Christoph Süß

 3.9 Sterne bei 23 Bewertungen
Autor von Ich denke, also bin ich verwirrt, Morgen letzter Tag! und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Christoph Süß

Christoph Süß ist Muenchener Kabarettist und Fernsehmoderator. Er wurde beruehmt durch die BR Sendung quer und seiner Show Suessstoff aus dem Muenchener Volkstheater. Er sammelte bereits in der Schule Schauspielerfahrung, und brach spaeter auch sein Philosophie-Studium wegen seiner Kabarettistenkarriere ab. "Ich denke, also bin ich verwirrt" ist sein erstes Buch.

Alle Bücher von Christoph Süß

Christoph SüßIch denke, also bin ich verwirrt
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Ich denke, also bin ich verwirrt
Ich denke, also bin ich verwirrt
 (18)
Erschienen am 01.02.2011
Christoph SüßMorgen letzter Tag!
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Morgen letzter Tag!
Morgen letzter Tag!
 (4)
Erschienen am 14.07.2014
Christoph SüßSüßstoff
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Süßstoff
Süßstoff
 (1)
Erschienen am 01.09.2010
Christoph SüßLetzte Bestellung, Audio-CD
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Letzte Bestellung, Audio-CD
 (0)
Erschienen am 04.06.2010

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Neue Rezensionen zu Christoph Süß

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Giselle74s avatar

Rezension zu "Ich denke, also bin ich verwirrt" von Christoph Süß

Amüsant
Giselle74vor einem Jahr

Nach der Leseprobe, ich muß es gleich zu Anfang gestehen, war ich ja noch nicht ganz schlüssig, ob ich das Konzept nun eher albern oder humorvoll finde. Aber nun, nachdem ich das ganze Buch gelesen habe, überwiegt doch der Humor. Eine kurze Einführung in die Geschichte der Philosophie in ansprechenden Häppchen, zu genießen bei einem guten Glas Wein und möglichst am Kaminfeuer... Serviert von einem Kabarettisten, der es schon berufsbedingt versteht, seine Pointen richtig zu setzen, auch wenn er mir manchmal zu tief in die Klamaukkiste greift.

Eine nette Möglichkeit, Wissen aufzufrischen oder auch in Teilstücken zu erwerben, eine leichtfüssige Einführung in meist eher schwer verdauliche Themen, sehr nützlich um beim nächsten Smalltalk zu punkten und daher eben auch für die geeignet, die sich an solche "schweren" Fächer wie Philosophie meist nicht herantrauen.

Und deshalb, Herr Süß, winke ich Ihnen vergnügt zu und das sogar öffentlich und nicht nur im stillen Kämmerlein!

Nur eines habe ich nicht wirklich verstanden: das Coverbild des Buches. Hat es eine Aussage und wenn ja welche? Denn dass es sich mit Fuß am Ohr besser denkt, wage ich doch zu bezweifeln...

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W

Rezension zu "Morgen letzter Tag!" von Christoph Süß

Rezension zu "Morgen letzter Tag!" von Christoph Süß
WinfriedStanzickvor 6 Jahren

Nein, das Kabarett ist nicht tot. Trotz einer unsäglichen Inflation von Comedy- „Künstlern“ auf allen Kanälen, gibt es einige, die ihr Metier wirklich beherrschen und ihre Zuschauer und Leser auf allerhöchstem schwarzen Niveau unterhalten können.

Der Autor des vorliegenden Buches gehört mit Sicherheit dazu. Christoph Süß, der schon mit seiner satirischen Geistesgeschichte „Ich denke, also bin ich verwirrt“ seine liebsten Welterklärungen zum Besten gegeben hat, beschäftigt sich nun mit einer „Kritik der reinen Apokalypse“.

Frech, bissig und mit viel Witz geht er den Ängsten der Menschen nach und unterzieht die allgegenwärtigen Endzeit – und Krisenszenarien, die sich fast täglich in unseren Medien abwechseln, einer satirischen Kritik.

Sein Fazit: so schlimm wird es schon kommen. Und sein Rezept dagegen: Humor.

Ein sehr unterhaltsames Buch, anspruchsvoll, kritisch und voller guter Hoffnung, gegen jede apokalyptische Angst.

