Christoph Strasser Semesterferien

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Inhaltsangabe zu „Semesterferien“ von Christoph Strasser

Zugegeben: Studieren ist anstrengend und gar nicht sexy. Wie gut, dass es Semesterferien und den Sommer gibt! Denn dann ist die Zeit, Referate, Seminare und langweilige Hausarbeiten zu vergessen und sich den wirklich wichtigen Dingen im Leben zu widmen. Auch die Freunde Platon und Jim stürzen sich kopfüber in die vorlesungsfreie Zeit und genießen in vollen Zügen, was diese ihnen zu bieten hat: Einen besten Freund, der Selbstmordgedanken hegt, einen Nebenjob, der einen die Würde kostet und natürlich das quälende Gefühl, wirklich alles im Leben falsch gemacht zu haben. Aber dafür sind Ferien schließlich gemacht, oder?

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  • Rezension zu "Semesterferien" von Christoph Straßer

    Semesterferien

    Cuchilla_Pitimini

    08. May 2012 um 11:04

    Die Meinungen, die ich vorher zu diesem Buch gehört habe, fielen durchwachsen aus. Ich ging also mit eher niedrigen Erwartungen an dieses Buch heran. Doch das hätte nicht sein müssen, denn, ja, ich bin überzeugt von dem Buch! Natürlich muss man sich bewusst sein, dass man hier keinen Krimi oder Thriller liest, sondern viel mehr eine Alltagsstudie über die Höhen und vor allem die Tiefen des Studentenlebens. Ich konnte mich oftmals sehr gut in die Hauptcharaktere hineinversetzen: Nicht genug Geld zum Studieren, aber nicht genug Zeit um zu Arbeiten – viele Studenten werden diese Gedanken kennen. Und dann die Zweifel: War das wirklich alles richtig, was ich getan habe? Hätte ich nicht einen anderen Lebensweg einschlagen soll? Gepaart mit dem Gefühl des Versagens, diese Schwere und diese Antriebslosigkeit – ja, das ist mir selbst alles schon oft begegnet und Christoph Strasser gelingt es gut, diesen Gefühlen und Gedanken Ausdruck zu verleihen. Er beschreibt die Situationen sehr lebensnah und plastisch, und vor allem Lakais Geschichte hat mich wirklich berührt. Wo das Buch in weiten Teilen dramatisch und ernst ist, da spart es aber auch nicht an Witz und Komik. Oft musste ich schmunzeln über den trockenen, manchmal etwas versteckten und unterschwelligen Humor. Besonders angenehm war hier die Geschichte um Platon und seine neue Nachbarin Rebecca, die etwas Leichtigkeit (und Weiblichkeit) ins Buch brachte. Rebecca ist eine sehr lustige und liebenswerte Person, die ich wahrscheinlich auch mögen würde. Manchmal zwar naiv und kindisch, aber so knuffig, dass der Leser sie schnell ins Herz schließt. Negativ fand ich allerdings, dass oftmals grobe Rechtschreibfehler zu finden waren oder zum Beispiel im Fall „Dunja“ die Schreibweise des Namens mehrfach variierte (Dunja/Dunia). Ebenso sind mir hier und da ein paar logische Folgefehler aufgefallen. Beispiel: Platon verabredet sich mit Rebecca bei ihm, wenig später sagte er, dass er „bei Rebecca erscheinen“ wolle und nochmal später heißt es dann wieder, dass er noch seine Wohnung sauber machen muss, bevor Rebecca kommt. (Das Treffen findet dann wirklich bei ihm statt, aber dieser zwischenzeitliche Sprung hat mich irritiert). Insgesamt würde ich dem Buch, das ein für mich doch überraschendes Ende hatte, eine glatte 2 geben, oder um es in der Blogg dein Buch-Wertung zu sagen: 4 von 5 Sternen! und es euch wärmstens empfehlen – vor allem wenn ihr das Auf und Ab des Studentenlebens selbst kennt =) Bestellen könnt ihr das Buch hier!

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  • Rezension zu "Semesterferien" von Christoph Straßer

    Semesterferien

    Blog_of_Books

    27. February 2012 um 12:34

    Inhalt: Semesterferien handelt von drei Freunden und deren Leben neben dem Studium. Dabei spielen Geldsorgen, Schwarzarbeit, Beziehungen und natürlich Feiern wesentliche Rollen und jeder der Freunde hat seine ganz eigenen Probleme. Platon kann nur mit Mühe sein Studium finanzieren. Als er jedoch gekündigt wird, nimmt er verzweifelt den nächstbesten Job an: Call-Center Agent. Schnell merkt er jedoch, dass er mit dieser Wahl nicht glücklich wird. Jim hält sich mit illegalen Aktivitäten über Bord, indem er mit Personendaten handelt. Er hasst es jemandem unterstellt zu sein und geht daher keinem richtigen Beruf nach. Lakai hat sein Studium dagegen bereits geschmissen und hält sich mit einem Kellner-Job über Bord. Er verfällt in tiefe Depressionen und kämpft mit Selbstmordgedanken. Meine Meinung: Bereits der Klappentext hat mich sehr angesprochen, da ich gerne zwischendurch Bücher über das reale Leben lese. Semesterferien behandelt Themen, mit denen wahrscheinlich viele Studenten sich beschäftigen. Interessant fand ich, dass wirklich jeder Charakter seine ganz eigene Geschichte hat. Am meisten hat mich der Lebens- bzw. Leidensweg von Lakai fasziniert. Diese Person wollte nichts mehr als studieren, hat jedoch keine Möglichkeit gefunden dies einigermaßen zu verwirklichen. Seine Verzweiflung ist beinahe ansteckend, obwohl seine Gefühle eher sachlich als emotional beschrieben werden. Dies wurde von Christoph Strasser wirklich gut umgesetzt. Fazit: Mir hat Semesterferien sehr gut gefallen, auch wenn es wohl kein Buch für jedermann ist. Dieses Buch zeigt, dass nicht immer Spannung notwendig ist, um sich als Leser angesprochen zu fühlen. Gerade für Studenten, Schüler oder Auszubildende wirklich sehr empfehlenswert!

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  • Rezension zu "Semesterferien" von Christoph Straßer

