Christoph W. Bauer mein lieben mein hassen mein mittendrin du

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Inhaltsangabe zu „mein lieben mein hassen mein mittendrin du“ von Christoph W. Bauer

Poesie und Punk, Catull und die Toten Hosen - zwischen diesen nur auf den ersten Blick widersprüchlichen Polen eröffnet Christoph W. Bauer das Feld für seinen neuen Lyrikzyklus. In 37 Gedichten lässt er ein lyrisches Ich alle Phasen einer bezaubernd schönen und traurigen Liebe erleben: Die erste Begegnung, neugieriges Erkunden, Lust und Überschwang, Routine und Brüche, die sich vertiefen zum Trennungshass - das sind die Stationen, die bereits der römische Dichter Catull in einem Stück Weltliteratur erzählt hat: "odi et amo", "ich hasse und ich liebe". Bauer stellt sich der Tradition, unterläuft sie, betreibt ein Spiel mit literarischen Masken. Mühelos setzt er Welten in Verbindung, knüpft an die Überlieferung antiker Poesie ebenso an wie an den legeren Tonfall moderner Popkultur und wechselt ungezwungen die Stimmungen und Tonlagen: Frisch und unkonventionell, ehrlich und voller Selbstironie erzählt er eine Liebesgeschichte - in Gedichten, die sich im besten Sinn zeitgemäß und zugleich quer zum Zeitgeist präsentieren.

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  • Rezension zu "mein lieben mein hassen mein mittendrin du" von Christoph W. Bauer

    mein lieben mein hassen mein mittendrin du
    Solifera

    Solifera

    13. September 2011 um 20:58

    Catull und die Toten Hosen? Wie passt das zusammen? Ganz einfach, wenn man eine Liebesgeschichte erzählt, die bei einem Punkkonzert beginnt, in einem Lyrikzyklus von 37 Gedichten, die den antiken Reimeschmiedern in nichts nachsteht. Außer vielleicht, dass es alles klein geschrieben ist und keine Satzzeichen verwendet werden. Stört dies anfangs wohl ein wenig, hat man sich bald an den eigenwilligen Stil des Autors gewöhnt und kann sich auf den Inhalt einlassen. Es werden alle Phasen einer Liebe durchlaufen, vom anfänglichen Kennenlernen, Schwärmen und Verliebt sein, bis hin zum Ende und mittendrin: Einfach alles. Die modernen Gedichte müssen sich keinesfalls vor Catull oder auch Ovid (auf den eines der Gedichte anspielt) verstecken. Sie sind ebenso romantisch, einfühlsam und sehr sehr emotional. Ein klein wenig Ahnung von Latein kann allerdings nicht schaden, wenn es ums Verständnis geht, ansonsten uneingeschränkt empfehlenswert.

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  • Rezension zu "mein lieben mein hassen mein mittendrin du" von Christoph W. Bauer

    mein lieben mein hassen mein mittendrin du
    leserin

    leserin

    20. August 2011 um 20:54

    Das Buchcover finde ich sehr gelungen, die Farben angenehm und ruhig, der "Salamander" strahlt Ruhe, Wärme und Schnelligkeit aus. Dies ist ein Buch über den Alltag einer Liebe in Gedichtform, angelehnt an den antiken Schriftsteller Catull. Sehr moderne Sequenzen machen den Band richtig spannend. Ich las den Inhalt der Gedichte mehrmals, um ein gutes Verständnis zu bekommen. Obwohl keine Satzzeichen, keine Großschreibung verwendet werden, ist ein gutes Verstehen gegeben. Den ganzen Aufbau fand ich gewagt und schwierig, aber eigentlich konnte ich mich dadurch mit dem Inhalt richtig befassen und in die Tiefe steigen. Die Liebesgeschichte beginnt mit einem Rockkonzert, steigert sich (mein lieben) und fällt wieder (mein hassen). Mein "mittendrin du" umfaßt alles. Leider bin ich der lateinischen Sprache nicht mächtig und kenne auch den antiken Dichter "Catull" absolut nicht, so war für ein besseres Verständnis Recherchieren und Übersetzen angesagt. Aber für mich macht ein gutes Buch (Gedichte) aus, daß ich mich mit dem Sinn und dem Verstehen, "was sagt ein Text aus", gerne auseinandersetze. Wunderbare Wortgebilde und tiefe Gefühle einer ersten Liebe während einer Italienreise erfreuen den Leser. Immer wieder wurden Textspielereien eingebaut und rüttelten mich als "verstehen Wollende" auf, um die Zeilen zu überdenken und Nachforschungen anzustellen. Das Alleinsein, die Freude der Begegnung, die Umwelt ist in dieser Form des Textes eingebaut. Mich begeistern die Zusammenhänge und Kombinationen mit Natur, Jahreszeiten und Liebe, ebenso die Steigerung, das Hassen und das Verlangen. Kurz und pregnant sind die Ausführungen über Begebenheiten in fremden Landen. Der Titel des Gedichtbandes "mein lieben, mein hassen, mein mittendrin du" beschreibt in sehr einfühlsamen Worten eine verlorene Liebe. Die Wehmut über den Verlust der Liebe, und doch ist keiner imstande noch etwas zu retten oder zu wagen, klingt aus manchen Zeilen. Das Nachwort, würde ich, um den gesamten Inhalt besser und schneller zu verstehen, eher als Vorwort lesen. Für mich persönlich war es ein Vergnügen in diesem Buch geistig zu rühren, es zu schmecken und zu verkosten, in die Welt der Antike hinein zu driften um dann doch wieder aus der Tiefe in die Jetztzeit zu gelangen. Sich mit ungewöhnlichen Schriften auseinanderzusetzen, macht mich als Leser reich an neuen Erfahrungen, bringt Wissen und Freude und viel Verständnis und Toleranz.

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