Christoph Spöcker

 4.9 Sterne bei 7 Bewertungen
Autor von Roger Willemsen, Karl Lagerfeld und weiteren Büchern.

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Christoph SpöckerRoger Willemsen
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Roger Willemsen
Roger Willemsen
 (3)
Erschienen am 24.02.2016
Christoph SpöckerKarl Lagerfeld
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Karl Lagerfeld
Karl Lagerfeld
 (2)
Erschienen am 10.10.2016
Christoph SpöckerJupp Heynckes
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Jupp Heynckes
Jupp Heynckes
 (1)
Erschienen am 04.12.2017
Christoph SpöckerDie Bro-Strategie
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Die Bro-Strategie
Die Bro-Strategie
 (1)
Erschienen am 08.10.2013
Christoph SpöckerHelmut Kohl
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Helmut Kohl
Helmut Kohl
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Erschienen am 11.04.2016
Christoph SpöckerQueen Elizabeth II.
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Queen Elizabeth II.
Queen Elizabeth II.
 (0)
Erschienen am 12.06.2017
Christoph SpöckerBob Dylan
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Bob Dylan
Bob Dylan
 (0)
Erschienen am 10.01.2017
Christoph SpöckerRoger Willemsen: Kleine Anekdoten aus dem Leben eines großen Intellektuellen
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Roger Willemsen: Kleine Anekdoten aus dem Leben eines großen Intellektuellen

Neue Rezensionen zu Christoph Spöcker

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seschats avatar

Rezension zu "Jupp Heynckes" von Christoph Spöcker

Menschlicher Fußballlehrer
seschatvor 10 Monaten

Seit seiner Rückkehr aus dem Fußballruhestand ist der Trainer Jupp Heynckes (*1945) wieder in aller Munde. Zum nunmehr vierten Mal coacht der rheinische Fußballtrainer den FC Bayern München und führt ihn Ende 2017 aus der Krise; gar zur Herbstmeisterschaft.

Jupp, eigentlich Joseph, Heynckes ist ein Phänomen in der schnelllebigen Fußballtrainerszene. Mit seinen 72 Lenzen zeigt der Routinier noch einmal allen, wie man erfolgreich Fußball spielt und dabei die Spieler bei Laune hält. Gerade für seine psychologischen wie empathischen Fähigkeiten verehre ich diesen bescheidenen und höchst disziplinierten Trainerfuchs, der nur selten laut wird. Zudem kennt Jupps Kampfgeist kein Alter und bildete sich in seiner Zeit als aktiver Spieler beim FC Borussia Mönchengladbach heraus. Hier, bei seinem Lieblingsverein, konnte er wachsen, indem er nicht nur Teil der legendären „Fohlenelf“, sondern auch ein treffsicherer Mittelstürmer wurde, der sogar Gerd Müller Konkurrenz machte. Doch die großen Erfolge und internationalen Pokale konnte er erst als Trainer einstreichen. Mit gerade einmal 33 Jahren, was damals noch ein Novum gewesen ist, wurde aus dem talentierten Spieler ein Trainer. Von Borussia Mönchengladbach über den FC Bayern München, Athletic Bilbao, CD Teneriffa, Real Madrid, den FC Schalke 04 bis hin zu Eintracht Frankfurt, Heynckes‘ Trainerstationen sind beeindruckend und nötigen Respekt ab. Aus Jupp, der mit 9 Geschwistern und in einfachsten Verhältnissen aufwuchs, ist ein Mann von Weltruhm geworden. Stück für Stück arbeitete er sich an die Spitze des nationalen wie internationalen Fußballolymps heran und wurde 2013 mit dem FC Bayern München nicht nur Triple-Sieger, sondern auch Welttrainer.

So verwundert es keineswegs, dass nun, im Jahre 2017, eine Biografie über ihn auf den Markt gekommen ist. Der versierte Biograf und Sachbuchautor Christoph Spöcker hat sich dieser Mammutaufgabe gestellt, wobei ein kurzweiliges, 176-seitiges Buch entstanden ist, das sowohl Laien als auch Kenner mitreißen wird. Denn der Mensch und der Fußballer/Trainer Jupp Heynckes unterscheide sich nicht großartig voneinander. Seine herzliche, liebenswert familiäre Art kommt an. Seine Grundtugenden Disziplin, Fleiß und Vertrauen sind urtypisch deutsch bzw. preußisch und machen aus guten Spielern erfolgreiche Spieler mit Teamplayerqualitäten. Kurzum, Spöcker schafft es, Heynckes‘ Trainingskonzept allgemeinverständlich abzubilden. Mehr noch, er zeichnet den Lebensweg des Ausnahmetrainers auf authentische Weise nach und vergisst dabei an keiner Stelle den zurückgezogen lebenden Menschen mit einem Faible für gute Musik und Haustiere. Jupp Heynckes ist einer aus dem Volk, verstellt sich nicht und punktet gerade durch dieses ehrliche Auftreten. Er verkörpert noch den Trainer-Typus väterlicher Freund und verabscheut die Rolle des Showmans, was ich bemerkenswert sympathisch finde.

Ich habe Spöckers Biografie mit Gewinn gelesen, weil diese einerseits persönliche Erinnerungen und Anekdoten aus Heynckes‘ Leben bereithält und andererseits darin ein Stück deutsche und spanische Fußballgeschichte enthalten ist. Gern hätte das Buch noch 100 Seiten mehr haben können.

FAZIT
Eine kurzweilige Biografie eines sympathischen Trainers mit Gentleman-Qualitäten, dessen Erfolge sich sehen lassen können und der darüber hinaus als Mensch bodenständig geblieben ist.

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Bellis-Perenniss avatar

Rezension zu "Karl Lagerfeld" von Christoph Spöcker

„Das Geld selbst ist zum Ausgeben da“
Bellis-Perennisvor einem Jahr

Neben der dunklen Sonnenbrille, der schwarzen Kleidung, dem weißen Zopf sind auch die „nichtssagend vielsagenden“ Statements die Markenzeichen von Karl Lagerfeld.

Karl Lagerfeld entstammt einer reichen Hamburger Familie, die ein großes Gut in Schleswig-Holstein besaßen. Seine Mutter, nach seiner eigenen Aussage „tolerant bis zur Gleichgültigkeit“ muss eine faszinierende Frau gewesen sein. So soll sie ihrem Sohn,  (Homo) Sexualität wie folgt erklärt haben: „Sie (die Sexualität) sei nichts anderes als die Haarfarbe eines Menschen. Manche sind brünett, andere eben blond. Und genauso sind manche eben hetero- und andere homosexuell.“ Erstaunlich fortschrittlich!

Auch dass ihn die Schule nicht die Bohne interessierte, nahmen die Eltern mit Nonchalance zu Kenntnis. Seine fehlende Bildung wird er in späteren Jahren durch Lesen aufholen.

Wir erfahren, den Grund, warum er Pferde nicht mag, aber sich zu Kühen hingezogen fühlt. Dass er, um in den Anzügen eines italienischen Schneiders perfekt auszusehen, Bodybuilding betrieb.
Doch auch Monsieur Karl ist nicht ganz perfekt: Sein Waterloo ist das Autofahren. Nachdem er zwei beinahe tödliche Autounfälle unverletzt überstanden hat, lässt er sich lieber chauffieren.

Auch das Thema Lagerfeld und die Liebe, die Kunst, das Alter sowie seine Marotten werden witzig erzählt. Nicht fehlen darf auch sein beruflicher Werdegang, der immer wieder für Aufsehen sorgte.
Der stille, kühl wirkende Modezar hat ein Faible für Übersinnliches und hörte auf eine Wahrsagerin, die ihm immer wieder zukunftsträchtige Hinweise gab.

Nicht zuletzt lesen wir mit Schmunzeln von seinem Verhältnis zu Choupette, seiner Katze – eine Diva, wie er selbst.

Interessant ist auch Lagerfelds klare Meinung zum Tod: nachdem er Leichen unappetitlich findet, möchte er gerne einfach verschwinden oder, wenn es gar nicht anders geht, ohne Zeugen auf hoher See verbrannt werden.

Meine Meinung:

Ein amüsanter Streifzug durch das Leben des Karl Lagerfeld(t), dessen Eltern noch ein „dt“ im Namen führten. Eine richtige Biographie ist das Büchlein nicht, macht aber jedenfalls Appetit, sich mit Karl Lagerfeld auseinander zu setzen.

Fazit:

„Lesen ist wie eine Droge“ diesem Ausspruch kann ich nur zustimmen. 5 Sterne.

Kommentare: 4
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Duffys avatar

Rezension zu "Roger Willemsen" von Christoph Spöcker

Der geliebte Intellektuelle
Duffyvor 2 Jahren

Wenn ein so beliebter Mann wie Willemsen stirbt, dann gibt es natürlich auch jede Menge Stoff, den man posthum verbreiten kann. Die Frage ist nur, ob das nötig, oder noch schwieriger, diesem Menschen gerecht wird. Im Falle des "Vorzeigeintellektuellen", ein Begriff, der ja schon zu seinen Lebezeiten gerne benutzt wurde, ist es ziemlich unnötig, denn Willemsen hat genug hinterlassen, sei es als Literat oder mit visuellem Material, sodass er unvergessen bleibt.
Was diesen umtriebigen Mann bei allem Talent, Vielseitigkeit und Engagement auszeichnet ist, dass er immer dabei Mensch geblieben ist und zwar im engsten Sinne des Wortes, denn Willemsen hat durch ständiges Hinterfragen auch sich immer wieder auf den Prüfstand gestellt. Das hat ihn so erfolgreich und so liebenswert gemacht. Dazu kam noch eine unbändige Lust am Leben und eine Bejahung aller Umstände, die den Menschen tangieren können.
Und es ist schön, dass es jetzt im Rahmen einiger Erinnerungen so
ein kleines Buch wie dieses gibt. Denn hier wird nichts analysiert, auseinandergepflückt, gedeutet und nach tiefen Erkenntnissen gesucht, hier wird einfach nur dokumentiert und zwar das, was Willemsen ausgemacht hat: sein ganz spezielles Menschsein. Christoph Spöcker hat viele visuelle Szenen dokumentiert und herausgekommen ist eine kleine Sammlung von Anekdoten, wie sie den Menschenfreund Willemsen nicht besser beschreiben können. Das liest man gerne mit einem Schmunzeln und man seufzt natürlich, dass dieser Mann zu früh gegangen ist. Er selbst würde vielleicht mit seinem verschmitzten Lächeln irgendwas wie "Only the good die young" sagen, vielleicht würde er aber auch einfach nur schweigen, denn auch das war eine seiner Stärken, nichts zu sagen, wenn es nichts zu sagen gab.

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