Christoph Reuter Die schwarze Macht

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Inhaltsangabe zu „Die schwarze Macht“ von Christoph Reuter

Was den »Islamischen Staat« so gefährlich macht
Die Terrorherrschaft des »Islamischen Staats« erstreckt sich inzwischen über mehr als fünf Millionen Menschen und eine Fläche von der Größe Großbritanniens. Auf Basis exklusiver Dokumente und Kontakte zu Schlüsselfiguren der Terrororganisation zeichnet SPIEGEL-Korrespondent Christoph Reuter den brutalen, präzise geplanten Aufstieg der Dschihadisten nach, deckt Hintergründe und geheime Helfer des IS auf. Sein mehrfach preisgekröntes Buch zeigt, was der Terror des »Islamischen Staates« bedeutet: für die Menschen in Syrien und im Irak, für die Nachbarstaaten des IS und für uns in Europa.

Eine beeindruckend sachkundige, umfassende und gut geschriebene Übersicht über Da'ish (IS).

— Katharina99

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  • Die schwarze Macht: Der »Islamische Staat« und die Strategen des Terrors, rezensiert von G.P.

    Die schwarze Macht

    Splashbooks

    22. June 2015 um 08:24

    Es vergeht kaum ein Tag, wo es nicht eine neue Schreckensnachricht aus dem Gebiet gibt, wo der Islamische Staat herrscht. Dieses Gebilde hat sich innerhalb kürzester Zeit zu einer Terrororganisation ohne Gleichen entwickelt. Doch woher kommt sie? Wie kann es sein, dass sie allen Versuchen, sie auszulöschen, widerstanden hat? Wie ist überhaupt das Alltagsleben in den besetzten Gebieten? Das sind Fragen, die der SPIEGEL-Korrespondent Christoph Reuter versucht in seinem Buch "Die Schwarze Macht: Der 'Islamische Staat' und die Strategien des Terrors" zu beantworten. Der Autor wurde 1968 geboren. Er studierte Islamwissenschaften und spricht fließend Arabisch. Der war "Journalist des Jahres 2012" und hat für Die Zeit und den Stern geschrieben. Er ist einer der letzten Reporter, die noch aus Syrien und Nordirak berichten. Vorab macht Christoph Reuter klar, dass er für viele seiner Aussagen keine direkten Quellen hat. Vielmehr verlässt er sich auf die Aussagen von Flüchtlingen, die er interviewt hat. Doch das tut der Aussagekraft seines Buches keinen Abbruch. Denn vieles, was er zu berichten weiß, hat trotzdem Hand und Fuß und weiß zu überzeugen. In seinem Band versucht er dabei jeden erdenklichen Aspekt bezüglich des "Islamischen Staates" abzudecken. Er beschreibt über mehrere Kapitel hinweg, die diese Organisation entstanden und an die Macht gelangt ist. Ebenso geht er auch auf den Umgang der Medien mit dem "IS" ein und wagt unter anderem auch einen Ausblick auf das, was geschehen könnte.Rest lesen unter: http://splashbooks.de/php/rezensionen/rezension/22019/die_schwarze_macht_der_islamische_staat_und_die_strategen_des_terrors

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  • Fundierte Darstellung von Entstehung, Entwicklung und Strategie des IS

    Die schwarze Macht

    michael_lehmann-pape

    08. May 2015 um 13:23

    Fundierte Darstellung von Entstehung, Entwicklung und Strategie des IS „2010 zurückgeworfen auf ein Dasein als Terrorzelle im Untergrund ist dieser „Islamische Staat“, vier Jahre später zurückgekehrt als Inbegriff des globalen Schreckens“. Dies ist nicht nur eine lapidare Bestandsaufnahme im Buch, sondern trägt den Kern dessen, was Reuter akribisch und fundiert im Buch zusammenträgt in einem Satz in sich. Der IS ist beileibe nicht nur eine besonders gut organisierte Terrorzelle im Sinne einer Al Quaida, sondern im Kern ein minutiös durchgeplantes „Unternehmen“ mit einer ausgeklügelten Strategie, mit Mitteln, um dies durchzusetzen und, vor allem, mit einer außerordentlichen Skrupellosigkeit versehen, die Kernschritte öffentlichkeitswirksam und auf eine (aus den Augen des Terrors und der Ziele gesehen), „bestmöglichen“ Art und Weise unerbittlich voranzubringen. Das dabei der Islam selbst (sicher ein wichtiges) nur „ein Instrument“ unter vielen anderen ist und der „Kalifenstaat“ nicht nur religiöse Gründe hat, sondern auch einer weltlichen Strategie und einem weltlichen Machtanspruch folgt, dies sind einige der Schlüsse, die Reuter in seiner gründlichen Aufarbeitung des IS aufzeigt. Dennoch aber gilt auch, dass der IS mehr als eine „mafiöse Holding zur Prfitmaximierung im Diesseits“ darstellt. Vor allem aber gilt: Die Strrategie des IS geht in weiten Teilen durchaus auf, zumindest, was den Zulauf an Jugendlichen aus dem Westen, die Schürung der Angst und die Wirksamkeit der radikalen Brutalität angeht. Gerade diese Mischung aus apokalyptischen Visionen, (scheinbar) irrationalem Terrorismus, Kartell-ähnliche Organisation, nach vorne getragener religiöser Kompromisslosigkeit und der Bereitschaft, ohne Rücksicht auf Opfer auch in den eigenen Reihen vorzugehen ist es, die Reuter umfassend aufzeigt und vom Beginn des IS an in die Gegenwart detailliert verfolgt. Von den Ursprüngen als kriminelles Netzwerk ehemaliger Kader Saddamm Husseins und einer Gruppe überzeugter Dschihadisten, getragen von der Überzeugung, die Macht solle bei einem kleinen Kreis der Elite liegen, die keinerlei Rechenschaft schuldig ist. Ein Konglomerat von einem Glauben an die Glorie der arabischen Geschichte und einem Glauben an ein Handeln im großen Plan Gottes. In seinem Wachstum und seiner Rolle erst ermöglicht und sich potenzierend durch den Bürgerkrieg in Syrien befördert. In der Situation der „völligen Anarchie“, so zeigt Reuter, die ab dem Jahre 2011 sich in den arabischen Kernländern zeigte, ergriff der IS zunächst diskret, dann brutal, immer aber zielgerichtet mehr und mehr an Macht, Fläche und Einfluss. Nach innen wie nach außen „nüchtern berechnend“, wie im Buch fundiert nachzulesen ist. Mit der Einnahme Mossuls und der damit verbundenen Rückkehr in den Irak machte sich der IS letztlich unabhängig von allen vorher geschmiedeten Allianzen und diskreten Verbindungen und zeigt seitdem sein Gesicht, seine Ziele und seine „Praxis“ offen vor den Augen der Welt. Konkret verweist Reuter im Kapitel „Nordkorea auf Arabisch“ auf den „Alltag unter dem IS“, auf die Formen der Herrschaft, die brutale Wirklichkeit für die Bevölkerung in den Einflussgebieten und das, leger gesagt, „muntere Wirtschaften“ des IS mit einem teilweise erklecklichen „Bruttosozialprodukt“. Bedeutsam sind die Schlüsse, die Reuters zieht. Sein Verweisen darauf, wie sehr die Öffentlichkeit (nicht nur im Westen) sich zu stark vom „Eigen-Image“ des IS täuschen lässt und damit das kühle und machtpolitische Kalkül hinter der fanatischen Fassade außer Acht lässt. „Hochflexibel hat der IS seine Gestalt und seine taktischen Allianzen (je) den Umständen angepasst – und dies kunstvoll verschleiert“. So ist Reuter fest davon überzeugt, dass ein Ende des IS nur „von innen“ kommen kann. Ein überaus lesenswertes, sehr ausführliches und sehr fundiertes Buch, dass ins Innere des IS führt und klare Ausblicke zu geben vermag auf das, was an Strategie gegen den IS nötig und möglich wäre. 

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  • Zwischenstand IS

    Die schwarze Macht

    Noir-Crime

    26. April 2015 um 14:47

    Christoph Reuter liefert mit seinem in der Deutschen Verlagsanstalt erschienenen Buch "Die schwarze Macht" eine interessante Bestandsaufnahme zum Thema Islamischer Staat. Der Autor konzediert freiherzig an mehreren Stellen, dass es sich dabei um eine Zwischenstands-Analyse handelt. Durchaus positiv ist, dass Reuter mit zahlreichen Mythen und Lügenmärchen aufräumt, die den Islamischen Staat umranken. Durch eine schonungslose Rekonstruktion dekonstruiert Reuter die große Gebiete im Irak und in Syrien beherrschende Organisation. Die zentrale Einsicht lautet wohl, dass der Islamische Staat z.T. die religiöse Fassade nur vortäuscht um weltliche Machtansprüche zu untermauern. Der Führungszirkel des IS besteht demnach aus alten der irakischen Baath-Partei, die einst Saddam Hussein treu ergeben waren. Diese Männer bringen sowohl militärische, ökonomische als auch administrative sowie geheimdienstliche Expertise mit, die zusammengenommen erst die Staaten-Bildung ermöglichen, die ja essentieller Namens- und Programmbestandteil des IS sind. Dem IS geht es laut Reuter weniger um die Errichtung eines neuen Kalifats als um die Realisierung territorialer, wirtschaftspolitischer und machtpolitischer Vorhaben. Dazu ist ihm jedes Mittel Recht: von der massenmedial wirksam inszenierten Enthauptung bis zur Nutzung moderner sozialer Medien. Reuters Buch ist informativ und interessant, obwohl es mitunter manche Länge und eine Tendenz zum Anekdotenhaften besitzt. Zur Lektüre empfohlen, wenn man über die Vorgänge um den IS auf einem hohen, gut recherchierten Niveau Beschied wissen möchte.  

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