Christoph Rehage The Longest Way

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Inhaltsangabe zu „The Longest Way“ von Christoph Rehage

Zu seinem 26. Geburtstag macht sich Christoph Rehage selbst das schönste Geschenk: Von Beijing aus bricht er auf zu einer Wanderung, die bis ins heimatliche Bad Nenndorf in Norddeutschland führen soll. Sein Weg ist gesäumt von Wunderwerken wie der Großen Mauer und der Terrakottaarmee. Aber es sind die kleinen Wunder, die seine Reise unvergesslich machen: die Hilfsbereitschaft der chinesischen Dorfbevölkerung, die Begegnungen mit Mönchen und Wahrsagern, Beamten und Prostituierten, die Freundschaft zu Lehrer Xie und seine Gefühle für die Sichuanesin Juli, die ihn so die schwebende Verabredung bei seiner Ankunft in Deutschland erwarten wird

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  • Rezension zu "The Longest Way" von Christoph Rehage

    The Longest Way
    Keeweekat

    Keeweekat

    19. July 2012 um 23:38

    An seinem 26. Geburtstag bricht Christoph Rehage zu einer ungeheuerlichen Wanderung auf: von seiner Studentenwohnung in Beijing aus soll es durch ganz China und Mittelasien bis ins heimatliche Bad Nenndorf gehen. Mit dreißig Kilo auf dem Rücken macht er sich auf dem Weg – jeden einzelnen Meter will er dabei zu Fuß zurücklegen. Regelmäßig berichtet er auf seinem Blog über seine Reise. Seinen preisgekrönten Timelapse-Kurzfilm “The longest way”, den er auf Youtube hochläd, sehen sich über 2 Millionen Menschen an. Was er unterwegs erlebt hat und warum er seine Reise nach 4646 Kilometern abbrach, erzählt er in diesem Buch. Meine Meinung: Ich habe Christoph Rehages Reisebericht aus purer Neugierde zur Hand genommen; das großartige Video, das seine Reise so populär gemacht hat, habe ich erst danach entdeckt. Ich bin nicht sicher, was ich erwartet habe von einem jungen Typen, der einfach so losläuft, allein, ein Jahr lang, durch ein Land wie China. Aber ich hätte bestimmt nicht gerechnet mit dieser Flut von Eindrücken, die Rehage heraufbeschwört, seinen Begegnungen mit den interessantesten Charakteren und den außergewöhnlichen Freundschaften, die er schließt. Am Wegesrand findet er Geschichten vom alten und vom neuen China, einem Land, dass von Jahrtausende alten Kaiserreichen, wüsten Kriegszügen, der Großen Mauer, Tschingis Khan, Mao, Kommunismus, Kulturrevoltion und Wiederaufbau erzählt. Er läuft mit offenen Augen durch die Welt und findet immer wieder das Besondere im Alltäglichen. Da er fließend Chinesisch spricht, kommt er mit der Landbevölkerung ebenso ins Gespräch wie mit den Städtern. Er trifft andere Reisende, Geschäftsleute und Wanderarbeiter, Schulkinder, Mönche, Bauern, Postituierte und Wahrsager. Rehage beschreibt das alles elegant und nüchtern, voller Klarheit und doch getragen von einer ganz eigenen Poesie, angereichert mit einer Fülle von Wissenswertem über chinesische Geschichte, Kultur, Religion und Mythologie, denn Christoph Rehage hat neben Kameraführung auch Sinologie studiert. Alles ist so organisch in die Schilderung seiner Erlebnisse hineingewebt, dass es sich liest wie aus einem Guss. So ist es auch nicht verwunderlich, dass ein Bericht über eine zwölfmontaige Wanderung, die streckenweise immer wieder auch beschwerlich und eintönig wurde, kein einzige Mal ermüdend zu lesen ist. Ich habe “The longest way” in einem Rutsch gelesen, geradezu verschlungen. Und am Ende sogar ein bisschen geweint. Fazit: “The longest way” hat mich mitgerissen und immer wieder erstaunt. Ein absoluter Pageturner, der sich mit seiner erzählerischen Kraft wie ein Abenteuerroman liest. Ganz klar eines meiner Lesehighlights in diesem Jahr und eine absolute Empfehlung! Ich bin so begeistert, dass ich mir nach einiger Überlegung auch den großartigen Bildband zur Reise gekauft habe. Also: lest dieses wunderbare Buch und schaut euch auch unbedingt Christoph Rehages Kurzfilm an.

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  • Rezension zu "The Longest Way" von Christoph Rehage

    The Longest Way
    NicoM

    NicoM

    22. June 2012 um 14:32

    "The Longest Way" ist eine Geschichte, wie sie das Leben tatsächlich geschrieben hat, im wörtlichen Sinne. Sie stellt begeisternde und abstoßende Landschaften vor, insbesondere aber eine vielschichtige Kultur und herzliche, hilfsbereite und faszinierende Menschen, denen Christoph Rehage auf seiner langen Wanderschaft begegnen durfte, darunter Onkel Shen, Zhu Hui und natürlich den belesenen und mit Lebenserfahrung erfüllten, weisen Lehrer Xie. Der Autor zeichnet ein Bild von dem großen Land China und seinen zahlreichen Ausprägungen, wie es wohl die wenigsten Menschen könnten. Dabei wird der Leser aber durchaus auch auf eine Reise durch die Gedankenwelt von Christoph Rehage geschickt, die letztlich den Sinn der tatsächlichen Reise erst begründet. Hier öffnet sich ein Mensch in einer Weise, die einerseits vielleicht der Generation-Facebook gerecht wird, die andererseits aber auch die besondere Spannung und Breite an Erkenntnis beim Lesen ausmacht. Wer an manchmal etwas deftigerer Sprache keinen Anstoss nimmt und sich ein Bild von dem heutigen Reich der Mitte und den Chinesen machen möchte, wer die großartige Kultur kennenlernen und/oder besser verstehen möchte, der sollte dieses Buch unbedingt in Betracht ziehen. Hier wird weit mehr geboten als der übliche Einblick! Gerne hätte ich noch viel mehr gelesen. Eine hervorragende Ergänzung ist das Photobuch "China zu Fuß: The Longest Way", zeitgleich erschienen bei National Geographic.

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