Christoph Schlingensief

 4,2 Sterne bei 109 Bewertungen

Lebenslauf von Christoph Schlingensief

Christoph Schlingensief, 1960 in Oberhausen geboren, wurde einer größeren Öffentlichkeit als Filmregisseur mit seiner Deutschlandtrilogie (1989-1992) bekannt. In den 90er Jahren wurde er Hausregisseur an der Volksbühne in Berlin. Anlässlich der Bundestagswahl 1998 gründete Schlingensief die Partei »Chance 2000«. Bei den Bayreuther Richard-Wagner-Festspielen 2004 inszenierte er mit »Parsifal« seine erste Oper, die hymnisch besprochen wurde, anschließend war er verstärkt auf dem Feld der Bildenden Kunst tätig. Im August 2010 starb Christoph Schlingensief an seiner Krebserkrankung. Bis zuletzt arbeitete er an zahlreichen Kunst- und Theaterprojekten.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Kein falsches Wort jetzt (ISBN: 9783442771752)

Kein falsches Wort jetzt

Erscheint am 14.12.2022 als Taschenbuch bei btb.

Alle Bücher von Christoph Schlingensief

Cover des Buches Ich weiß, ich war's (ISBN: 9783442742110)

Ich weiß, ich war's

 (13)
Erschienen am 10.03.2014
Cover des Buches Kein falsches Wort jetzt (ISBN: 9783462055085)

Kein falsches Wort jetzt

 (2)
Erschienen am 20.08.2020
Cover des Buches Engagement und Skandal (ISBN: 9783895815416)

Engagement und Skandal

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Erschienen am 22.09.2020
Cover des Buches Kein falsches Wort jetzt (ISBN: 9783442771752)

Kein falsches Wort jetzt

 (0)
Erscheint am 14.12.2022
Cover des Buches Ich weiß, ich war`s (ISBN: 9783864846656)

Ich weiß, ich war`s

 (1)
Erschienen am 29.07.2020
Cover des Buches Die Räuber (ISBN: 9783829113427)

Die Räuber

 (0)
Erschienen am 02.09.2003
Cover des Buches Chance 2000, Wähle Dich selbst (ISBN: 9783462027730)

Chance 2000, Wähle Dich selbst

 (1)
Erschienen am 01.12.1999

Neue Rezensionen zu Christoph Schlingensief

Cover des Buches So schön wie hier kanns im Himmel gar nicht sein! (ISBN: 9783442745067)
Tausendléxis avatar

Rezension zu "So schön wie hier kanns im Himmel gar nicht sein!" von Christoph Schlingensief

Wie weiterleben, wenn man von einem Moment auf den anderen aus der Lebensbahn geworfen wird, wenn der Tod plötzlich nahe rückt?
Tausendléxivor einem Jahr

Als dieses Buch 2009 herauskam, war es mir ein Bedürfnis, es sogleich zu lesen, denn ich mochte den Film- und Theaterregisseur, Autor und Aktionskünstler Christoph Schlingensief. Er ist am 24. Oktober 1960 geboren und am 21. August 2010 verstorben.

Tagebuch einer Krebserkrankung

Ich habe lernen müssen, auf dem Sofa zu liegen und nichts anderes zu tun, als Gedanken zu denken.

Wie weiterleben, wenn man von einem Moment auf den anderen aus der Lebensbahn geworfen wird, wenn der Tod plötzlich nahe rückt? Mit seinem Tagebuch einer Krebserkrankung lässt uns Christoph Schlingensief teilhaben an seiner eindringlichen Suche nach sich selbst, nach Gott, nach der Liebe zum Leben.

Im Januar 2008 wird bei dem bekannten Film-, Theater- und Opernregisseur, Aktions- und Installationskünstler Christoph Schlingensief Lungenkrebs diagnostiziert. Ein Lungenflügel wird entfernt, Chemotherapie und Bestrahlungen folgen, die Prognose ist ungewiss – ein Albtraum der Freiheitsberaubung, aus dem es kein Erwachen zu geben scheint.

