Christoph Zachariae

 4.3 Sterne bei 133 Bewertungen
Autor von ÖDLAND - Der Keller, ÖDLAND - Das Versteck im Moor und weiteren Büchern.
Autorenbild von Christoph Zachariae (©Christoph Zachariae)

Lebenslauf von Christoph Zachariae

Christoph Zachariae wird 1972 als Sohn eines Flugzeugingenieurs und einer Lehrerin in Bremen geboren. Vom Vater übernimmt er die Begeisterung für Technik und Raumfahrt, von der Mutter die für Kunst und Museen. Im Alter von 12 Jahren schreibt er die erste Kurzgeschichte. Ab 1993 studiert er Filmwissenschaften und Philosophie an der Ruhr-Universität Bochum und realisiert Fotoausstellungen. Aus eigenen Drehbüchern entstehen Kurzfilme, die auf zahlreichen Festivals laufen. 1996 wechselt er an die Filmakademie Ludwigsburg und schließt ein Regiestudium ab. Seine Leidenschaft gehört der Phantastik und der dunklen Seite der menschlichen Seele. Seit 2002 lebt und arbeitet er in Berlin. Hier entstehen u.a. die Hörbücher für die mehrfach preisgekrönte Thriller-Serie DARKSIDE PARK. Neben Drehbüchern für Kinofilme schreibt Christoph Zachariae für deutsche TV-Serien und produziert eigene Kurzfilme.

Alle Bücher von Christoph Zachariae

Cover des Buches ÖDLAND - Der Keller9783000501104

ÖDLAND - Der Keller

 (69)
Erschienen am 17.07.2015
Cover des Buches ÖDLAND - Das Versteck im MoorB00HDP6QT4

ÖDLAND - Das Versteck im Moor

 (25)
Erschienen am 17.12.2013
Cover des Buches ÖDLAND - Die Fabrik am Fluss9781522803010

ÖDLAND - Die Fabrik am Fluss

 (13)
Erschienen am 17.12.2015
Cover des Buches ÖDLAND - ViktoriastadtB078JST4VP

ÖDLAND - Viktoriastadt

 (5)
Erschienen am 25.12.2017
Cover des Buches Christoph Zachariaes Dunkle TräumeB005ICLPE0

Christoph Zachariaes Dunkle Träume

 (2)
Erschienen am 27.09.2011
Cover des Buches ÖDLAND Fünftes Buch Das LabyrinthB07PJTPX83

ÖDLAND Fünftes Buch Das Labyrinth

 (1)
Erschienen am 19.03.2019
Cover des Buches Darkside Park: Mystery-Thriller9783942261234

Darkside Park: Mystery-Thriller

 (18)
Erschienen am 29.11.2012

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Neue Rezensionen zu Christoph Zachariae

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Rezension zu "Ödland - Der Keller" von Christoph Zachariae

Mega ist nicht mega und das Ödland öde
GrueneRonjavor 5 Monaten

„Bäume waren verschwunden. Es gab nur noch Gras und Gestrüpp. Ein blasses Graubraun. Asche und Sand. Die Farben des Ödlands. Dessen, was übrig geblieben war.“ (S. 33)


Dies ist ein Endzeitbuch ohne Zombies. Die einzigen Monster, die das Ödland durchstreifen, sind Menschen auf der Suche nach Vorräten und Wasser. Der Hunger treibt sie an den Rand der Menschlichkeit, der Verzweiflung und des Wahnsinns.


Zuerst stellt sich mir die Frage, wie es zu diesem Ödland gekommen ist. Welche Katastrophe hat zum Ende der Zivilisation geführt? Wieso gibt es keine Bäume mehr, wenn die Natur nicht unterzukriegen ist und trotzdem noch Pflanzen wachsen.

Die Beschreibung vom Leben im Keller unter der Universität deutet darauf hin, dass die Katastrophe vorauszusehen war. Wie sonst hätten Prof. Walden und seine Mitstreiter so viele lebenswichtige Dinge beiseite schaffen können? Ganz zu schweigen von der vielen Ausrüstung für das geheimnisvolle Labor. Wieso haben sie sich in einem Keller eingesperrt, in dem es schwierig ist Lebensmittel anzubauen und sauberes Wasser zu fördern. Das alles erscheint sehr weit her geholt.


Mega hat das Ödland mit sechs Jahren überlebt. Sie wurde fast verhungert vor den Türen des Kellers gefunden und in die Gemeinschaft aufgenommen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten hat sie sich in die Konklave eingelebt. Sie bestizt keine Erinnerungen an ihre Vergangenheit. Nach ihrem 19. Geburtstag soll sie hinaus in die Welt geschickt werden, denn die Menschen des Kellers brauchen wichtige Ersatzteile. Es gibt Gerüchte um eine Siedlung im Osten, zu der Mega mit Hilfe der Wissenschafler und des Liegefahrrads durch das Ödland reisen soll. Woher diese Gerüchte kommen, wird nicht erklärt.


„Sie war wild, würde gerne schreien und toben. Einmal laut sein dürfen, das war es, wonach sie sich sehnte.“ (S. 69)


Sie ist ein typischer Teenager, impulsiv und widerspricht, kann ihre Zunge nicht zügeln und möchte das, was sie nicht darf: an die frische Luft gehen. Sie hat außergewöhnliche Fähigkeiten, die nur am Rande erwähnt werden und sie besonders machen sollen, wie die außergewöhnlich gute Sicht oder der instinktive Umgang mit Waffen. Natürlich zufällig genau dann, wenn sie es gerade braucht.


„Sie versteht Dinge auf Anhieb, als würde sie nicht lernen, sondern sich erinnern. Manöver, Bewegungen. Sie lernt das nicht, sie erinnert sich.“ (S. 115)


Außerdem hat sie einen blauen Stern unter einem Auge tättowiert und rote Dreadlocks. Warum sie sich für diese Frisur entschieden hat, ist nicht nachvollziehbar. Dreadlocks brauchen intensive Pflege und wirken in einem Endzeitbuch fehl am Platz. Ganz zu schweigen von dem Gewicht, das sie ab einer bestimmten Länge haben können. Hier wäre eine Glatze für die Reise im Ödland sinnvoller gewesen.


Später durchstreigt Mega das Ödland auf einem Liegefahrrad. Es ist ausgestattet mit allerlei Technik, damit die Wissenschaftler ihr mit Rat zur Seite stehen können. Warum die Wissenschaftler sich für ein Liegefahrrad entschieden haben, erschließt sich mir nicht. Der einzige Vorteil, ist die entspannte Haltung beim Fahren. Ansonsten ist es für das Ödland unpraktisch: es kann kleine Unebenheiten nur schwer überwinden und lohnt sich nur auf geraden glatten Strecken. Deswegen ist Mega auf der Autobahn unterwegs, die jedoch häufig von liegen gebliebenen Autos versperrt ist.


Des Weiteren ist das Gewicht des Fahrrads fragwürdig. Die Wissenschafler des Kellers haben über viele Jahre die Expeditionen ins Ödland geplant und verbessert. So kann das Liegefahrrad schnell demontiert und in einem Rucksack verstaut werden. Ich habe erwartet, dass dieses Fahrrad so leicht wie möglich gehalten wird, denn Mega ist keine Bodybuilderin und die Reise durch das Ödland gefährlich und anstrengend. Ein optional unterstützender Motor und Bewaffnung sind daher nachvollziehbar. Auch die Überwachnungskameras sind einleuchtend, da Mega das Ödland unbekannt ist und die Kellerbewohner schon einige Expeditionen aus der Ferne begleitet haben. Warum das Fahrrad dann trotzdem über 40kg wiegt, ist mir unerklärlich. Das ist eine große Last. Woher kommt dieses Gewicht, wenn Fahrräder im Schnitt 15-20 kg wiegen? Warum wird nicht Gewicht gespart und die Kommunikation auf Funk beschränkt, damit Mega mehr Nahrung mitnehmen kann? Bei der ganzen Planung und der Erfahrung der vergangenen Expeditionen habe ich weniger Balast erwartet.

