Christoph Wortberg Dieser eine Moment

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Inhaltsangabe zu „Dieser eine Moment“ von Christoph Wortberg

Jan war nur eine Sekunde unaufmerksam – und verursacht einen Unfall, bei dem eine junge Frau schwer verletzt wird. Er flüchtet, aber er findet keine Ruhe. Schließlich spürt er die Frau, Catrin, im Krankenhaus auf – sie ist erblindet … Monate danach trifft er Catrin zufällig wieder. Doch Jan wagt nicht zu sagen, wer er ist. Sie kommen sich näher und plötzlich begreift Jan, was in seinem Leben wirklich fehlt: Wider alle Vernunft brechen die beiden aus dem Alltag aus und lassen sich in den Rausch einer bedingungslosen Liebe fallen. Eine beeindruckende Roadstory über Schuld und Sinnsuche – und eine leise, eindringlich und wunderschön erzählte Liebesgeschichte.

Wunderbar geschrieben, mit einem Hauch Poetik und voller Gefühle, die den Leser erreichen. Doch inhaltlich überzeugt es mich nur zu 80 %.

— An-chan
An-chan

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  • Dieser eine Moment - Christoph Wortberg

    Dieser eine Moment
    An-chan

    An-chan

    04. October 2015 um 21:03

    Ich weiß gar nicht, wie ich meine Gefühle für dieses Buch am besten beschreiben soll. Inhaltlich ist es keine große Sache bzw. nichts ungewöhnliches. Jan verursacht in einem Moment, in dem er sich unglaublich glücklich und leicht fühlt, einen Unfall, bei dem eine junge Frau ihr Augenlicht verliert. >>Er schließt die Augen, löst die Hände vom Lenker, jagt mit ausgebreiteten Armen über die Straße. Er fliegt über den Asphalt. Er teilt das dunkle Meer mit seinem Körper und schreit sein Glück heraus.<< S.11-12 Jan flüchtet und muss mit den psychischen Konsequenzen leben. Wie er immer stärker in seinen persönlichen Abgrund driftet, weil er mit der Schuld nicht klar kommt, ist sehr anschaulich und nachvollziehbar beschrieben. Ebenso die Reaktionen der Menschen, die um ihn sind. Seine Freundin Laura, die ihn einfach nicht versteht und sich von ihm abgestoßen fühlt. Seine Eltern, die kaum mitbekommen, das etwas falsch ist, weil sie in ihren eigenen kleinen Problemen gefangen sind. Seine Schwester Maya, die zu jung ist, um sich ernsthaft Sorgen zu machen. Alle vorkommenden Charaktere, selbst wenn sie nur einen kurzen Auftritt haben, wirken sehr authentisch und real. Das lässt einen als Leser die Geschichte richtig erleben. Man fühlt mit Jan mit, kann verstehen, wie er sich fühlt. Möchte ihn manchmal auch schütteln und ihn anschreien, dass er sich zusammen reißen soll, dass er sein Leben nicht einfach als unsinnig abstempeln soll. Dabei ist alles in einem leicht poetischen, wehmütigen Schreibstil verfasst. Ich fühlte mich selbst des öfteren von den Worten berührt und kurz vor dem Ende gibt eine Stelle, die mir wirklich sehr gut gefallen hat, weil sie so schön war. :) Das alles mag jetzt so klingen, als könnte das ein 5-Sterne-Buch werden - aber irgendwie bin ich dazu nicht bereit. Ja, das Buch hat mir sehr gut gefallen. Und ja, es ist sehr schön geschrieben. >>Ab jetzt wird, was sie sieht, nur noch Erinnerung sein. Verschwimmende Bilder, sich auflösende Konturen. Oder Vorstellung, ein ausgemaltes Leben.<< S.40 Aber vom Inhalt her... Die Grundhandlung ist nunmal nichts wirklich außergewöhnliches, nur die Umsetzung ist besser gelungen als anderswo. Vielleicht bin ich einfach nur etwas enttäuscht, das es nicht so ausging, wie ich gehofft habe. Der Anfang gefiel mir von der Konstellation her sehr gut und so hätte ich mir auch das Ende gewünscht, doch Jan beschreitet einen anderen Weg. Irgendwie fand ich das zu erzwungen, obwohl das Buch ja Leichtigkeit vermitteln soll. Ich weiß echt nicht, wie ich das besser ausdrücken soll. :/ Wer das Buch liest, versteht es ja vielleicht. Und vielleicht finde ich irgendwann noch bessere Worte. Wobei das, ohne zu spoilern, wirklich schwer werden dürfte...

