Christoph Wagner

 3.9 Sterne bei 33 Bewertungen
Autor von Muj und der Herzerlfresser von Kindberg, Schattenbach und weiteren Büchern.

Neue Bücher

Die kleinen Delikatessen

Neu erschienen am 22.10.2018 als Hardcover bei Edition Esspapier.

Alle Bücher von Christoph Wagner

Sortieren:
Buchformat:
Muj und der Herzerlfresser von Kindberg

Muj und der Herzerlfresser von Kindberg

 (5)
Erschienen am 25.02.2010
Schattenbach

Schattenbach

 (5)
Erschienen am 01.06.2009
Gefüllte Siebenschläfer

Gefüllte Siebenschläfer

 (4)
Erschienen am 01.08.2007
Kronländerkochbuch

Kronländerkochbuch

 (2)
Erschienen am 17.10.2008
Die oberösterreichische Küche

Die oberösterreichische Küche

 (2)
Erschienen am 24.04.2009
Kochbuch für Männer

Kochbuch für Männer

 (1)
Erschienen am 01.01.2003

Neue Rezensionen zu Christoph Wagner

Neu
walli007s avatar

Rezension zu "Gefüllte Siebenschläfer" von Christoph Wagner

Römische Gerichte
walli007vor 20 Tagen

Den Archäologen Mario Carozzi zieht es diesmal an die Adria, wo er einem kleinen Museum zu Ruhm verhelfen soll.Sein Lohn ist spärlich und seine Unterkunft bescheiden. Doch die Aussicht auf das Restaurant von Gilda, das an seine Sammlung alter Stücke grenzt, wiegt vieles wieder auf. Die Idee, das Museum und das Restaurant zu verbinden, erweist sich als vielversprechend und bei der Verwirklichung dieses Plans kommt Carozzi mit allen  Persönlichkeiten des Ortes in Kontakt. Dumm nur, dass der erste Tote, der bereits kurz nach Carozzis Ankunft zu beklagen war, nicht der Letzte bleiben wird.


Auch auf seiner zweiten Station gerät der Archäologe Carozzi in Ereignisse, die wenig mit seinem Beruf zu tun haben. Natürlich fröhnt er wieder seiner Leidenschaft für ausgefallene Kochrezepte, die sich durch besondere Schärfe auszeichnen. Und auf der Suche nach einer Möglichkeit, sein kleines Museum bekannter zu machen, muss Carozzi das eine oder andere Hindernis aus dem Weg räumen.


Als Leser ist man hin- und hergerissen. Soll man dies ausgefallene Setting einfach genießen oder macht man sich doch Gedanken, ob die eigenartigen Mahlzeiten, die auf alten römischen Rezepten beruhen, das Buch beflügeln. Ob man eine eine gradlinige Krimihandlung bevorzugen sollte oder ob das eher zufällig Herantasten an Lösungen gerade richtig ist. Sollte man Carozzi eine Gefährtin wünschen, mit der er von Ort zu Ort zieht oder muss er an jedem Ort eine neue Liebe scheitern sehen. Gedankengänge, auf die der leider früh verstorbene Autor keine Antwort mit bieten kann. Man wird nicht erfahren, welche Abenteuer Carozzi noch erlebt hätte, Und so bleibt ein unterhaltsamer Nicht-Krimi, in dem ein wenig reichlich gekocht und in Altertümern gegraben wird.

Kommentieren0
8
Teilen
walli007s avatar

Rezension zu "Schattenbach" von Christoph Wagner

Die Madonna
walli007vor 4 Monaten

Museumsdirektor mag er sich nicht nennen, schließlich betreut er die kleine Kunstsammlung des Ortes Schattenbach alleine. Mit der Belebung des Museums, bei dessen Schmuckstück es sich eine Madonnenfigur handelt, kommt der Archäologe Mario Carozzi nicht so recht voran. Da ist es im beschaulichen Schattenbach fast schon eine Sensation als die Figur verschwindet. So wertvoll ist die Madonna doch auch wieder nicht. Aber wieso war sie nicht in der Kirche untergebracht. Eine Anzeige bei Bürgermeister und Dorfpolizisten bringt nicht viel, außer dass Carozzi selbst unter Verdacht gerät und nun selbst beginnen muss, nach der Heiligenfigur zu fahnden.


Gerade erst frisch angestellt wird aus dem Archäologen eine Art Privatermittler. Der Dorfsheriff macht sich seine Welt so wie sie ihm gefällt, was mit ordentlicher Polizeiarbeit nichts zu tun hat. Als Täter kommen nur der Zugereiste oder die neue Putzfrau in Betracht. Die Lage verschlimmert sich als eine Leiche gefunden wird. Nun wird es wirklich Zeit, den dörflichen Sumpf und Stumpfsinn zu durchdringen. Vielleicht wird die Madonna schon am internationalen Kunstmarkt angeboten. Wo kann es weitere Informationen über eine Heiligenfigur geben, wenn nicht in der Kirche des Ortes. Dort entdeckt Carozzi zwar weitere Figuren, aber keine Spuren.