    Semesterferien

    Kuno

    18. February 2012 um 22:39

    Christoph Strasser - Semesterferien Produktinformationen: Autor: Christoph Strasser Titel: Semesterferien Untertitel: -/- Verlag: Unsichtbar-Verlag Sprache: Deutsch Kosten: 9,99€ Seitenanzahl: 207 Art: Taschenbuch ISBN: 978-3-942920-04-9 Genre: Real live, Studenten, Probleme Meine Altersempfehlung: schwer einzuschätzen. Von dem, was passiert ab 10, von dem, an wen es gerichtet ist ab 16+ Kaufen?: bei Amazon> Erster Satz: Platons Laune bewegte sich mit Schallgeschwindigkeit dem Nullpunkt zu. Rückentext: Zugegeben: Studieren ist anstrengend und gar nicht sexy. Wie gut, dass es Semesterferien und den Sommer gibt! Denn dann ist die Zeit, Referate, Seminare und langweilige Hausarbeiten zu vergessen und sich den wirklich wichtigen Dingen im Leben zu widmen. Auch die Freunde Platon und Jim stürzen sich kopfüber in die vorlesungsfreie Zeit und genießen in vollen Zügen, was diese ihnen zu bieten hat: Einen besten Freund, einen Nebenjob, der einen die Würde kostet und natürlich das quälende Gefühl, wirklich alles im Leben falsch gemacht zu haben. Aber dafür sind Ferien doch schließlich gemacht, oder? Inhalt: Platon, Lakai und Jim sind Freunde, die sich aus dem Studium kennen. Lakai hat siens hingeschmissen und jobbt nun als Kellner. Doch im Moment ist das alles eh egal, da Semesterferien sind. Jim kommt aus dem Gefängnis raus (er hat Ronald MacDonald auf die Schuhe gekotzt) und das muss natürlich gefeiert werden. So gehen die drei auf Party und betrinken sich. Lakai muss arbeiten und ist mit seinem Job nicht zufrieden. Er frisst ihn von innen auf. Platon hingegen sucht eine Arbeit, die er auch während des Studiums machen kann, und stößt auf eine Anzeige, die ihm verspricht, er könne seine Stimme zu Geld machen – leider stellt sich erst später heraus, dass er anderen Leuten die 118833-Vorwahl per Telefon andrehen muss. Auch zieht in seine Wohnung eine neue Frau ein – Rebecca, die gerne und viel redet, und die irgendwie etwas Anziehendes an sich hat… Die Sauf-Touren bei den dreien werden ausgelassener, bis Platon keine Zeit mehr hat, wegen Becky und Lakai nicht mehr kommt, wegen einer angeblichen Erkältung… Meine Meinung: Sprache, Ausdruck: Ehrlich gesagt habe ich hier ein paar deutlich negative Punkte anzumerken. Jedes Buch sollte von einem Lektor gelesen werden. Dadurch sollten Fehler wie „Bedazimmer“ vermieden werden. Auch fehlten immer wieder Anführungszeichen, Absätze wurden falsch gesetzt etc., was den Lesefluss im Ganzen einfach nur stört. Sonst wurden die Sachen genau beschrieben, auch witzig und nachdenklich, doch Stimmungen (außer das betrunken-sein) wurden kaum beschrieben. Figuren: Platon, Lakai, Jim. Lakai hat sein Studium aufgegeben und arbeitet nun in einem Café als Kellner. Platon studiert, ist aber auf der Suche nach einem Nebenjob, der ihn, als er ihn findet, schließlich den letzten Nerv kostet. Und er hat ein massives Gewalt-Problem. Jim studiert auch, verdient sein Geld mit fraglichen Sachen. Insgesamt werden die Figuren zwar beschrieben, doch es kommt nicht diese Atmosphäre auf, die ich bei anderen Büchern kenne. Aufmachung (Cover + Titel): Der Titel hat für mich persönlich keinen Zusammenhang mit dem Buch ergeben, außer, dass es Semesterferien sind. Der Titel ist aber einfallslos. Es ist viel passiert, demnach könnte man diese Sachen damit in den Titel setzten. Hingegen ist das Cover im Rückgriff auf den Titel super gewählt. Man sieht einen Gang einer vermeidlichen Universität, eine Glastür, auf der ein Schild mit dem Titel SEMESTERFERIEN hängt. FAZIT: Insgesamt kann ich sagen, dass die Idee dieses Buches super ist. Auch die Umsetzung ist in Ordnung, bloß musste ich mich durchreißen, das Buch zu lesen. Spannend wird es meiner Meinung nach erst auf den letzten 50 Seiten, was bei über 200 Seiten nicht gerade positiv ist. Vielen Dank an den AUFBAU-VERLAG und BLOGG DEIN BUCH für die Bereitstellung dieses Leseexemplars!

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  • Rezension zu "Semesterferien" von Christoph Straßer

    Semesterferien

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    24. January 2012 um 18:29

