Christoph Scheuring

 4,2 Sterne bei 150 Bewertungen
Autor von Echt, Sturm und weiteren Büchern.
Autorenbild von Christoph Scheuring (©Jutta Lang / Quelle: Magellan Verlag)

Lebenslauf

Christoph Scheuring hat Theologie studiert, danach vier Jahre lang als Fernfahrer gearbeitet und anschließend das journalistische Handwerk an der Henri-Nannen-Schule gelernt. Er war unter anderem Reporter und Redakteur bei STERN, TEMPO und SPIEGEL, hat Reportagen für GEO, ZEIT, Transatlantik und Playboy geschrieben und wurde zweimal mit dem Egon-Erwin-Kisch-Preis für die beste, deutschsprachige Reportage des Jahres ausgezeichnet. Sein Jugend- bzw. All-Age-Roman ECHT wurde 2015 für den Deutschen Jugendbuchpreis nominiert.

Alle Bücher von Christoph Scheuring

Cover des Buches Echt (ISBN: 9783734882036)

Echt

(75)
Erschienen am 18.01.2017
Cover des Buches Sturm (ISBN: 9783734854187)

Sturm

(41)
Erschienen am 19.01.2023
Cover des Buches Absolute Gewinner (ISBN: 9783734850080)

Absolute Gewinner

(20)
Erschienen am 18.01.2018
Cover des Buches Zeichen der Zeit (ISBN: 9783455504071)

Zeichen der Zeit

(12)
Erschienen am 18.01.2016
Cover des Buches Absolute Gewinner (ISBN: 9783734882425)

Absolute Gewinner

(1)
Erschienen am 17.07.2025
Cover des Buches Absolute Gewinner (ISBN: 9783734854064)

Absolute Gewinner

(1)
Erschienen am 16.01.2019
Cover des Buches Echt (ISBN: 9783734882319)

Echt

(0)
Erschienen am 18.07.2024

Neue Rezensionen zu Christoph Scheuring

Cover des Buches Absolute Gewinner (ISBN: 9783734882425)
Gwhynwhyfars avatar

Rezension zu "Absolute Gewinner" von Christoph Scheuring

Gwhynwhyfar
Ein klasse Themenmix und sehr guter Figurenaufbau

«Früher, als ich noch klein war, hat meine Mutter immer gesagt: »Wenn du etwas Unangenehmes beichten musst, tu’s lieber gleich. Dann hast du’s hinter dir und musst nicht mehr den ganzen Tag daran denken.« Mit sieben oder acht Jahren hab ich ihr das auch echt noch geglaubt und alles sofort erzählt, aber mittlerweile weiß ich, dass der Spruch ziemlicher Blödsinn ist, weil man ja immer die Chance hat, dass sich das Unangenehme von selbst erledigt. Wenn man nur lange genug wartet damit.»


Luca trainiert auf dem Basketballplatz – immer allein. Er mag nicht mit anderen zusammensein, weil er eine krächzende Piepsstimme hat, er bleibt lieber stumm. Krächzend oder piepsend – beides zusammen geht nicht. Das ist am Anfang ein großes Problem – das der Autor im Laufe des Schreibens vergessen hat. Leider ein eklatanter Fehler. Verziehen! Eines Tages wird ein Turnier ausgeschrieben, Jugendmannschaften können sich anmelden: Die besten aus den Städten fahren nach Berlin und der Sieger fliegt in die USA. Und plötzlich steht der Hausmeister der Schule auf dem Platz, sagt, Luca gehört zu seinem Team und auch Jana und Heinrich und ein paar andere. Er ist der Coach, die Jugendlichen nennen ihn Sichel – und er ist klasse – diese Truppe ist klasse – oder?


«‹Und Gewalt macht nur wieder Gewalt?› 

‹Weiß ich.› 

‹Und zerrissenes Hemd und ausgeschlagener Zahn sind zehnmal teurer als neuer Basketball?› 

‹Hier geht’s aber nicht ums Geld.› 

‹Aber geht es um Vernunft.› 

‹Coach, ich weiß, dass Ihnen so was nicht passiert, aber so einer wie ich muss sich halt manchmal wehren. Sonst bin ich immer der Dumme.› 

‹Du glaubst, ich kenne das nicht?›, fragte der Coach. ‹Irrtum, mein Freund, ich kenne das besser, als du dir vorstellen kannst. Aber ich habe gelernt: Bei Schlägerei du gewinnst nie. Wehren ist gut. Schlagen ist Schwäche.› 

‹Und was ist, wenn man sich nicht anders wehren kann?› 

‹Geht immer anders. Aber Mut ist gut. Denselben Mut will ich von dir sehen beim Spiel.› 

‹Wie jetzt? Das versteh ich nicht.›»


Als Loser-Truppe und mit einem Hausmeister als Coach ein bundesweites Basketballturnier gewinnen? Das kann nicht funktionieren – dachte Luca jedenfalls, bis sich sein ungleiches Underdog-Team gar nicht mal so schlecht anstellt, weil es hart trainiert mit einem Supercoach. Das Turnier ist gewonnen, doch der Trainer ist plötzlich verschwunden. Und das, wo es ihm so wichtig gewesen ist, zu gewinnen, nach Berlin zu fahren. Jetzt müssen sich Luca und seine Teammitglieder einen neuen Coach suchen, neue gute Spieler akquirieren, damit sie in Berlin eine Chance haben; und sie wollen auch das Rätsel um den Hausmeister lösen – Denn wieso verschwindet ein so engagierter Trainer plötzlich und warum ist er nicht mal bei der Arbeit aufgetaucht? Dabei ahnen die Jugendlichen nicht, mit was für zwielichtigen Typen sie es zu tun bekommen. Jetzt wird es kriminell …


«‹Es folgt daraus, dass es im Fußball durchaus Sinn macht, das Glück zu versuchen›, fuhr Heinrich fort. ‹Es folgt daraus, dass es mathematisch nicht unvernünftig ist, wenn ich einfach mal einen Dreißigmeterschuss wage. Mathematisch gesehen verschlechtern sich meine Wahrscheinlichkeiten dadurch nur unwesentlich.› 

‹Alter, was quatschst du Fußball?›, sagte Murat. ‹Und Mathematik und so ’n Zeug? Wir spielen Basketball.› ‹Weiß ich›, sagte Heinrich, ‹aber um das Wesen des Basketballs zu begreifen, ist so ein Ausflug zum Fußball wichtig. Beim Basketball sieht die Rechnung komplett anders aus. Beim Basketball führt ungefähr jeder zweite Angriff zu einem Korb. Wenn du einen Angriff läufst, liegt die Wahrscheinlichkeit, dass er auch zu einem Korberfolg führt, bei fünfzig Prozent. Für die Dauer eines normalen Spiels sind das vierzig bis fünfzig erfolgreiche Abschlüsse.›»


Das alles ist ziemlich spannend, ein Pageturner. Aber gleichzeitig gibt Christoph Scheuring seinen liebevoll aufgebauten Figuren Raum sich zu entwickeln, zueinanderzufinden. Völlig konträre Charaktere, die aber genau deshalb im Team wunderbar funktionieren. Und der der Coach erklärt, warum wer auf welcher Position wichtig ist. Überhaupt wird erklärt, wie Basketball funktioniert. Basketball ist ein schnelles, intelligentes Spiel, das von ständig wechselnden Spielzügen lebt. Der Autor nimmt uns mit in das Spiel, macht das spannend und begeisternd. Wer bis dahin kein Fan war, wird sich garantiert ein paar Spiel anschauen. Hier wächst eine Mannschaft, ein Team, eine Freundschaft. Und neben dem Basketball läuft irgendwann die schräge Story auf der Suche nach dem Trainer. Die Spannung steigt. Plötzlich sind wir mittendrin im organisierten Verbrechen der Sportwetten … Ein klasse Themenmix und sehr guter Figurenaufbau, eine tiefgründige Geschichte mit vielen Facetten, ein Pageturner, ein Basketballbuch, ein Jugendthriller – ganz großes Kino! Der Magellan Verlag gibt eine Altersempfehlung ab 12 Jahren. Dem schließe ich mich an. Empfehlung!


«‹Also›, sagte er, ‹die Springstein-Schule hat die ganze Zeit ihre beiden großen Kerle im Low post, die können wir nicht ausschalten. Und die beiden Guards sind auch viel schneller als Luca und Robin. Wir können ihr Pick ’n’ Roll nicht verteidigen, wir können den Pass ans Brett nicht verteidigen, wir können noch nicht mal einen Backdoor-Pass auf die großen Kerle verhindern. Das bedeutet: Wir können sie nicht mit unserer Defense schlagen. Unsere einzige Chance ist, dass wir sie über unsere Offense kriegen.›«



Christoph Scheuring, geboren 1957, hat in seinem Leben schon viel gesehen. Als Journalist für DER SPIEGEL, stern und DIE ZEIT hat er mit den Mächtigsten am Tisch gesessen und mit den Machtlosen auf der Straße gelebt. Seine Leidenschaft gehört besonders den Jugendlichen in den Randgebieten unserer Gesellschaft. Als Autor von Jugendromanen schreibt er über das Leben dort, wo es brüchig ist, wo es ausfranst, wo es wehtut. Dort, wo es interessant wird.