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  • Rezension zu "Dieser eine Moment" von Christoph Wortberg

    Dieser eine Moment
    gurke

    gurke

    02. January 2013 um 20:26

    Als ich das Buch in die Hand nahm, hatte ich noch die Annahme eine schnelle und kurze Jugendgeschichte zu lesen. Ein Buch das man mal liest, wenn man gerade keine Lust auf einen dicken und schweren Schmöker hat. Eben eine lockere und leichte Lektüre. Und so war es dann auch. Doch am Ende war der Lesespaß noch vorbei, aber die Geschichte selbst blieb noch länger im Gedächnis. Denn wenn das Buch eines tut, dann vorallem die eigenen Gedanken anregen. Der Autor hat das Talent Gefühle und Emotionen lebendig werden zu lassen. Er braucht nicht viele Seiten, um eine Geschichte zu Papier zu bringen, die eindeutig ans Herz geht. Wir lesen von Vergessen und Verzeihen und vor allem von Schuldgefühlen und von Unglück und wie man mit schweren Schicksalsschlägen umgeht. Und wir werden dazu anmiert zu überlegen was richtig und was falsch ist und warum wir oft die falschen Entscheidungen treffen, obwohl man es doch ganz klar besser weiß. Die Handlung wird aus zwei Perspektiven erzählt. Einmal aus der Sicht von Jan, der vor lauter Schuldgefühlen nicht mehr weiter weiß. Er hat schließlich einen Unfall verursacht, bei dem eine junge Frau ihr Augenlicht verloren hat. Auf der anderen Seite erfahren wir wie es der verletzten Catrin ergeht und wie sie nun mit ihrem Leben zurecht kommt ganz ohne etwas zu sehen. Eine kleine Besonderheit ist der Aufbau der Handlung. Nicht nur das wir im Wechsel beide Perspektiven zu lesen bekommen. Die Charakter springen gedanklich auch in der Zeit. Mal lesen wir in der Gegenwart wie es den beiden geht, mal in der Vergangenheit. Dennoch kommt man ganz leicht mit. Der Schreibstil ist richtig einfach gehalten. Man muss sich beim Lesen nicht auf die Sprache konzentrieren, sondern taucht in der Geschichte ab und lässt diese auf sich wirken. Dafür bleibt ganz viele Raum für Gefühle und Emotionen. Auch das Cover ist richtig gut getroffen. Man sieht Natur und Landschaft und zwei Menschen die mit geschlossenen Augen am Wasser liegen. Die Farben sind dabei nicht kräftig. Das ganze schaut verträumt aus. Mir hat das Buch von Anfang an richtig gut gefallen. Ich lese sehr gerne Jugendbücher und das hat mich einfach richtig positiv überrascht, weil es mich dazu brachte nachzudenken. Am Ende war ich regelrecht ergriffen und ich war noch lange mit der "Dieser eine Moment" beschäftigt. Denn nur ein kleiner Moment kann alles ändern und wie man mit Veränderungen und schlimmen Geschehnissen umgeht, kann riesigen Einfluss auf das ganze Leben und unter Umständen auch auf das anderer haben. Aber wer sagt uns was richtig und was falsch ist?

