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ChristophScheuring

vor 2 Jahren

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'Zeichen der Zeit' beschäftigt sich mit Sachsen in einer der spannendsten Epochen des Landes. Erzählt wird die Geschichte von drei hochbegabten Jungen um das Jahr 1830. Da ist Jakob Schindler, der in unvorstellbarer Armut im Erzgebirge aufwächst und so filigrane Strohbänder flechten kann, dass sogar die reichen Damen in Dresden und Leipzig sie rühmen. Da ist Adam Globig, der in einem Waisenhaus erzogen wird und dessen Verstand schon in jungen Jahren das ganze Wissen der Zeit durchmessen hat. Und da ist Ferdinand Adolph Lange, um den sich eine Dresdener Pflegefamilie kümmert und der später die sächsische Uhrmacherei revolutionieren wird. Der Roman handelt vom Kampf dieser drei Jungen um Wissen und Perfektion und um das nackte Überleben in einer schillernden und grausamen Zeit.

Ein zentrales Anliegen dieses Buch ist es, den Alltag der Menschen in jener Epoche nicht nur intellektuell verstehbar, sondern auch emotional erlebbar zu machen. Aber welche Sprache ist dafür am besten geeignet? Ist es klüger für einen historischen Roman, eine moderne, lebendige, emotionale Sprache zu wählen, obwohl wir wissen, dass die Menschen damals nicht in der heutigen Grammatik und nicht mit unseren modernen Worten gesprochen haben? Oder ist es sinnvoller, der damaligen Sprache in Grammatik, Satzbau und Wortwahl zu folgen, auch wenn sie in unseren Ohren leblos und umständlich klingt?

Diese Frage hat mich während des ganzen Schreibens begleitet. (Und das hat immerhin 1,5 Jahre gedauert.) Jetzt gebe ich sie an euch weiter: Wie ist es für euch? Stört euch eine moderne Sprache in einem historischen Roman? Oder stört euch eher altertümliches Deutsch, das man nur mit Mühe entschlüsselt? Unter allen, die sich die Mühe machen, hier zu antworten, verlose ich zehn Exemplare meines Romans 'Zeichen der Zeit'. (Wer mag, bekommt auch eine Widmung.) Im Gegenzug freue ich mich über eine Rezension hier auf Lovelybooks und auf anderen Plattformen.


Christoph Scheuring lebt als freier Journalist und Autor in Hamburg. Zuvor arbeitete er als Reporter bei STERN und SPIEGEL. Für seine journalistischen Arbeiten wurde er zweimal mit dem Egon-Erwin-Kisch-Preis für die beste deutschsprachige Reportage des Jahres ausgezeichnet. Sein Roman „Echt" wurde 2015 für den Deutschen Jugendbuchpreis nominiert.

Autor: Christoph Scheuring
Buch: Zeichen der Zeit

black_horse

vor 2 Jahren

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Hier möchte ich gerne den Anfang machen. Ich mag historische Bücher, vor allem solche, die sich stark auf reale Personen stützen. Als Sachse spricht mich dieses Buch über Personen meiner Heimat besonders an.
Von der Sprache her ist es schon so, dass ich mich leichter tue, wenn das Buch in flüssigem aktuellen Deutsch geschrieben ist, aber es darf auch nicht zu modern geraten. Ich finde es aber auch schön, wenn ein Buch Sprachbesonderheiten der damaligen Zeit, z.B. in der wörtlichen Rede oder bei Zitaten aufgreift.
Ich würde mich freuen, wenn ich mir ein Bild machen könnte, wie die Balance in diesem Buch gelingt. Und ich bin sehr neugierig auf die drei Protagonisten.

melusina74

vor 2 Jahren

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Da ich mich sehr für vergangene Epochen und die Menschen,die damals lebten interessiere,möchte ich mich gerne für ein Leseexemplar bewerben.

Altertümliche Sprache oder das Hochdeutsch unserer Zeit?
Beides ist in meinen Augen korrekt. Natürlich ist der Schreibstil in "unserem" Deutsch bestimmt flüssiger und das Buch so schneller zu lesen.
Aber andererseits finde ich es auch spannend etwas über das altertümliche Deutsch zu erfahren.Denn so kommt die Erzählung vielleicht authentischer rüber.