    Die beiden Studenten Platon und Jim haben Semesterferien. Tagsüber treffen sie sich oft in einem Café, in dem ihr Freund Lakai seit seinem Studienabbruch arbeitet. Abends unternehmen sie zu dritt ausgedehnte Sauftouren. Nebenbei gehen sie mehr oder weniger gut bezahlten Jobs nach, um ihr Studium zu finanzieren. Dann verliert Platon unerwartet seinen Job in einer Tierfutterhandlung, und Lakai ist mit seinem Leben so unzufrieden, dass er sich in den Alkohol flüchtet. Viele Menschen glauben immer noch, dass Studenten faul sind, bis nachmittags schlafen und ständig feiern gehen. Sicherlich gibt es auch solche Studenten, doch für die Mehrzahl sieht die Realität ganz anders aus. Neben Vorlesungen und Seminaren, Hausarbeiten, Referaten und Praktika sitzt man oft bis spät in die Nacht über seinen Büchern und lernt. Nebenbei muss man arbeiten, denn so ein Studium finanziert sich nicht von selbst. Und die Einführung der Studiengebühren hat die Situation nicht gerade vereinfacht. Auch die Protagonisten dieses Buches sehen sich einer Reihe von Problemen gegenüber. Platon studiert Germanistik und Politikwissenschaften. Er trägt immer ein Notizbuch bei sich, in das er selbstverfasste Gedichte einträgt. Seine Aggressionen lebt er vorwiegend in Prügeleien mit Neonazis und Hooligans aus, deren Ausweise er danach als Trophäen an seine Flurwand hängt. Er hat einen Nebenjob in einer Tierfutterhandlung, der ihm das nötige Geld einbringt um sein Leben zu finanzieren. Als er ihn plötzlich verliert, muss er so schnell wie möglich etwas anderes finden, bevor die Studiengebühren fällig werden. Nach einigen Absagen bewirbt er sich in einem Call Center und wird genommen. Doch er merkt schnell, dass diese Arbeit nichts für ihn ist. Jim heißt eigentlich Timo und verdankt seinen Spitznamen seinem Idol Jim Morrison, dem er gern mit mitreißenden Tanzeinlagen huldigt. Er ist ein Überlebenskünstler und bedient sich nicht ganz legalen Mitteln, um an Geld zu kommen. Auch wenn er keinem geregelten Job nachgeht, bleibt er immer entspannt und kennt keine Zukunftsängste. Der dritte im Bunde ist Christian, genannt Lakai. Er hat vor einiger Zeit aus Geldmangel sein Studium abgebrochen und jobbt seitdem in einem Café. Mit seinem Leben ist er sehr unzufrieden. Er überlegt zwar, sein Studium wieder aufzunehmen, doch er weiß nicht, wie er das finanzieren soll. Außerdem fehlt ihm der Antrieb, sein Leben zu ändern. Besonders sein immer gleicher Tagesablauf und die fehlende Zukunftsperspektive machen ihm Angst und treiben ihn in Depressionen und Alkoholabhängigkeit. Durch den flüssigen Schreibstil lässt sich das Buch schnell lesen. Auch die Handlung ist nicht langweilig, allerdings auch nicht besonders interessant. Ich hätte mir oftmals mehr Hintergrundinformationen und ausführlichere Beschreibungen gewünscht. Besonders die Charaktere werden am Anfang nur knapp beschrieben. Informationen zu ihrer Geschichte und ihrem Aussehen gibt es nur in kleinen Stücken über den ganzen Roman verteilt. So fällt es zunächst schwer, sich ein Bild von ihnen zu machen. Außerdem bedienen sie einige typische Klischees, womit ihnen die Eigenständigkeit fehlt. Ihre Gedanken werden nur angerissen, so dass man sich nicht immer gut in sie einfühlen kann. Trotzdem kommen sie sympathisch rüber. Semesterferien ist ein Buch, dass man schnell mal zwischendurch lesen kann. Dafür ist es nicht sehr anspruchsvoll. Besonders das Ende hätte etwas ausführlicher sein dürfen. Daher bleibt das Buch nur mittelmäßig.

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  • Rezension zu "Semesterferien" von Christoph Straßer

    Semesterferien

    Ichbinswieder

    20. January 2012 um 23:39

    „Guten Tag, meine Damen und Herren, guten Morgen, liebe Studenten!“ So klischeehaft wie dieser Spruch von Klaus Jürgen Haller erschienen mir auch zunächst die „Helden“ dieses Romans. Wir haben es hier mit drei unterschiedlichen Typen zu tun: einem Studienabbrecher, einem (fast) Regel- und einem Dauerstudenten. Sie ziehen um die Häuser, sind legalen und auch illegalen Drogen nicht abgeneigt, leben von mehr oder weniger gut bezahlten Nebenjobs – kurz: sie schlagen sich durch so gut es geht. Doch der Blick hinter die Fassade zeigt noch ein anderes Bild. Es geht um Freundschaft, Zweifel und Verzweiflung. Nicht immer läuft alles so, wie man es im Leben gerne hätte, und doch versucht man immer das beste daraus zu machen. Manchmal verliert man den Halt, manchmal findet man ihn dort, wo man ihn nie vermutet hätte. Ich kenne Studententypen wie diese. Daher kann ich sagen, dass ich sie sehr gut gezeichnet finde, auch wenn der Autor sich gängiger Klischees bedient hat. Ich fand das völlig o.k., denn es wäre sehr langweilig gewesen, wenn es sich hier um drei solide Regelstudenten gehandelt hätte. Was hätte man da groß schreiben sollen ? Wäre das noch lesenswert gewesen ? Ich denke nicht. Man taucht als Leser in die Gefühlswelten dieses recht chaotischen Trios ein, und versucht sich darin zurecht zu finden. Ich fand das Geschriebene überwiegend nachvollziehbar und glaubhaft. Manche Gespräche fand ich zwar absurd, trotzdem entbehrten sie nicht einen gewissen Witz. Ich muss überhaupt sagen, dass ich mich sehr gut unterhalten fühlte. Ungläubigkeit, Belustigung, Verständnis – dieser Roman rief verschiedene Gefühle wach. Positiv fand ich auch die politischen, sozialen und gesellschaftlichen Anteile des Romans. Hier findet eine kritische Auseinandersetzung über Gewalt, Ausbeutung, Willkür und anderen Themen statt. Natürlich kommen hier die Protagonisten zu Wort, doch dem Leser bleibt genug Freiraum, sich eine eigene Meinung zu bilden oder das Geschriebene einfach stehen zu lassen. Meiner Meinung nach ein gelungener, lesenswerter Roman. Leicht und flüssig zu lesen, für unterhaltsame Stunden. Für alle jungen und junggebliebenen Leser, die nicht nur Mainstream bevorzugen.

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  • Rezension zu "Semesterferien" von Christoph Straßer

    Semesterferien

    sternthaler75

    05. January 2012 um 08:07

    Das Studentenleben kann ganz schön sein, wenn man das nötige Kleingeld hat. Aber viele müssen neben dem Studium noch arbeiten, um es überhaupt finanzieren zu können. So geht es in diesem Buch auch Jim, Lakai und Platon. Es sind Semesterferien. Also Zeit zum Arbeiten. Lakai, der eigentlich Christian heißt, arbeitet als Kellner in einem kleinen Café. Platon ist in einer Tierfutterhandlung beschäftigt und Jim arbeitet für eine Werbeagentur. Um ihren täglichen Frust runter zu spülen, gehen die drei ab und zu in eine Disco oder Kneipe, und geben sich meist ordentlich die Kante. Das geht solange gut, bis Platon gekündigt wird, Stellenabbau, bevor der Laden dicht macht. Mist für ihn, denn die Rechnungen nehmen schon die Form des schiefen Turm von Pisa an. Jim dagegen schlängelt sich so durch, kann im Grunde nicht klagen. Nur Lakai, der das Studium ersteinmal geschmissen hat, fragt sich immer häufiger, wie das alles weiter gehen soll. Von seinen Eltern kann er keine Unterstützung erwarten, und ein Leben lang kellnern will er auch nicht. So trägt jeder für sich seine Probleme mit sich herum, der eine versucht, einen neuen Job zu finden, der andere greift immer häufiger zur Flasche. Meine Meinung Tja, manchmal kann ich gar nicht sagen, warum es mir gefallen hat. Hier ist das auch so. Einerseits liest es sich flott weg, es erscheint recht oberflächlich und plätschert nur so dahin. Aber andererseits macht sich beim Lesen auch das Gefühl breit, dass da noch mehr ist außer Saufen und sich durch Kneipen schleppen bis zur Bewusstlosigkeit. Einen Ferienjob anzunehmen, um sein Studium zu finanzieren ist nicht mal eben zu erledigen. Ein geeigneter Job, bei dem auch noch genug rüber kommt, ist umso schwieriger. Und wozu das Ganze, wenn es doch vorne und hinten nicht reicht? Und mal ehrlich, ewig Student sein ist sicher auch nicht das gewünschte Ziel. So kann ich die Gedanken dieser drei jungen Männer durchaus verstehen. Man blickt hier auch mal hinter die Kulissen, es ist nicht alles so toll im Studentenleben wie viele denken. Probleme wie Miete, Stadtwerke, Krankenkasse usw. das sind Probleme, die nicht nur Studenten haben, das ist schon klar. Nur der Versuch, das Ganze wegzusaufen und dann bis zum nächsten Nachmittag zu pennen, ist nun mal auch keine Lösung. Ganz nebenbei erfährt man hier auch noch, wie es in einem Call-Center zugeht und ich bin mir sicher, dass diese Darstellung nicht überzogen ist. Insgesamt ein Buch, das einerseits das Klischee des Studentsein aufzeigt, andererseits aber auch seine Probleme darstellt. Unterm Strich Unter der Oberfläche ist mehr, als man vermutet.