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  • Rezension zu "Dieser eine Moment" von Christoph Wortberg

    Dieser eine Moment
    lostpage

    lostpage

    10. July 2012 um 15:13

    Inhalt: Jan ist glücklich. Er kostet diesen seltenen Moment aus. Er ist ein bisschen unvorsichtig auf seinem Rad, aber das ist ihm in diesen einen Moment egal. Als er die Lichter auf sich zukommen sieht, ist es schon zu spät. Das Auto kann gerade noch ausweichen und knallt frontal gegen einen Baum. Catrin sitzt in diesem Wagen und verliert in jener verregneten Nacht ihr Augenlicht. Jan flieht. Doch das Schicksal hat eigene Pläne und führt beide wieder zusammen. Meinung: Eins kann ich vorwegsagen. In diesem 190 Seiten langen Buch steckt viel mehr, als die Seitenzahl vielleicht vortäuscht! Christoph Wortberg ist mit "Dieser eine Moment", ein mitreißender, von Gefühlen überschäumender Roman gelungen, der die Leser zum Denken anregt. Also keine leichte Kost für zwischendurch, obwohl man das Buch in wenigen Stunden verschlungen hat. Deshalb habe ich mit der Rezension auch ein paar Stunden gewartet, was ich eigentlich nie mache. Aber hier musste ich das Gelesene erst einmal sacken lassen. Nachdem ich die ersten Seiten gelesen habe, war ich erst mal überrascht. Positiv. Der Schreibstil war sofort meiner. Soviel steckt in so wenig! Voll Gefühl und Aussagekraft, dass ich mich echt gewundert habe, woher der Autor das nimmt. Sein Körper ist aus Stein, seine Seele verbrannt. Er schnappt nach Luft wie ein Ertrinkender, schluckt Sand, und mit dem Sand eine Traurigkeit, wie er sie noch nie gespürt hat. Jan und Catrin als Hauptprotagonisten sind glaubwürdig und real beschrieben. Sie haben die nötige Charaktertiefe und wirken keinesfalls blass und oberflächlich. Man verbindet sich direkt mit beiden. Die Geschichte bekommt man aus beiden Sichten zu sehen. Jan wirkt sehr verschlossen vor. Er ist ein ruhiger Typ, der gerne für sich alleine ist. Er redet nicht viel und kann mit Jugendlichen in seinem Alter nicht viel anfangen. Er wirkt vor allem sehr traurig. Das liegt vor allem daran, dass er eine Ausbildung macht, die sein Vater für in ausgesucht hat. Er soll später mal die Firma übernehmen. Jan weiß eigentlich gar nicht, was er mal machen will. Dann trifft er Laura und glaubt sie zu mögen. Laura verliebt sich in Jan und beide werden ein Paar. Doch in Jans Gedankengängen findet man immer wieder Zweifel, ob er auch so für sie empfindet. Als dann Catrin eher unfreiwillig in sein Leben tritt, wird die Welt für ihn total auf den Kopf gestellt. Er wird von Gewissensbissen geplagt und fühlt sich dennoch zu ihr hingezogen. Catrin Welt zerbricht nach dem Unfall. Sie ist blind und muss sich an ein neues Leben gewöhnen. Dabei will sie aber auf keinen Fall ihre Unabhängigeit verlieren und sie hasst es von anderen bemitleidet zu werden, vor allem von ihren Eltern. Wie gesagt, das Schicksal führt die beiden zusammen und dabei entfernt sich Jan immer weiter von Laura. Es war einfach wunderbar, den Verlauf aus beiden Perspektiven zu sehen. Die Entschlüsse, die Jan fasst, die Unsicherheit die Catrin empfindet. Immer wieder habe ich mich selbst gefragt, was ich in so einer Situation gemacht hätte. Hätte ich selbst wie Jan reagiert? Was wäre in mir vorgegangen, wenn ich an Catrins Stelle wäre. Es war alles so echt und real und in keinster Weise gespielt und zu dick aufgetragen. Als ich das Buch zugeschlagen habe, war ich einfach nur enttäuscht. Enttäuscht, weil es so schnell zu Ende war. Ich hätte so gerne weiter gelesen. Das Ende ist toll und passt sehr gut. Ein schönes Ende für Jan und Catrin! Fazit: Ich vergebe 4,5/5 möglichen Punkten. Sehr ergreifend und echt. Ein Roman zum Mitfühlen und Mitdenken. Ein Roadtrip der Gefühle.

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  • Rezension zu "Dieser eine Moment" von Christoph Wortberg

    Dieser eine Moment
    tintenmaedchen

    tintenmaedchen

    03. July 2012 um 23:40

    “Augen sind der Spiegel der Seele, sagt man. Hat sie jetzt noch eine Seele?” Jan ist nur einen Augenblick unaufmerksam. Eine Sekunde die alles verädnert denn Jan verursacht einen Unfall bei dem eine junge Frau, namens Catrin erblindet. Jan versucht dieses Erlebnis zu vergessen doch sein Gewissen nagt an ihm. Monate nach dem Unfall treffen Jan und Catrin zufällig aufeinander und noch einmal wird sein Leben dadurch auf den Kopf gestellt und Jan beginnt zu begreifen was ihm in seinem Leben wirklich fehlt. Dieser eine Moment lässt einen tief in die Gefühlswelt zweier Menschen blicken die durch einen schlimmen Unfall miteinander verbunden sind. Jan der vons einen Schuldgefühlen geradezu zerfressen wird und Catrin die durch den Unfall ihr Augenlicht und auch einen Teil ihres Lebenswillen verliert. Mehr als einmal nimmt Jan sich vor Catrin zu erzählen wer er ist doch jedes Mal lähmt ihn die Angst davor wie sie reagieren könnte. Denn so schuldig er sich auch fühlt, Catrin fasziniert ihn auf eine Weise die er nicht genau beschreiben oder gar greifen kann. Man lernt die beiden Charaktere kurz vor dem Unfall kennen und obwohl sie sich unabhängig voneinander in einem glücklichen Moment befinden spürt man schon dass da etwas ist. Irgendetwas unter der Oberfläche. Im Laufe der Geschichte versteht man vorallem bei Jan seine Verschlossenheit. Sein Vater, der nie Kinder wollte und veruscht Jan in eine Rolle zu pressen die er nicht will. Daneben seine Mutter die immer stiller wird und immer mehr resigniert aber dennoch den schönen Schein einer harmonischen Familie waren will. Obwohl das Buch eher ind ie Jugendliteratur einzuordnen ist, so erwartet einen doch eine Geschichte voll tiefer Gefühle, Ängste und Liebe. Nichts wirkt oberflächlich und, obwohl das Buch mit 192 Seiten sehr dünn ist, auch nicht beschleunigt oder gar unzureichend ausgearbeitet. Eine wunderschöne Geschichte um zwei Menschen die zwar sehr unterschiedlich aber dennoch eng miteinander verbunden sind. Ein sehr empfehlenswertes Buch.

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  • Rezension zu "Dieser eine Moment" von Christoph Wortberg