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M

Rezension zu "Morgen letzter Tag!" von Christoph Süß

Rezension zu "Morgen letzter Tag!" von Christoph Süß
michael_lehmann-papevor 6 Jahren

Ein attraktives Stück Kabarett mit Gehalt!

Man muss schon bei allem Schmunzeln genauer hinschauen, um zu sehen, dass Christoph Süß eloquent, humorvoll, karikiert und hoch ironisch auch eine klare Botschaft in seine Ausführungen über (alle möglichen) Endzeitängste des Menschen hineinlegt.

Das nämlich die Erfahrung, dass die „sogenannten Profis nicht wirklich wissen, was sie tun“ (die, die das Loch im Reaktor von Fukuschima mit Sägespänen stopfen wollten oder die, die im Golf von Mexiko mit Golfbällen das Ölleck stopfen wollten). Und das diese Erfahrung eine Botschaft in sich trägt. „Das möglicherweise wirklich alle Macht vom Volk ausgeht“, sprich, jeder einzelne verantwortlich ist. Und eben nicht irgendwelche „Profis“ als Mechaniker oder Finanzfachleute immer wieder die Welt irgendwie retten werden, in der es die stille allgemein Haltung ist, dass sich besser nichts ändern soll, vor allem es nicht schlechter werden soll.

Eine Erkenntnis, die durchaus auch da greift, wo Süß die klassische Haltung des SUV Fahrers aufs Korn nimmt. Anfangen sollen eben immer die anderen. Mit der Nachhaltigkeit und der Einsicht darin, dass man nun wirklich keine allradgetriebene Großraumlimousine braucht, um in deutschen Städten keinen Parkplatz zu finden. Und einen hervorragenden Öffentlichen Nahverkehr zu genießen. Samt bestens ausgebauter Strassen bis in den kleinsten Winkel des Landes.

Aber, „wenn wir am Drücker sind“, dann müssten wir ja auch wissen, in welche Richtung zu drücken wäre, oder? Und da, wo doch jederzeit die Welt sowieso vor Ihrem Untergang steht und es daher eigentlich doch alles egal ist.

Auch dies arbeitet Süß deftig ironisch heraus, das all jene Weltuntergangsszenarien der letzten 2.500 Jahre vor allem eine Funktion hatten: „Jetzt aber noch mal los, denn nach uns kommt sowieso die Sintflut“. Und somit den Veränderungsdruck in bester Weise stark abmildert, zumindest. Denn, „wenn man nun einmal sein Leben nicht ändern will, dann gibt einem die radikale Vereinfachung der Endzeit-Fantasy-Welt eine schöne Legitimation, einfach so weiter zu machen wie bisher“.

In mitreißender Sprache führt Süß dem Leser alle möglichen (und teils auch unmöglichen) Untergangsängste vor Augen, legt durchaus offen, wozu diese auch nutzen (über das Bauen von Überlebensbunkern hinaus) und kommt so immer wieder auf den einen, entscheidenden Punkt. Wir sind verantwortlich für das, was mit uns und der Welt geschieht, wenn wir ständig mannigfaltig den Kopf in den Sand stecken. Denn es ginge auch anders. Gut sogar. Mit ein klein wenig Reflektion, mit einem „Weniger statt Mehr“ (siehe SUV und dutzende andere Beispiele im Buch). Mit ein wenig nachdenken, warum eigentlich eine gewisse Schicht seit einiger Zeit ständig mit kleinen Wasserflaschen herumläuft und das etwa 1000fache an Kosten für dieses Wässerchen bezahlt, nur weil man der Werbung glaubt, dass „einfacher Durst“ und „einfaches Wasser“ doch nun wirkliche keine Gradmesser sind für das, was der Körper wirklich braucht.

Gut, dass Christoph Süß diesen genauen, humorvollen und breiten Blick auf „den Weltuntergang“ wirft und damit vieles von dem in sanfter Weise entzaubert, was täglich künstlich Schlagzeilen produziert. Vielleicht gelingt es ihm ja, den Blick zu öffnen, für das, was geht. Statt immer nur auf das zu Starren, was einem ein Alibi gibt, nichts zu tun.

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Zusätzliche Informationen

Christoph Süß wurde am 17. Dezember 1967 in Muenchen (Deutschland) geboren.

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