ich bin durch Zufall über YouTube auf Christoph Rehage gestoßen. Dort wurde mir sein Timelapse-Kurzfilm “The Longest Way” angezeigt den sich schon über 2,5 Millionen Menschen angesehen haben! Und meine Neugier dieses Buch zu lesen, wahr geweckt *lach* Aber ich wahr auch etwas skeptisch, den ich wusste nicht so recht was mich beim lesen erwartet. Doch meine sorge wahr unbegründet, den Christoph ist ein grossartiger Erzähler! Christoph Rehage tritt an seinem 26. Geburtstag zu einer unglaublichen Reise an, den er hat sich dazu entschlossen 4647 Kilometer durch China zu laufen. Die ganze Reise beginnt in Beijing und geht durch ganz China bis ins Niedersächsische Bad Nenndorf und das mit ca. 30 KG Gepäck auf dem Rücken. Er wird wirklich jeden einzelnen Meter zu Fuss gehen! Dazu kommt noch , das er sich während der Reise weder Rasiert noch zum Friseur geht! Damit seine Familie, Freunde und Fans alles verfolgen können. Berichtet er Regelmässig auf seinem Blog von seinen Erlebnissen und seiner Reise im allgemeinem, macht jeden Tag ein Foto und das ganze 360 Tage lang. Auf seiner Reise durch China sind ihm so viele unterschiedliche Menschen aus verschiedenen sozialen schichten begegnet, das ist einfach unglaublich!! Total Fasziniert bin ich vor allem, davon wie er das Geschehene, die Landschaften, die Menschen und sehr oft auch seine eigene Gedankenwelt erzählt. Man fühlt sich fast wie im Film, wenn man beim lesen die Augen schliessen könnte währe es perfekt Doch er ist nicht nur ein grossartiger Erzähler, sondern auch ein Mensch mit einem Grossen Herzen! Er hat eine sooooo grosse Hilfsbereitschaft, die er mit einer solchen selbstverständlich keit bestreitet. Das hat mich echt umgehauen, in manchen Situation währe ich am liebsten aufgestanden um nach China zu Reisen und mit anzupacken…Hach, toll dieser Christoph! “The Longest Way” ist das erste Buch, das ich in dieser Schreib weise gelesen habe, wo ich doch anfangs Skeptisch wahr, bin ich jetzt restlos begeistert. Er hat dieses Buch mir einer sooooo Emotionalen Tiefe Geschrieben, das mir teilweisse jetzt noch die Worte fehlen! Zwischen durch gibt es aber auch Momente wo ich mich über ihn aufgeregt habe, aber das ist schnell verflogen… Doch im grossen und ganzen ist es fast wie seine eigene Poesie, die mich am Ende zu Tränen gerührt hat ❤ ❤ ❤ Zitat: „»Du fragst mich, wie tief meine Liebe zu dir ist«, hauchte ihre Stimme sanft durch den Zug, und ein paar Geigen zirpten. Dann beantwortete sie ihre Frage selbst. »Nur ein leichter Kuss hat ausgereicht, um mein Herz erbeben zu lassen …«“   *Seufz*

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  • Rezension zu "China zu Fuß" von Christoph Rehage

    China zu Fuß
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    22. August 2012 um 13:27

    Intensive Eindrücke Von Bejing nach Ürümqi über Lanzhou, Sunhuang und Hami führt der Weg, den Christoph Rehage in ausführlichen Wort- und Bildbeiträgen in seinem Buch dokumentiert. Ein Weg in ein immer noch fremdes Land, trotz aller Öffnung zum Westen, welche China in den letzten Jahren vollzogen hat. Gerade die ländlichen Provinzen, die versteckten Gebiete, verstehen es, im Buch intensiv zu beeindrucken. Wo die Zeit fast stehen geblieben ist, so scheint es. Und dies ganz besonders im Gegensatz zum geschäftigen, modernen, industriellen, städtisch explorierendem China. Und da, wo beides zusammentrifft, auf dem Bild aus Shouyang etwa, der Asphalt, die Mietskasernen verschwommen im Hintergrund und mitten auf der Strasse der Bauer mit seinem Ochsen und dessen sichtbar mächtigem Atem. Ebenso ein lebendiger Widerspruch fast wie die Autobahntrasse im Spiegel des ausgetrockneten und aufgesprungenen Wüstenbodens. Idyllische Allen, gewaltige Berge, die sich in klaren Seen spiegeln, eine überreiche Flora und Fauna und daneben all die vielen kleinen und großen Zeichen, wie der Mensch sich Raum nimmt, das Wirtschaften die Landschaft verändert. Immer wieder, mitten in diese Landschaften hinein dann die Menschen. Viele zerklüftete, aber freundliche Gesichter, die vom harten Alltag sprechen. „In den Senken der Wüste sinkt dem Reisenden der Mut, denn Himmel und Erde scheinen um ihn herum zusammen zufallen“. Auch dies erlebt Rehage, als er die Oase Dunhuang verlässt und sich den Weiten der Wüste aussetzt. Vielfach sind die Eindrücke, die Rehage von seiner Wanderung berichtet. Landschaft und Schönheit, Wüste und Krater, Industrie und Bauern, Tradition und Moderne, all dies findet sind diesem Band Ausdruck und lässt den Blick de Lesers auf intensiven Fotografien verweilen, die Stimmungen einfangen und transportieren. So gelingt Rehage durchaus, dieses weit Entfernte, Fremde, dem Betrachter nahe zu bringen und ein Verständnis für die Menschen und deren vielfältigen Lebensformen im China des 21. Jahrhunderts zu entfalten.. Auf einem Weg, der dankenswerterweise nicht metaphysisch überhöht dargestellt wird, sondern handfest und praktisch von Rehage vor Augen geführt wird. „Keine großen Sorgen, nur praktische Probleme, die es zu lösen galt. So entsteht eine handfeste Sicht auf das Land und auf die Erlebnisse, die Rehage auf seinem Weg begegnet sind, bis dahin, dass er sich durch seine Annäherung je zu Fuß nicht länger als Fremder, sondern als Teil der Ortschaften empfand. Christoph Rehage bietet ein ganz anderes, bodenständiges, nichtsdestotrotz sehr intensives Nacherleben seiner über 4000 Km langen Wanderung durch China. Ein sehr empfehlenswerter Bildband.

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  • Rezension zu "China zu Fuß" von Christoph Rehage

    China zu Fuß
    NicoM

    NicoM

    22. June 2012 um 14:30

    Christoph Rehage ist ein großartiger Photograph und ein begnadeter Erzähler! Dieser Bildband zeigt China und Chinesen auf eine ehrliche, dabei freundliche und einnehmende Art, wie man sie nicht häufig geboten bekommt. Die Aufnahmen sind allesamt sehenswert und spannend. Besonders gut eignet sich "China zu Fuß: The Longest Way" jedoch als Ergänzung und Untermalung von Christoph Rehages zeitgleich bei Malik erschienenem Reisebericht "The Longest Way: 4646 Kilometer zu Fuß durch China". Beide Bücher zusammen sind jeden Cent wert und aus meiner Sicht ein Muss für Leute mit ausgeprägtem Interesse für die Kulturen dieser Welt, nicht zuletzt die chinesische Kultur.

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