Christoph Schlingensief

 4.3 Sterne bei 98 Bewertungen

Alle Bücher von Christoph Schlingensief

Sortieren:
Buchformat:
Ich weiß, ich war's

Ich weiß, ich war's

 (11)
Erschienen am 10.03.2014
Christoph Schlingensiefs »Nazis rein«

Christoph Schlingensiefs »Nazis rein«

 (3)
Erschienen am 26.03.2002
Ich weiß, ich war`s

Ich weiß, ich war`s

 (1)
Erschienen am 09.10.2012
Die Räuber

Die Räuber

 (0)
Erschienen am 02.09.2003
Chance 2000, Wähle Dich selbst

Chance 2000, Wähle Dich selbst

 (1)
Erschienen am 01.12.1999
Rosebud

Rosebud

 (0)
Erschienen am 01.02.2002

Neue Rezensionen zu Christoph Schlingensief

Neu
freakyrickys avatar

Rezension zu "So schön wie hier kanns im Himmel gar nicht sein!" von Christoph Schlingensief

Sehr ehrlich!
freakyrickyvor 4 Jahren

Eines
mal vorweg - ich mag Erfahrungsberichte nicht besonderes gerne. Ganz anders ist jedoch Schlingensiefs "Tagebuch einer Krebserkrankung"


Das Geschriebene stammt aus Tonbandaufzeichnungen, die er fast täglich
nach der Diagnose Lungenkrebs (2008) auf Band sprach und somit aufnahm.
Das merkt man auch: Schlingensief liest sich wie er sprach: schnell,
chaotisch und wahnsinnig ehrlich.
Ein Protokoll eines Rastlosen,
eines Suchenden - mal will er leben, dann wieder sterben, immer auf der
Suche nach Gott, auf der Suche nach Antworten. Warum er, warum jetzt?
Er ist wütend, traurig und verzweifelt, aber auch dankbar und demütig.

Das Buch nimmt einen mit in das großartige,
verwirrende, hochinteressante Innenleben des äußerst
begabten, selbstreflektierenden Künstlergenies Christoph Schlingensief,
der am Ende den Kampf leider verloren hat, der mit Sicherheit noch so
viel zu sagen, zu bewegen und zu leben gehabt hätte.

Kommentieren0
15
Teilen
Callsos avatar

Rezension zu "So schön wie hier kanns im Himmel gar nicht sein!" von Christoph Schlingensief

Rezension zu "So schön wie hier kanns im Himmel gar nicht sein!" von Christoph Schlingensief
Callsovor 6 Jahren

Das ist schon schwierig, ein Buch zu bewerten, dass sich mit Krankheit, Leiden und dem Tod beschäftigt. Kein fiktiver Roman, sondern ein intimer Bericht eines krebskranken Menschen. Zudem der Einblick bzw. das Tagebuch eines „Promis“. All das, was man sonst so über Bücher formuliert (spannend, toll geschrieben, unterhaltsam) kann man sich bei diesem Werk getrost sparen.

Ich muss zugeben, dass ich vorher wenig Zugang oder gar ein Anhänger / Bewunderer von Christoph Schlingensief war. Einer der Hauptargumente für den Kauf war tatsächlich der Buchtitel. „So schön wie hier kanns im Himmel gar nicht sein!“, das finde ich als Aussage (udn Buchtitel) höchst beeindruckend und bezaubernd. Das Tagebuch einer Krebserkrankung hat mich bei meinem Spontankauf dann auch irgendwie angesprochen.

Schlingensief ist als Provakateur bekannt, in dem Buch nimmt er freilich eine ganz andere Rolle ein. Hilflos, ängstlich und demütig, so mag man das Gefühlschaos und die Gemütslage während der Erkrankung wohl am besten beschreiben.

Es gibt sicherlich Bücher, die bei einer solchen Erkrankung mehr Mut machen (Lance Armstrong fällt mir da ein), aber gut und wichtig ist dieses Buch allemal. Und wenn der Autor auch nur erzählt, wie man sich im Verlauf der Krankheit an Kleinigkeiten erfreuen kann, sei es, dass er es genießt, Händchen zu halten oder ein Stück Pflaumenkuchen zu essen…

Das Buch entpuppt sich als schwere Kost, liegt ob der Thematik sehr schwer im Magen. Und ich selbst bin dann wohl doch eher der Romanleser, insofern nur eine recht durchschnittliche Bewertung

In einigen Passagen war mir der christliche Bezug, die Gedanken an Kirche und Gott zu ausgeprägt, so dass für mich einige Längen aufkamen. Unterm Strich bleibt die eindrucksvolle Hilflosigkeit und die Ausweglosigkeit einer solchen Erkrankung. Zudem hat es mir den Menschen Christoph Schlingensief - trotz der furchtbaren Krankheit - näher gebracht. Und das auf eine angenehm zurückhaltende und sympathische Art…

Kommentieren0
9
Teilen

Rezension zu "So schön wie hier kanns im Himmel gar nicht sein!" von Christoph Schlingensief

Rezension zu "So schön wie hier kanns im Himmel gar nicht sein!" von Christoph Schlingensief
Ein LovelyBooks-Nutzervor 6 Jahren

Klappentext:
"Ich schaue aus dem Fenster und staune, als hätte ich noch nie Sonne und Wolken gesehen"
Wie weiterleben, wenn man von einem Moment auf den anderen aus der Lebensbahn geworfen wird, wenn der Tod plötzlich nahe rückt? Christoph Schlingensiefs bewegendes Protokoll einer Selbstbefragung ist ein Geschenk an uns alle.

Ich kann dem Klappentext nur zustimmen. Schlingensiefs Gedanken sind natürlich sehr beeinflusst durch die Krankheit und wie es nun einmal leider so ist: wenn man dem Tod ins Auge blicken muss, dann blickt man zurück und überlegt sich, was man doch hätte machen können. Dieser persönliche Einblick in sein Leben und seine Gedankenwelt sind nachvollziehbar und für jeden ein Muss, der sich über den Sinn des Lebens Gedanken macht und sein Leben ändern möchte. Es ist kein Moralapostelbuch, aber für jeden gibt es mindestens einen Gedankenanstoß, der einen zum Nachdenken über sein Leben bringt oder dass eine Passage einem aus dem Herzen spricht. Wer danach nicht mit sich und seinem Leben zufrieden ist und dankbar für die Gesundheit ist, dann weiß ich auch nicht weiter. Mehr persönlichere Gedanken kann man nun wirklich nicht finden.
Außerdem muss ich den Schreibstil sehr loben, es ist kein gewöhnliches Tagebuch, sondern es legt einen sehr hohen Stil an den Tag und ist sprachlich modern, aber gleichzeitig eben auch sehr hoch. Nicht einfach niedergeschrieben, sondern schon sich etwas dabei gedacht und es wird sich auch mit den Gedanken auseinandergesetzt und erörtert. Man muss dem nicht zustimmen, aber Offenheit für Gedanken eines Menschen, der dem Tod nahe steht, sollte man haben. Man legt das Buch schon mit Magengrummeln weg. Da dank des Tagebuchcharakters meistens kleine Abschnitte vorhanden sind, kann man es schnell weglegen bzw. auch, wenn man sehr wenig Zeit hat, schnell noch ein paar Seiten lesen. Aber trotzdem ist es kein Buch für zwischendurch (!), denn es wird einen noch nach dem Lesen noch beschäftigen. Außerdem würde ich empfehlen beim Lesen sich Stellen zu markieren, dass man sie wieder nachlesen kann bzw. Gedanken, die einem kommen, sich aufzuschreiben. Sonst vergisst man sie und das wäre wirklich nicht nach dem Sinn des Buches.

Kommentieren0
13
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 156 Bibliotheken

auf 20 Wunschlisten

von 6 Lesern aktuell gelesen

von 1 Lesern gefolgt

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks