Christoph Süß Morgen letzter Tag!

(4)

Lovelybooks Bewertung

  • 3 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 2 Rezensionen
(2)
(1)
(1)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Morgen letzter Tag!“ von Christoph Süß

Das einzig relevante Buch zum aktuell bevorstehenden Weltuntergang.§Ist die Welt nach Ablauf der Haltbarkeit noch zu gebrauchen? Das fragt sich der Philosoph, Kabarettist und "quer"-Moderator Christoph Süß. In seiner Kritik der reinen Apokalypse nimmt er fröhlich und respektlos unsere Ängste und Endzeitgedanken auseinander: So schlimm wird es schon werden.§Wir haben Angst! Vor der Finanzkrise und der Bankenkrise. Dem Euro. Griechenland. Überhaupt Europa. Vor dem Klimawandel. Vor Ökofaschismus. Vor Überschwemmung. Vor Wassermangel. Vor Überfluss. Vor Knappheit. Vor Terroristen. Fundamentalisten. Idealisten. Kommunisten. Kapitalisten. Dem Antichristen. Christen. Moslems. Hindus. Juden. Sekten. Insekten. Langeweile. Amerikanern. Chinesen. Indern. Pakistanis. Polen. Negern. Überhaupt Ausländern. Nachbarn. Männern mit Bart. Frauen mit Bart. Der Wissenschaft. Verblödung. Vor Gutmenschen. Bösen Menschen. Unmenschen. Übermenschen. Untermenschen. Überhaupt vor Menschen. Vor Bakterien und Viren. Vor der Zerstörung der Umwelt. Vor der Kernkraft. Davor, dass der Strom ausfällt. Die Liste unserer Ängste wird im Buch noch beängstigend viel länger sein. Doch Christoph Süß rät: Keine Panik. Weltuntergang ist nur eine Frage der Perspektive. Nach seiner satirischen Geistesgeschichte "Ich denke, also bin ich verwirrt" beschäftigt sich der Philosoph und Moderator hintersinnig und böse mit unserem täglichen Kampf gegen die Endzeit. Da hilft nur eins: Humor!§

Stöbern in Humor

Ich war jung und hatte das Geld

Das Buch versucht witzig zu sein, ist es aber nicht. Absolut langweilig!

buecherjase

Pommes! Porno! Popstar!

So absurd, dass es wieder witzig ist.

TJsMUM

Crazy America

Einfach nur toll! Lustig, faszinierend und schockierend zugleich...

Geschichtensammlerin

Ich schenk dir die Hölle auf Erden

Mal wieder ein köstlicher Roman!

Julchen77

Der Letzte macht den Mund zu

Sarkastisches Gemeckere über First World Problems. Kurzweilige Essay-Sammlung mit Anekdoten des witzigen YouTubers.

Ping

Besser als Bus fahren

Unterhaltsam und amüsant , tut ganz gut mal zwischendurch.

Rees

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Morgen letzter Tag!" von Christoph Süß

    Morgen letzter Tag!
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    12. June 2012 um 11:10

    Nein, das Kabarett ist nicht tot. Trotz einer unsäglichen Inflation von Comedy- „Künstlern“ auf allen Kanälen, gibt es einige, die ihr Metier wirklich beherrschen und ihre Zuschauer und Leser auf allerhöchstem schwarzen Niveau unterhalten können. Der Autor des vorliegenden Buches gehört mit Sicherheit dazu. Christoph Süß, der schon mit seiner satirischen Geistesgeschichte „Ich denke, also bin ich verwirrt“ seine liebsten Welterklärungen zum Besten gegeben hat, beschäftigt sich nun mit einer „Kritik der reinen Apokalypse“. Frech, bissig und mit viel Witz geht er den Ängsten der Menschen nach und unterzieht die allgegenwärtigen Endzeit – und Krisenszenarien, die sich fast täglich in unseren Medien abwechseln, einer satirischen Kritik. Sein Fazit: so schlimm wird es schon kommen. Und sein Rezept dagegen: Humor. Ein sehr unterhaltsames Buch, anspruchsvoll, kritisch und voller guter Hoffnung, gegen jede apokalyptische Angst.

    Mehr
  • Rezension zu "Morgen letzter Tag!" von Christoph Süß

    Morgen letzter Tag!
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    11. May 2012 um 12:14

    Ein attraktives Stück Kabarett mit Gehalt! Man muss schon bei allem Schmunzeln genauer hinschauen, um zu sehen, dass Christoph Süß eloquent, humorvoll, karikiert und hoch ironisch auch eine klare Botschaft in seine Ausführungen über (alle möglichen) Endzeitängste des Menschen hineinlegt. Das nämlich die Erfahrung, dass die „sogenannten Profis nicht wirklich wissen, was sie tun“ (die, die das Loch im Reaktor von Fukuschima mit Sägespänen stopfen wollten oder die, die im Golf von Mexiko mit Golfbällen das Ölleck stopfen wollten). Und das diese Erfahrung eine Botschaft in sich trägt. „Das möglicherweise wirklich alle Macht vom Volk ausgeht“, sprich, jeder einzelne verantwortlich ist. Und eben nicht irgendwelche „Profis“ als Mechaniker oder Finanzfachleute immer wieder die Welt irgendwie retten werden, in der es die stille allgemein Haltung ist, dass sich besser nichts ändern soll, vor allem es nicht schlechter werden soll. Eine Erkenntnis, die durchaus auch da greift, wo Süß die klassische Haltung des SUV Fahrers aufs Korn nimmt. Anfangen sollen eben immer die anderen. Mit der Nachhaltigkeit und der Einsicht darin, dass man nun wirklich keine allradgetriebene Großraumlimousine braucht, um in deutschen Städten keinen Parkplatz zu finden. Und einen hervorragenden Öffentlichen Nahverkehr zu genießen. Samt bestens ausgebauter Strassen bis in den kleinsten Winkel des Landes. Aber, „wenn wir am Drücker sind“, dann müssten wir ja auch wissen, in welche Richtung zu drücken wäre, oder? Und da, wo doch jederzeit die Welt sowieso vor Ihrem Untergang steht und es daher eigentlich doch alles egal ist. Auch dies arbeitet Süß deftig ironisch heraus, das all jene Weltuntergangsszenarien der letzten 2.500 Jahre vor allem eine Funktion hatten: „Jetzt aber noch mal los, denn nach uns kommt sowieso die Sintflut“. Und somit den Veränderungsdruck in bester Weise stark abmildert, zumindest. Denn, „wenn man nun einmal sein Leben nicht ändern will, dann gibt einem die radikale Vereinfachung der Endzeit-Fantasy-Welt eine schöne Legitimation, einfach so weiter zu machen wie bisher“. In mitreißender Sprache führt Süß dem Leser alle möglichen (und teils auch unmöglichen) Untergangsängste vor Augen, legt durchaus offen, wozu diese auch nutzen (über das Bauen von Überlebensbunkern hinaus) und kommt so immer wieder auf den einen, entscheidenden Punkt. Wir sind verantwortlich für das, was mit uns und der Welt geschieht, wenn wir ständig mannigfaltig den Kopf in den Sand stecken. Denn es ginge auch anders. Gut sogar. Mit ein klein wenig Reflektion, mit einem „Weniger statt Mehr“ (siehe SUV und dutzende andere Beispiele im Buch). Mit ein wenig nachdenken, warum eigentlich eine gewisse Schicht seit einiger Zeit ständig mit kleinen Wasserflaschen herumläuft und das etwa 1000fache an Kosten für dieses Wässerchen bezahlt, nur weil man der Werbung glaubt, dass „einfacher Durst“ und „einfaches Wasser“ doch nun wirkliche keine Gradmesser sind für das, was der Körper wirklich braucht. Gut, dass Christoph Süß diesen genauen, humorvollen und breiten Blick auf „den Weltuntergang“ wirft und damit vieles von dem in sanfter Weise entzaubert, was täglich künstlich Schlagzeilen produziert. Vielleicht gelingt es ihm ja, den Blick zu öffnen, für das, was geht. Statt immer nur auf das zu Starren, was einem ein Alibi gibt, nichts zu tun.

    Mehr