    Dieser eine Moment
    Kersi

    Kersi

    28. May 2012 um 22:33

    http://kersis-traumwelten.blogspot.de/2012/05/rezension-christoph-wortberg-dieser.html Inhalt: Jan war nur eine Sekunde unaufmerksam und verursacht einen Unfall, bei dem eine junge Frau schwer verletzt wird. Er flüchtet, aber er findet keine Ruhe. Schließlich spürt er die Frau, Catrin, im Krankenhaus auf sie ist erblindet Monate danach trifft er Catrin zufällig wieder. Doch Jan wagt nicht zu sagen, wer er ist. Sie kommen sich näher und plötzlich begreift Jan, was in seinem Leben wirklich fehlt: Wider alle Vernunft brechen die beiden aus dem Alltag aus und lassen sich in den Rausch einer bedingungslosen Liebe fallen. Eine beeindruckende Roadstory über Schuld und Sinnsuche und eine leise, eindringlich und wunderschön erzählte Liebesgeschichte. (Quelle: amazon.de) _________ Meine Meinung: "Träume. Lügen. Liebe", steht auf dem Buchrücken und genau in diese drei Abschnitte ist das Buch unterteilt. "Dieser eine Moment", zeigt drastisch wie schnell man von dem glücklichsten Moment in eine abscheuliche Situation geraten kann. Jan, der gerade seinen glücklichsten Moment erlebt hat, passiert auf dem Weg nach Hause das unfassbare. Abgelenkt durch seine Gefühle und Gedanken übersieht er während des Gewitters ein Auto und kommt auf die Gegenfahrbahn und verursacht so einen Unfall des Autos. Als ihm bewusst wird, was geschehen ist, flieht er vom Unfallort und ihn plagen schreckliche Schuldgefühle. Von diesem Zeitpunkt an tut er unerklärliche Dinge und alles erscheint ihm unwirklich....sogar die Liebe zu Laura. Einige Zeit nach dem Unfall trifft er durch Zufall, die durch den Unfall erblindete Catrin wieder, und sein Leben gerät erneut durcheinander, erst recht, als er Catrin immer näher kommt und sie immer weiter belügt. Das besondere an dem Buch ist einfach diese unglaubliche Fülle an Vorkommnissen in diesem kleinen Buch, das man auch relativ schnell ausgelesen hat. Und keine dieser Wendungen ist vorhersehbar und genauso spannend wird das Buch dadurch. Man will immer weiter lesen und immer weiter, doch irgendwann ist das Buch auch wieder vorbei, doch selbst da konnte ich noch nicht glauben, dass es aus ist. Es ist einfach ein unglaublich bewegendes, berührendes Buch, das zeigt wie schlagartig sich das Leben verändern kann und wie tapfer und mutig man sich den Herausforderungen stellen kann, um damit klar zu kommen. _________ Fazit: Das Buch ist zwar schnell zu lesen, jedoch keine leichte Lektüre, denn das Thema hat mich doch sehr bewegt - selbst nachdem ich das Buch weggelegt habe. Eine Achterbahn der Gefühle verbirgt sich hinter diesen knapp 200 Seiten.

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  • Rezension zu "Dieser eine Moment" von Christoph Wortberg

    Dieser eine Moment
    Wonder_

    Wonder_

    28. May 2012 um 21:11

    "Dieser eine Moment" ist eine sehr schön erzählte Geschichte, die zum Nachdenken anregt. Das Buch ist sehr emotional und gefühlvoll und wird dem Leser noch lange Zeit im Gedächtnis bleiben. Das Cover ist weder extrem auffällig noch etwas sonderlich Besonderes. Das würde auch gar nicht zu dem Buch passen. Es passt sehr gut zum Inhalt, ist schlicht und ausdrucksstark. Die Figuren in "Dieser eine Moment" finde ich außergewöhnlich überzeugend. Die Geschichte rund um Jan und Catrin geht einem unheimlich nahe, da besonders diese beiden Figuren sehr real wirken. Jan ist ein eher stiller Junge. Er verliert nicht viele Worte, sagt einfach kurz und knapp was er denkt und steht auch dazu. Seine Freundin Laura liebt genau das an ihm, doch seine Zurückhaltung bringt auch Probleme mit sich, denn Laura versteht nicht, warum Jan plötzlich so anders ist. Der Unfall, den Jan verursacht hat, nimmt ihn sehr mit und lässt ihn monatelang nicht los. Als er dann Catrin trifft, die wegen ihm blind ist, packen ihn die Erinnerungen umso stärker. Catrin versucht so gut sie kann mit ihrer Blindheit klar zu kommen, doch sie schafft es nicht. Sie gibt nach außen hin die fröhliche, junge Frau, doch in ihrem Inneren sieht es ganz anders aus. Erst durch Jan fängt sie wieder an zu leben. Das Buch ist sehr dünn, doch es birgt eine geballte Ladung Emotionen in sich. Nach einem Treffen mit seiner Freundin Laura fährt Jan überglücklich mit seinem Fahrrad nach Hause. Er ist so berauscht von seinen Gefühlen, dass er nicht auf die Straße achtet. Er gerät auf die Gegenfahrbahn und ein Auto muss ihm ausweichen, doch der Fahrer verliert die Kontrolle. Geschockt flieht Jan vom Unfallort und meldet sich auch nicht bei der Polizei. Der Vorfall geht ihm aber nicht mehr aus dem Kopf, auch Monate später belastet ihn der Unfall. Sein ganzes Leben verändert sich, seine Beziehung zu Laura wird immer komplizierter und auch in seinem Job ist er unglücklich. Bis er Catrin trifft. Die Geschichte ist unheimlich schön und emotional. Das Buch macht sehr nachdenklich, aber vorallem macht es Hoffnung darauf, dass alles im Leben einen Sinn hat. Der Schreibstil des Autors ist etwas gewöhnungsbedürftig. Er schreibt sehr bildhaft und springt oft in die Vergangenheit. Es ist teilweise etwas schwierig der Handlung zu Folgen, doch wenn man sich an den Stil gewöhnt hat ist er sehr schön. Außerdem bringt der Autor die Emotionen einfach super rüber.

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  • Rezension zu "Dieser eine Moment" von Christoph Wortberg

    Dieser eine Moment
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    28. April 2012 um 17:31

    Huch, ich habe angefangen zu lesen und schwupps war ich schon am Ende angekommen. Dieses Buch flitzt ja nur so an einem vorbei. Ich bin durch eine liebe Mitbloggerin auf dieses Buch gestoßen, dann habe ich es besorgt und beim Arzt angefangen zu lesen. Das war ein Fehler, denn es hat mich so gepackt das ich fast meinen Namen nicht gehört habe als ich aufgerufen wurde. Also habe ich bei Seite 50 wieder eingepackt und war total hibbelig weil ich weiter lesen wollte. Zu Hause angekommen habe ich das auch getan und war schwupps durch. Die Sprache des Buches hat mich fast schon mehr gefesselt wie die eigentliche Geschichte. Die Sprache fand ich einerseits ziemlich gefühlvoll aber andererseits auch sehr direkt. Wir erleben die Geschichte aus zwei Perspektiven. Es geht einerseits um Jan und einerseits um Catrin die durch den von Jan verursachten Unfall erblindet. Wir erleben somit wie es Jan vor, während und nach dem Unfall ergeht und wir erleben wie Catrin mit dem Unfall und den Folgen klar kommt. Da prallen dann auch wieder total unterschiedliche und doch sehr gleiche Gefühlswelten aufeinander. Von Ohnmacht, bis Trauer, Verzweiflung, Resignation, Freude, Spaß ..... ist alles dabei. Wir erleben aber auch wie andere durch so einen Unfall mit in das Geschehen hineinbezogen werden können. Das nicht allein der Verursacher leidet sondern auch die Freunde, die durch die unterschiedlichen Emotionen hin und her geworfen werden wie ein Ball beim Fußball. Aber auch die Menschen rings herum um das "Opfer" verändern sich, werden entweder zu fürsorglich, bleiben aus Mitgefühl oder rein aus dem Gefühl heraus Schuld zu haben, bei der betreffenden Person und das macht niemanden Glücklich. Christoph Wortberg spielt mit den Emotionen und den Gefühlen und das auf eine ganz eigene und sehr behutsame Art die gleichzeitig auch gerne mal etwas rauer sein darf. Gerade wenn wir mit ihm in Jans Perspektive übergehen wird es teilweise sehr verzweifelnd. Diese Junge, ein Mensch der alles vor sich hat, eine liebe Freundin, eine scheinbar perfekte Familie und eine Lehre, passiert ein blöder Fehler, eine Unachtsamkeit und dadurch gerät alles ins Wanken. Aber Christoph Wortberg lässt nicht alles aussichtslos, er schafft Jan in wenigen Kapiteln eine neue Perspektive und das hat mich noch mehr überzeugen können. Er lässt seinen Charakter wachsen, stärker werden und das macht den Reiz aus. Auch Catrin die wir erst ab dem Unfall kennen lernen, macht einen großen Schritt. Eine junge unabhängige, wunderschöne Frau mit der Aussicht auf ein wundervolles Leben wird von einem auf den anderen Tag ihres Augenlichts beraubt, der Freund erdrückt sie mit Schuldgefühlen und die Eltern gehen ihr auf den Wecker. Aber sie schafft es mit einer total schönen Art, unbeschwert damit um zu gehen. Sie will allen zeigen das sie zwar blind aber nicht hilflos ist und das gelingt ihr wunderbar. Zum Rest möchte ich jetzt gar nicht mehr viel sagen, denn es hat mich erstaunt wie viel man in 190 Seiten packen kann. Dieses Buch macht wundervolle Kehrtwenden und schafft es mit wenig Worten extrem viel zu transportieren. Allen die Art wie sich die Beziehung von Jan und Catrin entwickelt und was letztendlich daraus wird hat mich sehr mitgerissen und mir das Gefühl gegeben, dass man doch manchmal einfach alles wagen sollte um genau das zu bekommen was man eigentlich will. Lest es, mit diesen zwei Worten schließe ich meine Rezension, lest es.

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  • Rezension zu "Dieser eine Moment" von Christoph Wortberg

    Dieser eine Moment
    Asaviel

    Asaviel

    07. April 2012 um 19:04

    Meine Meinung: Lediglich 190 Seiten weist dieses schmale Bändchen auf und doch findet sich darin jede Menge Handlung und vor allem jede Menge Gefühl und Entwicklung. Die Seiten fliegen nur so dahin und das Buch ist sicherlich etwas für einen kurzen Nachmittag. Es ist aber nichts für zwischendurch, dafür geht die Thematik, gehen die Charaktere zu tief, nehmen den Leser zu stark mit. Es ist nicht die Handlung, die in diesem Buch überzeugt oder gar überrascht. Diese ist im Prinzip aus dem Klappentext schon vorauszuahnen, was aber keineswegs stört, denn es ist trotzdem oder gerade deswegen spannend die Entwicklung der Charaktere zu beobachten: Einerseits Jan, der unermessliche Schuld auf sich geladen hat. Andererseits Catrin, die erblindet und ein völlig neues Leben beginnen muss. Die Perspektiven wechseln zwischen diesen beiden Charakteren und es ist erstaunlich wie es dem Autor gelingt ihren jeweiligen Stil sprachlich zu verdeutlichen. Catrin ist leicht verzweifelt, aber eher gesetzt mit ruhigen Worten und der klaren Richtung, in die sie strebt. Jan ist da ganz anders. In seiner jugendlichen Selbstfindung ist er von inneren Konflikten zerrissen, was sich oft in kurzen Sätzen zeigt, die immer wieder beinahe abgehackt wirken. Daran muss sich der Leser im ersten Moment gewöhnen, aber es passt so unglaublich gut zu dem jungen Mann, dass man ihm diese Eigenheit gerne vergibt. Besonders weil trotz dieser wenigen Worte so viel Gefühl in und zwischen den Zeilen steckt. Jans Verzweiflung ist ebenso spürbar wie das befreite Aufatmen oder ein sanftes Lächeln auf Catrins Gesicht. Als Leser möchte man sie am liebsten kennen lernen und in die Arme schließen. Obwohl die Handlung nicht ungewöhnlich oder überraschend ist, muss man sich doch immer wieder konzentrieren und ihr aufmerksam folgen, denn die Gedanken der Protagonisten springen, wie es die Gedanken des Menschen so gerne tun. Einerseits wird die Gegenwart geschildert, immer wieder untermalt mit Versatzstücken aus der Vergangenheit, Erinnerungen der beiden Charaktere. Diese Charaktere sind auf der Suche nach sich selbst und nehmen den Leser auf diese Reise mit, sodass auch der Leser so etwas wie eine Reise zu sich selbst unternehmen kann, wenn er sich mitnehmen lässt. Die Empfehlung für das Lesealter würde ich persönlich etwas erhöhen, da mit dem Thema Sex zwar sehr unaufgeregt aber auch freizügiger als für dreizehnjährige Leser oder Leserinnen nötig umgegangen wird. Fazit: Eine wunderbare und ergreifende Geschichte, die dem Leser ohne Weiteres die Tränen in die Augen treibt. Mit nur wenigen Seiten ist das Buch schnell gelesen, doch es geht unter die Haut und ist daher nichts für Zwischendurch, sondern es fordert eine Phase nach der Lektüre, in der es nachwirkt und den Leser weiter beschäftigt.