Hinzu kommt die Beschaffung des Materials. Es wurde zwar erwähnt, dass Fr. Kobe einige Teile beseite schaffen konnte, doch für wie viele Fahrräder hat sie das getan? Und warum? Das ist doch ein sehr seltsamer Zufall. Wie schaffen die Bewohner es den Funkverkehr über eine so große Distanz aufrecht zu erhalten, wenn es seit 40 Jahren keine funktionierende Technologie mehr gibt.


Neben dem Erzählstrang um Mega, den Keller und die Vorbereitung auf ihre Expedition gibt es noch einen weiteren, der scheinbar in der Zukunft spielt. Es geht um Hagen, der von Mega in eine Moorsiedlung gelockt wird. Hagen wirkt ausgezehrt und schwach. Die Menschen der Moorsiedlung nehmen ihn gefangen, foltern ihn und klagen ihn an, ihre Kinder getötet zu haben. Als die Szene zu eskalieren droht, werden die Moorbewohner von Hagens Söldnertrupp überfallen und es wird klar, dass das alles nur eine Täuschung war. Die Truppe besteht aus blutrünstigen, vergewaltigenden Idioten. Wie diese im Ödland lange überleben konnten, ist fraglich. Sie können nichts, außer töten.


Der Schreibstil erinnert an ein Drehbuch, die Schreibweise an Regieanweisungen. Die Geschichte wirkt kalt und emotionslos, obwohl das Ödland recht atmosphärisch beschrieben wird.

Wenn man mehrere Jahre auf engstem Raum leben muss, kein Tageslicht, so gut wie kein elektronisches Licht und immer das gleiche zu Essen hat, wird das Leben schnell schwierig. Dass die Menschen im Keller so gut miteinander auskommen, zeugt von einem hohen Überlebenswillen und strengen Regeln. In dieser kleinen Gemeinschaft kennt jeder jeden. Dass einige der Erwachsenen mit Titel und Nachnamen angesprochen werden, wie z.B. Prof. Walden und Dr. Kamura, verwirrt mich sehr. Dies zeugt von einer Distanz, die es auf so engem Raum nicht geben kann. Die Abkürzungen dieser Titel sind unpassend, vor allem bei Frau (Fr.) und Herr (Hr.).

Die Distanz und der Respekt, der diesen Personen entgegengebracht wird, sollte durch ihre Handlungen und die Reaktionen der Gemeinschaft auf diese gezeigt werden. Titel sind in diesem Fall unnötig.

Das Gleiche trifft auf die blutrünstigen Söldner zu. Es wird gesagt, dass sie verrückte Psychopathen sind, einer schlimmer als der andere. Doch ihre Taten sprechen nicht genug dafür. Die Beschreibungen sind brutal, aber nicht schlimmer als der normal marodierende Mensch.


Alles in allem ist das Buch verwirrend. Es beginnt mit Hagen, geht mit der sechsjährigen Mega weiter, die plötzlich ihren 19. Geburtstag feiert. Anschließend wird hin und her gewechselt zwischen dem Leben im Keller und Hagens Söldnertruppe. Inwieweit diese beiden Erzählstränge zusammen gehören, ob überhaupt, wird bis zum Ende nicht klar. Für mich läuft das auf ein aufregendes Sci-Fi-Szenario mit Zeitreise oder Einfrieren hinaus. Mega ist nicht so mega, wie sie vielleicht sein sollte und das Ödland öde.

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Rezension zu "ÖDLAND - Viktoriastadt" von Christoph Zachariae

Das Ende naht...
LukeDanesvor 7 Monaten

Viele Autoren belassen es gerne dabei, sich in den gewohnten Bahnen zu bewegen und sich nicht wirklich weiter zu entwickeln. Nicht so Christoph Zachariae.

Im vierten Band um den Wandere durch die Apokalypse, eine junge Frau namens „Mega“, merkt man der Geschichte an, das nicht nur der Hauptprotagonist an seiner Reise gereift ist, auch der Autor legt einiges an Veränderungen in Stil und verbalen Umgang mit dem Leser zu.

Die Protagonisten werden immer lebendiger und glaubhafter, denn niemand kann sich in dieser fiktiven Welt leisten ein dauerhafter Niceguy zu sein, um so dem Leser eine positive Identifikationsmöglichkeit zu bieten. Wer vor den teils wankelmütigen Einstellungen der Personen zurückschreckt und diese nicht nachvollziehen kann, sollte sich vielleicht fragen, wie er im Falle solch einer Apokalypse reagierten würde um zu überleben.

