Christoph Schäfer Lusoria

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Inhaltsangabe zu „Lusoria“ von Christoph Schäfer

Dieses Buch konzentriert sich auf die Darstellung der Rekonstruktion, vor allem aber auf die Tests und Ergebnisse, in deren Rahmen ein spätantikes römisches Kriegsschiff in Originalgröße erprobt wurde. Dabei konnte eine Fülle neuer Erkenntnisse im Hinblick auf logistische und technische Rahmenbedingungen gewonnen werden. Die überraschend guten Leistungsdaten und eine leichte Handhabung werden dokumentiert und bieten eine wertvolle Ergänzung der literarischen Überlieferung. Somit werden in der Darstellung auch neue, zentrale Argumente für die seit Mitte der 90er-Jahre anhaltende Diskussion um ein spätantikes Verteidigungskonzept des Römischen Reiches angeführt. Für die Erfassung der wissenschaftlichen Daten wurde ein für den America’s Cup entwickeltes und im Frühjahr 2006 auf den Markt gekommenes mobiles elektronisches System eingesetzt. Mit Spezialsoftware und von Hamburger Physikern programmierten Zusatzprogrammen konnten so exakte Leistungsdaten gesichert und erstmals ein Polardiagramm eines historischen Schiffes unter Segeln erstellt werden. Diese technische Revolution beim Testen historischer Schiffe wird in dem Band – auch mit Graphiken und Fotos – dokumentiert und stellt neben der Tatsache, dass man zum ersten Mal überhaupt ein spätantikes Kriegsschiff getestet hat, das Alleinstellungsmerkmal der Studie dar. Das Buch richtet sich an die große Gemeinde der Schiffshistoriker, Schifffahrtsbegeisterten, Altertumswissenschaftler und Militärhistoriker.

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  • Rezension zu "Lusoria" von Christoph Schäfer

    Lusoria
    wolfschwerdt

    wolfschwerdt

    18. May 2010 um 21:00

    Mit dem Nachbau und der Erprobung der Lusoria hat sich der Autor des Buches "Lusoria – Ein Römerschiff im Experiment", Prof. Dr. Christoph Schäfer, einen Namen in der experimentellen Archäologie gemacht. Lusoria ist dabei nicht der klangvolle Name eines Schiffes, sondern in Form von Navis Lusoria die Typbezeichnung eines der leistungsfähigsten Kriegsschiffe der spätantiken römischen Welt. Mit diesem Standarttypus verteidigten die Römer etwa zwischen dem 3. und 5. Jahrhundert die Grenzen ihres Reiches auf Rhein und Donau gegen die Barbaren -am Ende vergeblich. Der Gedanke zum Nachbau eines dieser auch in der zeitgenössischen Literatur beschriebenen Schiffes als größeres Projekt der experimentellen Archäologie kam von studentischer Seite. Ohne die Funde solcher Schiffe bei Ausgrabungen in Mainz und die daraus resultierenden archäologischen Befunde, wäre ein solches Unterfangen allerdings nicht zu realisieren gewesen. Dementsprechend widmet sich das erste Kapitel des Buches dem archäologischen Befund. Dabei werden nicht nur Konstruktionsmerkmale geschildert, sondern auch der historische Kontext, in dem die Fundsituation zu bewerten ist. Im Rahmen der hochinteressanten Diskussion historischer Quellen in Zusammenhang mit den Funden, werden in diesem Kapitel die konkreten Typmerkmale der Lusoriae als Flusskriegsschiffe herausgearbeitet, um schließlich Grundlagen für die Rekonstruktion zu liefern. Bei der Rekonstruktion erwies sich trotz der ausgezeichneten Quellen- und Fundsituation ein Aspekt als außerordentlich problematisch. Es war die Tatsche, dass bei keinem der Mainzer Schiffswracks der Kiel in voller Länge erhalten war. Und so schildert der Autor auch die kontroverse Diskussion der Wissenschaftler um die genaue Rumpflänge des Schiffstyps, die für eine experimentell akzeptable Rekonstruktion von großer Bedeutung ist. Da diese Diskussion bis heute nicht abgeschlossen ist, hatte die Rekonstruktion neben anderen Fragestellungen auch zu dieser Frage einen Beitrag zu plausiblen Antworten zu leisten. Der Beschreibung des im Mai 2003 begonnenen Schiffsnachbaus, die für ambitionierte Schiffsmodellbauer auch dank der hervorragenden Detailfotos und Darstellungen von CAD-Animationen sehr aufschlussreich ist, folgt eine ausführliche Dokumentation der Tests. Dazu gehören auch die Widerstandsversuche am Modell in der Schiffbau-Versuchsanstalt Potsdam. Vor allem die Schilderung der diversen Fahrversuche des Originals mit zahlreichen Fotos zeigen, welch ein praktischer Aufwand für die Beantwortung der wissenschaftlichen Fragen betrieben werden musste. Die Folgerungen aus den 2004 begonnenen Testfahrten für das spätantike römische Verteidigungskonzept sind für den interessierten Laien und für Schiffshistoriker, Schifffahrtsbegeisterte, Altertumswissenschaftler oder Militärhistoriker gleichermaßen aufregend. Recht ausführlich wird in dem Buch zunächst die allgemeine Lage an den römischen Grenzen am Übergang von der Kaiserzeit zur Spätantike entwickelt, wobei hier schon schrittweise die experimentellen Erkenntnisse eingeflochten werden. Reaktionszeiten und Stärke der maritimen Einheiten bis hin zum Konzept des flussgestützten Verteidigungssystems ergeben schließlich ein strukturiertes Bild, das für einige Korrekturen bei der bisherigen Sichtweise sorgt. Natürlich gehört zu einem wissenschaftlichen Projekt auch aufwändige Messtechnik, der das Buch schon allein deshalb ein umfassenderes Kapitel widmet, weil diese für die wissenschaftlich korrekte Erfassung der Leistungsdaten maßgeblich war. Die technischen Details, die auch halbwegs unverstanden dokumentieren, was bei der Erfassung von aussagefähigen Daten alles berücksichtigt werden muss, sind im Anhang dargestellt. Hier findet sich auch die Auswertung der Daten, die für die Beantwortung der archäologisch- historischen Fragestellungen so wichtig ist.

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