Sehr gerne würde ich mir selbst einen Eindruck über das Buch und die vergangenen Epochen machen

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Line88

vor 2 Jahren

Kapitel 30 - 48
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leserattebremen schreibt:
Das ging mir ähnlich. Trotz Jakobs Verstörung durch seine Kindheit und seine vorherige Kälte erklärt sich mir sein Verhalten nicht richtig. Was hat ihn dazu gebracht, sich und die Frau umzubringen? Er hatte gerade ein Leben aufgebaut. War das einfach nur eine Kurzschlusshandlung?

Ich war auch sehr geschockt... Kam für mich tatsächlich unerwartet, auch wenn man um seine Gefühle und die harte Kindheit wusste...

Line88

vor 2 Jahren

Kapitel 30 - 48
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Der dritte Abschnitt konnte mich leider am wenigsten überzeugen, da doch einige Fragen offen blieben und ich einige Abschnitte nicht so recht nachvollziehen konnte (im Hinblick auf die Relevanz für die Handlung des Buches). Dennoch habe ich nur selten Bücher gelesen, die mich so fesseln und in ihre Welt (bzw. Zeit) mitnehmen konnten... Interessant hätte ich gefunden, wenn die Jungs selbst Familien gegründet hätten und die Beziehung und Erziehung der eigenen Kinder noch kurz angerissen worden wäre - aber das hätte wahrscheinlich zu weit geführt (wäre aber spannend, für einen zweiten Teil ;) )

Line88

vor 2 Jahren

Rezensionen

Herzlichen Dank, dass ich das Buch lesen durfte. Es hat mir sehr gut gefallen, sodass 5 Sterne wohlverdient sind :)

http://www.lovelybooks.de/autor/Christoph-Scheuring/Zeichen-der-Zeit-1216145392-w/rezension/1228014243/1228029315/

Zinu

vor 1 Jahr

Kapitel 1 - 14

Wow, was für ein Buch: Schonungslos, hart aber authentisch. Der Prolog konnte mich zwar nicht so richtig fesseln (gibt aber irgendwie keinen bestimmten Grund dafür), aber ich bin schon sehr gespannt, wie sich die Geschehnisse im Prolog in die Geschichte einfügen werden. Ab dem ersten Kapitel hat mich das Buch aber dann voll und ganz in seinen Bann gezogen. Zeichen der Zeit reiht sich definitiv nicht bei den zahlreichen anderen historischen Romanen ein, die leider viel zu oft die beschriebene Zeit schön reden. Hier werden mir schonungslos Fakten präsentiert: In Zeiten der unbeschreiblichen Armut und des Hungers sind Kinder absolut nichts wert; nichts als ein mühsamer Klotz am Bein. Die Menschen kämpfen ums Überleben, da ist kein Platz für Träume, Wünsche und Romantik. Und über allem steht die dunkle Macht der Kirche. Die Charaktere empfinde ich bis jetzt ausnahmslos ebenso authentisch gezeichnet, wie das ganze Drumherum. Ich bin gespann, wie es mit den drei Jungs nun weiter geht und werde gleich mal weiterlesen...

Zinu

vor 1 Jahr

Kapitel 15 - 29

Dieser Leseabschnitt hat mir auch wieder sehr gut gefallen. Der Autor versteht es, mich mit einer sehr angenehmen Sprache in die damalige Zeit zu entführen und mir dabei viele wissenswerte Hintergrundinformationen anschaulich zu vermitteln. Am meisten berührt mich das Schicksal von Jakob. Ob wohl er am Ende der Mörder aus dem Prolog ist? Ich bin nun sehr gespannt auf den letzten Leseabschnitt.

Zinu

vor 1 Jahr

Kapitel 30 - 48

Der letzte Leseabschnitt konnte mich leider nicht so richtig überzeugen. Das lag vor allem an der Sache mit der Frau. Dieser Handlungsstrang erschien mir dann doch etwas gar konstruiert. Ich konnte da jedenfalls nicht ganz folgen. Abgesehen davon war es aber ein durchweg grandioses Buch mit faszinierende Charakteren und sehr bildhaften Szenen.

Zinu

vor 1 Jahr

Rezensionen

Vielen Dank für die tollen Lesestunden!
http://www.lovelybooks.de/autor/Christoph-Scheuring/Zeichen-der-Zeit-1216145392-w/rezension/1238200044/

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