Auch die Härte der Erzählung hat hier weiter zugenommen. Kuschelkurs war (eigentlich schon) vorgestern, und Mega lebt nun einmal nicht im rosa Einhornland, sondern in einer Umgebung in der man entweder frisst oder gefressen wird.

Die bisher nur nebelhaft greifbare „Viktoriastadt“ hält für Mega die eine oder andere Überraschung bereit. Ihre Schwangerschaft ist alles andere als gern gesehen in der Stadt, und so werden ihre Träume wieder einmal vollkommen zerstört und sie muss sich mit den für sie angedachten Gegebenheiten arrangieren und zufriedengeben.

Zachariae fächert die Geschichte weiterhin auf, ohne jedoch bereits jetzt wirklich erahnen zu lassen, wie die Reise enden könnte. Wer die Geschichte ein wenig eindringlicher seit dem ersten Buch begleitet hat, kann sich vielleicht eine Vorstellung davon machen, was denn im letzten Band der Serie noch alles geschehen könnte. Doch ist es ebenfalls eine Eigenart des Autors, gerade das nicht zu befriedigen und stattdessen ganz andere Wege zu beschreiten, ohne dabei rote Fäden zu vergessen oder gar dem Leser nach dem Wunsch zu schreiben.

„Viktoriastadt“ ist nicht nur die konsequente Fortsetzung der Geschichte, sondern auch eine Weiterentwicklung von allem, ohne dass sich der Autor bei bisherigem bedient und es einfach nur neu auswalzt.

Der Abschluss der Saga ist bereits erschienen und ich bin sehr gespannt zu erfahren, wie sich Zachariae denn von Mega und ihrer Welt zu trennen weiß.

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Rezension zu "Ödland - Der Keller" von Christoph Zachariae

Spannend und atmosphärisch!
Kesrakvor einem Jahr

Auf das Buch bin ich auf der Leipziger Buchmesse aufmerksam geworden, wo mir am Stand des Autors direkt die Cover der Reihe ins Auge gesprungen sind. Ich fand die Detailschärfe sehr interessant und nachdem ich im Gespräch erfahren habe, dass es tatsächlich um Fotos von Models handelt war ich von der Liebe fürs Detail begeistert.
Diese Liebe fürs Detail finden sich auch in der Geschichte wieder. Meiner Meinung nach hat der Autor es geschafft durch sehr realistische Beschreibungen eine Dystopie zu erschaffen, bei der es nicht nur um Action oder Beziehungen geht, sondern auch um die Welt an sich und die Charaktere in ihr. Dabei wird die Geschichte nicht langweilig, sondern eher noch interessanter, da man sich sehr gut in die Situation der Protagonistin versetzen kann und man von der Atmosphäre in den Bann gezogen wird.
Man verfolgt als Leser die Handlungsstränge zweier Protagonisten, welche sich stark voneinander unterscheiden. Wodurch ein weiteres Bild des Ödlands entsteht.
Mir hat der Auftakt dieser Reihe sehr gut gefallen und ich bin schon gespannt, wie es weitergeht.

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Gespräche aus der Community

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Die ÖDLAND-Lesung auf der Leipziger Buchmesse 2018 findet am Sonntag, den 18.03.2018 von 14:00 – 14:30 Uhr auf der kleinen Bühne statt: D304 / Halle 5, ganz in der Nähe des LUCID DREAMS-Standes: D316 / Halle 5:

https://luciddreamsrem.wordpress.com/2018/01/21/lesung-auf-der-leipziger-buchmesse-2018/

Nähere Angaben zum Standort des LUCID DREAMS-Standes und zu den Messeständen und Verlagen in der Nähe findest Du hier:

https://luciddreamsrem.wordpress.com/2018/01/18/lucid-dreams-lbm-18-d316-halle-5/
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ÖDLAND Zweites Buch Das Versteck im Moor
und
ÖDLAND Drittes Buch Die Fabrik am Fluss
sind ab sofort auch als Taschenbuch erhältlich.

Wir wünschen spannende Unterhaltung im ÖDLAND. :)
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