Cover:
An sich zeigt das Cover genau das, was es soll, dennoch störte mich die etwas „vereinfachte“ Aufmachung. Ich denke, es lässt sich mehr herausholen. Da dieser Roman jedoch einem meiner liebsten Lesegenres entspricht und auch der Klappentext sehr interessant zu lesen war, entschied ich mich, das Buch dennoch zu lesen. Im Nachhinein gab es kurzzeitig für die Druckausgabe ein schöneres Cover, welches mich buchstäblich eingefangen hat mit seiner Atmosphäre.
Inhalt:
Aller Anfang ist schwer. Christoph Steven lässt den Leser bereits zu Beginn scharf mitdenken, denn nur wenige Hinweise verraten, wo und wann die Geschichte gerade spielt. Ich denke, schon hier steigen die Meisten aus, obwohl es sich lohnt, weiterzulesen.
Nach einigen Kapiteln steigert sich die Spannung, wirft mehr als nur Fragen auf und es steigt sich leichter ein.
Maria scheint Erinnerungen mit sich herumzuschleppen, auf die sie jedoch nicht zugreifen kann. Als sie Jonas aufsucht, aus dessen Sicht die Geschichte erzählt wird, passiert zunächst noch nichts Besonderes. Doch als Jonas noch einmal in einen Raum der Universität zurückkehrt und dabei an einen Professor mit sehr merkwürdigen Ambitionen gerät, kommt die Story ins Rollen, denn nun scheint der Feind über alle Mitwisser Bescheid zu wissen.
Zusammen mit 2 weiteren Freunden Marias und seinerseits 2 alten Freunden versuchen sie auf die Spur Omegas zu kommen.
Schreibstil:
Ja, es ist zeitweise anstrengend zu lesen, aber es gibt keine unvollendeten Sätze, wie einige Rezensenten auf Amazon schrieben. Der Stil ist sehr anspruchsvoll und zeitweise philosophisch, aber dennoch flüssig lesbar. Es ist keine Lektüre, die man mal eben vor dem Schlafengehen lesen sollte, da es das Hirn wirklich fordert.
Mein Fazit:
Bisher habe ich eher Katastropenfilme und Mysterythriller zu derartigen Themen gesehen. Die dritte Stufe verspricht eine gewisse Mischung aus Beidem und ich muss gestehen, es ist interessant, so etwas mal als Buch zu lesen.
Verschwörungstheorien über andere Welten, Bewusstseinsveränderungen und die geheimnisvolle dritte Stufe sind ein gefundenes Fressen für alle, die ein wenig abseits denken.
Realistische Beschreibungen verschwimmen mit gut recherchierten Angaben aus diversen Vergangenheiten sowie gut geschilderten Fantastiken, dass selbst ich an manchen Stellen nachschlagen musste, welche Begebenheiten realistisch sind und welche erfunden.
Allerdings komme ich mit der Gefühlswelt des Protagonisten Jonas nicht immer zurecht. Es gibt zwar sehr viele Vergleiche, die einer, wie er, tatsächlich anstellen würde, dennoch fehlt mir eine bildhaft dargestellte Gefühlswelt. Es fällt mir schwer, ihm nachzufühlen.
Das Ende ist mehr als überraschend und lässt interessante Schlüsse zu 😉
Ich kann das Buch jedem Leser empfehlen, der bereit ist, seine eigene Welt aus den Fugen zu heben. Dieses Buch lässt grübeln. Was ist wahr, was ist falsch? Zudem enthält es interessante Theorien über Themen der mathematischen Numerologie und den Geheimnissen der Maya.







