Christoph Seidler

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Autor von Arktisches Monopoly, Kalte Saat: Roman und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Christoph Seidler

Arktisches Monopoly

Arktisches Monopoly

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Erschienen am 30.04.2009
Von der IDG zur Gruppenanalyse

Von der IDG zur Gruppenanalyse

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Erschienen am 01.05.2014
Kalte Saat: Roman

Kalte Saat: Roman

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Erschienen am 21.12.2016
Deutschlands verborgene Rohstoffe

Deutschlands verborgene Rohstoffe

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Erschienen am 27.08.2012
Kunst und Technik der Gruppenpsychotherapie

Kunst und Technik der Gruppenpsychotherapie

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Erschienen am 11.09.2014

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Rezension zu "Arktisches Monopoly" von Christoph Seidler

Rezension zu "Arktisches Monopoly" von Christoph Seidler
Buecherfroschvor 9 Jahren

Mit der russischen Expedition, während der zwei Mini-U-Boote bis zum Grund des nördlichsten Punktes der Welt tauchten und als symbolische Inbesitznahme durch Russland eine Flagge auf dem Meeresgrund setzten, manifestierte Russland seine Ansprüche auf Teile der Polarregion, deren völkerrechtlicher Status, beziehungsweise vor allem die Besitzverhältnisse der Anrainerstaaten daran, nach wie vor höchst umstritten sind. Es ist bereits der zweite Wettlauf um dieses Gebiet. Denn schon im 19. Jahrhundert lieferten sich Abenteurer einen teilweise tödlichen Wettkampf darum, wer zuerst den Pol erreichen würde. Während es aber im 19 Jahrhundert vorwiegend um persönliches Prestige der Abenteurer ging, verbergen sich hinter den teilweise mindestens so abenteuerlichen Aktionen der heutigen Wissenschaftler handfeste wirtschaftliche und damit auch geostrategische Interessen. Seidler nimmt sich dieser höchst explosiven Neuauflage des "Great Game" an, und versucht den Ausgang dieses Spiels zu deuten.
Der neuerliche Run auf die Arktis wird durch die düsteren Aussichten auf dem Energiemarkt hervorgerufen. Instabile Verhältnisse im Nahen Osten und in den Ölfördernden Ländern in Afrika, sowie das Versiegen von Quellen zwingen die grossen Konsumenten ihren Verbrauch zu reduzieren und zu diversifizieren. Dies trifft insbesondere auf die Vereinigten Staaten zu.
Um in dieser Auseinandersetzung gute Karten zu haben rüsten die betroffenen Staaten massiv auf. Und zwar auf juristischer, wissenschaftlicher und militärischer Ebene. Denn um möglichst viel vom Kuchen für sich abschneiden zu können, müssen die Ansprüche vor der Festlandsockelgrenzkommission wissenschaftlich begründet werden. Dabei geht es einfach gesagt vor allem darum, zu beweisen, dass die Landmasse des Antrag stellenden Staates möglichst weit ins Meer hinausreicht, um diese Zone gemäss Seerechtskonvention exklusiv wirtschaftlich ausbeuten zu können.
Ein Prognose zu stellen, wie dieser Konflikt um die Arktis ausgeht fällt schwer. Seidler selbst ist wenig optimistisch. Das eigenmächtige Verhalten des wiedererstarkten Russland, die kontinuierliche Aufrüstung der Anrainerstaaten, die Auseinandersetzungen selbst zwischen Bündnispartnern lassen für die Zukunft wenig gutes hoffen. Die Militarisierung der Arktis ist längst im Gang und Machtdemonstrationen der Staaten um ihre Ansprüche zu unterstreichen werden weiter zunehmen. Etliche Experten halten militärische Auseinandersetzungen am Nordpol ab 2020 inzwischen gar für wahrscheinlich. Dem ist entgegenzuhalten, dass wahrscheinlich keiner der Staaten die Ansprüche auf Teile der Arktis erheben und die vermuteten Bodenschätze ausbeuten will, dies allein tun kann. Und auch bei der Nutzung der neuen Schifffahrtsrouten über den Pol , würde eine kriegerische Auseinandersetzung den Verkehr zum erliegen bringen und die damit verbundene Vorteile der Route zunichte machen. Das schliesst allerdings weitere Machtdemonstrationen und kleiner Zusammenstösse nicht aus.
Die meisten Menschen haben die Problematik der Arktis in jüngster Zeit weitgehend nur aus der Optik der Umweltprobleme, beziehungsweise der Klimaerwärmung wahrgenommen. Oder dann vielleicht noch aus der Sicht des historischen Wettlaufs zum Nordpol. Welche Sprengkraft das Abschmelzen des Poleises aber auf der Ebene der internationalen Beziehungen birgt, bleibt meist im Dunkeln wie die vermuteten Bodenschätze unter dem Eis. Gerade deshalb ist Seidlers Buch hervorzuheben. Es bringt auf weiten Strecken auf unpolemische Art und Weise die Risiken eines neuen Wettlaufs näher. Gleichzeitig ist dieses Entgegenkommen aber auch ein Nachteil. Der einfacheren Lesbarkeit zu liebe fallen Verweise auf Quellen zum Opfer, welche die wissenschaftliche Verwertbarkeit des Buches erschweren.

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Deutschland gilt als rohstoffarmes Land. Doch das stimmt nicht: In unserer Erde schlummern Schätze mit Milliardenwert. Mein neues Buch aus dem Hanser Verlag stellt diese nun in den Mittelpunkt: "Deutschlands verborgene Rohstoffe", das heute erscheint.

Auf den internationalen Rohstoffmärkten gehen die Preise weiter nach oben, weil Schwellenländer wie China permanent auf Einkaufstour gehen und Spekulanten ein Übriges tun. Deswegen wird die Förderung auch hierzulande an vielen Stellen immer lukrativer. Die Liste ist lang und umfasst nicht nur Klassiker wie Kohle oder Salz: Unter der Lausitz liegen rund zwei Millionen Tonnen reines Kupfer.
Im Erzgebirge locken beeindruckende Vorräte an Zinn, Lithium und Hightech-Metallen. Im Boden unter Norddeutschland gibt es große Mengen von Schiefergas – und an manchen Flüssen lohnt sich die Goldwäsche. Sogar am Meeresboden des Pazifiks haben deutsche Rohstoffsucher ihre Claims abgesteckt.


Habt ihr Lust auf eine spannende Reise durch ein unbekanntes Land: das Rohstoffland Deutschland? Dann macht bei meinem kleinen Quiz mit und gewinnt mit etwas Glück eins von 5 Büchern! Bitte postet eure Antworten auf die gleich folgenden Quiz-Fragen nicht hier, sondern schickt eine kurze Mail an Specials@hanser.de - dazu habt ihr bis einschließlich 09. September 2012 Zeit.

Ihr könnt mir hier außerdem sehr gern Fragen stellen - ich freue mich auf eine nette Fragerunde mit euch!

Frage 1)
Was lässt sich aus manchen deutschen Flüssen waschen?

a) Gold
b) Diamanten
c) Zuckerwürfel



Frage 2)
Wie viel seines Erdgasbedarfs kann Deutschland aus eigenen Vorkommen decken?


a) 0 Prozent
b) 100 Prozent
c) 15 Prozent


© WEG Wirtschaftsverband Erdöl- und Erdgasgewinnung e.V.

Frage 3)
Für wie viel Geld importierte Deutschland im Jahr 2010 Rohstoffe?


a) 110 Millionen Euro
b) 1,1 Milliarden Euro
c) 110 Milliarden Euro


© Christoph Seidler

Frage 4)
Wofür braucht man sogenannte Seltene Erden vor allem?


a) Magnete, Brennstoffzellen, Leuchtröhren
b) Fertiggerichte, Haarsprays, Kaugummis
c) Autoreifen, Teflonpfannen, Outdoorjacken



Frage 5)
Wann wurde im Erzgebirge - angeblich - das erste Silber gefunden?


a) 2000 v. Chr.
b) 1169
c) 1965




Und hier noch ein kleines Video:

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