Christoph Wagner Schattenbach

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Inhaltsangabe zu „Schattenbach“ von Christoph Wagner

Eine verschwundene Madonnenstatue, ein abgetrennter Finger, eine Frauenleiche, mit einem Rosenkranz ans Chorgestühl der Dorfkirche gefesselt – im idyllischen Schattenbach inmitten der Weinberge der Wachau geschehen makabere Dinge. Und mittendrin: Mario Carozzi, Archäologe und Genussmensch mit einem Hang zu ausgefallenen Chili-Rezepten. Um sich vom Verdacht zu befreien, selbst der Täter zu sein, beginnt er seine privaten Ermittlungen und muss bald feststellen, dass sämtliche Honoratioren des Dorfes, vom Bürgermeister bis zum Pfarrer, einiges zu verbergen haben … Christoph Wagners Krimi-Debüt: Eine fesselnde Detektivstory aus der bigotten Welt der österreichischen Provinz, garniert mit viel schwarzem Humor – und einigen höllisch scharfen Rezepten.

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  • Rezension zu "Schattenbach" von Christoph Wagner

    Schattenbach

    Solifera

    30. September 2009 um 20:33

    Eigentlich ist der Archäologe Mario Carozzi mit seinem Job als Kurator des Heimatmuseums unterfordert. Doch dann wird es spannend für den passionierten Hobbyermitler, als ein Diebstahl, Mord und die Zusammenhänge aufzuklären sind. Der Autor hat eine unheimliche Liebe zum Detail, so kann man sich die Bewohner von Schattenbach haargenau vorstellen. Auch hat er manchmal einen Hang zur Schachtelsätzebauerei, was zu dem Ich-Erzähler als Mann von wissenschaftlicher Bildung nur zu gut passt. Die Thematik des Buches ist zwar nicht neu, doch wird sie dem Leser auf liebenswerte Art und Weise schmackhaft gemacht: Der Ermittler ist kein Profi-Detektiv, sonder "kriminalisiert" hobbymäßig, mit einer Vorliebe für scharfe Chilli-Rezepte. Fremdenhass und Vorurteile, vor allem gegenüber den ausländischen Mitbürgern kommen auch nicht zu knapp. Der süffisant schwarze Humor ist einfach nur klasse und macht Lust auf den nächsten Carozzi-Krimi. Ich würde es auf jeden Fall weiterempfehlen und nicht nur Krimi-Fans ans Herz legen.

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  • Rezension zu "Schattenbach" von Christoph Wagner

    Schattenbach

    Kiara

    31. May 2009 um 19:08

    Über den Autor: Christoph Wagner wurde 1954 geboren und lebt als Autor, Publizist und Gastrosoph in Wien, Linz und Kindberg. In über 25 Jahren schreibt er Gourmetkolumnen und Restaurantkritiken. Zum Inhalt: Im idyllischen Schattenbach geschehen makabere Dinge: Eine Madonnenstatue verschwindet, ein abgetrennter Finger taucht auf und eine Frauenleiche wird in der Dorfkirche gefunden. Es gibt also allerhand zu tun für den Archäologen, Genussmensch und Hobbyermittler Mario Carozzi. Wie in vielen anderen Krimis ist der Ermittler eigentlich ein ganz normaler Bürger, der in einer ganz normalen ländlichen Idylle lebt, bis plötzlich ein Verbrechen geschieht. Von nun an kämpft der selbst auserkorene Hobbydetektiv gegen die verstockten "Ur"einwohner der österreichischen Provinz. Soweit also nichts neues. Christoph Wagner setzt diese altbekannte Geschichte allerdings mit viel Witz um, so dass selten Langeweile beim Lesen aufkommt. Diese hat mich nur an den - leider - zahlreichen Beschreibungen seiner Kochkünste erfasst. Wer also so wie ich weder Hobbykoch ist noch gerne neue Rezepte liest, sei diesbezüglich gewarnt. Ansonsten ist "Schattenbach" jedoch ein netter Krimi für zwischendurch, zum miträtseln und mitknobeln.

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  • Rezension zu "Schattenbach" von Christoph Wagner

    Schattenbach

    Natasha

    08. May 2009 um 16:09

    Ein im Heimatmuseum einer Kleinstadt gestrandeter Archäologe, eine Madonna mit sechs Fingern, ein korruptes Stadtoberhaupt und eine Zigeunertruppe, mehr braucht es nicht, um einen Krimi der ganz anderen Art zu schreiben. Mario Carozzi ist neu in Schattenbach und als Leiter des Heimatmuseums ziemlich unterfordert. Als dann auch noch die Attraktion des Hauses, eine Madonnenfigur mit sechs Fingern, gestohlen wird, gerät er unter Verdacht und macht sich selbst auf die Suche nach dem Täter. Dann geschieht ein Mord und in der Folge überschlagen sich die Ereignisse… Mit viel Witz wird Mario Carozzis Jagd durch Schattenbach und die umliegenden Weingebiete geschildert, dabei kann man als Leser sowohl ihn als auch seine Mitbürger förmlich vor sich sehen. Der Roman lebt von punktgenauen Darstellungen der kleinstädtischen Gesellschaft und ist doch durchweg spannend, bis zum Schluss war mir nicht klar, wer der Mörder letztendlich ist. Und dann gibt es als Zugabe auch noch ein paar wirklich ansprechende (und sicher scharfe!) Chilirezepte, was will man mehr? Einziger Kritikpunkt für mich: Die Identität des Mörders ist sehr weit hergeholt, auch sein Motiv fand ich nicht so schlüssig. Ja, und die doch nicht wenigen österreichischen Begriffe und Redewendungen, die sich dem (deutschen) Durchschnittsleser nicht immer sofort erschließen, machen das Lesen teilweise recht anstrengend. Nichtsdestrotrotz kann man sich auf den nächsten Fall für Mario Carozzi („Gefüllte Siebenschläfer“) freuen.

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