Man merkt, dass der Autor auch Kochbücher geschrieben hat, denn sein Ermittler schwelgt des öfteren in kulinarischen Genüssen. Interessant, wenn die Mahlzeiten je nach Gemütszustand schärfer werden. Auch seine Unbefangenheit um Umgang mit den Bewohnern des Asylantenheims nimmt einen für Carozzi ein. Auch wenn es vielen am liebsten wäre, den Täter dort zu sehen, Carozzi bohrt weiter nach. Was er bei seinen Forschungen findet, bietet ein Abbild des dörflichen Lebens, das an der Oberfläche idyllisch scheint und bei dem, schaut man näher hin, zutage tritt, dass auch auf dem Dorf unter einem Deckmäntelchen so manches Unheil verborgen ist. 


Dieser eher ruhige Krimi bietet stimmige Unterhaltung von einem, der sein Handwerk versteht.


3,5 Sterne

Kommentieren0
14
Teilen
Bellis-Perenniss avatar

Rezension zu "Muj und der Herzerlfresser von Kindberg: Ein Südbahn-Krimi" von Christoph Wagner

Wer hat dem Opfer das Herz gestohlen?
Bellis-Perennisvor einem Jahr

Der vierte Band von Robert Preis Krimi-Reihe rund um Armin Trost hat mich dazu gebracht, mich mit dem „Herzerlfresser von Kindberg“ zu beschäftigen. Und siehe da, die Geschichte dieses Mehrfachmörders spielt in diesem Krimi von Christoph Wagner eine große Rolle.

Der Schauplatz ist tatsächlich die an der Südbahnstrecke gelegene Kleinstadt Kindberg, die auch schon bessere Tage gesehen hat.

Zum Inhalt:

Ein Mann wird im Wald ermordet aufgefunden. In seiner Brust klafft ein Loch, sein Herz fehlt! Wer tut so etwas? Satanisten? Der Bahnhofspunker, der eigentlich immer einen ordentlichen Pegel hat? Hängt das alles mit einem alten ungelösten Fall zusammen? Oder doch mit der Sage vom Herzerlfresser?

Muj, dessen Name eigentlich „Mund“ heißt und der aus der Jenischen Sprache stammt, setzt seine 120 Kilo und seinen messerscharfen Verstand in Bewegung, um genau das heraus zu finden.
Muj ist ein recht eigenwilliger Charakter: Er frönt nicht nur dem ausgiebigen Essen (siehe Gewicht), nein, er raucht immer und überall seine geliebten Virginier. Außerdem hat er ein etwas makabres Hobby: Er sammelt Erinnerungsstücke von gelösten Fällen in Gurkengläsern. 49 der 50 Gläser sind gefüllt. Der einzig jemals ungelöste Fall ist eben jener, in dem Satanisten eine große Rolle spielten.
Wird der aktuelle Fall ein 51. Glas füllen?

Meine Meinung:

Der Leser wird gleich „in medias res“ gestoßen. Keine lange Einleitung, keine Vorgeschichte - die Begleitumstände, die Assoziationen, die Seitenblicke – all das wird elegant und leicht in die Handlung eingewoben.

Herrlich die Beschreibung des Bezirksinspektors, der von der Bevölkerung „Kommissar“ und von seinem Freund, dem Taxifahrer mit dem Spitznamen „Prinz Eisenherz“ mit „Mein König“ angesprochen wird. Lediglich Mujs Frau hat einen anderen Kosenamen für ihn: "Engelchen", was so gar nicht zu dem Schwergewicht passen will.

Genial auch der Bahn fahrende ehemalige Mitarbeiter des Einsatzkommandos aus Wien, der seit seiner Heirat einer strenggläubigen Jüdin, nur mehr als verdeckter Ermittler in der Österreichischen Bundesbahn unterwegs ist. Gekleidet wie ultraorthodoxer Rabbi fällt er auf oder auch nicht. Er lässt, um Muj zu treffen auch schon manchmal den ICE oder Railjet in Kindberg anhalten. Doch genau diesmal ist es denkbar unpassend, dass der Zug in Kindberg hält und die Zugsbegleiter Muj mit „Herr Präsident“ ansprechen.

Muj verheddert sich im Intrigantentadl seines Kollegens aus der Bezirkshauptstadt Bruck an der Mur und ist „seinen“ 51. Kriminalfall vorerst los.

Bei diesem Buch handelt es sich nicht um einen Nerven zerfetzenden Thriller, bei dem man bis zum letzten Ende auf das Ende und die Aufklärung des Täters wartet, sondern um einen unterhaltsamen Krimi, der mit vielen Nebenhandlungen, die doch letztlich zur Überführung des Mörders führt.

Es ist wirklich schade, dass dies der einzige Fall für „König“ und „Kommissar“ Muj bleiben wird, da der Autor bereits verstorben ist.

Fazit:

Wer einen subtilen Krimi mit viel Lokalkolorit lesen möchte, ist hier genau richtig. Von mir gibt’s 5 Sterne.

Kommentieren0
16
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 51 Bibliotheken

auf 6 Wunschlisten

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks