Christoph Schulte-Richtering Schnick, Schnack, Schnuck

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Inhaltsangabe zu „Schnick, Schnack, Schnuck“ von Christoph Schulte-Richtering

Die Ganze Weltgeschichte in einem Band – «Herrlich schlau und wunderbar komisch» (Ralf Schmitz) Warum hieß Zar Iwan «der Schreckliche»? Was hat das $-Zeichen mit Kaiser Karl V. zu tun? Und warum verdankt Heidi Klum ihre Karriere dem 18. Jahr­hun­dert? Christoph Schulte-Richtering erzählt die große Geschichte der Welt – mit ihren bedeutenden Männern und meist noch bedeutenderen Schurken, mit ihren epochalen Ereignissen und kulturellen Sternstunden. Und er zeigt mit Witz, was all dies für uns heute bedeutet: von der Erfindung der Demokratie und dem Fall der Mauer bis hin zu den leichteren Seiten des Lebens. Denn was wäre Hollywood ohne Troja, ohne das alte Rom oder Robin Hood? Die Welt­geschichte ist uns viel näher, als wir denken! «Christoph Schulte-Richtering ist hübsch und witzig. Und ich lüge pro Satz nur einmal!» (Thomas Gottschalk) «Meine Goethe-Entdeckung aus diesem Buch: ‹Die Welt ist ein Sardellensalat; / Er schmeckt uns früh, er schmeckt uns spat.› Dasselbe gilt für dieses Spaßwerk mit enormem Lerneffekt.» (Frank Plasberg)

Weltgeschichte (meist) schnoddrig erzählt. Kenntnisreich aber mir fehlten ein wenig die echten Highlights.

— berka
berka

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  • Rezension zu "Schnick, Schnack, Schnuck" von Christoph Schulte-Richtering

    Schnick, Schnack, Schnuck
    Lara_Hoeffner

    Lara_Hoeffner

    13. December 2010 um 16:47

    Dieses Buch ist großartig. Und ein seltener Glücksfall: Es ist witzig und klug zugleich. Mal möchte man sich kringeln vor Lachen, und im nächsten Satz schon ist man platt, dass man wieder auf überraschende Weise etwas gelernt hat, was man vorher nicht wusste - und zwar auf so unnachahmliche Art, dass man sich fragt: Warum schreiben nicht alle Autoren so? "Schnick, Schnack, Schnuck" ist zwar ein Geschichtsbuch - von Nero bis zur Finanzkrise lernen wir in 44 amüsanten und kurzen Kapiteln, wo der Nibelungenschatz vergraben liegt, warum Tatajana Gsell um ein Haar Königion von Spanien geworden wäre und warum Heidi Klum ihre Karriere Immanuel Kant zu verdanken hat Aber dabei tritt Christoph Schulte-Richtering überhaupt nicht wie ein wandelndes Lexikon auf, obschon ihm von der Völkerwanderung bis zur Wiedervereinigung, von den Kreuzzügen bis zu 9/11, vom Preußenkönig Friedrich bis zu Hitlers Autobahnen wirklich nichts unbekannt zu sein scheint. Das liegt einzig an seiner Darstellungsweise von Geschichte – die einfach unerhört ist. Frech, ohne falschen Respekt, gegen jeden einschläfernden Strich gebürstet. Alles Lehrerhafte, jede Faktenhuberei gehen ihm ab. Aber überraschende Zusammenhänge herzustellen, das macht ihm großen Spaß, und das spürt der Leser genussvoll auf jeder Seite. Liest man etwa die sechs Seiten über die Finanzkrise, hat man nicht nur das Prinzip der Leerverkäufe ein für allemal begriffen, sondern elegant gleich mitgelernt, warum das 17. Jahrhundert das große Zeitalter des niederländischen Blumenstilllebens werden konnte und was das mit der provozierenden Kunst eines Damien Hirst zu tun hat. Den gegenwärtigen Burgfrieden zwischen Banken und Regierungen beurteilt Schulte-Richtering allerdings skeptisch: «die Sache fühlt sich ein bisschen so an, als ob man den Hund den Wurstvorrat bewachen lässt». Der Autor ist ein Meister des ersten Satzes. „Am Morgen des 26. April 1336 klingelt der Wecker, und das Mittelalter ist vorbei.“ So beginnt das Kapitel über die Renaissance. Oder der Barock: "'Barocke Rubensfrau sucht Mann fürs Leben', wenn Sie so eine Kontaktanzeige lesen: Finger weg!“ Sehr schön auch folgender Auftakt: „Weia! Waga! Woge, du Welle, walle zur Wiege! Wagalaweia! Wallala weiala weia!“ Okay, vor Wagners „Nibelungen“ kapituliert sogar ein Schulte-Richtering, um dann Richard Wagners Leben als Künstler und Mann freilich doch noch zu erhellen. Spielerisch stellt dieses Buch unser Wissen vom Kopf auf die Füße. Dabei orientiert sich der Autor durchaus an filmischem Erzählen, hier merkt man den Stall, aus dem er kommt. Seit Jahren arbeitet er als Gedankenlieferant und Texter für viele Fernsehgrößen, von Gottschalk bis Plasberg, von Harald Schmidt bis Stefan Raab. Gekonnt strafft er, spitzt zu, reduziert ein paar Jahrhunderte auf drei Sätze und bringt sie damit auf den Punkt. Einzelheiten leuchtet er sorgfältig aus, stellt Querverweise her – und unterbricht das Programm rechtzeitig. „Ende Teil 1. Pause, Popcorn, Pipi.“ Großes Kino, diese kleine Weltgeschichte!

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