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  • Rezension zu "Semesterferien" von Christoph Straßer

    Semesterferien

    Ritja

    02. January 2012 um 15:04

    Die drei Freunde Jim, Lakai und Platon befinden sich in den wohlverdienten Semesterferien und doch haben sie nicht frei. Sie kämpfen um jede Verdienstmöglichkeit, da sie ihr Studium inkl. der Semestergebühren allein finanzieren müssen. Der Leser wird direkt in die Geschichte hinein geschmissen und läuft mit den drei Jungs mit. Er erlebt, wie Lakai seinen Job im Cafe hasst und mit sich und der Welt nicht so ganz im Reinen ist. Seine Unzufriedenheit und seine Zerrissenheit, Studium wieder aufnehmen oder lassen und ewig im Cafe jobben, wird dem Leser schnell deutlich und spricht wohl auch manchen Studienabbrecher aus der Seele. Seinen Frust ertränkt er immer wieder bei den Sauftouren mit den Freunden oder allein in seiner Wohnung. Seine (scheinbare) Aussichtslosigkeit (ohne Job kein Studium, mit Job keine Zeit für das Studium) wird durch seine depressiven Phasen noch verstärkt und niemand scheint es zu merken (außer der Leser, der ihn bei seinen Alkohol- und Kotzexzessen begleitet). Während Platon seinen Weg durchaus kennt und außerdem durch seinen Job in einer Tierfutterhandlung das Studium absichern kann. Doch auch ihn trifft es plötzlich und unerwartet und er muss sich drehen, um wieder an Geld zu kommen, denn das neue Semester fängt bald an und die Studiengebühren werden fällig. Seine Bekanntschaft mit Rebecca (neue Nachbarin) scheint jedoch ein Lichtblick zu sein. Denn seine Aggressionen kann Platon nicht immer steuern und kontrollieren und so kommen immer wieder die Fäuste zum Einsatz und damit auch seine ganz eigene Genugtuung und Befriedigung. Jim scheint ein Mensch des regen Tauschhandels zu sein. Sein Verdienst hängt von seiner Kreativität und seinen Kontakten ab. Durch seine lockere und (scheinbar) entspannte Art ist er das passende Gegenstück zu Lakai. Doch auch er merkt zu spät, dass etwas nicht stimmt. Das Studentenleben wird hier mal nicht nur durch die rosarote Brille dargestellt, sondern auch die Ängste und Probleme der Studenten (Geldnot, unbezahlte Rechnungen, Druck) aufgezeigt. Der manchmal leicht zynische Ton verstärkt das Gefühl, dass hier nicht alles in Ordnung ist und das bald etwas passieren muss.

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