Doch schon einige Tage nach der Diagnose beginnt Christoph Schlingensief zu sprechen, mit sich selbst, mit Freunden, mit seinem toten Vater, mit Gott – fast immer eingeschaltet: ein Diktiergerät, das diese Gespräche aufzeichnet. Mal wütend und trotzig, mal traurig und verzweifelt, aber immer mit berührender Poesie und Wärme umkreist er die Fragen, die ihm die Krankheit aufzwingen: Wer ist man gewesen? Was kann man noch werden? Wie weiterarbeiten, wenn das Tempo der Welt plötzlich zu schnell geworden ist? Wie lernen, sich in der Krankheit einzurichten? Wie sterben, wenn sich die Dinge zum Schlechten wenden? Und wo ist eigentlich Gott?

Dieses bewegende Protokoll einer Selbstbefragung ist ein Geschenk an uns alle, an Kranke wie Gesunde, denen allzu oft die Worte fehlen, wenn Krankheit und Tod in das Leben einbrechen. Eine Kur der Worte gegen das Verstummen – und nicht zuletzt eine Liebeserklärung an diese Welt. – Quelle KiWi Verlag

Danke Christoph Schlingensief für dieses Buch, für das soziale Engagement, für ein Stück des Weges begleiten…………

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Cover des Buches Ich weiß, ich war's (ISBN: 9783442742110)
jackdecks avatar

Rezension zu "Ich weiß, ich war's" von Christoph Schlingensief

Inspirierende Persönlichkeit
jackdeckvor 3 Jahren

Ich war von "so schön wie hier kann's im Himmel gar nicht sein" so unglaublich begeistert. Ich habe mit Schlingensief mitgefiebert und mitfreut und mitgelitten. Oft hat er mir aus dem Herzen gesprochen. Und dieses Niveau noch einmal zu erreichen, schafft "ich weiß, ich war's" einfach nicht. Interessante Passagen haben sich mit uninteressanteren abgewechselt. Provokateur, Vordenker, Künstler durch und durch und ein überaus sensibler Mensch: Christoph Schlingensief schreibt zwar über sich selbst, dass er nicht der geworden ist, der er sein wollte. Aber mit dem was er geleistet hat, blieb er dennoch sich selbst treu. Schlingensief hält Rückschau auf seinen Lebensfindungsprozess und sein Künstlerdasein, das geprägt ist von kreativer Schaffenskraft und ständiger Selbstreflexion. Dabei hat der Künstler immer das große Ganze im Blick. Sehr interessantes Buch. Spannende Einblicke in das Leben des Christoph Schlingensief. Lesenswert!

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Cover des Buches So schön wie hier kanns im Himmel gar nicht sein! (ISBN: 9783442740703)
freakyrickys avatar

Rezension zu "So schön wie hier kanns im Himmel gar nicht sein!" von Christoph Schlingensief

Sehr ehrlich!
freakyrickyvor 8 Jahren

Eines
mal vorweg - ich mag Erfahrungsberichte nicht besonderes gerne. Ganz anders ist jedoch Schlingensiefs "Tagebuch einer Krebserkrankung"


Das Geschriebene stammt aus Tonbandaufzeichnungen, die er fast täglich
nach der Diagnose Lungenkrebs (2008) auf Band sprach und somit aufnahm.
Das merkt man auch: Schlingensief liest sich wie er sprach: schnell,
chaotisch und wahnsinnig ehrlich.
Ein Protokoll eines Rastlosen,
eines Suchenden - mal will er leben, dann wieder sterben, immer auf der
Suche nach Gott, auf der Suche nach Antworten. Warum er, warum jetzt?
Er ist wütend, traurig und verzweifelt, aber auch dankbar und demütig.

Das Buch nimmt einen mit in das großartige,
verwirrende, hochinteressante Innenleben des äußerst
begabten, selbstreflektierenden Künstlergenies Christoph Schlingensief,
der am Ende den Kampf leider verloren hat, der mit Sicherheit noch so
viel zu sagen, zu bewegen und zu leben gehabt hätte.

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