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  • Rezension zu "Dieser eine Moment" von Christoph Wortberg

    Dieser eine Moment
    Daniliesing

    Daniliesing

    07. January 2011 um 00:24

    So schön und verträumt wie das Buchcover von "Dieser eine Moment" ist auch die Geschichte, die dieses Buch erzählt. Für jeden Jungen ist es sicherlich etwas Überwältigendes sein erstes Mal mit einem Mädchen zu erleben. Ob nun alles klappt oder nicht - es hinterlässt Eindruck. Jan, der eigentlich der typische Denker ist, hat genau das gerade erlebt und er ist glücklich. Für ihn ist es unfassbar, dass die wunderbare Laura sich für ihn entschieden hat und so fährt er in Erinnerungen und Gefühlen schwelgend mit dem Fahrrad richtig zu Hause. Einmal schaltet er die Gedanken ab und fühlt nur! Nur zu Hause soll Jan nicht so ankommen, wie man es sich nach einem glücklichen ersten Mal vorstellt. Jan ist auf seinem Weg derartig von seinem Glück berauscht, dass er nicht bemerkt, wie er auf die gegenüberliegende Straßenseite gerät. Plötzlich sieht er nur noch Licht, hört es krachen und findet sich selbst auf dem Boden wieder. Jan ist äußerlich nichts passiert, doch wie soll er damit leben, für die Erblindung der jungen Frau - Catrin - die im Auto saß, verantwortlich zu sein? Für den Jungen verändert sich alles, denn er kann sich nicht verzeihen und verfällt noch mehr in seine Nachdenklichkeit, so sehr, dass er Laura nach und nach zu verlieren scheint. Zudem begegnet er Catrin, was ihn innerlich nur noch mehr aufwühlt. "Dieser eine Moment" ist ein Buch voller zwiespältiger Gefühle, die sich direkt auf den Leser und in dessen Herz übertragen. Jans Nachdenklichkeit empfand ich beim Lesen als ebenso nachvollziehbar, wie Lauras Sorgen und Versuche Jan aufzurütteln. Denn er selbst macht sich in dieser Situation die größten Vorwürfe. Gleichzeitig wird man das Gefühl nicht los, dass alles, genau so wie es sich abgespielt hat, einfach Schicksal ist und vielleicht sogar so sein sollte. Die Blindheit Catrins ist wirklich schrecklich, aber andererseits ebnet dieser tragische Unfall auch ganz neue Wege für die Figuren. Besonders gut gefallen hat mir an der Geschichte, dass sie so unvorhersehbar ist, wie sein Protagonist Jan selbst. Sie regt zum Nachdenken an, ja fordert geradezu dazu heraus, eine Lösung für diese verzwickte Situation finden. Soll Jan sich verzeihen und zu seiner Laura zurück kehren? Sind seine Zweifel berechtigt? Sollte er Catrin von dem Unfall erzählen, die gar nichts zu wissen scheint - sie sieht ihn ja nicht und während des Unfalls war es außerdem dunkell? All diese Fragen stellen sich dem Leser und egal, wie er sie für sich selbst beantwortet - vielleicht kommt ja am Ende doch alles ganz anders? Christoph Wortberg hat es geschaff, mich auf diesen knapp 200 Seiten mitzunehmen und zu fesseln. Er berührt durch seine schlichte Darstellung der Situation, aber vor allem durch die Zerrissenheit von Jan und durch seine daraus folgenden Taten. Auch wenn er - so scheint es - manchmal überreagiert und sich daneben benimmt, nimmt man es ihm doch nicht übel, sondern leidet mit ihm mit und findet ihn genau deshalb so sympathisch. Denn Jan ist eben, wie er ist: ein nachdenklicher junger Mann, der noch sein ganzes Leben vor sich hatte und plötzlich alles in Trümmern vor sich liegen sieht. Doch manchmal ist ein scheinbares Ende einer schönen Sache, erst der Beginn einer noch viel aufregenderen und besseren. Dass das Wirklichkeit sein kann, erzählt der Autor wunderbar, fast schon poetisch!

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