Christoph Straßer

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Interview mit Christoph Straßer

Wie lange schreibst Du schon und wie und wann kam es zur Veröffentlichung Deines ersten Buches?

Mit dem Verfassen von ersten kleineren Texten habe ich ungefähr Ende der Neunziger begonnen. Das waren dann allerdings eher Ideensammlungen. Später erst habe ich angefangen, manche dieser Ideen weiter auszuformulieren oder sogar ganze Geschichten daraus zu formen. Mein erstes Buch habe ich 2007 über einen Print-On-Demand Anbieter veröffentlicht. Mein Roman „Pornostern“ erschien dann zwei Jahre später im Ubooks-Verlag und markiert den offiziellen Beginn meiner Autorentätigkeit, um es mal so zu nennen. Bis zu diesem Zeitpunkt habe ich das Schreiben eher gemütlich angehen lassen, seit dem ist es immer mehr zum Beruf geworden. Zu Ubooks bin ich über den üblichen Weg gelangt. Ich habe eine Leseprobe und ein Exposé abgeschickt, Ubooks wollte zwei Wochen später das gesamte Manuskript und hat mir dann wieder 14 Tage später die Veröffentlichung angeboten. Glück gehört dazu.

Welcher Autor inspiriert und beeindruckt Dich selbst?

Da gibt es eine ganze Menge Autoren. Aber um mal einige Namen zu nennen: Friedrich Schiller, Erich Kästner, Edgar Allan Poe, Haruki Murakami, Matt Ruff, Thommie Bayer und Irvine Welsh sind Schriftsteller, die mich teilweise sehr beeindruckt haben. Teilweise auch nur mit einem einzigen Buch. Beim Schreiben ist es wie mit jeder anderen Kunstform auch; es gibt einfach unglaublich viele Leute, die richtig gut sind. Und sei es nur für einen Moment.

Woher bekommst Du die Ideen für Deine Bücher?

Alles, was ich bisher geschrieben habe und vermutlich noch schreiben werde, entspringt zu einem gewissen Prozentsatz aus meinem eigenen Leben. Das können persönliche Erfahrungen sein oder auch Erzähltes oder Erlebtes von Leuten, die ich kenne. Manche Dinge drängen sich eher für eine literarische Verarbeitung auf als andere, aber ich orientiere mich beim Schreiben immer auf das tatsächlich um mich herum stattfindende Leben. Selbst wenn ich es könnte, würde ich von daher auch keine Vampir- oder Fantasygeschichten schreiben wollen. Ich war nie ein Elf und kenn’ auch keinen, was soll ich also über ihn sagen?

Wie hältst Du Kontakt zu Deinen Lesern?

Da die meisten Menschen im Gegensatz zu mir nicht in Düsseldorf leben, findet Kontakt meist via Email statt. Entweder leitet der Verlag Nachrichten an mich weiter, ich selbst werde direkt über meine Homepage kontaktiert oder aber ich krieg’ bei Facebook die Meinung gesagt. Persönlich treffe ich Leser nur auf Buchmessen oder Lesungen. Leider lese ich nicht so ganz häufig, da ich nicht so reiselustig bin. Aber ich mag den persönlichen Kontakt sehr.

Wann und was liest Du selbst?

Der Zeitpunkt hängt stark davon ab, was ich gerade zu tun habe. Ich lese eigentlich niemals ein Buch während ich selbst an einem schreibe, da ich sehr anfällig für die Eigenarten und die Wortwahl anderer Autoren bin. Und wenn die erste Hälfte meines Buchs nach Charles Bukowski, die zweite nach Paulo Coelho klingt, dann ist das schon unschön. Dann lese ich lieber mal ein Jahr kein Buch, bevor ich mein eigenes doppelt schreibe. Auf ein bestimmtes Genre bin ich aber nicht festgelegt. Ich lese so ziemlich jedes Buch, das mir irgendwie interessant erscheint. Ich hab’ mir auch vorgenommen, irgendwann einmal „Feuchtgebiete“ zu lesen. Aber das eilt nicht...