Cover des Buches Sturm (ISBN: 9783734850288)
Mauerseglerins avatar

Rezension zu "Sturm" von Christoph Scheuring

Mauerseglerin
Eine besondere Liebesgeschichte

Was passiert, wenn eine militante Tierschützerin und ein überzeugter junger Fischer gemeinsam in Seenot geraten?  Ist Gewalt vielleicht doch manchmal eine Lösung und kann man Tiere schützen, indem man sie tötet? Darum und um vieles anderes geht es in Christoph Scheurings Roman „Sturm“. Das Leben der Protagonistin Nora hat „beschissen“ begonnen und wird auch nicht besser, bis sie, nachdem sie sich vor einem Schlachthof festgekettet hatte, zu Sozialstunden verurteilt wird. Diese leistet sie auf einem Fischerboot ab, dass schon bald in einen heftigen Sturm gerät.
Das Buch ist eines der besten, die ich seit Langem gelesen habe. Es erzählt auf poetische Weise von einer jungen, sehr selbstbewussten und zugleich sehr unsicheren Frau, die sich im Angesicht des Sturm ihren Ängsten stellen muss und zugleich immer wieder über die großen Fragen des Lebens nachdenkt. Zwischen ihr und dem Fischer Johan entwickelt sich eine sehr eigene Liebesgeschichte, die weit entfernt von Klischees und Kitsch einfach wunderschön ist.
Ich möchte diese Geschichte allen empfehlen, die sich für Umwelt- und Tierschutz (also im Prinzip für unsere Erde) interessieren und vielleicht auch engagieren und eine neue Perspektive kennenlernen wollen, sowie allen, die ungewöhnliche Liebesgeschichten abseits vom Mainstream mögen

Cover des Buches Echt (ISBN: 9783734882036)

Rezension zu "Echt" von Christoph Scheuring

Ein LovelyBooks-Nutzer
Tiefergehend als Abschiede

LB Themenchallenge (32)


Albert fotografiert gerne am Bahnhof. Am liebsten Abschiede, für ihn die intensivsten Momente, die es geben kann. Doch als er sich mit Kati anfreundet, lernt er viel mehr über sein eigenes Leben, Katis Schicksal und wie kompliziert das Leben sein kann.

Die Themen Abschied, Leben auf der Straße und das Kämpfen mit seinen eigenen Ängsten und Schuldgefühlen waren großartig und haben mich noch Tage, nachdem ich das Buch fertiggelesen habe, beschäftigt. Zusammen mit den Elementen Fotografie wurde die ganze Handlung aus naiven Augen betrachtet, aus der Sicht von jemandem, der wortwörtlich ins kalte Wasser geschmissen wurde. Zwar war das Ende etwas abrupt, aber einigermaßen abschließend für den Geschichtsverlauf und auch Alberts Entwicklung war interessant und gut nachzuverfolgen.


Was mir gar nicht gefallen hat, war der Schreibstil. Mir ist bewusst, dass es aus der Sicht von Albert ist, einem Jugendlichen, der manchmal nicht komplett nach Grammatik spricht. Aber oft war der Satzbau komplett verdreht und es wurde oft ein "Slang" verwendet, der mich beim Lesen eher verunsichert hat. So gesehen war es von den zentralen Motiven her sehr tiefgehend und ich habe für mich selbst einiges mitgenommen, aber lest es nicht mit der Erwartung an einen hochkomplexen Schreibstil.

Gespräche aus der Community

Da Lesungen, Signierstunden und Co. aktuell leider nicht stattfinden können, haben wir - über den ganzen April verteilt - viele tolle Autor*innen zu Fragerunden auf LovelyBooks eingeladen. Heute beantwortet Christoph Scheuring eure Fragen. In seinem Roman treffen zwei Charaktere aus völlig unterschiedlichen Welten aufeinander: Die militante Tierschützerin Nora und der Fischer Johan. Erst ein Sturm verbindet die beiden ...

142 BeiträgeVerlosung beendet
Claudia107s avatar
Letzter Beitrag von  Claudia107

Hier nun endlich meine Rezension für diese wirklich tolle und außergewöhnliche Geschichte. Es hat mir wirklich gut gefallen und ich werde die Geschichte nicht so schnell vergessen! Nochmals Danke für den Gewinn und ich hoffe noch weitere Bücher von Christoph Scheuring lesen zu dürfen.


https://www.lovelybooks.de/autor/Christoph-Scheuring/Sturm-2412238907-w/rezension/2636348248/

Ist es Gedankenlosigkeit? Oder Unwissen? Oder gibt es noch andere Gründe für die Grausamkeit, mit der wir Menschen Tiere töten und die Natur zerstören? Mit dieser Frage beschäftigt sich der neue All-Age-Roman STURM von Christoph Scheuring. 

159 BeiträgeVerlosung beendet
Lesemagie_Buchblogs avatar
Letzter Beitrag von  Lesemagie_Buchblog

Hallo,

ich möchte mich auch nochmal ganz herzlich für mein Exemplar und den Austausch bei der Leserunde bedanken. Leider ist meine Rezension erst vor ein paar Tagen auf verschiedenen Kanälen online gegangen.

Liebe Grüße

Daniel

Ich hatte in meinem Leben noch nie einen Einbruch gemacht. Aber es war überhaupt nicht kompliziert. Viel einfacher als Abschreiben zum Beispiel. Oder als eine Deutscharbeit. Hausmeisterwohnungen liegen nämlich immer im Erdgeschoss. In jeder Schule. Und dort ist abends ja immer kein Mensch mehr und Passanten kommen auch nie vorbei. Wir mussten nur das Klofenster neben der Tür mit einem Stein einwerfen und dann durch die Fensteröffnung klettern und schon waren wir in der Wohnung.

Sie war ganz anders, als ich erwartet hatte. Gar nicht aufgeräumt und ordentlich, obwohl der Coach bei uns schon den Aufstand machte, wenn jemand nur das Hemd nicht in der Hose trug. Hier aber waren überall seine Klamotten verstreut, in der Küche lag ein zerbrochener Teller auf dem Boden und im Bad waren die Türen des Spiegelschranks aufgerissen und jemand hatte die Medikamente runter ins Becken gekippt. Es war nicht das Hustensaft-Globoli-Zeug wie bei uns zu Hause. Die Packungen hier hatten gefährliche Namen wie Ritalin oder Rohypnol, und die Verpackungen waren total vergilbt, als hätten sie hier schon zehn Jahre gelagert.

Hatte hier jemand hektisch nach etwas gesucht? Waren das Einbrecher gewesen? Oder eine Entführung? Oder hatte es unser Coach einfach nur furchtbar eilig gehabt?

 

Als Loser-Truppe und mit einem Hausmeister als Coach ein bundesweites Basketballturnier gewinnen? Das kann nicht funktionieren – dachte Luca jedenfalls, bis sich sein ungleiches Underdog-Team gar nicht mal so schlecht anstellt. Doch kaum beginnt er, ein bisschen an seine Mannschaft zu glauben, ist der Trainer plötzlich verschwunden. Mitten im Turnier. Und das, obwohl es ihm so wichtig gewesen ist. Jetzt müssen sich Luca und seine Teammitglieder nicht nur auf dem Platz beweisen, sondern auch das Rätsel um den Hausmeister lösen. Dabei ahnen sie nicht, mit was für zwielichtigen Typen sie es zu tun bekommen.

 

Christoph Scheuring, geboren 1957, hat in seinem Leben schon viel gesehen. Als Journalist für DER SPIEGEL, stern und DIE ZEIT hat er mit den Mächtigsten am Tisch gesessen und mit den Machtlosen auf der Straße gelebt. Seine Leidenschaft gehört besonders den Jugendlichen in den Randgebieten unserer Gesellschaft. Als Autor von Jugendromanen schreibt er über das Leben dort, wo es brüchig ist, wo es ausfranst, wo es wehtut. Dort, wo es interessant wird.

 

Ihr möchtet wissen, ob Luca und seine Truppe den Hausmeister finden und obendrein das Turnier gewinnen werden? Hier könnt ihr 15 Exemplare von Absolute Gewinner gewinnen und an der Leserunde teilnehmen. Um in den Lostopf zu hüpfen, beantwortet uns einfach bis 8. Februar folgende Frage:

 

Was ist euer Lieblingsteamsport und warum?


Wir wünschen euch viel Spaß beim Mitmachen!

Euer Magellan-Team

167 BeiträgeVerlosung beendet
schlumelines avatar
Letzter Beitrag von  schlumeline
Herzlichen Dank, dass ich hier mitlesen und mitdiskutieren durfte. Hier der link zu meiner Rezension auf lovelybooks: https://www.lovelybooks.de/autor/Christoph-Scheuring/Absolute-Gewinner-1514959497-w/rezension/1541910476/ Die Rezi ist auch hier erschienen: http://buchrezicenter.filmbesprechungen.de/genres/belletristik/absolute-gewinner/

Zusätzliche Informationen

Christoph Scheuring wurde am 07. Dezember 1957 in Deutschland geboren.

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